Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenIm Stadtteil Brasselsberg in Kassel wird die Bushaltestelle Bilsteiner Born an der Konrad-Adenauer-Straße barrierefrei umgebaut. Gleichzeitig wird die alte Fußgängerbrücke über die Straße zurückgebaut und durch eine neue Fußgänger-Lichtsignalanlage ersetzt.
Das Projekt umfasst im Wesentlichen Tiefbau- und Straßenbauarbeiten (neue Bussteige mit Kasseler Sonderbord, Blindenleitsystem, neue Betonfahrbahn, Pflaster, Asphalt) sowie den vollständigen Rückbau der etwa 76 Meter langen Spannbetonbrücke (einschließlich Stützen, Fundamente und Widerlager).
Die Bauzeit ist auf rund zwei Monate angelegt (Oktober bis Anfang Dezember 2026). Die Auftraggeber sind die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG (Straßenbau) und die Stadt Kassel (Brückenrückbau).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis
Zuschlagskriterium Preis: Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H.
- Beschleunigungsregelung
Zuschlagskriterium Beschleunigungsregelung: Bieter gibt verbindliches Ende der Bauzeit (Datum oder Werktage) an und legt einen Bauzeitenplan (Balkenplan) vor. Nebenangebote zur Verkürzung der Einzelfristen für Verkehrsbeschränkungen sind zugelassen und müssen Angaben zu Verkürzungstagen, Kosten, Bauablaufplan, Qualitätssicherung, Bauverfahren, Geräten und Personaleinsatz enthalten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Verkehrssicherung
Bereitstellung und Vorhaltung aller Geräte, Werkzeuge und Betriebsmittel für die gesamte Bauzeit inkl. Baubüros, Lager- und Stellflächen, Strom-, Wasser- und Fernsprechanschlüssen sowie Sicherung der Baustelleneinrichtungsflächen.
Erstellung der Verkehrssicherung mit Beschilderungs- und Umleitungsplänen, Aufstellen, Umsetzen und Vorhalten von Verkehrszeichen und Warnleuchten, Markierungsfolien sowie Provisorien (z.B. provisorische Fahrbahnbrücken für SLW 60, Gehwegbrücken, Schrankenzäune). Kontrolle der Verkehrssicherung nach RSA täglich vor und nach der Arbeitszeit sowie an Feiertagen und nach Unwettern.
Barrierefreier Umbau der Bushaltestelle (beide Fahrtrichtungen)
Rückbau der bestehenden Bushaltestellenbuchten und der alten Wartehalle. Neubau von zwei Bushaltestellen mit drei Fahrgastunterständen, einer Bikehalle und bewehrter Betonfahrbahn (24 cm stark, mit Erdanker) auf rund 60 m Länge pro Haltestelle (zzgl. An- und Auslaufstrecke).
Ausbau von ca. 200 m Borden, 400 m² Pflaster und 700 m² Asphalt. Einbau von 600 m³ Straßenaufbruchmaterial-Aufnahme, 600 m² Geogitter, 250 m³ Schottertragschicht und 400 m³ Frostschutzschicht. Einbau von 40 m Sonderborden (Kasseler Sonderbord-Plus aus Granit mit 22 cm Höhe), 200 m Borden, 400 m² Pflaster, 50 m³ Asphalttragschicht als Unterbau sowie 500 m² Betonfahrbahn.
Herstellung von zwei Fußgängerquerungen, Einbau von drei Fundamenten für neue Wartehallen und Bikehalle sowie abschließender Straßenmarkierung.
Oberflächen, Borde und Haltestellenausstattung
Verlegung von Betonplatten 30/30/8 cm im Haltestellenbereich, Betonsteinpflaster im Gehwegbereich und Natursteinrinne. Aufbau des taktilen/optisch kontrastierenden Blindenleitsystems (Rippen- und Noppenplatten, Einstiegsmarkierung, Schuppenplatten) sowie taktiler Bordrampen mit Absenkungen (5 cm, 3 cm, 0,5 cm/Nullabsenkung).
