Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Landeshauptstadt München (Baureferat) schreibt Heizungsarbeiten an der Grundschule Weilerstraße in 81671 München öffentlich aus.
Kern der Maßnahme: Umstellung der Wärmeversorgung von Dampf-Fernwärme auf Heißwasser-Fernwärme. Die alte Dampfübergabestation wird zurückgebaut und eine neue Fernwärme-Heißwasser-Übergabestation (425 kW) errichtet. Zusätzlich sind Rohrleitungen, Pumpen, Wärmedämmung, sanitärtechnische Arbeiten, eine mobile Heizstation zur Überbrückung sowie die vollständige Inbetriebnahme und Dokumentation zu erbringen.
Wichtige Frist: Angebote müssen bis spätestens 28.07.2026, 11:40 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform www.vergabe.bayern.de (oder myorder.rib.de) eingereicht werden.
Hinweis: Es handelt sich um eine öffentliche Ausschreibung nach VOB/A für Bauleistungen – ein Los, keine Los-Aufteilung.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
- Beschleunigungsregelung
Angabe des verbindlichen Endes der Bauzeit durch den Bieter unter Berücksichtigung vertraglicher Vorgaben. Abgabe eines Bauzeitenplans als Balkenplan mit Angaben zu Tätigkeiten, Anfangs- und Endterminen, Dauer, Zwischen- und Endterminen. Das Bauende darf nicht nach dem in den Besonderen Vertragsbedingungen genannten Bauende liegen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen
Die Maßnahme erfolgt im laufenden Schulbetrieb. Der Auftraggeber ist die Landeshauptstadt München, Baureferat. Erfüllungsort: 81671 München, Friedenstraße 40 / Grundschule Weilerstr. 1, 81541 München.
Die Bauausführung erfolgt nach VOB/B; spätester Ausführungsbeginn ist der 17.08.2026 (12 Werktage nach Aufforderung durch den Auftraggeber). Die vertragliche Vollendung ist laut Bauzeitenplan bis zum 25.09.2026 vorgesehen. Es ist eine mobile Elektroheizstation zur Überbrückung der Wärmeversorgung vorzuhalten.
Es gelten Baustellenlärm-Immissionsrichtwerte von 50 dB(A) tagsüber (07–20 Uhr) und 35 dB(A) nachts (20–07 Uhr).
Demontagearbeiten (LV-Position 1.1)
Rückbau der bestehenden Dampf-Heizzentrale, einschließlich:
Neue Wärmeerzeugung und Warmwasserbereitung (LV-Position 1.2)
Lieferung und Montage der neuen Fernwärme-Heißwasser-Technik:
Pumpen, Verteiler und Armaturen (LV-Position 1.3)
Umwälzpumpen, Rückschlagventile, Schmutzfänger, 3-Wege-Mischer sowie Heizungsarmaturen (Kugelhähne, Absperrventile, Absperrklappen, Entlüftungs- und Entleerungsarmaturen, Schnellentlüfter, magnetischer Schlammabscheider).
Im ersten Jahr nach Inbetriebnahme ist eine wiederholte Reinigung im Rahmen der Wartung (MdA, 7× im 1. Jahr) durchzuführen.
Rohrleitungen (LV-Position 1.4)
Primärkreis (PN25): geschweißte Stahlrohre DN 25–40 mit Formstücken und Anschluss an das SWM-Fernwärmenetz (DN 40), einschließlich Lufttöpfe. Schweißnähte müssen SWM-Vorgaben entsprechen (röntgensicher, rechtsgeschweißt).
Sekundärkreis (PN6): geschweißte schwarze Stahlrohre AD 21,3–114,3 mm mit Formstücken, Flanschen, Blindflanschen und Befestigungsmaterial.
Wärmedämmung und Brandschutz (LV-Position 1.5)
Mineralwoll-Wärmedämmung mit Blechmantel aus verzinktem Stahlblech für Rohre DN 20–100 (Dämmstärken 20–100 mm je nach Nennweite). Zusätzlich Brandschutz-Dämm-Manschetten DN 15–20 sowie Rohrabschottungen in der Qualifikation F90.
