Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Landkreises Cloppenburg für Dachabdichtungsarbeiten am Bestandsdach der Elisabethschule in Friesoythe. Auf das vorhandene Flachdach (ca. 1.390 m²) wird eine Regenerationsschicht aufgebracht, inklusive Anschlüsse an Lichtkuppeln, Attiken und Durchdringungen. Die Arbeiten sind mit dem laufenden Schulbetrieb abzustimmen und sollen zwischen September und Oktober 2026 ausgeführt werden. Angebote sind elektronisch über die Vergabeplattform des Deutschen Ausschreibungsblattes einzureichen, Abgabefrist ist der 30.06.2026 um 10:20 Uhr. Es gibt keine Losaufteilung.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis, ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme; bei gleicher Wirtschaftlichkeit wird das Angebot der Werkstatt für Behinderte bevorzugt.
Die Wertungssumme wird aus den nachgerechneten Angebotssummen ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenVorbereitung der Dachfläche
Die vorhandene Dachabdichtung (Fabrikat: Bauder FLEX WS) auf einer Fläche von ca. 1.390 m² ist zu prüfen und zu überarbeiten. Dabei sind Lufteinschlüsse, Blasen, Falten und Wellen fachgerecht zu beseitigen. Anschließend ist ein kaltverarbeitbarer, lösemittelhaltiger, schnelltrocknender Voranstrich auf den mineralischen Untergrund aufzubringen.
Aufbringen der Regenerationsschicht
Auf die vorbereitete Fläche ist eine Elastomerbitumen-Schweißbahn als Regenerationslage gemäß DIN EN 13707 aufzubringen. Anforderungen: schrumpffest, beschiefert, folienkaschiert, mit THERM-Streifen, Mindestgefälle ≥ 2 %, Längsnahtüberdeckung ≥ 8 cm, Kopfstoß ≥ 10 cm. Die Bahn ist inklusive aller Anschlüsse an aufgehende Bauteile, Attikabereiche und Durchdringungspunkte (Blitzschutz, Lüftung, Sekuranten) einzubauen.
Lichtkuppelanschlüsse
17 vorhandene Lichtkuppelanschlüsse (bis 120 × 120 cm, Anschlusshöhe bis 20 cm) sind abzureißen, zu reinigen und mit Flüssigfolie neu herzustellen. Anforderungen an die Flüssigfolie: Farbe RAL 7015 schiefergrau, mit Polyestervlies, lösemittelfrei, UV-stabil und alkalibeständig.
Regie- und Stundenlohnarbeiten
Es werden 10 Facharbeiterstunden und 10 Helferstunden als Regiepositionen angeboten. Diese dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Bauleitung abgerechnet werden.
Ausführungsbedingungen und Logistik
Die Ausführung erfolgt zwischen September und Oktober 2026 und ist zwingend mit dem laufenden Schulbetrieb abzustimmen. Die Zufahrt und Materialanlieferung sind mit der Schulleitung und Bauleitung zu koordinieren. Es werden keine zusätzlichen Container bauseits gestellt – die Kosten für Container und Entsorgung sind in die Einheitspreise einzurechnen. Die Entsorgung hat in getrennten Containern zu erfolgen; bauseits wird kein Bauschutt entsorgt. Es dürfen keine FCKW-haltigen Materialien verwendet werden.
Fachliche Anforderungen an die Ausführung
Die Arbeiten sind gemäß VOB/B und VOB/C, DIN 18338, DIN 18531, DIN 18195, DIN 18339, den Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks sowie den Herstellervorschriften auszuführen. Der Auftragnehmer muss ausreichend Führungs-, Fach- und Hilfskräfte einsetzen; Bauleiter, Polier/Meister und Vorarbeiter müssen fachlich und persönlich geeignet sein. Auf umweltschonendes Bauen sowie langlebige und reparaturfreundliche Materialien ist zu achten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenEignung zur Berufsausübung
Der Bieter muss seine Eignung durch Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis (Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e. V.) oder durch die Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124) nachweisen. Erforderlich sind zudem Eintragungen im Handelsregister und/oder in der Handwerksrolle und/oder bei der IHK. Auf Verlangen sind Registerauszüge vorzulegen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Der Bieter muss Angaben zum Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre machen, soweit er Bauleistungen und vergleichbare Leistungen betrifft (inklusive ARGE-Anteile). Auf Verlangen sind Unbedenklichkeitsbescheinigungen des Finanzamts, der tariflichen Sozialkasse, eine Freistellungsbescheinigung gemäß § 48b EStG sowie eine qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen vorzulegen.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Der Bieter muss nachweisen, dass ihm die für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen (auf Verlangen: Mitarbeiteraufstellung der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit Leitungspersonal). Außerdem sind bei engerer Wahl drei Referenznachweise über vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren vorzulegen (mit Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, Arbeitnehmerzahl, Vertragstyp und Bestätigung des Auftraggebers).
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Es dürfen keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A vorliegen. Der Bieter darf in den letzten 2 Jahren nicht wegen Verfehlungen mit einer Freiheitsstrafe > 3 Monaten, einer Geldstrafe > 90 Tagessätzen oder einer Geldbuße > 2.500 Euro verurteilt worden sein. Es darf kein Insolvenzverfahren anhängig oder mangels Masse abgewiesen sein; eine Liquidation darf nicht stattfinden. Ab einer Auftragssumme von 30.000 Euro fordert der Auftraggeber einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister gemäß § 150a GewO an.
Soziale Kriterien (§ 11 NTVergG)
Bieter mit mehr als 20 Beschäftigten müssen mindestens eine der folgenden sozialen Mindestanforderungen erfüllen und hierzu Angaben machen: Beschäftigung schwerbehinderter Menschen (letzte 3 Jahre), Maßnahmen zur Chancengleichheit und Gleichstellung, Beschäftigung von Auszubildenden (letzte 3 Jahre), Beteiligung an tariflichen Umlageverfahren/Ausbildungsverbünden oder Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen (letzte 3 Jahre). Auf Verlangen sind im Auftragsfall Nachweise vorzulegen.
Tariftreue und Mindestlohn
Der Bieter verpflichtet sich, seinen Beschäftigten bei Auftragsausführung in Deutschland mindestens den gesetzlichen Mindestlohn gemäß § 22 MiLoG zu zahlen sowie die Regelungen des AEntG, AÜG und die auf dieser Grundlage erlassenen Rechtsverordnungen sowie allgemeinverbindliche Tarifverträge gemäß § 5 TVG einzuhalten. Für Nachunternehmen und Verleihunternehmen sind eigenständige Erklärungen erforderlich.
Eignung von Nachunternehmen
Eingesetzte Nachunternehmer müssen ebenfalls präqualifiziert sein oder die Eignungsvoraussetzungen erfüllen. Die Art und der Umfang der durch Nachunternehmer auszuführenden Teilleistungen sowie deren Namen sind bereits bei Angebotsabgabe im VHB 233 zu benennen. Auf Verlangen ist die Sicherheitsauskunft (VHB 126) für Nachunternehmer vorzulegen.
Eignung von Bietergemeinschaften
Bietergemeinschaften haben eine Gemeinschaftserklärung in Textform abzugeben (VHB 234), in der die Bildung einer ARGE, die Benennung eines Bevollmächtigten und die gesamtschuldnerische Haftung erklärt werden.
Vergleichbare Referenzleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (Dachabdichtungs-/Dachsanierungsarbeiten vergleichbarer Art)
Nur bei engerer Wahl anzufordern: mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer, Art der Baumaßnahme, Vertragstyp