Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der AOK Niedersachsen für Dachdeckerarbeiten am Servicezentrum in Soltau, Wiesenstraße 2.
Das bestehende Satteldach eines 3-geschossigen Gebäudes wird im Rahmen einer energetischen Sanierung vollständig erneuert. Der Auftrag umfasst den Abbruch des alten Dachaufbaus (inkl. asbesthaltiger Gaubenverkleidung), Zimmer- und Holzarbeiten, eine neue Dämmung (Zwischen- und Aufsparrendämmung), die Neueindeckung mit Betondachsteinen, den Einbau neuer Dachflächenfenster, Klempnerarbeiten (Dachrinnen, Fallrohre) sowie die Vorbereitung und den Anschluss einer Photovoltaik-Anlage. Die Ausführung läuft vom 16.10.2026 bis 08.02.2027.
Hinweise zur Angebotsabgabe:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenArt und Umfang der Dachdeckerleistung
Vollständige Erneuerung des Satteldachs eines 3-geschossigen, vollunterkellerten Gebäudes (AOK-Servicezentrum Soltau, Wiesenstraße 2). Die Dachfläche beträgt ca. 560 m² (ohne Balkone und Tiefgaragendecken), die Höhe über Gelände 6,50 m, die Gebäudehöhe max. 12,40 m. Der Auftrag umfasst den gesamten Dachaufbau von Abbruch und Rückbau über Zimmer- und Holzarbeiten, Dämmung, Neueindeckung, Dachflächenfenster, Klempnerarbeiten bis zur Vorbereitung und Montage einer PV-Anlage inkl. Blitzschutz. Die Leistung schließt auch die Gaubenverkleidung in Alu-Doppelstehfalz und die Instandsetzung des Garagendachs ein. Ausführungszeitraum: 16.10.2026 – 08.02.2027 (ca. 78 Tage).
Baustelleneinrichtung, Planung und Koordination
Einrichtung und Rückbau der Baustelle, Bereitstellung von Geräten, Werkzeugen, Materialaufzügen, Winden, Mobilkränen, Radladern und Pumpen. Gerüste und Hebezeuge bis 4,0 m Arbeitshöhe sind in die Positionen einzurechnen. Baustrom (400 V/32 A) wird nach Absprache bereitgestellt; Sanitärcontainer mit Wasseranschluss und beheizte/belüftete Chemie-Toilette sind zu stellen. Verkehrssicherung nach RSA ist für die gesamte Bauzeit vorzuhalten. Tägliche Besenreinigung der Baustelle und kontinuierliche Materialentsorgung (Verpackung, Brandlasten) sind Pflicht. Der Bieter erstellt innerhalb von 7 Werktagen nach Auftragserteilung einen detaillierten Arbeitsablaufplan in Abstimmung mit Auftraggeber und Objektüberwachung. Werkstatt- und Montageplanung, Windsogsicherungsberechnung, bauphysikalische Nachweise (Dampfdurchgang, Bauteilfeuchte, Wärmedämmwerte), Schneefanggitter-Bemessung und Entwässerungsberechnung (Normal- und Jahrhundertregen) sind vor Ausführungsbeginn vorzulegen. Wöchentliche Baubesprechungen sowie Sicherheitsbesprechungen mit dem SiGeKo sind verbindlich. Große Geräte (z. B. Kräne) sind vorab mit dem AG abzustimmen.
Abbruch- und Rückbauarbeiten
Vollständiger Rückbau des Dachaufbaus inklusive Lattung bis auf die Dachkonstruktion. Abzubrechen sind u. a. die Hartdachdeckung (ca. 400 m² Frankfurter Pfanne, eingemörtelte Betondachsteine), Gaubenverkleidung aus Faserzementplatten (ca. 140 m², asbesthaltig gem. TRGS 519 – ASI-Arbeiten), Flachdachgaube mit Bitumenbahn (ca. 110 m²), 1 Lichtkuppel (ca. 1,00 × 1,00 m), 1 Dachausstiegsfenster, 9 Dachflächenfenster unterschiedlicher Größe, Dachrinne (Zink, ca. 150 m), Fallrohre DN 100 Titanzink (ca. 70 lfm) sowie Ent- und Belüftungsdachaufsätze. Asbesthaltige Materialien sind entsprechend TRGS 519 mit nachgewiesener Sachkunde zu entfernen und zu entsorgen.
