Ausschreibungen Drucker, Kopierer & Scanner

RV Digitalisierung Archiv Berlin

Max-Planck-Gesellschaft z.F.d.W. Generalverwaltung;Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. Archiv Boltzmannstraße 16 14195 Berlin, BerlinFrist: (in 21 Tagen)

Zusammenfassung

Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) sucht einen Dienstleister, der ihre Archivbestände in Berlin bestandsschonend digitalisiert. Der Auftrag umfasst die Bereitstellung und den Transport von Scansystemen, das Scannen vor Ort im Archiv (mind. 300 dpi, 24 Bit Farbtiefe) sowie die Lieferung von Master-TIFF-Dateien und PDF/A-2-Dateien mit OCR.

Es handelt sich um eine Rahmenvereinbarung mit Abrufcharakter über ca. 2,34 Mio. Images. Die Angebotsabgabe erfolgt ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform www.tender24.de bis zum **30.06.2026

Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 21 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
202620272028202920302031
MAINOVMAINOVMAINOVMAINOVMAINOVMAI
Veröffentlichung
Bieterfragen-Frist
Angebotsfrist
Bindefrist
Zuschlag
Vertragsbeginn
Mindestvertragslaufzeit
Kündigungsfrist
Verjährung Mängelansprüche
Verlängerung 1
Erste Preiserhöhung möglich
Verlängerung 2
Verlängerung 3
Vertragsende (maximal)
Geheimhaltung
bis 2033
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen

Richtwertmethode2 Kriterien
  • Leistung100%

    Bewertung der Qualität der Leistung anhand von Konzepten, ermittelt durch Leistungspunktzahl L.

Bewertungsformel

Z = (L / P) * Skalierungsfaktor, wobei Z die Wirtschaftlichkeitskennzahl, L die Leistungspunktzahl und P der Wertungspreis ist.

Alle Zuschlagskriterien, Gewichtungen und die Bewertungsformel sind vollständig dokumentiert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Scansysteme und Logistik

Der Auftragnehmer stellt die für die Digitalisierung benötigten Materialien, Maschinen und Geräte – Kamerasysteme, Auflichtscanner oder Einzugsscansysteme – bereit. Dazu gehören Antransport zum Archiv, Aufbau, Abbau und Abtransport nach Abschluss der Arbeiten. Das MPG-Archiv stellt mindestens zwei verdunkelbare Räume (ca. 20 m² und 11 m²) mit Strom- und Internetanschluss zur Verfügung.

Digitalisierung der Archivbestände

Das Scannen erfolgt bestandsschonend direkt vor Ort im Archiv der MPG in Berlin-Dahlem (Boltzmannstraße 16, 14195 Berlin) – also 'in house' und nicht durch Auslagerung. Die Digitalisate müssen mindestens 300 dpi Auflösung und 24 Bit Farbtiefe (RGB) aufweisen. Die Scan-OperatorInnen arbeiten die Bestände in der physisch vorgegebenen Reihenfolge ab; eine Foliierung oder Paginierung wird nicht vorgenommen. Bestimmte Dokumenttypen erhalten eine separate Behandlung mit abweichenden Parametern (z.B. Negative und Röntgenbilder mit 660 dpi, Faltkarten, Fotos, Durchschlagspapier, Leerseiten, Doppelseiten, Überformate).

Datenlieferung und Dateiformate

Pro Archivsignatur werden zwei Dateiarten erstellt:

  • Master-Dateien: Format Baseline TIFF mit verlustfreier LZW-Komprimierung
  • Derivat-Dateien: Format PDF/A-2 mit OCR-Texterkennung (eine PDF-Datei pro Archivsignatur)

Die Lieferung erfolgt viermal jährlich quartalsweise auf einer vom Auftraggeber leihweise gestellten externen USB-Festplatte per versichertem Postversand. Vor Quartalsende muss der Auftragnehmer die Bereitstellung zur Abnahme melden (Textform, 6 Wochen vor Quartalsende).

Geschätzte Mengen

  • Geschätztes Jahresvolumen: ca. 320.000 Images
  • Geschätztes Gesamtvolumen über maximale Vertragslaufzeit: ca. 1.920.000 Images
  • Höchstmenge über maximale Vertragslaufzeit: ca. 2.340.000 Images
  • Anzahl zu erstellender PDF-Dateien: ca. 18.000 (eine je archivalischer Verzeichnungseinheit)

Es handelt sich um eine Abrufrahmenvereinbarung ohne Abnahmeverpflichtung – die tatsächlichen Mengen richten sich nach dem Abruf durch den Auftraggeber.

