Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Villingen-Schwenningen schreibt die Lieferung und Montage von Luft-Wasser-Wärmepumpenanlagen für zwei ehemalige Kasernengebäude aus, die zu einem Archiv und einer Verwaltung umgebaut werden. Die Anlagen sollen sowohl heizen als auch kühlen und bestehen aus Außeneinheiten, Pufferspeichern, Rohrleitungen, MSR-Technik sowie Anbindung an die bestehende Wärmeverteilung.
Die Vergabe erfolgt im offenen Verfahren nach VOB/A-EU und ist in zwei Lose aufgeteilt:
Zusätzlich ist eine Wartung über 5 Betriebsjahre anzubieten. Der Zuschlag erfolgt auf das wirtschaftlichste Angebot (niedrigster Preis).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis gemäß Nr. 5.5 des Anschreibens KEV 110.2
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenWärmepumpen und Pufferspeicher
Pro Los sind 2 Monoblock-Luft-Wasser-Wärmepumpen (R290/Propan, reversibel Heizen/Kühlen) mit Inverter-Verdichter zu liefern und zu montieren. Heizleistung je ca. 24–35 kW, Kühlleistung ca. 24–26 kW, COP min. 3,7 (A2/W35), JAZ min. 2,7. Die Geräte müssen BAFA-förderfähig und SG-Ready-fähig sein.
Zusätzlich pro Los:
Rohrleitungen, Armaturen und Baugruppen
Verbindungsleitungen zwischen Wärmepumpen und Speichern als Systemrohr DN15–DN80 aus ferritischem nichtrostendem Chromstahl (1.4520), inkl. Pressverbinder (DVGW-zertifiziert), Bogen, Abzweige, Reduzierungen, Axialkompensatoren.
Armaturen: Rückschlagklappen, Absperrklappen, Kugelhähne, Füll-/Entleerungsventile, automatische Entlüfter, Schmutzfänger, Schlammabscheider, Luftabscheider, Thermometer, Manometer, Taupunktwächter, 3-Wege-Umschaltventile (Heizen/Kühlen).
Baugruppen: Hocheffizienz-Umwälzpumpen (EEI ≤0,20), Druckhaltestation mit Membran-Ausdehnungsgefäß (200 l), automatische Nachspeisestation mit Systemtrenner Klasse 4 und Vollentsalzungspatrone.
MSR-Technik und Gebäudeautomation (KNX)
Zentrale Systemsteuerung der Wärmepumpe mit Kaskaden-Logik für 2 Geräte, Speichermanagement, Heizen/Kühlen-Umschaltung, PV-Heizstab-Management, Statuserfassung und Störmeldung (via KNX oder potentialfrei). Inklusive Modbus-KNX-Gateway, Programmierung, Parametrierung und I/O-Check. Kabelzugliste und Fachkoordination mit dem Elektrogewerk.
Dämmung und Rohrbefestigung
Wärmedämmung gemäß GEG im 2-Schichten-Aufbau: innen geschlossenzellig (min. 19 mm), außen Mineralwolle oder Elastomer, dampfdiffusionsdicht. Für alle Rohrleitungen, Formstücke, Armaturen und Rohrträger (thermisch entkoppelt).
Rohrbefestigung mit Systemschienen, Isolierschellen DN25–DN80, Profilstahlkonstruktion (verzinkt, 800 kg) inkl. statischem Nachweis (Sekundärstatik).
Brandschutz und Durchführungen
R90-Brandschutzdurchführungen für nichtbrennbare Rohre DN15–DN50 nach DIN 4102-11. Kernbohrungen in Stahlbeton (Ø 50–300 mm, bis 300 mm Dicke) inkl. Entsorgung des Bohrguts.
Inbetriebnahme, Probebetrieb und Dokumentation
Dichtheitsprüfungen mit Druckluft und Wasser (jeweils in 4 Abschnitten), Spülung des Heizungsnetzes (ca. 4.000 l) und Erstbefüllung mit vollentsalztem Wasser (ca. 6 m³, Härte <0,1°dH, Leitfähigkeit <50 µS/cm), Wasseranalyse nach VDI 2035, hydraulischer Abgleich.
Inbetriebnahme der Wärmepumpen (werkseitig oder durch Fachkraft), Druckhaltestation durch Werkskundendienst, Prüfung vor Inbetriebnahme durch 'zur Prüfung befähigte Person' (BetrSichV).
