Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Kreis Paderborn sucht ein Generalplanerbüro (Architektur, Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung) für den Umbau, die Sanierung und die Erweiterung der Hermann-Schmidt-Schule (Förderschule) am Meschweg 6 in Paderborn.
Kern der Aufgabe: 15 Klassenräume im Erdgeschoss sollen in 3–4 Bauphasen umgebaut und erweitert werden, während die Schule weiterläuft. Die Baugenehmigung inklusive Brandschutzkonzept liegt bereits vor.
Was beauftragt wird: Objektplanung Gebäude (Leistungsphasen 5–8), Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung (HLSK, Elektro, Gebäudeautomation), Bauphysik (Wärmeschutz, gesetzliche Bauakustik). Beauftragung stufenweise, zunächst verbindlich die Leistungsphasen 7–8.
Wirtschaftlicher Rahmen: Baukosten (Kostengruppen 300 + 400) rund 6,3 Mio. € netto.
Verfahren: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb; Bewerbung elektronisch über Vergabe Westfalen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis (Honorar)50%
Gewertet wird die Honorarsumme brutto inkl. aller Zu- und Abschläge, Nebenkosten und ggf. Nachlass für die Generalplanerleistung (Objektplanung, Tragwerksplanung, Wärmeschutz/Energiebilanzierung, Bauakustik, Fachplanung HLSE).
- Qualität des Konzeptes50%
Schriftliches Konzept zur Qualität der zu erwartenden Leistung (max. 4 DIN-A4-Seiten). Bewertet wird, inwieweit die Ausführungen vollständig, nachvollziehbar und plausibel sind. Die Bewertung erfolgt anhand einer 0-5-Punkte-Skala je Unterkriterium.
Quotient = Leistungspunkte Qualität Bieter / Angebotener Preis Bieter. Das Angebot mit dem höchsten Quotienten ist das wirtschaftlichste Angebot.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAufgabe und Projektziel
Der Kreis Paderborn (Auftraggeber) beauftragt Generalplanerleistungen für den Umbau, die Sanierung und die Erweiterung der Hermann-Schmidt-Schule (Förderschule) am Merschweg 6, 33104 Paderborn.
Leistungsdisziplinen des Generalplaners
Der Generalplaner koordiniert folgende Fachdisziplinen gesamtheitlich und übernimmt das Schnittstellenmanagement:
1. Objektplanung Gebäude und Innenräume – § 34 HOAI, Anlage 10
2. Tragwerksplanung – § 51 HOAI, Anlage 14
3. Technische Ausrüstung (HLSK, Elektro, Gebäudeautomation, MSR) – § 55 HOAI, Anlage 15, Anlagengruppen 1, 2, 3, 7 (soweit erforderlich) und 8
4. Bauphysik – Wärmeschutz und Energiebilanzierung sowie gesetzliche Bauakustik gemäß § 68 Abs. 1 BauO NRW 2018 (kein erhöhter Schallschutz von außen)
Wichtig: Die Leistungsphasen 1–4 sind nicht Bestandteil der Beauftragung und werden nicht vergütet, da die Baugenehmigung bereits vorliegt. Prüfung der Tragwerksplanung erfolgt durch unabhängigen Prüfingenieur (Vergütung nicht Teil des Angebots).
Leistungsphasen und Stufen der Beauftragung
Stufenweise Beauftragung – wirtschaftliches Vertragsziel: KG 300/400 = 6.300.000 € netto.
Qualitätsanforderungen (integral zu berücksichtigen)
Die Planung muss folgende Qualitäten nachweisen:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Eignung – Ausschlussgründe
Es dürfen keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen. Geprüft werden u. a.:
Bei Vorliegen eines Ausschlussgrundes kann über Selbstreinigungsmaßnahmen nach § 125 GWB belegt werden, dass dennoch keine Eignungshindernisse bestehen.
Berufliche Qualifikation (§ 75 VgV)
Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung als Architekt/in bzw. Ingenieur/in sind nachzuweisen (Eintragung in die Architektenkammer oder vergleichbar). Für die Leistung verantwortliche Personen sind mit Namen und beruflicher Qualifikation zu benennen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (§ 45 VgV)
Bewertet mit insgesamt 60 % im Eignungsteil:
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (§ 46 VgV)
Bewertet mit insgesamt 40 % im Eignungsteil:
Zusätzlich:
Mindestanforderungen an Referenzprojekte
Jede gewertete Referenz muss folgende Bedingungen erfüllen:
Bietergemeinschaften: Jedes Mitglied muss die technische Leistungsfähigkeit nachweisen. Der Nachweis kann über gemeinsame oder einzelne Referenzen erfolgen. Ggf. sind mehr als 3 Referenzen nötig, um alle Mindeststandards zu erfüllen.
Auswahlverfahren
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Nach Prüfung der Teilnahmeanträge werden mindestens 3, maximal 5 Bewerber zur Verhandlungsphase (Angebotsabgabe und ggf. Verhandlungen) eingeladen. Keine Beschränkung auf KMU, keine Bietsicherheit erforderlich.
Vergleichbares Referenzprojekt für Objektplanung Gebäude (Generalplanerleistung)
Honorarzone III, vergleichbare Schwierigkeit, Planungsleistungen nach §§ 34, 49, 56 ff. HOAI; mit Angabe, ob Schulsonderbau, Förderschule/Grundschule, Bauen im Bestand
Erfahrung mit Schulbauten bzw. Förderschulen (Schulsonderbau oder Grundschule)
Ja/Nein-Angabe im Referenzbogen
Erfahrung mit Bauen im Bestand
Ja/Nein-Angabe im Referenzbogen
Erfahrung mit öffentlichen Auftraggebern
Auftraggeber und bearbeitete Leistungsphasen angeben