Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Autobahn GmbH des Bundes (NL Westfalen) für die Sanierung der Heizungs- und Kältetechnik im Betriebsgebäude der Autobahnmeisterei Osnabrück (Lüstringer Str. 39, 49143 Bissendorf).
Das Bestandsgebäude (1-geschossig, unterkellert, Massivbauweise) erhält eine komplett neue Heizungs- und Kälteinstallation. Dazu gehören der Rückbau der alten Anlage, die Errichtung einer neuen Rohrleitungs-Infrastruktur mit Fußbodenheizung, der Einbau einer Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Pufferspeichern und Verteilern sowie die Anbindung an den bestehenden Gas-Brennwertkessel. Außerdem ist ein 4-jähriger Wartungsvertrag Bestandteil der Leistung.
Es handelt sich um ein offenes Verfahren nach VOB/A (national) – es gibt nur ein Los.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H.
- Beschleunigungsregelung
Angabe des verbindlichen Endes der Bauzeit durch den Bieter unter Berücksichtigung vertraglicher Vorgaben. Abgabe eines Bauzeitenplans als Balkenplan mit Lfd. Nr. der Tätigkeit, Tätigkeit, Anfang und Ende, Dauer, Zwischen- und Endterminen, Zeitachse in Wochen.
- Technischer Wert
Bieterangaben zum Technischen Wert; bei Nichterfüllung bei der Bauausführung gelten Sanktionen gemäß HVA B-StB Sanktionierung Nichterfüllung Technischer Wert.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenDemontage und Rückbau der Bestandsanlage
Demontage des bestehenden Heizungsnetzes inkl. Gas-Brennwertthermen, Warmwasserspeicher DN40, Deckenlüfter Verwaltung DN40 sowie zweier Verteileraufbauten (ca. 2,8 m breit) mit Ventilen, Pumpen, Fühlern und Armaturen.
Rückbau von Kupfer- und Stahlrohrleitungen DN12 bis DN80 sowie der KMF-haltigen Dämmung (Mineralfaser). Die Demontage und Entsorgung der KMF-Dämmung erfolgt nach TRGS 521 und BGR 128, einschließlich Containergestellung und Entsorgungsnachweisen.
Insgesamt ca. 200 m Rohrleitungen inkl. Isolierungen sind zurückzubauen.
Neue Rohrleitungen und Dämmung
Errichtung eines neuen Rohrleitungssystems aus CrTi 1.4520 Systemrohren DN15 bis DN65 (Pressfitting-System) mit Form- und Verbindungsteilen (Bogen, T-Stücke, Reduzierstücke, Muffen, Übergänge AG/IG) sowie Rohrschellen DN25 bis DN50 mit EPDM-Schallschutzprofil.
Ca. 170 m neue Rohrleitungen inkl. Isolierungen.
Wärmedämmung nach GEG mit Mineralfaser (0,04 W/mK), Isogenopak-Umantelung, Blechummantelung nach DIN 4140 sowie Isolierschalen für Armaturen und Wärmedämmkappen.
Fußbodenheizung
Errichtung von ca. 380 m² Fußbodenheizung mit PE-HDxc Verbundrohr 17/2 mm (6 bar, 90 °C), Faltisolierung, Randdämmstreifen, Nadelclipsen sowie Edelstahlverteilern (7, 8 und 13 Gruppen) in Verteilerschränken (Auf- und Unterputz).
Die FBH-Verteiler werden über H-Leitungen in Abkastung UKD angebunden. Auslegung pro Raum: Heizflächen ca. 3,8–20,8 m², Rohrlängen ca. 30,5–128,3 m, Durchflüsse 0,3–2,9 l/min. Rohrmaterial CrTi 1.4520-St 35×1,5 H und 28×1,2 H; Verteilertyp RS = UKD / RS = 50/70 OKRFB; Ventiltyp VA16 (überwiegend) bzw. VA8.
Technikzentrale – Wärmepumpe, Speicher und Verteilung
Installation einer Sole/Wasser-Wärmepumpe, eines Pufferspeichers Wärme (mit Speicherladesystem), eines Pufferspeichers Kälte, von Membran-Druckausdehnungsgefäßen (Primär- und Sekundärseite), Heizungsverteiler, Kälteverteiler, Vakuum-Sprührohrentgasung, MSR-Schaltschrank sowie Hebeanlage mit integriertem Bodenablauf.
Vorgesehen ist zudem ein Provisorium für die Bestandsregelung, eine Reserve für eine spätere Wärmepumpen-Kaskade sowie eine Erweiterungsoption für weitere Gebäudeteile.
Anbindung an den bestehenden Gas-Brennwertheizkessel (Viessmann Vitocrossal 300, 130 kW) sowie an die Erdleitungen des benachbarten Neubaus Sozialgebäude im Keller. Druckhaltestation (Reflexomat, 360 l), Patronengehäuse zur Wasseraufbereitung.