Haltestellenausstattung mit Fahrgastunterständen (3-Feld-Halle mit Seitenteil, Bodenplatte ca. 4,68 x 1,80 x 0,20 m), die durch eine Drittfirma des AG aufgestellt werden, Sitzgelegenheiten, Info-Vitrinen, Abfallbehältern und Haltestellenkennzeichnung. Begrünung der angrenzenden Flächen mit Oberboden (20–40 cm) und Raseneinsaat (RSM 7.4).
Kabeltiefbau, Beleuchtung und Lichtsignalanlage
Kabeltiefbau für die neue Lichtsignalanlage (2 Kabelschächte, Schaltschranksockel, Steuergerät LSA) sowie Kabelverlegung für die neue Straßenbeleuchtung (3 neue Lichtmasten, Ausbau der Bestandsmasten). Liefern und Verlegen von Erdkabeln NYY-J (z.B. 3x2,5 mm² und 4x10 mm²) inkl. Verbindungsmuffen an vorhandene Kabel und Erdungsmaßnahmen.
Aufstellung von drei neuen Fahrgastunterständen/Bikehalle samt Stromzuführung, Lieferung von Schilderhülsen und Aufstellung der Verkehrsschilder.
Entwässerung und Erdarbeiten
Herstellung der Oberflächenentwässerung mit zwei neuen Straßenabläufen, Anschlussleitungen DN 100/150 und Anbindung an das Bestandsnetz. Liefern und Einbauen von Füllboden und Oberboden, Herstellen von Planum (Verformungsmodul mind. 45 MN/m²) sowie Andecken und Ansäen der Rasenflächen.
Für alle Erdarbeiten gelten die Anforderungen des vorliegenden Bodengutachtens (u.a. LAGA Z2 Böden).
Markierungs- und Stundenlohnarbeiten
Straßenmarkierung mit durchgehenden und unterbrochenen Schmalstrichen (12 cm), Stopplinie (50 cm), Fußgängerfurt und Buspiktogrammen mit Zick-Zack-Markierung.
Vermessungs- und Stundenlohnarbeiten als verrechenbare Positionen (Vermessungstrupp, Arbeitskräfte, Radbagger, Minibagger, Vibrationswalze, Trennschneider, Nassschneidemaschine, Verkehrswarnleiteinrichtung, LKW-Kipper verschiedener Klassen, Kleintransporter etc.) sowie Nachweisansätze für zusätzliche Materiallieferungen und Genehmigungen.
Rückbau der Fußgängerbrücke Konrad-Adenauer-Straße
Rückbau der einstegigen Plattenbalkenbrücke aus 1970 (ca. 76 m Länge, 2,75 m Querschnittsbreite) inkl. Geländer (Aluminium, Höhe 1000 mm), Spannbetonüberbau mit Stahllitzen, Gesimsen, Einbauteilen, Fugen und Lagern.
Getrennter Ausbau von PCB-belastetem Fugenmaterial (5 t) und PCB-haltigem Estrich inkl. Heizmatten, getrennte Entsorgung gemäß Schadstoffgutachten. Rückbau der gewendelten Rampe in Stahlbetonbauweise, der drei Brückenstützen mit Fundamenten sowie des Widerlagers Ost (komplett) und des Widerlagers West (Teilrückbau, hangseitiger Teil bleibt erhalten).
Liefern, Montieren und Demontieren von Schwerlaststützen inkl. statischem Nachweis, Erstellen eines Abbruchkonzepts (1-fach Papier + digital als PDF) sowie Aufnahme und Entsorgung der Betonbefestigung und Pflastersteine im Brückenbereich. Verfüllen der Baugruben und Wiederherstellung des Anschlusses an den vorhandenen Waldweg im Bereich Widerlager West.
Entsorgung und Schadstoffbehandlung
Erstellung und Umsetzung eines Abfallentsorgungskonzepts, getrennte Sammlung und Entsorgung der anfallenden Abbruchmassen gemäß Abfallschlüsseln: 17 01 01 Beton (ca. 3.500 t), 17 04 02 Geländer (ca. 10 t), 17 04 05 Stahl/Spannstahl (ca. 450 t), 17 01 07 Estrich PCB-haltig (ca. 220 t), Pflastersteine (ca. 160 t), 17 09 02 gefährliches Fugenmaterial (5 t) sowie sonstige gemischte Abfälle.
