Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht's?
Das Land Niedersachsen (Staatliches Baumanagement Region Nord-West) saniert die Flachdächer von drei eingeschossigen Reihenhäusern am Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte in Oldenburg energetisch. Die vorhandene Kaltdach-Konstruktion aus Holz wird in ein Warmdach umgebaut, indem eine neue Gefälledämmung aufgebracht wird.
Was ist zu tun?
Wichtige Fristen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsarbeiten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenVorbereitende Arbeiten und Baustelleneinrichtung
Vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten sind örtliche Aufmaße zu nehmen, Bemusterungen durchzuführen und Pläne technisch zu bearbeiten. Auf der Baustelle ist eine transportable Toilette aufzustellen, für 8 Wochen vorzuhalten und danach zu räumen. Eine Wetterschutz-Gewebeplane ist zu liefern und je nach Bauabschnitt umzusetzen. Niederschlagswasser muss täglich abgeführt und fotodokumentiert werden.
Strom stellt der Auftraggeber über einen Baustromverteiler (1× CEE 400 V/32 A, 2× CEE 400 V/16 A, 6× Schutzkontakt 230 V/16 A, RCD Typ B). Arbeitsbeginn ist mindestens 4 Werktage vorher bei der Schulleitung anzumelden, inklusive der Nachunternehmer und Anlieferer. Auf Verlangen ist der Fragebogen des Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators (SiGeKo) vollständig auszufüllen.
Abbruch und Demontage
Zurückzubauen sind: Attikaabdeckung aus Zink, die 3-lagige Bitumen-Flachdachabdichtung (ca. 585 m²), 80 Flachdach-Zwangsentlüfter DN 75, 6 Sanitärentlüfter DN 100, 6 Dachabläufe DN 150, die Holzschalung, Traglattung und Konterlattung, Gefällekeile, die Blitzschutzanlage, die Schornsteinverkleidung aus Faserzement mit Zinkabdeckung, die Zwischenbalkendämmung aus Mineralwolle (12 cm) sowie 2 Lichtkuppeln 75×75 cm und 3 Lichtkuppeln 56×56 cm. Abbruchmaterial ist fachgerecht zu entsorgen; HBCD-haltige Polystyrolprodukte sind verboten.
Zimmerer- und Holzbauarbeiten
Auf die freigelegte Holzkonstruktion wird eine Ausgleichsschicht aus Mörtel aufgebracht. Anschließend sind Brettschichtholz-Kanthölzer (Fichte/Tanne, GL 24h) als Füllhölzer einzubauen und mit Kompriband sowie Klebeband luftdicht anzuschließen. Eine senkrechte Wärmedämmschicht aus Mineralwolle wird in 1. und 2. Lage eingebracht, ebenso die Dämmung der Stangentlüftung. Den Abschluss bildet eine OSB-Dachschalung (22 mm) inkl. Einzelflächen, eine Unterkonstruktion für die Schornsteinverschalung, Wandschalung aus OSB (12 mm) sowie Keil- und Dreiecksbohlen inkl. Kleineisen. Die Schornsteinbekleidung wird mit Faserzementplatten erneuert; Außenecken mit Aluprofil und der Fassadenabschluss mit Z-Profil sind herzustellen.
Dachabdichtung und Neueindeckung
Auf die OSB-Schalung kommt zunächst eine Bitumen-Dampfsperre. Darauf wird eine 200 mm starke PUR/PIR-Gefälledämmung in zwei Lagen verlegt. Den wasserführenden Abschluss bildet eine zweilagige Bitumen-Dachabdichtung (K1 + K2) inklusive Attikaabschluss, Eckausbildungen und gedämmter Wandanschlüsse. Ergänzt wird das Dach durch ein Dunstrohr DN 100, lüftbare Lichtkuppeln (2× 75×75 cm und 3× 56×56 cm) mit Spindelantrieb, 6 Anschlagkonstruktionen für die Anseilsicherung, 9 Flachdachabläufe DN 100 und 6 Notabläufe an der Attika.
Klempnerarbeiten
Die Attika erhält eine neue Abdeckung aus Titanzink (0,7 mm). Der Schornstein wird mit einer Titanzinkabdeckung 60×60 cm versehen.
