Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenBeim Krankenhaus St. Elisabeth in Damme entsteht eine neue Zentrale Notaufnahme (ZNA) mit Aufstockung um drei Pflegegeschosse. Für dieses Bauvorhaben werden die Dachabdichtungsarbeiten öffentlich ausgeschrieben (offenes Verfahren nach VOB/A-EU).
Bieter müssen ein vollständiges Angebot über die im Leistungsverzeichnis beschriebenen Dacharbeiten abgeben – inklusive Baustelleneinrichtung, Klempnerarbeiten, Dachabdichtung am Hauptdach und Vordach, Übergang zum Bestand, Flachdach-Laufwegen sowie Stundenlohnarbeiten.
Wichtig zu wissen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis (Wertungssumme)100%
Zuschlagskriterium ist ausschließlich der Preis, ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes (nachgerechnete Angebotssumme unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten).
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Ausführungsbedingungen
Die Leistungen sind gemäß VOB 2002 mit Ergänzungsband 2005, den einschlägigen ATV, DIN-Normen und Herstellerangaben auszuführen. Verbrauchskosten für Bauwasser und Baustrom sind direkt mit den Versorgern bzw. dem Rohbauunternehmer abzurechnen. Schutt-, Müll- und Abfallentsorgung inkl. aller Kosten trägt der Auftragnehmer. Erforderliche Gerüste, Hebezeuge und Montagehilfen sind einzuplanen, sofern nicht als eigene LV-Position ausgewiesen. Materialien müssen ungebraucht sein und DIN-Güte entsprechen. Oberflächen und Farben sind vor Bestellung/Montage durch die Bauleitung zu bemustern. Der Krankenhausbetrieb bleibt während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten.
Baustelleneinrichtung und allgemeine Vorbereitung
Einrichten, Unterhalten und Beseitigen der Baustelleneinrichtung einschließlich Lager- und Arbeitsplätzen sowie aller erforderlichen Geräte. Der Auftragnehmer hat einen deutschsprachigen Bauleiter zu benennen, Bautagesberichte täglich anzufertigen, einen Terminplan sowie einen Baustelleneinrichtungsplan spätestens 12 Werktage nach Auftragserteilung vorzulegen und Gefährdungsanalysen mindestens eine Woche vor Beginn der jeweiligen Arbeiten zu übergeben.
Arbeitszeiten und Lärmschutz
Arbeitstage sind Montag bis Samstag. Nachtruhezeit 21:00–06:30 Uhr – lärmintensive Arbeiten grundsätzlich verboten. Lärmintensive Arbeiten sind erlaubt 06:30–12:30 Uhr und 14:00–18:00 Uhr; Ausnahmen am Nachmittag nur nach Abstimmung mit Auftraggeber/Bauleitung.
Klempnerarbeiten
Herstellen und Anbringen aller Klempnerbauteile: Z-Profile aus verzinktem Blech auf Attika, waagerechte Sperrholz-Abdeckungen auf Attika (ca. 242 m²), Attika-Abdeckungen aus Aluminium (2 mm) bzw. Titan-Zink (0,7 mm), Holz-Unterkonstruktion und Verbundblech-Rinnen (innenliegend), Zink-Dachrinnen halbrund inkl. Rinnenhalter, Endstücke, Einhangstutzen und Fallrohrbögen (DN 100), Wasserfangkästen aus Zink, Regenfallrohre rund DN 100 aus feuerverzinktem Stahl.
Dachflächen, Dämmung und Abdichtung
Reinigung der Beton-Dachflächen (ca. 1.400 m²), Bitumen-Voranstrich, Elastomerbitumen-Dampfsperre auf Beton, Grunddämmung (90/120 mm, WLG 038), Gefälledach (40–260 mm, WLG 038, 2 % Gefälle), oberste Dämmplattenlage (60 mm, WLG 035), Kunststoff-Dachbahn PVC-P vlieskaschiert (1,5 mm, für Auflast), Windsogsicherung mit Befestigungsschiene, Anschlussstreifen an Attika und Wand, Dachkeile, senkrechte und waagerechte Dämmplatten an Attika/Brüstungen. Anarbeiten an Rohrleitungen und Abklebungen an Fenster-/Türanschlüssen.
Vordach / Liegenzufahrt (Trapezblechdach)
Trapezbleche 150/280, t=1,00 mm (ca. 220 m²), Trauf-/Randverstärkung (93 m), Attika-Anschlussblech (44 m), Dachausschnitte (4 Stk. à 2,00×3,00 m, 4 Stk. d=150 mm), Voll-Sickenfüller Steinwolle (196 m²), Dampfsperre PE 0,25 mm (196 m²), Dämmschicht Steinwolle 40 mm (196 m²), Kehle mit Gefälledämmplatten, Trennschicht 120 g/m², PVC-Ku-Dachbahn (196 m²), Attika-/Wandanschlussstreifen, 3 Flachdachgullys DN 125, 2 Attika-Flachdachgullys DN 70 als Notüberlauf, Regenfallrohr DN 100 Zink (10 m), Dachdurchdringungen bis d=150 mm (4 Stk.), Typenschild, Flachdach-Absturzsicherung (4 Stk.), 4 Flachdachfenster 200×300 cm mit 2-fach Wärmeschutzisolierverglasung.
