Ausschreibungen Abbruch & Rückbau

26E70131 - TU Clausthal - Abbruch und Rückbau von Schadstoffen in Geb. 1710

Land Niedersachsen vertreten durch das Staatliche Baumanagement Niedersachsen | Vergabekammer Niedersachsen beim Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und DigitalisierungClausthal-Zellerfeld, NiedersachsenFrist: (in 55 Tagen)

Zusammenfassung

Öffentliche Ausschreibung (offenes Verfahren) des Staatlichen Baumanagements Südniedersachsen für die TU Clausthal, Leibnizstraße.

Im Gebäude 1710 müssen asbest- und KMF-haltige Bauteile (Feuerschutztüren, Faserzement-Platten, Mineralwolle-Dämmungen) sowie schadstofffreie Bauteile (Wände, Böden, Decken, Unterdecken, Sanitär- und Elektroinstallationen) zurückgebaut und fachgerecht entsorgt werden.

Die Arbeiten erfolgen in 2 Bauabschnitten über ca. 18 Monate (1. BA ca. 4 Monate, 2. BA ca. 14 Monate). Angebote sind bis zum 11.08.2026 um 09:30 Uhr elektronisch einzureichen. Die Bindefrist endet am 11.10.2026.

Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 55 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
202620272028
JUNSEPDEZMÄRJUNSEPDEZMÄRJUNSEP
Angebotsfrist
Bindefrist
Aufforderung zur Ausführung
Ausführungsbeginn
1. Bauabschnitt
Vertragslaufzeit
Baufristenplan vorlegen
2. Bauabschnitt
Fertigstellung/Vollendung
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen

Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebots ermittelt. Die Wertungssummen werden aus den nachgerechneten Angebotssummen ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Baustelleneinrichtung und organisatorische Pflichten

  • Komplette Baustelleneinrichtung für die gesamte Bauzeit inkl. Schutzbereiche, Schleusen und Lufthaltung
  • Verkehrssicherung und Baustellenbeschilderung
  • Einholen erforderlicher Genehmigungen (z. B. Anzeige der Asbestarbeiten an die Aufsichtsbehörde)
  • Erstellung und Abstimmung der Gefährdungsanalyse mit Bauleitung und SiGeKo vor Arbeitsbeginn
  • Wöchentliche Baubesprechungen ab einer Woche vor Arbeitsaufnahme
  • Führung und wöchentliche Übergabe von Bautagesberichten an den Auftraggeber
  • Abstimmung mit Bauleitung und Fachplanern zur Festlegung abzubrechender Installationen
  • Begehung mit Fachplanern vor Beginn der Demontagearbeiten

Schadstoffarbeiten – Asbest und KMF

  • Zerstörungsfreie Demontage von Feuerschutztüren mit Promabest-Einlage
  • Rückbau asbesthaltiger Baustoffe über 0,1 Gew.-% (z. B. Faserzement-Platten, Fensterbänke) – Abfallschlüssel AVV 17 06 05*
  • Rückbau von Dämmstoffen aus künstlicher Mineralfaser (KMF) der Kategorie 2, z. B. in Versorgungsschächten und Rohrleitungen – AVV 17 06 03*
  • Einhaltung der TRGS 519 (Asbest) und TRGS 521 (KMF) in vollem Umfang
  • Staubdichte Verpackung in Folie mit mind. 0,4 mm Stärke
  • Freimessung vor Aufhebung des Schwarzbereichs: Grenzwert 500 Fasern/m³ (bzw. 1.000 inkl. Messunsicherheit)
  • Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen für das eingesetzte Personal
  • Anzeige der Asbestarbeiten bei der Aufsichtsbehörde rechtzeitig vor Beginn
  • Aufsichtsperson mit gültiger TRGS-519-Befähigung (Anlage 3) muss während der gesamten Rückbauarbeiten vor Ort anwesend sein
  • Vorarbeiter und Asbestsachkundige müssen deutsch sprechen

Abbruch schadstofffreier Bauteile

  • Abbruch von Innenwänden (KS-Mauerwerk, Leichtbauwände), WC-Trennwänden
  • Abbruch von Bodenbelägen (PVC, Teppich, Steinzeugfliesen, Bitumen) inkl. Kleber- und Mörtelresten
  • Abbruch von Unterdecken (Alu-Lamellensystem, Gipsplatten, Mineralwolle-Platten) und Tragprofilen
  • Abbruch von Innentüren (Stahl, Holz, Rohrrahmenelemente mit Glasfüllung)
  • Herstellen von Durchbrüchen und Kernbohrungen in Stahlbeton und Mauerwerk (verschiedene Durchmesser und Tiefen)
  • Estrich- und Sockelstreifenentfernung