Zimmer- und Holzbauarbeiten
Im Traufenbereich des Satteldachs sind ca. 83 Sparrenköpfe um ca. 50 cm zu kürzen; die Schnittflächen sind mit Holzschutz zu behandeln. Eine bestehende Dachgaube wird um eine zusätzliche Sparrenachse konstruktiv verlängert (für den Aufzugsschacht). Die Dachholzkonstruktion ist auf ca. 400 m² zu prüfen und ggf. zu ertüchtigen. Die Traufe ist mit Insektenschutz (ca. 105 m) auszuführen. Bedarfspositionen: Verstärkung/Erneuerung von Deckenbalken (je ca. 20 m) und Erneuerung von Dachsparren (10 Stück).
Dämmungs- und Dichtungsarbeiten
Einbau einer Dampfbremsfolie/Klimamembran (ca. 700 m²). Zwischensparrendämmung aus Steinwolle, 140 mm in der Hauptfläche (ca. 400 m²) und 120 mm in Teilbereichen (ca. 120 m²). Aufsparrendämmung aus Steinwolle, 160 mm (ca. 670 m²). Unterspannbahn (ca. 750 m²) und diffusionsoffene Bahn. Dachboden-Belag aus OSB-Platten (ca. 240 m²) inkl. 20 Manschetten für Durchdringungen. Alle Anschlüsse sind luftdicht herzustellen.
Dacheindeckung und Gaubenverkleidung
Lattung und Konterlattung (ca. 400 m²), Dacheindeckung mit Betonsteinen auf ca. 400 m² bei 45° Dachneigung. First/Grat (ca. 85 m) inkl. Biegekehle. Schneefanggitter (ca. 28 m). 100 Trägerpfannen für die PV-Halterung sind einzuplanen. Gauben mit Alu-Doppelstehfalzdeckung: ca. 295 m² Gesamtfläche (ca. 150 m² Dachfläche + 145 m² Seitenwände) inkl. Gaubeneinfassung. Vor Inbetriebnahme ist eine Dichtigkeitsprobe durchzuführen. Schachtentlüftung mit Dachdeckerhaube 40 × 40 cm (Alu pulverbeschichtet, Steinwolldämmung, Brandschutz A1) auf vorhandener Gaubenkonstruktion. Schornstein ist mit Abdeckblech zu versehen.
Dachflächenfenster
Lieferung und Einbau von 7 Kunststoff-Dachflächenfenstern Schwing 120 × 160 cm mit 3-fach-Verglasung, 2 Dachflächenfenstern 60 × 100 cm mit 3-fach-Verglasung sowie 7 solarbetriebenen Markisen (Velux o. ä. gleichwertig).
Klempnerarbeiten
Dachabschlussblech (ca. 105 m), kastenförmige Hängedachrinne aus Titanzink (Hauptdach ca. 105 m, Gauben/Garage ca. 85 m), 22 Rinnenablaufstutzen, quadratische Regenfallleitungen Titanzink 100/100 mm (ca. 70 m), 8 Standrohre DN 100 (Länge 1–2 m). Schornsteinabdeckblech und Aufzugschacht-Entlüftungshaube (siehe Dachdeckung).
Photovoltaik-Anlage und Blitzschutz
Vorbereitung der Dacheindeckung für die PV-Montage (Trägerpfannen, Kabeldurchführungsziegel). Lieferung, Montage und elektrischer Anschluss der PV-Anlage. Lieferung, Montage und Erdung des Blitzschutzsystems auf dem Dach.