Übergang Flachdach zum Bestand
Abbruch der Bestandssparren (Einkürzen auf ca. 1,50 m), Aufnahme und seitliche Lagerung von 5 Reihen Dachpfannen, Wiedereindeckung der gelagerten Dachpfannen (ca. 30 m²), Wärmedämmschicht mineralische Faserdämmstoffplatten (160 mm, WLG 035, A1/A2), Konstruktionsvollholz KVH-NSi (8×18 cm, C24), Holzschalung Sperrholz 24 mm, Attikaaufkantung in Holzbauweise (h≈90 cm), Elastomerbitumen-Dampfsperre auf Holz (sd>1500 m), Grunddämmung Steinwolle 60 mm, Gefälledach 40–80 mm, Dachkeile, PVC-Ku-Dachbahn für Auflast, Windsogsicherung mit Befestigungsschiene, Anschlussstreifen Attika und über Dehnungsfuge.
Entwässerung, Dachdurchdringungen, Sicherheit
Flachdachgullys wärmegedämmt DN 80, Notentwässerung DN 80, Attika-Flachdachgully DN 80, Flachdach-Schwanenhals DN 100, Dunstrohrentlüfter DN 100, Kernbohrungen. Flachdachfenster 125×250 cm, Flachdachausstieg mit fester Leiter und Absturzsicherung, RWA-Lichtkuppeln 126×113,5 cm und 130×170 cm, RWA-Zuluftöffnungen 50×50 cm, Lüftungshauben.
Flachdach-Laufwege und Wartung
Solar-/Kabeldurchgang, Schutzvlies unter Granulatmatte, Granulatmatte 8 mm, Beton-Gehwegplatten 30×30×4 cm. Überfahrbares Seilsystem als Absturzsicherung (35 m und 8 m).
Abdichtung auf SG-Sohlplatte
Reinigung der Betonbodenfläche (ca. 700 m²), Bitumen-Voranstrich, Elastomerbitumen-Dampfsperrbahn auf Beton.
Stundenlohnarbeiten
50 Facharbeiterstunden, 50 Helferstunden, Material auf Nachweis bis 1.000 €, jeweils auf Anordnung der Bauleitung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung
Nachweis über vergleichbare Leistungen der letzten 5 Kalenderjahre (Dachabdichtungs-/Dachdeckerarbeiten). Vorlage von mindestens 3 Referenzen mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengenangaben, durchschnittlicher Arbeitnehmerzahl, technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Baumaßnahmentyp (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung und Auftraggeberbestätigung über vertragsgemäße Ausführung. Referenzen werden nur bei Shortlistung angefordert.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angabe der Umsätze der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mit vergleichbaren Leistungen (im Formblatt 124). Auf Verlangen: Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG, Unbedenklichkeitsbescheinigung Finanzamt, Betriebshaftpflichtversicherung (nicht älter als 6 Monate).
Persönliche Eignung / Zuverlässigkeit
Kein Insolvenzverfahren eröffnet oder beantragt; kein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan; keine Liquidation. Keine Ausschlussgründe gem. § 6e EU VOB/A: keine Verurteilung mit Freiheitsstrafe >3 Monaten oder Geldstrafe >90 Tagessätzen oder Geldbuße >2.500 € in den letzten 2 Jahren. Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten. Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft. Bei Auftragssumme ≥ 30.000 € fordert der Auftraggeber einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister (§ 150a GewO) an.
Registereintragungen
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der IHK – je nach Status des Bieters (auf Verlangen nachzuweisen).
Personelle Leistungsfähigkeit
Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte; bei Shortlistung Nachweis der durchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen einschließlich Leitungspersonal. Benennung eines deutschsprachigen Bauleiters nach Auftragserteilung.
Einsatz von Nachunternehmern und Eignungsverleihern
Bei Einsatz anderer Unternehmen: Verpflichtungserklärung (Formblatt 236), Nachunternehmer-Verzeichnis (Formblatt 233), Nachweis der Verfügbarkeit der Kapazitäten und der Eignung der fremden Unternehmen, ggf. gemeinsame Haftungserklärung. Tariffreueerklärung nach § 4 NTVergG gilt auch für alle Nachunternehmer.
Bietergemeinschaften
Erklärung aller Mitglieder in Textform (Formblatt 234); Benennung eines bevollmächtigten Vertreters; gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder.
Sanktionsrechtliche Eignung
Eigenerklärung, dass weder der Bieter noch beteiligte Nachunternehmer, Lieferanten oder Eignungsverleiher unter die Russland-Sanktionen gemäß EU-VO 2022/576 fallen. Russland-bezogene Unteraufträge dürfen max. 10 % der Auftragssumme ausmachen.
Präqualifikation
Präqualifizierte Bieter können ihre PQ-Nummer angeben; nicht präqualifizierte Bieter reichen die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) ein.
Zuschlagskriterium
Der Zuschlag wird auf das preisgünstigste Angebot (niedrigster Preis / niedrigste Wertungssumme) erteilt. Werkstätten für Behinderte erhalten einen 15 %-Bonus bei der Wertung.
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen über Dachabdichtungs-/Dachdeckerarbeiten
Vergleichbare Leistungen mit Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittlicher Arbeitnehmerzahl, technischen Anforderungen, Baumaßnahmentyp (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung und Auftraggeberbestätigung über vertragsgemäße Ausführung. Nur bei Shortlistung gefordert.