Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Bundesagentur für Arbeit (BA) schreibt im offenen Verfahren die drucktechnische Herstellung und Lieferung von Vordruckformularen (Formulare für die Rentenversicherung) als Rahmenvertrag über vier Jahre aus.
Die Vordrucke werden in verschiedenen Ausführungen, Formaten (DIN A4, DIN A3), Papierqualitäten (Recyclingpapier 70–80 g/m², Blauer Engel zertifiziert) und Auflagenhöhen (ca. 150 bis 1,3 Mio. Stück je Formular) benötigt und an BA-Dienststellen sowie Jobcenter bundesweit geliefert.
Angebote sind ausschließlich elektronisch über die e-Vergabe-Plattform des Bundes (AnA-Web / evergabe-online.de) einzureichen.
Wichtige Frist: Angebotsabgabe bis **10.06.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Wertung nach niedrigstem Brutto-Gesamtpreis bzw. Brutto-Wertungspreis inklusive Umsatzsteuer
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenDrucktechnische Herstellung
Formate: DIN A4 und DIN A3
Ausführungen: Einzelblattvordrucke sowie Vordrucksätze (x-Blatt)
Druck: 1/0 (einseitig) und 1/1 (zweiseitig), farbig
Papier (verbindlich):
Verarbeitung: Beschneiden; in der Regel links 8 cm lochen (ISO 838); variabel: falzen (1× A3→A4, 2× A4→DIN lang), zusammenführen/einlegen, Kopf- und Falzleimung, Rücken- und Kopfheftung, banderolieren.
Druckvorstufe & Korrekturen
Satzkosten: Erstellung und Anpassung von Druckdateien (separate Preisposition).
Korrekturabzüge: 2 Korrekturexemplare je Vordruck, vorzulegen innerhalb von 10 Arbeitstagen nach Erhalt der Druckvorlage (Frist verlängerbar/verkürzbar).
Neusatz / Satzänderungen: Vollständiger Neueinsatz inkl. Datensicherung; bei Folgeabrufen Aktualisierung der bestehenden Daten.
Barrierefreie PDFs: Für Veröffentlichung im Internet/Intranet ist eine barrierefreie PDF gemäß BITV 2.0, EN 301 549, DIN EN ISO 9241-171 und DIN ISO 14289-1 zu liefern.
Lieferung, Verpackung & Mengen
Empfänger: BA-Dienststellen und Jobcenter / gemeinsame Einrichtungen (gE) bundesweit; Zustellung 'hinter die erste verschließbare Tür'.
Verpackung: wirtschaftlich optimal; Außenbeschriftung mit Anschrift, Inhalt, Titel, Menge; ggf. Kennzeichnung von Teillieferungen.
Mengen: Auflagenhöhe ca. 150 bis 1.300.000 Stück je Vordruckformular. Die Mengen sind reine Kalkulationsgrößen – keine Mindestabnahmeverpflichtung. Erwartet werden etwa 1–2 Abrufe pro Jahr in vergleichbaren Volumina.
Höchstwert (vergaberechtliche Obergrenze): 2.449.579,83 EUR netto über die gesamte Vertragslaufzeit.
Porto/Fracht: werden nach Nachweis erstattet.
E-Rechnung & Schnittstellen
E-Rechnung: zwingend gemäß EU-Richtlinie 2014/55/EU und ERechV. Die Leitweg-ID sowie die konkreten E-Rechnungsdaten werden nach Zuschlag durch den fachlichen Ansprechpartner mitgeteilt.
Versandankündigung: spätestens 5 Arbeitstage vor Auslieferung per E-Mail an den Fachbereich.
Elektronisches Bestellsystem: Mittelfristig ist die Anbindung an einen externen Marktplatz geplant; der Auftragnehmer wird rechtzeitig informiert und muss die Anbindung ermöglichen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe (zwingend und fakultativ)
Zwingende Ausschlussgründe (§ 123 GWB): Keine Verurteilungen wegen schwerer Straftaten (z. B. Terrorismus, Kinderarbeit, Bestechung, Betrug, Geldwäsche, Insolvenzstraftaten). Nachweis über Vordruck D.7.
Fakultative Ausschlussgründe (§ 124 GWB): u. a. Verstöße gegen umwelt-, sozial- oder arbeitsrechtliche Verpflichtungen, Zahlungsunfähigkeit/Insolvenz, schwere Verfehlung gegen die Integrität, wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen, Interessenkonflikt, Wettbewerbsverzerrung, mangelhafte frühere Auftragsausführung, Täuschung. Nachweis über Vordruck D.8.
Russland-Sanktionen (Art. 5k VO (EU) 833/2014): Eigenerklärung, dass weder der Bieter noch eingesetzte Unteraufternehmer/Lieferanten (über 10 % Auftragswert) unter die Sanktionen fallen; Einhaltung über die gesamte Vertragslaufzeit. Bei Vorliegen eines Auschlussgrundes Formular unausgefüllt mit Anlage einreichen.
Fachliche Eignung – Referenznachweis (Ausschlusskriterium)
Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit durch eine vergleichbare Referenz (Ausschlusskriterium).
Fachkunde und Leistungsfähigkeit sind Pflicht; es werden nur geeignete und fachkundige Unternehmen zugelassen.
Leistungsbezogene Anforderungen
Auch wenn nicht als 'Eignungskriterium' deklariert, muss der Bieter folgende Leistungsfähigkeiten nachweisen können (Nachweis gefordert im Rahmen der Angebotsabgabe):
Bietergemeinschaften & Eignungsleihe
Bietergemeinschaften (Vordruck D.1): Bewertung der Eignung erfolgt gesamthaft für alle Mitglieder (Fachkunde § 44, wirtschaftliche/finanzielle Leistungsfähigkeit § 45, technische/berufliche Leistungsfähigkeit § 46 VgV). Mitglieder haften gesamtschuldnerisch. Ein Bieter darf sich pro Los nur einmal beteiligen – entweder als Einzelbieter oder als Mitglied einer Bietergemeinschaft.
Eignungsleihe (Vordruck D.6): Rückgriff auf Kapazitäten Dritter ist möglich; der Dritte muss die Eignung für den übernommenen Teil nachweisen.
Hinweis: Nachunternehmereinsatz ist laut Bekanntmachung nicht erlaubt.
Rahmenvertrag über die technische Herstellung und den Versand von Vordruckformularen (vergleichbare Leistung); Leistungsbewertung durch Referenzgeber mindestens 'zufriedenstellend'
Nachweis über Vordruck D.9 (Teil I Pflicht-Eigenerklärung des Bieters; Teil II optional – Bestätigung durch Referenzgeber mit Name, Anschrift, Ansprechpartner, Telefonnummer). Selbstreferenz nur in besonderen Ausnahmefällen zulässig.