Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht: Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH baut für das Land Berlin einen Bieterpool für Natur- und Artenschutzleistungen auf – als Dynamisches Beschaffungssystem (DBS). Über die gesamte Laufzeit werden aus diesem Pool heraus Einzelaufträge vergeben.
Was gefordert wird: Interessierte Unternehmen bewerben sich zunächst auf eine oder mehrere von vier Kategorien:
Was Bieter mitbringen müssen: ein relevanter Studienabschluss, ein durchschnittlicher Jahresumsatz von mind. 40.000 € in vergleichbaren Leistungen sowie mindestens eine passende Referenz aus den letzten drei Jahren.
Leistungsort: Diverse Liegenschaften des Landes Berlin im gesamten Stadtgebiet (Verwaltungsgebäude, Schulen, Polizei-/Feuerwehrgebäude, Justizgebäude u.a.).
Verfahren: Nicht offenes Verfahren mit Teilnahmewettbewerb, rein elektronische Einreichung über die Berliner Vergabeplattform.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Wirtschaftlichstes Angebot gemäß § 127 Abs. 1 GWB, Zuschlag an niedrigsten Preis
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich und Leistungsort
Die Leistungen werden auf diversen Liegenschaften des Landes Berlin im gesamten Stadtgebiet erbracht – das Portfolio umfasst über 5.000 Liegenschaften, u.a. Verwaltungsbauten, Flüchtlingsunterbringungen, Kulturgebäude, Polizei- und Feuerwehreinrichtungen, Schulen sowie Justizgebäude.
Leistungen können auch an denkmalgeschützten Gebäuden zu erbringen sein. Bei Einsätzen auf sicherheitsrelevanten Liegenschaften (insbesondere Polizei- und Justizgebäude) können Sicherheits- und Zuverlässigkeitsüberprüfungen des eingesetzten Personals erforderlich sein.
Die Abrechnung erfolgt über Stundenlohnarbeiten (zzgl. An- und Abfahrtsvergütung bei Vor-Ort-Terminen innerhalb Berlins). Die Abstimmung erfolgt sowohl mit der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH als auch mit der Unteren Naturschutzbehörde des jeweiligen Bezirks.
Vergabeart: Dynamisches Beschaffungssystem (DBS)
Das DBS ist ein zweistufiges, fortlaufendes Verfahren:
1. Teilnahmewettbewerb (Stufe 1) – Bewerber bewerben sich auf eine oder mehrere Kategorien und werden nach Eignungsprüfung in den Bieterpool aufgenommen.
2. Einzelabrufe / Preiswettbewerbe (Stufe 2) – der Pool wird über die Laufzeit genutzt; jede Einzelvergabe wird separat ausgeschrieben.
Initiale Teilnahmefrist: 19.05.2026 (Stammdaten nennen 31.05.2026 – der Bewerberbogen nennt 19.05.2026).
Laufzeit DBS: 01.06.2026 bis 31.05.2028 (24 Monate), mit Verlängerungsoption um max. 3 × 1 Jahr bis längstens 31.05.2030.
Geschätzter Auftragswert (Gesamt-DBS): ca. 1.470.588,24 € (ohne MwSt.).
Das Verfahren ist geeignet für KMU und es gibt keine Begrenzung der Bewerberzahl im Teilnahmewettbewerb.
Vier Kategorien im Überblick
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenEintragung in ein Berufsregister
Eintragung im Berufs- oder Handelsregister bzw. bei der IHK, soweit eintragungspflichtig. Nachweis durch Eintragung im ULV, vergleichbare zertifizierte Stellen, EEE oder Selbstauskunft. Zusätzlich ist eine Eigenerklärung zur Eignung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gem. GWB/VgV einzureichen.
Berufsqualifikation (Studienabschluss)
Nachweis mindestens eines relevanten Studienabschlusses in einem der folgenden oder vergleichbaren Studienfächer:
Der Nachweis ist bereits mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis eines durchschnittlichen Jahresumsatzes von mindestens 40.000 € in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren – bezogen auf vergleichbare Leistungen im Bereich Natur- und Artenschutz.
Ausschlussgründe (Eigenerklärung)
Im Rahmen der Eigenerklärung ist das Nichtvorliegen folgender Ausschlussgründe zu erklären:
Zwingende Ausschlussgründe (§ 123 GWB): u.a. Verurteilungen wegen Bildung krimineller/terroristischer Vereinigungen, Terrorismusfinanzierung, Geldwäsche, Betrug/Subventionsbetrug ggü. EU-Haushalt, Bestechung/Bestechlichkeit (geschäftlicher Verkehr, Gesundheitswesen, Mandatsträger), Vorteilsgewährung/Bestechung, Menschenhandel/Zwangsprostitution/Zwangsarbeit. Zudem: ordnungsgemäße Zahlung von Steuern/Abgaben, ordnungsgemäße Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung inkl. Berufsgenossenschaft, Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen für die Leistungserbringung.