Gerüstbauarbeiten
Für die Dauer der Arbeiten ist ein Arbeitsgerüst als Standgerüst (540 m², 153 m lang, 3,5 m hoch, Lastklasse 3) mit einer Grundeinsatzzeit von 4 Wochen plus 1 Woche Gebrauchsüberlassung aufzustellen. Nach dem Abbau sind 150 Gerüstankerlöcher zu schließen.
Stundenlohnarbeiten
Im Auftragsumfang sind Stundenlohnarbeiten eingelant: 20 h Bauhelfer, 50 h Baufacharbeiter und 20 h Bauvorarbeiter. Diese dürfen nur auf besondere Anweisung der Bauleitung ausgeführt werden; Tagelohnzettel sind täglich vorzulegen und von der Bauleitung abzeichnen zu lassen.
Wichtige Ausführungsbedingungen
Alle Dachöffnungen sind arbeitstäglich wieder vollständig zu schließen. Das Erdgeschoss wird während der Bauzeit weitergenutzt; die Arbeiten sind deshalb erschütterungsarm, lärmarm (max. 80 dB(A)) und staubarm auszuführen. Mehraufwand für Demontage und Montage in Teilabschnitten ist in die Preise einzurechnen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Eignung – Ausschlussgründe
Jeder Bieter muss mit dem Angebot erklären, dass keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A vorliegen, insbesondere keine schweren Verfehlungen nach § 6e EU Abs. 6 VOB/A und kein laufendes Insolvenzverfahren. Steuer- und Abgabenpflichten müssen ordnungsgemäß erfüllt sein, die Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft muss bestehen. Außerdem ist die Eigenerklärung zu Art. 5k VO (EU) 2022/576 (Russland-Sanktionen) zwingend vorzulegen – ohne diese Erklärung erfolgt der Ausschluss vom Verfahren.
Fachliche und wirtschaftliche Eignung
Der Bieter muss seine Eignung entweder über eine PQ-Nummer (präqualifizierte Unternehmen) oder über die Formblätter 'Eigenerklärung zur Eignung' (124 LD) bzw. die Einheitliche Europäische Eigenerklärung nachweisen. Bei Aufträgen ab 250.000 € Auftragssumme ist eine Sicherheit für Vertragserfüllung in Höhe von 5 % der Auftragssumme zu leisten.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Auf Verlangen der Vergabestelle nachzuweisen: Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre im Bereich Bauleistungen sowie die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte.
Referenzen
Vergleichbare Bauleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren. Drei Referenznachweise sind nur dann einzureichen, wenn das Angebot in die engere Wahl kommt. Zu jeder Referenz sind Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher eigener Leistungsanteil mit Mengen, eingesetzte Mitarbeiterzahl, besondere technische Anforderungen, Art der Baumaßnahme und die vertragliche Bindung anzugeben; abschließend eine Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung.
Auf Verlangen vorzulegende Nachweise
Bei engerer Wahl können folgende Unterlagen nachgefordert werden: Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrolleneintrag oder IHK-Eintragung, Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Sozialkasse und Finanzamt, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG, Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen, Produktdatenblätter benannter Fabrikate, Urkalkulation sowie ggf. ein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan.
Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
Werden Nachunternehmer eingesetzt, sind für diese ebenfalls Eigenerklärungen abzugeben. Bei präqualifizierten Nachunternehmern genügt die Angabe der PQ-Nummer; ansonsten sind auf Verlangen die gleichen Eignungsnachweise wie für den Hauptbieter zu erbringen. Bietergemeinschaften müssen das Formblatt 234 einreichen.
Rechtliche und tarifliche Anforderungen
Die Bieter müssen sich zur Einhaltung des Niedersächsischen Tariftreue- und Mindestlohngesetzes (NTVergG), der geltenden Arbeitsschutzvorschriften und zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Arbeitnehmerüberlassung verpflichten.
Mit der zu vergebenden Leistung vergleichbare Bauleistungen (energetische Flachdachsanierung) aus den letzten 5 Kalenderjahren
Nur bei Angebot in engerer Wahl vorzulegen. Je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, stichwortartige Beschreibung des mit eigenem Personal erbrachten Leistungsumfangs mit Mengenangaben, Zahl durchschnittlich eingesetzter Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner, Nachunternehmer) und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.