Probebetrieb über 2 Wochen (Mo–Fr 7–17 Uhr, Sa 6–15 Uhr), verlängerbar um max. 2 Wochen pro Störung bis insgesamt 2 Monate.
Einweisung des Bedienungspersonals mit Protokollierung.
Ausführliche technische Dokumentation: Montage- und Werkstattzeichnungen (AutoCAD DWG 3D+2D + PDF, auf Revit-Basis), Revisions- und Wartungsunterlagen, CAD-Revisionspläne (PDF + DWG), RI-Schemata, Datenblätter als Einzel-PDFs auf USB-Stick, CE-Konformitätserklärung, Druckprüfprotokolle, Inbetriebnahmeprotokolle, JAZ-Berechnung nach VDI 4650.
Brandschutzdokumentation als fortlaufende Liste mit Fotodokumentation, 4-fach in Papier und 1-fach digital.
Wartung über 5 Betriebsjahre
Anzubieten sind Jahrespauschalpreise für die Wartung im 1.–5. Betriebsjahr gemäß VDMA/AMEV-Richtlinien. Wartung 1.–4. Jahr während der Verjährungsfrist nach VOB/B § 13, Wartung 5. Jahr nach Ablauf. Lohn- und Materialpreisklausel mit Basisjahr 2019. Abrechnung nach tatsächlichen Wartungseinsätzen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung und Präqualifikation
Präqualifizierte Unternehmen können ihre PQ-Nummer angeben. Nicht präqualifizierte Unternehmen müssen die Eigenerklärung zur Eignung (Vordruck KEV 179 AngErg Eignung) oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) abgeben, ggf. ergänzt durch auftragsspezifische Nachweise.
Technische Mindestanforderungen
Aus den technischen Spezifikationen ergeben sich folgende implizite Anforderungen:
Referenzprojekte
Es sind Referenzprojekte zu vergleichbaren Wärmepumpen- und Heizungsinstallationen nachzuweisen (Eignungskriterium 'slc-abil-ref-work'). Konkrete Anforderungen sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen. Nachforderung gem. § 16a EU VOB/A möglich.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angaben zur wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit sind auf Verlangen der Vergabestelle beizubringen. Bei Eignungsleihe über Nachunternehmer ist gemeinsame Haftung zu erklären.
Sanktionsausschluss und Compliance
Bieter dürfen nicht auf der Sanktionsliste gemäß Art. 5k der EU-Verordnung (EU) Nr. 833/2014 stehen. Russische Staatsangehörige oder in Russland niedergelassene Personen/Organisationen sowie Personen mit mehr als 50% russischer Beteiligung sind ausgeschlossen. Nachunternehmer mit mehr als 10% Auftragswert unterliegen derselben Prüfung.
Stammarbeitskräfteklausel
Mindestens 70 % der Leistung muss mit Stammarbeitskräften des eigenen Betriebs erbracht werden. Bei Nachunternehmereinsatz müssen diese ebenfalls mindestens 70 % mit eigenen Stammarbeitskräften leisten. Vor Baubeginn ist eine namentliche Liste der eingesetzten Arbeitskräfte (getrennt nach Stammpersonal und Nachunternehmer) zu übergeben; Änderungen sind unverzüglich zu melden.
Arbeits- und Gesundheitsschutz
Der Bieter muss die Einhaltung der DGUV Vorschrift 1 (UKBW) bzw. VSG 1.1 (SVLFG) und der jeweiligen Vorschriften des zuständigen Unfallversicherungsträgers bestätigen. Die Kosten hierfür gelten als im Angebotspreis enthalten.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften benötigen die gemeinsame Erklärung (Vordruck KEV 175 AngErg Bietergem), von allen Mitgliedern unterschrieben. Nachunternehmer und deren Kapazitäten sind bereits mit dem Angebot namentlich zu benennen (Vordruck KEV 177 AngErg AU EU). Bietergemeinschaften, die sich erst nach Aufforderung bilden, sind nicht zugelassen.
Referenzprojekte zu vergleichbaren Wärmepumpen- und Heizungsinstallationen (Eignungskriterium 'slc-abil-ref-work')
Konkrete Anforderungen sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen. Nachforderung gem. § 16a EU VOB/A möglich.