Fakultative Ausschlussgründe (§ 124 Abs. 1 GWB): u.a. Verstöße gegen umwelt-, sozial- oder arbeitsrechtliche Verpflichtungen, Insolvenz/Vergleichsverfahren, Liquidation, schwere Verfehlungen, wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen, Interessenkonflikte, Beteiligung an der Vorbereitung des Verfahrens, mangelhafte frühere Auftragserfüllung, Täuschung, unzulässige Einflussnahme.
Fakultative Ausschlussgründe (§ 124 Abs. 2 GWB): keine einschlägigen Verurteilungen/Geldbußen in den letzten 3 Jahren (Schwarzarbeit, SGB III, AÜG, § 266a StGB, AEntG, MiLoG).
Russland-Sanktionen: Vergabeverbot für russische Staatsangehörige/Unternehmen bzw. für Aufträge mit >10% Beteiligung russischer Unterauftragnehmer gem. Art. 5k VO (EU) 833/2014 i.d.F. VO (EU) 2022/576.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften sind zugelassen. Jedes Mitglied muss einen separaten Bewerberbogen ausfüllen und eine separate Eigenerklärung abgeben; zudem ist eine Bewerber-/Bietergemeinschaftserklärung (alle Mitglieder in Textform, namentliche Benennung, Bevollmächtigung des geschäftsführenden Mitglieds) erforderlich. Bewertungsrelevante Angaben werden kumuliert.
Eignungsleihende Nachunternehmer sind zulässig. Pro Nachunternehmer sind folgende Unterlagen einzureichen: separater Bewerberbogen, Eigenerklärung, Verpflichtungserklärung und Verzeichnis der Nachunternehmer. Ebenfalls kumulierte Bewertung. Mittelständische Unternehmen sind bei Weitergabe von Leistungen angemessen zu berücksichtigen.
Nachforderung von Unterlagen
Fehlende Unterlagen können nach Fristablauf nach Ermessen des Auftraggebers nachgereicht werden (gem. VgV). Auf Verlangen sind Eigenerklärungen durch Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen.
Die Eignungsprüfung erfolgt innerhalb von 10 Arbeitstagen nach Eingang des Antrags (verlängerbar auf 15 Arbeitstage in begründeten Fällen). Eine Neuprüfung ist u.a. erforderlich bei Änderung der Bewerbergemeinschaft, Änderung der Person des Bewerbers oder Austausch eignungsleihender Nachunternehmer.
Mindestens eine projektvergleichbare Referenz des Unternehmens – muss innerhalb der letzten 3 Jahre abgeschlossen sein (Stichtag = Tag der Antragseinreichung). Referenzen der ausschreibenden Stelle sind ausdrücklich zugelassen.
Anforderungen unterscheiden sich je nach beantragter Kategorie (siehe unten)
Eingriffsregelung nach Naturschutzrecht – Referenz muss umfassen: (1) Biotopkartierung, (2) Ermittlung geschützter Arten, (3) Bewertung der Schutzgüter des Naturhaushaltes, (4) Eingriffsbilanz + Ausgleichs-/Ersatzkonzept. Anwendung eines fachlichen Bewertungsverfahrens (z.B. landesspezifische Leitfäden) erforderlich.
Mindestanforderung a) (Zeitraum) muss mit jeder Referenz erfüllt sein; Anforderung b) (Leistungsinhalt) kann über mehrere Referenzen gemeinsam erfüllt werden.
Baum- und Waldbewertung im Zusammenhang mit Planungs- oder Bauvorhaben – Referenz muss umfassen: (1) Untersuchung/Bewertung von Baum- und Waldbeständen inkl. Prüfung geschützter Bäume und Beurteilung von Waldflächen, (2) fachliche Bewertung möglicher Eingriffe + Maßnahmen (Fällungen, Schutzmaßnahmen, Ersatzpflanzungen, Ersatzaufforstungen, Waldaufwertung), (3) fachgutachterlicher Bericht/vergleichbare Stellungnahme.
Mindestanforderung a) muss mit jeder Referenz erfüllt sein; Anforderung b) kann über mehrere Referenzen gemeinsam erfüllt werden.
Artenschutzrechtliche Beurteilung + ökologische Baubegleitung – Referenz muss umfassen: (1) artenschutzrechtliche Untersuchungen (Erhebung/Kartierung/Potenzialeinschätzung gem. § 44 BNatSchG), (2) Prüfung Verbotstatbestände + Vermeidungs-/Minimierungsmaßnahmen, (3) artenschutzfachliches Gutachten/Stellungnahme, (4) ökologische Baubegleitung.
Mindestanforderung a) muss mit jeder Referenz erfüllt sein; Anforderung b) kann über mehrere Referenzen gemeinsam erfüllt werden.
Kombiniertes Leistungsbild – die Referenzanforderungen der Kategorien I, II und III gelten kumuliert. Eine Bewerbung für Kategorie IV ist nur zulässig in Kombination mit einer Bewerbung für die Kategorien I, II und III.
Summe der Referenzanforderungen aus Kategorien I, II und III.