Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht: Der Main-Taunus-Kreis saniert die Heizungsanlage der Sporthalle der Albert-Einstein-Schule in Schwalbach am Taunus und vergibt die dafür nötigen Heiztechnik-Arbeiten an einen Fachbetrieb.
Was zu tun ist: Alte Heizkörper, Pumpen, Rohre und ein großer Warmwasserspeicher demontieren und entsorgen. Dann eine moderne Luft/Wasser-Wärmepumpe (ca. 19 kW), zwei Pufferspeicher, eine Frischwasserstation, rund 485 m² Fußbodenheizung sowie neue Heizungsleitungen, Pumpen, Armaturen und Regelventile liefern und einbauen. Dazu kommt ein Wartungsvertrag über 4 Jahre.
Wichtigste Termine: Angebote müssen bis 13.07.2026 um 10:00 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform dtvp.de eingereicht werden. Baubeginn ist der 14.09.2026, Fertigstellung bis 06.08.2027. Zuschlag erhält das preisgünstigste Angebot.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenWärmeerzeugung und Speicherung
Lieferung und Montage einer Luft/Wasser-Wärmepumpe (Fabrikat Weishaupt, Modell WWP LA 20/30-A R, ca. 19 kW Heizleistung, Kältemittel R290) inkl. Aufstellung auf dem Flachdach. Die Aufstellung erfolgt über eine Dachaufständerung (MSA 2060) und einen Autokran. Zur Wärmepumpe gehören Pumpengruppe, Hydraulik-Übergangs-Set, Relais, Energiespeicher WES 200, Elektro-Heizeinsatz, Leistungsschütz, Dämmkappen, Temperaturfühler sowie die Inbetriebnahme durch den Hersteller-Servicetechniker.
Zusätzlich werden zwei Pufferspeicher installiert: ein 500-l-Speicher (mit 2 Heizeinsätzen à 6 kW) und ein 2.000-l-Speicher (für die Frischwasserstation, Typ eXergie basic 2000). Der Anschluss an die bauseitige Nahwärmeleitung erfolgt über zwei Anschlüsse DN 65.
Frischwasserstation und Warmwasserbereitung
Lieferung, Montage und Inbetriebnahme einer Frischwasserstation VARIO fresh-nova 60 2.0 in 2er-Kaskade inklusive Plattenwärmetauscher VacInox, Absperr-Set, Entleerstutzen, Probenahmeventil, Brauchwasser-Umwälzpumpe, Trinkwasser-Feinfilter, Software für thermische Desinfektion und Störmeldungen, Extension-Box, Umschaltung Rücklauf, Verrohrung, BACnet-Gateway VarCon MBG sowie Inbetriebnahmen.
Fußbodenheizung und Wärmeübergabe
Herstellung von rund 485 m² Fußbodenheizung in den Nebenräumen (Nasssystem, Viega Fonterra Base mit Noppenplatte 30-2) einschließlich ca. 3.050 m Polybuten-Rohr 17x2,0, Randdämmstreifen (PE-Schaum + Steinwolle A1), Dehnungsfugenprofil, Estrichzusatzmittel, Ausgleichsschüttung, Trennfolie, Messstellenmarkierung, 8 St. Heizkreisverteiler DN 25 (mit 3/5/6 Abgängen), Stellantriebe, Kugelhahnset, Verteilerschrank, Druckprobe, Funktionsheizen, Sicherheitstemperaturwächter und mobiler Heizstation für die Aufheizphasen.
Hinweis: Die Deckenstrahlheizung in der Halle ist ausdrücklich nicht Bestandteil dieser Ausschreibung.
Pumpen, Armaturen und Messtechnik
Lieferung und Montage von ca. 6 Hocheffizienz-Umwälzpumpen bis DN 32 (Grundfos Alpha1, Alpha2, Magna3), 2 hydraulischen Weichen DN 65 (SpiroCross), 2 Wärmemengenzählern bis DN 25 (Ultraschall, Allmess Megacontrol), Schlammabscheidern DN 65 mit Magnet, druckunabhängigen Regelventilen DN 25 mit Motorantrieb (Cocon QTZ), 6 Regelventilen DN 25 mit Motorantrieb, Flanschen-Absperrventilen, Rückschlagventilen, Strangregulierventilen, Rücklauftemperaturbegrenzern, Ultraschall-Durchflusssensoren, Kugel-Absperrhähnen, Füll- und Entleerungshähnen, Thermometern, Tauchrohren, Heizungsverteiler 120/120 sowie rund 70 Armaturen und ca. 28 Lufttöpfen bis DN 65.
Rohrleitungen, Dämmung und Dachdurchführungen
Verlegung von ca. 830 m Heizungsleitungen aus schwarzem Stahlrohr (Gewinderohr DN 15–DN 32, Siederohr DN 40–DN 65) inkl. Form- und Verbindungsstücke, Befestigung, Schweißverbindungen und Wärmedämmung (Mineralwollschalen Rockwool RS 800 im Innenbereich, Armaflex HT 625 im Außenbereich), Brandschutzmanschetten Conlit, brandschutztechnische Abdichtung und Medienkennzeichnung. Für die Außenleitungen sind ca. 30 m elektrisches Heizband (Raychem 10XL2-ZH, 10 W/m) mit Thermostat, Anschluss- und Verbindungskasten vorzusehen. Außerdem 4 Dachdurchführungen bis DN 40 (Zwei-Ebenen-Fest-/Losflansch 2FLFA mit Ringraumdichtung HSD) sowie rund 56 Kernbohrungen bis d 130 mm.