Rückbau Technische Gebäudeausrüstung (TGA)

  • Demontage und Entsorgung von Heizungs-, Kühlwasser-, Feuerlösch- und Gasrohren (Stahl, Kupfer) inkl. KMF-Dämmungen
  • Rückbau von Trink-, Betriebs- und VE-Wasserleitungen
  • Demontage von Sanitärobjekten (Waschbecken, Ausgussbecken, WCs, Urinale, Not- und Augenduschen)
  • Rückbau von Lüftungs- und RLT-Anlagen, Brandschutzklappen, Radialventilatoren und Dachdurchführungen
  • Rückbau von Elektroinstallationen: Kabel, Leitungen, Anschlüsse, Schaltschränke, Einbau- und Anbauleuchten

Entsorgung und Reinigung

  • Getrennte Erfassung und sortenreine Sammlung aller anfallenden Abfälle
  • Nachweise gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz und Nachweisverordnung (NachwV)
  • Übergabe der Entsorgungsnachweise an die Bauleitung innerhalb einer Woche
  • Anzeige nach § 53 KrWG bzw. Erlaubnis nach § 54 KrWG
  • Kosten der Entsorgung trägt der Auftragnehmer (Ausnahme: gesondert vergütete Positionen)
  • Grobreinigung der Arbeitsbereiche und Endreinigung durch den Auftragnehmer
  • Auflistung der Abfallschlüssel (AVV): 17 01 01 (Beton), 17 01 07 (Bauschutt), 17 02 03 (Kunststoff), 17 04 05 (Stahl), 17 06 03* (KMF), 17 06 05* (Asbest), 17 09 04 (gemischte Bauabfälle) u. a.

Ausführungsanforderungen und Rahmenbedingungen

  • Ausführung von Hand oder mit handgeführten Kleingeräten
  • Erschütterungsarm nach DIN 4150, lärmarm (max. 80 dB(A)), staubarm nach TRGS 559
  • Ohne Funken- und Wasserfreisetzung
  • Arbeitshöhen bis ca. 3,5–4 m
  • Gebäude bleibt während der Bauarbeiten weiterhin genutzt – erhöhte Sorgfaltspflicht
  • Treppenerschließung (kein Aufzug)
  • Vertragssprache: Deutsch

Bauabschnitte und Ausführungszeiten

  • 1. Bauabschnitt (Bauteil 3, alle Geschosse): ca. 4 Monate
  • 2. Bauabschnitt (Bauteile 1 und 2, alle Geschosse, inkl. Außenbereiche und Teilfassaden): ca. 14 Monate
  • Gesamtlaufzeit: ca. 18 Monate
  • Voraussichtlicher Ausführungsbeginn: ca. 12 Werktage nach Aufforderung (voraussichtlich KW 10/2027)
  • Vertragliche Vollendung: letzter Werktag KW 35/2028
  • Übermittlung des Baufristenplans: 15 Werktage nach Auftragserteilung

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Fachliche Eignung – Schadstoffsanierung

  • Geeignetes Fachpersonal für Asbestarbeiten mit Unterweisung im Umgang mit asbesthaltigen Bauprodukten
  • Aufsichtsperson mit gültiger Befähigung gem. TRGS 519 Anlage 3 (Asbestsachkundige), die während der gesamten Rückbauarbeiten vor Ort anwesend ist
  • Fachkunde der Aufsichtsperson gültig mindestens bis zum Abschluss der Rückbauarbeiten
  • Vorarbeiter und Asbestsachkundige müssen der deutschen Sprache in ausreichendem Maße mächtig sein

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

  • Nachweis des Unternehmensumsatzes der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre (Bauleistungen und andere Leistungen)
  • Verfügbarkeit der für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte
  • Jahresdurchschnittlich beschäftigte Arbeitskräfte der letzten drei Jahre, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal (auf Verlangen)

Referenzen

  • Mindestens drei vergleichbare Referenzleistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren
  • Mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar (Schadstoffrückbau/Abbruch)
  • Vorgelegt auf Verlangen der Vergabestelle