Berücksichtigung des Schadstoffgutachtens für den Brückenabbruch (u.a. PCB-belastetes Fugenmaterial und Heizmatten im Estrich).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe gem. § 6e EU VOB/A vorliegen, keine relevanten Eintragungen im Gewerbezentralregister der letzten zwei Jahre bestehen und keine Strafen > 3 Monate Freiheitsstrafe, > 90 Tagessätze Geldstrafe oder > 2.500 € Bußgeld (auch wegen Verstößen gegen das Mindestlohngesetz) verhängt wurden.
Abgabe der Verpflichtungserklärung zu Tariftreue und Mindestentgelt nach HVTG sowie Eigenerklärung zu RUS-Sanktionen Art. 5k. Auf Verlangen sind Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts, der Berufsgenossenschaft sowie ggf. ein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan und ein Nachweis der Selbstreinigung vorzulegen.
Fachliche Eignung (Fachkunde)
Eintragung im Handelsregister und/oder Handwerksrolle und/oder IHK; auf Verlangen Vorlage von Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug und Handwerkskarte/IHK-Nachweis. Nachgewiesene Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit mit Angebotsabgabe und während der gesamten Werkleistung.
Für Entwässerungsarbeiten am Netz des Eigenbetriebs KasselWasser ist eine Fachbetriebszulassung von KasselWasser erforderlich; diese gilt auch für Subunternehmer. SiGeKo mit Qualifikation gem. RAB 30 ist bei Bedarf zu stellen. Berufliche Befähigung kann über Studiennachweise und Bescheinigungen belegt werden.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angabe des Mindestjahresumsatzes (brutto) der letzten zwei Jahre; auf Verlangen Bestätigung durch Wirtschaftsprüfer/Steuerberater oder testierte Jahresabschlüsse. Nachweis einer Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen von 5.000.000 € je Person für Personen- und Haftpflichtschäden, 2.000.000 € je Ereignis für Sachschäden und 500.000 € je Ereignis für Vermögensschäden.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Erklärung zur Verfügbarkeit erforderlicher Arbeitskräfte (auf Verlangen: durchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten drei Jahre, gegliedert nach Lohngruppen mit gesonderter Angabe des technischen Leitungspersonals). Erklärung zu Ausstattung, Geräten und technischer Ausrüstung.
Möglichkeit zur Eignungsleihe für technische/berufliche (Formular 104.1 ETB) und wirtschaftliche/finanzielle Leistungsfähigkeit (Formular 104.2 EWF). Benennung von technischen Fachkräften mit Namen, Funktion und Qualifikation sowie Angabe zu Qualitätssicherung, Umweltmanagement und Lieferkettenmanagement auf Verlangen.
Referenzen und vergleichbare Leistungen
Mindestens 4 Referenzen über die Ausführung vergleichbarer Bauleistungen in den letzten 5 Kalenderjahren (auch älter möglich), darunter mindestens 2 Referenzen mit Rückbau vorhandener Bushaltestellenbuchten und Wartehallen und Neubau von Haltestellen mit Hallen und Betonfahrbahn sowie mindestens 2 Referenzen mit Rückbau von Gehwegbrücken und Wiederherstellung von Oberflächen.
Pro Referenz sind Bezeichnung der Leistung, der auf das eigene Unternehmen entfallende Auftragswert, der Ausführungszeitraum und der Auftraggeber anzugeben. Nachweis durch Referenzbescheinigung nach Muster HVA B-StB 3103 auf Verlangen der Vergabestelle.
Vergleichbare Bauleistungen der letzten 5 Kalenderjahre; mindestens 4 Referenzen insgesamt: mind. 2 Referenzen über Rückbau vorhandener Bushaltestellenbuchten und Wartehallen sowie Neubau von Haltestellen mit Hallen und Betonfahrbahn und mind. 2 Referenzen über Rückbau von Gehwegbrücken und Wiederherstellung von Oberflächen
Referenzbescheinigung nach Muster HVA B-StB 3103 mit Angabe von Bezeichnung, Auftragswert, Ausführungszeitraum und Auftraggeber; Nachweis auf Verlangen der Vergabestelle