Demontage und Entsorgung der Bestandsanlage
Demontage und fachgerechte Entsorgung der bestehenden Heizungsanlage, darunter 2 Kompaktheizkörper, 2 Röhrenradiatoren, 1 Warmwasserbereiter (1.500 l), 5 Heizkreisverteiler der alten Fußbodenheizung, ca. 630 m schwarzes Stahlrohr (DN 12–DN 100), ca. 8 Umwälzpumpen bis DN 80 sowie ca. 100 Heizungsarmaturen. Mineralwolle ist nach TRGS 521 zu entsorgen.
Wasseraufbereitung und Sicherheitstechnik
Erstbefüllung der Anlage mit VE-Wasser (bis 5.000 l, in 2 Teilabschnitten) inkl. Miete einer mobilen Mischbettentsalzungsanlage (GDE 6000) und Vor-Ort-Wasseranalyse. Dokumentation der Füllmenge und Wasserqualität im Anlagenbuch VDI 2035.
Installation der sicherheitstechnischen Einrichtung nach DIN EN 12828: Kessel-Sicherheitsgruppe DN 32/3,0 bar, Sicherheitsventil-Set, Membran-Druckausdehnungsgefäß 8 Liter, Kappenventil, Wellrohr Edelstahl, Rohrfeder-Manometer, Manometerhahn, Gewindemuffen.
Wartung und Inbetriebnahme
Inbetriebnahme der gesamten Heizungsanlage inkl. Druckprüfprotokoll gemäß DIN EN 1264-4 (Prüfdruck 4 bar, max. 6 bar), Funktionsheizen mit protokollierten Aufheizphasen (3 Tage mit 20–25 °C, dann 4 Tage max. Auslegungstemperatur, max. 55 °C) und Inbetriebnahmeprotokoll.
Zusätzlich ist ein Wartungsvertrag über 4 Jahre Bestandteil der Ausschreibung: jährliche Wartung gemäß VDMA-Einheitsblatt 24186 Teil 2 bzw. AMEV-Richtlinien für Heiztechnische Geräte und Anlagen. Das 1. Jahr ist als Pauschalpreis anzubieten, das 2.–4. Jahr als Einheitspreise. Ohne abgeschlossenen Wartungsvertrag ist keine Abnahme möglich.
Dokumentations- und Nachweispflichten
Während der Ausführung sind vom Auftragnehmer zu erstellen bzw. vorzulegen: Gleichwertigkeitsnachweise für alternative Fabrikate (tabellarisch, keine Prospekte allein), Montagepläne und Werkstattzeichnungen in 2-facher Ausfertigung, statische Nachweise für Befestigungen und Lastfälle, Schlitz- und Durchbruchpläne, Druckprüfprotokoll, Anlagenbuch VDI 2035, Protokoll zum Funktionsheizen, Inbetriebnahmeprotokoll, lückenloses Bautagebuch sowie Revisionsunterlagen gemäß Dokumentationsrichtlinien des Main-Taunus-Kreises (3-fach auf USB-Stick + 1-fach in DIN-A4-Ordner, 4 Wochen vor VOB-Abnahme). Bedienungs- und Wartungsanweisungen sind nach AMEV zu gliedern. Für Revisionstüren sind Lage und Größe schriftlich an das Gewerk Trockenbau zu übergeben. Einmalig ist ein Wartungsplan nach VDMA 24186 Teil 2 zu erstellen und ein laminiertes Schaltschema (A0) in der Technik-Zentrale aufzuhängen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Zuverlässigkeit – Ausschlussgründe
Das Angebot wird ausgeschlossen, wenn Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A vorliegen. Insbesondere: Verurteilungen in den letzten 2 Jahren wegen Verstößen gegen Vorschriften (Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 €), Verstoß gegen § 21 MiLoG mit Bußgeld ab 2.500 €, laufendes Insolvenzverfahren, Liquidation oder nicht ordnungsgemäße Erfüllung von Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten. Ebenso kein Bezug zu Russland gemäß Art. 5k VO (EU) 833/2014 – das gilt für den Bieter und für Nachunternehmer mit einem Auftragsanteil über 10 %.
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Nachweis des Umsatzes der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre für Bauleistungen, die mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Nachweis, dass ausreichend Arbeitskräfte für die ausgeschriebene Leistung zur Verfügung stehen, sowie Eintragung im Handelsregister und/oder Handwerksrolle bzw. bei der IHK.
Mögliche Nachweise und Nachweismittel
Präqualifizierte Unternehmen können den Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis als Nachweis nutzen. Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen das Formblatt 124 MTK oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) ein.
Zusätzliche Anforderungen nach Hessischem Vergabe- und Tariftreuegesetz (HVTG)
Vor Zuschlag sind folgende Bescheinigungen vorzulegen (jeweils nicht älter als 3 Monate):
Formale Hinweise zum Verfahren
Verfahrensart ist das offene Verfahren, Zuschlag erhält das Angebot mit dem niedrigsten Preis. Fehlende Unterlagen werden nachgefordert, soweit dies nach VOB/A EU zulässig ist. Bieter müssen geltend gemachte Verstöße gegen Vergabevorschriften innerhalb von 10 Kalendertagen rügen; Verstöße, die bereits in der Bekanntmachung erkennbar sind, sind bis zur Angebotsfrist zu rügen. Zuständig für ein Nachprüfungsverfahren ist die Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt.
Vergleichbare Heiztechnik- bzw. HLK-Installationsleistungen
Pflicht nur für nicht präqualifizierte Bieter nach Shortlistung. Pro Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, stichwortartige Beschreibung des Leistungsumfangs mit Mengen, durchschnittlich eingesetzte Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer) und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.