Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin schreibt 48 Rahmenvereinbarungen für die Lieferung von Laborverbrauchsmaterial (z. B. Reagenzien, Kunststoffartikel, Diagnostika) und Kleingeräten bis 2.000 € aus. Jede Rahmenvereinbarung steht für eine bestimmte Marke/Hersteller (z. B. Eppendorf, Merck, Qiagen, Roche, Sartorius, Thermo Fisher). Bieter geben einen Rabattsatz auf die Listenpreise des jeweiligen Markenanbieterprogramms an. Die Lieferung erfolgt frei Verwendungsstelle an die RKI-Standorte in Berlin, Wernigerode und Wildau.
Verfahrensart: Offenes Verfahren, elektronische Angebotsabgabe über evergabe-online.de
Angebotsfrist: 20.07.2026, 12:00 Uhr
Zuschlag: nur nach Preis (niedrigster Preis gewinnt)
Vertragslaufzeit: bis zu 4 Jahre
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Höhe des Rabattsatzes auf die in der gültigen Preisliste des Markenanbieters angegebenen Einzelpreise
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenArt der zu liefernden Produkte
Zu liefern sind Laborverbrauchsmaterialien wie Reagenzien, Chemikalien, Kunststoff-Verbrauchsartikel, Zellkulturprodukte, Pipetten, diagnostische Testkits, Mikrobiologie-Medien sowie Kleingeräte mit einem Listenpreis bis 2.000 € (z. B. kleine Rührer, Waagen, Pipettierhilfen). Die Produkte stammen aus den Programmen der jeweiligen Markenanbieter.
Angebotsstruktur: Rabattsatz auf Markenanbieter-Preislisten
Pro Los gibt der Bieter einen Rabattsatz auf die Einzelpreise der jeweils gültigen Hersteller-Preisliste an. Bei einigen Losen mit unterschiedlichen Produktgruppen sind Mischrabatte mit mehreren Rabattsätzen möglich (z. B. Sartorius mit 7 Teilbereichen, SIFIN mit 4 Teilbereichen, Bio-Rad mit Life-Science-Verbrauchsmaterial und -Geräten). Die Bieter müssen zusätzlich Nettopreis, Umsatzsteuer, Nachlass, Skonto-Konditionen (zwei Stufen) und Gesamtbetrag netto inkl. Nachlass pro Position sowie die Gesamtangebotssumme angeben.
Lieferorte und Logistik
Die Lieferung erfolgt frei Verwendungsstelle an folgende RKI-Standorte:
Warenannahme: Montag–Freitag 08:30–14:00 Uhr. Lieferfrist: innerhalb von 10 Werktagen nach Bestellung. Bei Bestellmengen > 100 Stück oder > 50 kg ist vorab per E-Mail zu informieren. Verpackung handelsüblich (VerpackG), Gefahrgut gemäß ADR/GGVSEB. Mindermengenzuschläge sind unzulässig, Trockeneis-, Nasseis- und Kühlpauschalen dürfen berechnet werden.
Vertragslaufzeit und Verlängerung
Die Rahmenvereinbarung läuft ab Zuschlag bis 31.08.2030 (Grundlaufzeit 24 Monate ab Zuschlag, mit automatischer Verlängerung um jeweils 12 Monate, sofern nicht 3 Monate vor Laufzeitende in Textform gekündigt wird). Die Gesamtlaufzeit darf 48 Monate nicht überschreiten. Eine Mindestabnahmepflicht besteht nicht; auch Kleingeräte > 2.000 € und Sonderaktionen sind ausdrücklich nicht Teil der Rahmenvereinbarung und können vom RKI separat beschafft werden.
Bestell-, Rechnungs- und Preisänderungs-Prozess
Der Auftragnehmer bestätigt jeden Bestellschein unverzüglich per E-Mail an Beschaffung@rki.de unter Angabe der Auftragsnummer und des anfordernden Mitarbeiters. Rechnungen sind elektronisch als XRechnung über OZG-RE der Bundesdruckerei an die Rechnungsstelle des RKI zu senden. Preisänderungen werden frühestens 14 Kalendertage nach Zugang der Mitteilung beim Auftraggeber wirksam. Nach Zuschlag ist – soweit vorhanden – ein Onlineshop-Zugang für die RKI-Besteller einzurichten.
Hinweise zu den 48 Losen
Die 48 Lose entsprechen jeweils einer Marke bzw. einem Markenanbieter-Programm (z. B. AppliChem, Beckman Coulter, Becton Dickinson Diagnostics/Biosciences, Bio-Rad, Brand, Corning, Eppendorf, Greiner Bio-One, IKA, Merck Life Science, Qiagen, Roche Diagnostik, Sarstedt, Sartorius, Thermo Fisher (mehrere Markenbereiche: Applied Biosystems, Invitrogen, Gibco, Nunc, Nalgene, Pierce, Fermentas, Finnzymes, eBiosciences, Oxoid), VWR/Avantor, 7Bioscience u. a.). Bieter können für eines, mehrere oder alle Lose ein Angebot abgeben. Pro Los können bis zu 120 Rahmenvertragspartner zugeschlagen werden. Details zu Mischrabatten siehe Excel-Tabelle 'Markenanbieterprogramm'.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe und Sanktionen
Es dürfen keine Ausschlussgründe gemäß § 31 UVgO bzw. § 42 VgV i. V. m. §§ 123, 124 GWB vorliegen (Eigenerklärung). Zusätzlich ist eine Eigenerklärung zu EU-Sanktionen gemäß Artikel 5k der VO (EU) 833/2014 abzugeben – kein Russland-Bezug des Bieters, der Bietergemeinschaftsmitglieder oder von Unterauftragnehmern/Lieferanten mit > 10 % Auftragswert.
Einhaltung Mindestlohngesetz
Der Bieter muss mit der Eigenerklärung nach § 19 Abs. 3 MiLoG bestätigen, dass keine Ausschlussgründe nach § 19 Abs. 1 MiLoG vorliegen und keine rechtskräftige Bußgeldentscheidung nach § 21 MiLoG. Die Erklärung muss auch von Nachunternehmern eingeholt und auf Verlangen vorgelegt werden.
Qualitäts- und Umweltmanagement
Abgabe der Erklärung QM/UM mit Angaben zu Qualitätsmanagementsystem (idealerweise DIN EN ISO 9001 oder gleichwertig) und Umweltmanagementsystem (bevorzugt EMAS-Registrierung, alternativ DIN EN ISO 14001 oder gleichwertig) sowie zur Absicherung dieser Standards bei Zulieferern. Die Anlage QM/UM ist jährlich erneut vorzulegen.
Vertriebsberechtigung
Nachweis der Vertriebsberechtigung für die jeweils angebotenen Markenanbieterprogramme. Dieser Nachweis entfällt nur, wenn der Bieter ausschließlich eigene Produkte (als Hersteller) vertreibt.
Wirtschaftliche und technische Leistungsfähigkeit
Der Bieter muss seine wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit sowie seine technische und berufliche Leistungsfähigkeit nachweisen. Konkrete Detail-Anforderungen sind in der Anlage 'Fragebogen zur Eignungsprüfung' definiert. Eignungsleihe (Rückgriff auf Kapazitäten anderer Unternehmen) ist zulässig – dann Verpflichtungserklärung des Drittunternehmens und Eignungsnachweis für die jeweilige Teilleistung erforderlich. Bietergemeinschaften sind zulässig mit gesamtschuldnerischer Haftung (§ 421 BGB) und Benennung eines bevollmächtigten Vertreters.