Bereits nominierte Bestände

Folgende Archivbestände sind u.a. zur Digitalisierung vorgesehen (Auswahl):

  • II. Abt. Rep. 66 – Institutsbetreuung (Anschlussdigitalisierung)
  • II. Abt. Rep. 67 – Personalakten
  • II. Abt. Rep. 19 – MPI für Plasmaphysik (IPP)
  • III. Abt. Rep. 16, 20A, 45, 94, 111, 155, 167, 220, 233 – diverse Nachlässe (u.a. Kornmüller, Nachtsheim, Paneth, E. Fischer, C.F. von Weizsäcker, Aschoff, Goldschmidt, H.-P. Dürr, Gottstein)
  • Va. Abt. Rep. 166 – Sammlung Harald Sioli
  • Vc. Abt. Rep. 8 – Sammlung Plakate, Poster, Broschüren, Flyer

Weitere Bestände werden nach Bedarf durch den Auftraggeber nominiert. Die Bestände stammen überwiegend aus dem späten 19. bis frühen 21. Jahrhundert (Nachlass- und Verwaltungsschriftgut).

Kommunikation und Erreichbarkeit

Der Auftragnehmer stellt eine zentrale E-Mail-Adresse für die Korrespondenz zur Verfügung und ist zu den üblichen Bürozeiten (Mo–Fr, 9:00–17:00 Uhr) per Telefon oder E-Mail erreichbar. Für Vertretungsfälle ist eine Erreichbarkeit sicherzustellen. Die Kommunikation mit dem Auftraggeber erfolgt in deutscher Sprache.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Selbstausführungsgebot und Subunternehmer

Die Digitalisierungsarbeiten (Scannen) müssen durch den Bieter selbst oder – im Fall einer Bietergemeinschaft – durch ein Mitglied der Bietergemeinschaft ausgeführt werden. Eignungsleihe (also das 'Leihen' der Eignung eines anderen Unternehmens) und der Einsatz von Subunternehmern für die Scanleistung sind nicht zulässig. Subunternehmer dürfen nur für nicht-wesentliche Leistungen mit Zustimmung des Auftraggebers eingesetzt werden.

Personalanforderungen

Der Auftragnehmer muss geschultes Personal (Scan-OperatorInnen) bereitstellen, das vor Ort im MPG-Archiv eingesetzt wird. Jedes Teammitglied muss:

  • Deutschkenntnisse mindestens Niveau B2 nachweisen
  • über grundlegende Kenntnisse archivarischer Fachbegriffe verfügen
  • mindestens 2 Jahre Berufserfahrung im ausgeschriebenen Tätigkeitsbereich haben

Das Projektteam muss mindestens 1 Projektleitung und 2 Scan-OperatorInnen umfassen.

Vertraulichkeit

Alle vor Ort eingesetzten Scan-OperatorInnen müssen vor Arbeitsbeginn eine Vertraulichkeitsverpflichtung unterzeichnen (Anlage B.3). Die Geheimhaltungspflicht gilt über das Vertragsende hinaus für 2 Jahre fort.

Versicherungsnachweis (Berufshaftpflicht)

Der Auftragnehmer muss eine Berufshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungssummen nachweisen:

  • Personen- und Sachschäden: mindestens 1.000.000 € pauschal (pro Versicherungsjahr 2-fach maximiert)
  • Vermögensschäden: mindestens 250.000 € (pro Versicherungsjahr 2-fach maximiert)
Referenzprojekte
2–4 (mindestens 2) ReferenzenZeitraum: idealerweise in den letzten 3 Jahren ab BekanntmachungVolumen: nicht spezifiziert (vergleichbar in Art und Umfang)

Unternehmensreferenzen: Digitalisierung von Archivschriftgut vergleichbar in Art und Umfang bei einem fachlich hauptamtlich geführten Archiv (z.B. Staats- oder Landesarchiv)

Kurztitel, Name/Anschrift Referenzgeber, Kontaktdaten, Bestätigung fachlich hauptamtlich geführtes Archiv, Auftragsdauer, Auftragsende, Auftragsvolumen, Gegenstand/Beschreibung

mindestens 2, maximal 4 pro Scan-OperatorIn ReferenzenZeitraum: nicht spezifiziertVolumen: nicht spezifiziert

Persönliche Referenzen der Scan-OperatorInnen: vergleichbare Digitalisierung von Archivschriftgut

Kurztitel, Referenzgeber, Anschrift, Kontaktdaten, Bestätigung Archivtyp, Auftragsdauer, Auftragsende, Gegenstand/Beschreibung

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben

1–3Angebote erwartet
Geringe Konkurrenz

Median rund 2 Angebote.

Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 51%4–10 · 27%11+ · 22%

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