Pumpen, Armaturen und Regelung
Kombinierter Vor-/Rücklaufverteiler (ca. 40 kW), Flansch-Absperrventile DN32/DN50, Schmutzfänger DN20 bis DN40, 2-Wege-Ventile DN32/DN40, 3-Wege-Regelkugelhahn DN15/DN20, Hocheffizienz-Nassläuferpumpen HK1/HK2/HK3 (EEI ≤ 0,18), Schmutz-/Schlammabscheider, Stellantriebe sowie Messeinrichtungen.
Kernbohrungen und Sonderleistungen
Kernbohrungen durch Innenwände (90 mm / 150 mm Durchmesser) bis B25, bis 300 mm Deckenstärke, inkl. Stemmhammer-Stunden.
Profilstahlkonstruktion für Stütz-, Hänge-, Trag- und Sonderbefestigungen. Anbindung Kälte-Wandgerät inkl. Kondensatleitung mit Kondensatpumpe.
Inbetriebnahme, Einregulierung und Einweisung
Entleeren, Spülen, Füllen und Entlüften der Anlage (mobile Wasseraufbereitung), Dichtheitsprüfung, Spül- und Druckprotokolle sowie Einregulierung und Inbetriebnahme.
Einweisung des Bedienungspersonals in die gesamte Heizungsanlage (Absperrmöglichkeiten, Mindestmaßnahmen, Funktion der Wärmepumpe, des Erdwärmekollektors, der Umwälzpumpen, der Fußbodenheizung und der Regulierarmaturen) inkl. Unterweisung in Wartungszyklen. Einweisungsprotokoll, unterzeichnet durch eingewiesene Personen.
Wartungsvertrag (4 Jahre)
Wartung der regeltechnischen Einbauten, Absperr- und Regulierarmaturen, Motorregelventile und Fußbodenheizung über 4 Jahre ab Inbetriebnahme/Abnahme. Mindestens 1× jährliche Überprüfung gemäß VDMA, Herstellervorschriften und Arbeitskarte, inkl. kostenfreier Störungsbehebung. Der Wartungspreis fließt in die Wertung über 4 Jahre ein.
Baustelleneinrichtung, Schutzmaßnahmen und Dokumentation
In die Einheitspreise einzurechnen sind: Schutzmaßnahmen für Fußböden, Türen, Fenster und Beschläge, Befestigungsmittel, Stemmarbeiten, Geräte, Transportmittel, Gerüste (Auf-/Abbau bis 3,50 m über Gelände), Einrichten/Vorhalten/Abbau der Baustelleneinrichtung, Reinigung der Zufahrtswege und Verkehrssicherungsmaßnahmen.
Vor Ort ist 1 Exemplar des LV bereitzuhalten. Auf Anforderung: Muster (Oberfläche, Material, Beschläge), Werkstattzeichnungen, Abrechnungszeichnungen, Bautagesberichte (mind. wöchentlich), Stundennachweise (täglich), Zulassungen.
Auftragsbezogene Qualifikationsanforderungen: Schweißarbeiten nach DIN EN ISO 9606 und DIN EN 13480, KMF-Demontage nach TRGS 521/BGR 128, Auslegung nach DIN EN 12828, Einhaltung GEG.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung und Präqualifikation
Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. – alternativ: Eigenerklärung zur Eignung (vorgefertigter Vordruck) oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung. Bei Eignungsleihe (technisch/beruflich oder wirtschaftlich/finanziell) entsprechende PQ-Nachweise oder Eigenerklärungen.
Spezifische Fachanforderungen aus der Leistung: Schweißarbeiten nach DIN EN ISO 9606 und DIN EN 13480, KMF-Demontage nach TRGS 521 und BGR 128, Heizungsanlagen-Auslegung nach DIN EN 12828, Einhaltung GEG.
Handwerkliche und branchenspezifische Eignung
Auf Verlangen: Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in die Handwerksrolle (Handwerkskarte) oder IHK-Eintragung.
Wirtschaftliche und finanzielle Eignung
Auf Verlangen: Bestätigung des Umsatzes durch Wirtschaftsprüfer/Steuerberater oder testierte Jahresabschlüsse bzw. Gewinn- und Verlustrechnungen. Eignungsleihe wirtschaftlich/finanziell ist möglich.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Referenznachweise gemäß Eigenerklärung zur Eignung sowie Erklärung zur durchschnittlichen Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre (nach Lohngruppen, mit Leitungspersonal). Eignungsleihe technisch/beruflich ist möglich.
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG sowie Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen). Eigenerklärung Bezug Russland (Art. 5k VO (EU) Nr. 833/2014). Gegebenenfalls rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan und Nachweise zur Selbstreinigung.
Bieter, die sich an unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen beteiligen, werden ausgeschlossen. Fremdsprachige Bescheinigungen müssen mit deutscher Übersetzung vorgelegt werden.
Referenznachweise gemäß Eigenerklärung zur Eignung (auf Verlangen der Vergabestelle). Konkrete Anforderungen (z.B. Anzahl, Art, Zeitraum, Auftragswert) sind im vorliegenden Ausschnitt nicht spezifiziert.