Sanitärtechnische Arbeiten (LV-Position 1.6)
Abwasserleitungen aus Gusseisen DN 50–100, Trinkwasserleitungen aus nichtrostendem Stahl (AD 18–22 mm), zugehörige Armaturen sowie der Anschluss eines Trinkbrunnens.
Mobile Heizstation, Sonder- und Stundenlohnarbeiten (LV-Positionen 1.7–1.10)
Bereitstellung eines Elektroheizmobils bis 40 kW für die Bauzeit, einschließlich Anlieferung, Abholung, Mietpreis pro Woche und Verlängerungsoptionen (ab dem 8. Tag).
Besondere Leistungen (1.9): Inbetriebnahme der Fernwärmeübergabestation (DDC-Parametrierung, IBN-Protokoll, SWM-Abnahme), Befüllung der Anlage mit entsalztem Wasser (Leitfähigkeit ≤ 30 µS/cm, pH 8,2–9,5), Druckproben mit dem 1,3-fachen Betriebsdruck (max. 10 bar), Heizungswasseranalyse (TÜV), vollständige Baubestandsdokumentation (Papier und digital, 3-stufige Gliederung), Bestandsplan als CAD-DWG, Einweisung des Betreibers (ca. 4 Wochen nach Anlagenbetrieb, ca. 10 Teilnehmer, 4 Stunden) sowie elektrische Anklemmarbeiten inklusive Kabelliste.
Probebetrieb: 14 Tage vor Abnahme (auf Anordnung des Auftraggebers ggf. vorzeitig).
Schnittstellen zur Bestandsanlage
Die neue Station wird am bestehenden Hauptvor- und Hauptrücklauf eingebunden; der Heizkreisverteiler bleibt dabei unverändert. Sämtliche Schweißarbeiten am SWM-Fernwärme-Anschluss unterliegen den technischen Vorgaben der SWM (Schweißnahtprüfung). Mehrfaches Entlüften sowie eine Heizungswasseranalyse sind nach der Inbetriebnahme durchzuführen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung
Eintragung in die Handwerksrolle, das Handelsregister oder die IHK (soweit jeweils einschlägig). Bevorzugt wird ein Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (PQ-Nummer). Nicht präqualifizierte Unternehmen füllen die 'Eigenerklärung zur Eignung' (Formblatt 124) aus.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis des Umsatzes in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren, bezogen auf Bauleistungen und vergleichbare Leistungen. Auf Verlangen ist die Bestätigung durch einen Wirtschaftsprüfer/Steuerberater oder in Form testierter Jahresabschlüsse vorzulegen.
Technische Leistungsfähigkeit
Es müssen ausreichend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Auf Verlangen ist die Zahl der Arbeitskräfte der letzten drei Jahre, jahresdurchschnittlich und gegliedert nach Lohngruppen, anzugeben.
Referenzen
Vergleichbare Leistungen in den letzten fünf Kalenderjahren. Drei Referenznachweise sind erst auf Verlangen vorzulegen, wenn das Angebot in die engere Wahl kommt (Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, Vertragsbindung und Bestätigung des Auftraggebers).
Ausschlussgründe
Kein laufendes Insolvenzverfahren oder vergleichbares Verfahren, kein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan (sofern nicht vorgelegt), keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A, keine Eintragungen im Wettbewerbsregister. Ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen.
Sprache und Form
Vergleichbare Heizungsbauleistungen, insbesondere Umstellung/Erneuerung von Fernwärmeübergabestationen
Mit eigenem Personal ausgeführter maßgeblicher Leistungsumfang (mit Mengenangaben), Ansprechpartner beim Auftraggeber, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Zahl durchschnittlich eingesetzter Arbeitnehmer, Beschreibung besonderer technischer/gerätespezifischer Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), Vertragsbindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Vorzulegen auf Verlangen der Vergabestelle, wenn das Angebot in die engere Wahl kommt.