Stundenlohnarbeiten und Instandhaltung
Bedarfsposition für Stundenlohnarbeiten: Werkpolier, Fachwerker und Bauhelfer je 8 Stunden, abrechenbar nur nach ausdrücklicher Beauftragung durch die Bauleitung. Zusätzlich zum Bauleistungsanteil umfasst der Auftrag einen Instandhaltungsvertrag, dessen Vertragsformular mit Preisen einzureichen ist.
Abfallentsorgung und Verwertung
Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen gemäß KrWG und Nachweisverordnung. Getrennte Erfassung und Sammlung der Abfälle nach geltenden Vorschriften. Die Kosten der Abfallverwertung sind in die Einheitspreise einzurechnen; die Kosten der Beseitigung sind getrennt auszuweisen (vom AG unmittelbar zu tragen). Benannte Verwertungs-/Beseitigungsträger müssen die Berechtigung zur Aufnahme der Abfälle besitzen und dies bestätigen. Bei Andienungspflicht gefährlicher Abfälle ist eine Bestätigung der zuständigen Abfallwirtschaftsbehörde vorzulegen. Anzeige nach § 53 KrWG und Erlaubnis nach § 54 KrWG sind nachzuweisen. Während der Auftragsdurchführung sind alle erforderlichen Erklärungen, Bestätigungen und Belege zur ordnungsgemäßen Entsorgung dem AG vorzulegen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPräqualifikation und Eignungsnachweis
Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e. V. (empfohlen). Alternativ: Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE). Bei Bietern in der engeren Wahl werden die Eigenerklärungen durch offizielle Bescheinigungen der zuständigen Stellen ersetzt.
Fachliche Eignung
Eintragung in der Handwerksrolle (oder IHK) als Dachdeckerbetrieb. Ausreichende personelle und technische Kapazitäten für die Durchführung der Dachdecker-, Zimmer- und Klempnerarbeiten. Erfahrung mit Asbestsanierungsarbeiten gemäß TRGS 519 (Sachkundenachweis).
Versicherungen und steuerliche Nachweise
Nachweis einer branchenüblichen Betriebshaftpflichtversicherung. Gültige Freistellungsbescheinigung nach § 48b Einkommensteuergesetz (Bauabzugssteuer), die auf Verlangen innerhalb von 5 Werktagen aktualisiert vorzulegen ist.
Zuverlässigkeit und Rechtstreue
Keine Insolvenz oder Liquidation, ordnungsgemäße Zahlung von Steuern und Sozialabgaben, Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts und der Berufsgenossenschaft (auf Verlangen). Rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan (falls zutreffend). Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in der Handwerksrolle (auf Verlangen).
Sprache und Form
Alle Unterlagen sind in deutscher Sprache einzureichen; fremdsprachige Bescheinigungen sind mit deutscher Übersetzung vorzulegen. Schriftformerfordernis für Erklärungen von Bietergemeinschaften.
Menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten (LkSG)
Eigenerklärung zur Einhaltung der Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG).
Anforderungen an Nachunternehmer
Eingesetzte Nachunternehmer müssen ebenfalls präqualifiziert sein oder entsprechende Eigenerklärungen vorlegen. Auf Verlangen sind Sicherheitsauskunft und Verpflichtungserklärung (FB 126) sowie Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen (FB 236) einzureichen.
Bietergemeinschaften
Gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder, Benennung eines bevollmächtigten Vertreters, gemeinsame Erklärung in Textform (Formblatt 234).
Referenznachweise (auf Verlangen der Vergabestelle) gemäß Eigenerklärung zur Eignung
Inhalt und Umfang der Referenzen werden in der Eigenerklärung zur Eignung definiert; konkrete Anforderungen (z. B. Anzahl, Art, Vergleichbarkeit) sind in den vorliegenden Unterlagen nicht explizit beziffert.