Zuverlässigkeit und rechtliche Voraussetzungen

  • Registereintragung: Handelsregister ODER Handwerksrolle ODER IHK-Eintrag (oder keine Eintragungspflicht)
  • Kein eingeleitetes oder eröffnetes Insolvenzverfahren, kein abgelehnter Insolvenzantrag mangels Masse, keine Liquidation
  • Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A
  • Keine Verurteilung wegen Vorschriften mit Eintrag im Gewerbezentralregister (Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 €) in den letzten zwei Jahren
  • Ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtungen zu Steuern, Abgaben und Sozialversicherung
  • Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft

Tariftreue und Mindestentgelt

  • Verpflichtung zur Einhaltung staatlicher Sicherheits- und Arbeitsschutzvorschriften (Arbeitsschutzgesetz, Gefahrstoffverordnung u. a.)
  • Zahlung von Mindestentgelten gemäß NTVergG (Niedersächsisches Tariftreue- und Vergabegesetz)
  • Beachtung von Sozialkassentarifverträgen
  • Einhaltung der Bestimmungen gegen Schwarzarbeit und illegale Arbeitnehmerüberlassung
  • Bereitschaft zur Vorlage von Lohn- und Meldeunterlagen bei Kontrollen
  • Monatliche Gehaltsüberweisung über Gehaltskonten
  • Weitergabe der Pflichten an Nach- und Verleihunternehmer
Referenzprojekte
3 ReferenzenZeitraum: letzte 5 Kalenderjahre

Drei vergleichbare Referenznachweise aus den letzten fünf Kalenderjahren – vergleichbar mit Schadstoffrückbau/Asbestsanierung/Abbrucharbeiten

Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang inkl. Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung, koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben

4–10Angebote erwartet
Mittlere Konkurrenz

Median rund 6 Angebote.

Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 22%4–10 · 49%11+ · 29%

Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben

Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)

Checkliste zur Angebotsabgabe

Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen

Verpflichtende Angebotsunterlagen9
  • Angebotsschreiben (Formblatt 213) ausfüllen und signierenPflicht
    Bei Bietergemeinschaft: zusätzlich Formblatt 234
  • Leistungsverzeichnis mit Preisen abgeben (GAEB x84)Pflicht
    Zusätzlich als PDF beifügen
  • Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) ausfüllenPflicht
    Alternativ: PQ-Nummer oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE)
  • Angaben zur Preisermittlung beifügen (Formblatt 221 oder 222)Pflicht
    Formblatt 222: Endsummen-Kalkulation
  • Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (Formblatt 235) – falls zutreffendPflicht
    Nur wenn Nachunternehmer eingesetzt werden
  • Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen (Formblatt 233) – falls zutreffendPflicht
    Namen der NU bereits bei Angebotsabgabe angeben
  • Erklärung zu Art. 5k Abs. 1 VO (EU) 2022/576 (Russland-Sanktionen)Pflicht
  • Vereinbarung Tariftreue und Mindestentgelt (Formblatt 231Nds/231L) unterzeichnenPflicht
  • Namentliche Benennung der Aufsichtsperson mit gültiger TRGS-519-BefähigungPflicht
    Befähigung muss bis Abschluss der Rückbauarbeiten gültig sein
Auf Verlangen der Vergabestelle nachzureichen10
  • Aufgliederung der Einheitspreise (Formblatt 223)optional
    Erst nach Aufforderung nach Submission
  • Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen (Formblatt 236)optional
    Wenn Kapazitätsgeber eingesetzt werden
  • Drei vergleichbare Referenznachweise aus den letzten 5 Kalenderjahrenoptional
    Mit Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Mengen, Bestätigung des Auftraggebers
  • Erklärung zur durchschnittlichen Arbeitskräftezahl (letzte 3 Jahre, nach Lohngruppen)optional
  • Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug bzw. Handwerksrollen-/IHK-Eintragoptional
  • Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Sozialkasse, Finanzamt, Berufsgenossenschaft inkl. Lohnsummen)optional
  • Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStGoptional
  • Insolvenzplan (falls zutreffend)optional
  • Produktdatenblätter benannter Fabrikateoptional
  • Urkalkulation (wird für Preisprüfung geöffnet)optional
Formale Hinweise zur Einreichung1
  • Unterschrift (schriftlich) bzw. qualifizierte elektronische Signatur (elektronisch)optional

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