Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenIm Zuge des Ersatzneubaus des Kiesbergtunnels (Landesstraße L70 in Wuppertal) wird das Vergabepaket VP3 – Ausführung Abbruch/Entsorgung/Baulogistik im Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb vergeben.
Der 1970 eröffnete, zweigeschossige Straßentunnel wird unter Vollsperrung grundhaft saniert. VP3 umfasst:
Die Leistung wird als Teil der Integrierten Projektabwicklung (IPA) in einem Allianzvertrag mit mehreren Parteien erbracht. Das Projekt soll bis spätestens März 2031 (BUGA 2031) fertig sein. Die weiteren Lose VP1, VP2, VP4 und VP5 werden separat vergeben.
Abgabefrist Teilnahmeantrag: 03.07.2026, 23:59 Uhr.
Hinweis: Diese Ausschreibung ist laut Vergabestelle nicht für kleine/mittlere Unternehmen (KMU) geeignet.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis30%
Summe der Zuschläge für Gewinn und max. AGK, Bewertung nach Punktezahl = (Angebot des Bestbieters)/(Angebot des jeweiligen Bieters) x 5
- Allianzfähigkeit Kernprojektteam35%
Bewertung der Allianzfähigkeit im Assessment Center (AC) für vier Teammitglieder (SMT, PMT, PIT Planung, PIT Zielkosten) anhand von vier Kompetenzen (IPA-Motivation, Kooperation im Team, Moderationskompetenz, Lern- und Entwicklungsfähigkeit)
- Persönliche Referenzen Kernprojektteam35%
Bewertung der persönlichen Referenzen für drei Teammitglieder (PMT, PIT Planung, PIT Zielkosten) anhand von spezifischen Referenzkriterien mit festen Punktzahlen (1, 2 oder 3 Punkte)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen – IPA-Allianzmodell
Das Gesamtprojekt wird als Integrierte Projektabwicklung (IPA) durchgeführt. Das bedeutet: Auftraggeber und Schlüsselpartner schließen einen Mehrparteien-Allianzvertrag mit Selbstkostenerstattung, Zielkostenmodell, anreizbasiertem Risikomanagement und gemeinsamer Projektsteuerung. Für VP3 bedeutet das: Enge Zusammenarbeit mit den anderen Vergabepaketen (VP1 Objekt-/Fachplanung Konstruktion, VP2 Fachplanung Betriebstechnik, VP4 Ausführung konstruktive Gewerke, VP5 Ausführung Betriebstechnik).
Bauzeit und Endtermin
Vorgesehener Projektverlauf: Beginn IPA-Phase 1 Anfang 2027, Baufeldfreimachung ab März 2028, Baubeginn Hauptmaßnahme spätestens September 2028, Bauzeit Hauptmaßnahme ca. 2 Jahre, anschließend ca. 1 weiteres Jahr für Betriebstechnik. Wiederinbetriebnahme des Tunnels spätestens März 2031 (Termin zur BUGA 2031). Vertragslaufzeit ca. 48 Monate ab Vertragsbeginn.
Bauwerkszustand und Sanierungsanlass
Der Tunnel wurde 1970 als Europas erster Doppelstocktunnel in Betrieb genommen. Beide Richtungsfahrbahnen verlaufen übereinander (zweigeschossig). Es bestehen:
Ziel ist eine grundhafte Sanierung mit vollständiger Außenabdichtung, Querschnittsanpassung und Erneuerung der gesamten betriebstechnischen Ausstattung. Ebenfalls Teil des Gesamtprojekts: Ersatzneubau des Überführungsbauwerks L70 über die Viehhofstraße.
Kritische Eigenleistungen – nicht übertragbar
Folgende Leistungsbereiche müssen vom Bieter (bzw. bei Bietergemeinschaft von einem Mitglied) selbst erbracht werden und dürfen weder an Nachunternehmer vergeben noch über Eignungsleihe abgedeckt werden:
Andere Leistungsbereiche (z.B. Spezialtiefbau, Baufeldfreimachung im Detail) können grundsätzlich mit Nachunternehmern erbracht werden, sofern die Eignung dokumentiert ist.
Methodische Anforderungen
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenHinweis zur Struktur
Es gibt nur ein Los (VP3). Sämtliche Eignungsanforderungen sind deshalb hier unter "allgemein" zusammengefasst. Die genauen Schwellenwerte und Bewertungspunkte finden sich in Anlage 2 (Blatt 1a_MA Eignung und 1b_Bewerberauswahl) sowie in Anlage 10 (Zuschlagskriterien / persönliche Referenzen).
Ausschlussgründe – zwingend (§§ 123, 124 GWB)
Mit Anlage 3 ist eine Eigenerklärung abzugeben, dass keine Ausschlussgründe vorliegen, insbesondere:
Sanktions- und Lieferketten-Compliance
Fehlende Erklärungen führen zum Angebotsausschluss.
Bewerberlimitierung im Verfahren
Mindestens 3 Referenzprojekte: (1) Baulogistik-Koordination bei Verkehrsinfrastrukturprojekt unter beengten Verhältnissen, (2) Abbruch/Rückbau eines Infrastrukturbauwerks mit temporären Sicherungsmaßnahmen, (3) HDD-Medienbohrung ≥ 300 m in stark geklüftetem Fels
Verkehrsinfrastrukturprojekt mit beengten räumlichen Verhältnissen; Projektbeschreibung je max. 2 DIN A4 (Anlagen 1a_2.1, 1a_2.2, 1a_2.3). Eine Referenz kann mehrere Mindestanforderungen gleichzeitig erfüllen.
Persönliche Referenzen der Schlüsselpersonen im Kernprojektteam (Anlage 10): z.B. Erfahrung mit partnerschaftlichen Vertragsmodellen (IPA/Allianz, ÖPP/PPP, Design Build), Projektleitung Abbruch/Rückbau, Koordination Baulogistik, BIM-Nutzung nach ISO 19650, Spezialtiefbau, Teamleitung
Jeweils Projektbeschreibung max. 1 DIN A4 pro Kriterium; Funktion und Mindestmitwirkungszeitraum sind nachzuweisen