Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung für die komplette Sanitärinstallation (Abwasser, Trinkwasser, Regenwassernutzung) im Rahmen der denkmalgerechten Sanierung des Julius-Echter-Schlosses in Oberschwarzach. Das denkmalgeschützte Gebäude wird zu einem barrierefreien Gemeindezentrum mit Rathaus, Pfarrgemeinde, Bücherei, Gastronomie und Veranstaltungsräumen umgebaut.
Bieter müssen ihr Angebot elektronisch über die Vergabeplattform Staatsanzeiger eServices einreichen, sämtliche geforderten Eigenerklärungen und Formblätter (u.a. Eignung, Preisermittlung, Russland-Erklärung, Bauzeitenplan) abgeben und auf Verlangen Nachweise (Referenzen, Unbedenklichkeitsbescheinigungen etc.) nachreichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen und Gesamtumfang
Denkmalgerechte Sanierung, Umbau und Erweiterung des Julius-Echter-Schlosses sowie der dazugehörigen Scheune in 97516 Oberschwarzach (Erfüllungsort Kirchberg 11). Das Schloss wird zum barrierefreien Gemeindezentrum mit Rathaus, Pfarrgemeinderäumen, Vereinen, Bücherei, Vollgastronomie mit Übernachtung sowie Veranstaltungsräumen umgebaut.
Die Sanitärinstallation ist Teil einer Gesamtbaumaßnahme mit Ausführungsbeginn in Kalenderwoche 41/2026 und Vorgabe der Abnahmereife bis spätestens letzter Werktag der Kalenderwoche 49/2027. Bauherr/Auftraggeber ist der Markt Oberschwarzach (vertreten durch die Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen).
Die Vergabe erfolgt als öffentliche Ausschreibung im offenen Verfahren nach VOB/A Abschnitt 2. Mehrere Hauptangebote sind zugelassen (jedes muss aus sich heraus zuschlagsfähig sein). Nebenangebote sind erlaubt, ausgenommen reine Preisnachlässe mit Bedingungen.
Abwasser- und Grundleitungen (Schmutzwasser)
Lieferung und Montage der kompletten Schmutzwasserinstallation in mineralverstärkter Ausführung (DN 50 bis DN 150), inklusive Formstücke, Bögen, Abzweige, Reinigungsrohre, Doppelsteckmuffen sowie Dichtungen aus NBR für fetthaltige Abwässer im Küchenbereich. Schallschutz nach DIN 4109 (Körperschalldämmung über PE-Weichschaum), Feuchtigkeitsabdichtungen, Belüftungsventile, Schrägdachhauben und Anschlüsse an die Bestandsleitungen sind enthalten. Bodeneinläufe/Rinnen im EG (Küche) sind Teil der Leistung.
Trinkwasserinstallation
Drei Rohrsysteme sind zu liefern und zu montieren:
Dämmung 100 % gemäß GEG (Kompakt-Dämmhülse). Warmwasserbereitung dezentral über Durchlauferhitzer; in der EG-Küche mit Speicherladesystem, in den Übernachtungszimmern über Wohnungsstationen. Trinkwasserverteiler und automatische Spülstationen sind zu liefern.
Armaturen und Druckminderung
Lieferung und Montage von Druckminderern (DN 20–DN 50), Schrägsitzventilen (DN 15–DN 50) mit und ohne Rückflussverhinderer, Unterputzventilen (DN 15–DN 25), Strömungsteilern (DN 15–DN 32), automatischen Zirkulations-Regulierventilen (DN 12) sowie frostsicheren Außenarmaturen (DN 15) und Standventilen für die Gartenbewässerung.
Regenwassernutzungsanlage
Lieferung, Montage und Inbetriebnahme einer Regenwasser-Trennstation mit Pumpen, Hybridbehälter, Druckbehälter und Steuerung. Inklusive Unterwassermotor-Pumpe mit Kühlmantel, Kabel und Vergießsatz, PE-Rohr SDR 11 DN 50 im Außenbereich sowie zugehörige Bauwerksabdichtung.
Sanitärobjekte und Ausstattung
Lieferung und Montage der Sanitärgegenstände nach Auswahl des Bauherren, u.a.:
Befestigung, Brandschutz und Schallschutz
Lieferung und Montage der kompletten Rohrbefestigung (Klemmen, Gewindestäbe, Montageschienen, Konsolen, Winkel, Gewindeplatten, Profilstahl-Konstruktionen, DN 50–DN 150) inklusive Injektionsmörtel, Ankerstangen und Siebhülsen. Befestigungen sind galvanisch verzinkt, schallentkoppelt (Schallschutzeinlage nach DIN 4109) und mit statischem Nachweis zu errichten.
Brandschutz: Brandmanschetten DN 50–DN 125 in passender Feuerwiderstandsklasse für alle Rohrdurchführungen in Massiv- und Leichtbauwänden/-decken, Einbau gemäß allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung, inklusive Schalldämmstreifen, hohlraumfüllendem Verschluss, Übereinstimmungserklärung und Kennzeichnungsschild.
Instandhaltung, Wartung und Inspektion (4 Jahre)
Nach Abnahme der Bauleistung beginnt eine 4-jährige Instandhaltungsphase (48 Monate) mit automatischer Verlängerung um jeweils 1 Jahr, sofern nicht 3 Monate vor Ablauf schriftlich gekündigt wird. Inhalt der Instandhaltung gemäß Vertrag:
Ersatzteile und größere Instandsetzungen sind gesondert zu beauftragen. Im Angebot anzugeben sind u.a. jährliche Netto-Vergütung, Stundenverrechnungssätze (Obermonteur, Monteur, Helfer), Zuschläge für Überstunden, Nacht-/Schicht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie Fahrtkosten und km-Pauschalen. Maßgebend sind der ERA-Tarifvertrag und die jeweilige Entgeltgruppe.
Kernarbeitszeiten während der Bauphase: Mo–Fr 7:00–18:00 Uhr; Samstagsarbeit nur in Absprache mit der Bauleitung.
Baustellenlogistik, Dokumentation und Abfallwirtschaft
Vom Auftragnehmer sind zu erbringen bzw. vorzulegen:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche und handwerkliche Eignung
Eintragung in die Handwerksrolle für die auszuführenden Leistungen oder – soweit keine Eintragungspflicht besteht – Eintragung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK). Sofern eintragungspflichtig: Nachweis durch Handelsregisterauszug. Auf Verlangen sind Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug sowie Handwerksrollen- oder IHK-Eintrag vorzulegen.
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Unbedenklichkeit
Auf Verlangen vorzulegen:
Leistungsfähigkeit – Personal und Referenzen
Eignungsleihe und Nachunternehmer
Versicherung und Haftung (Instandhaltungsvertrag)
Hinweise zum Verfahren
Mindestens 3 Referenzbescheinigungen über vergleichbare Sanitärinstallationsleistungen
Vergleichbare Leistungen (Sanitärinstallation); je Referenz Angabe von Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Art der Leistung, Bieterrolle, eigenem Personal, Arbeitnehmerzahl, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Baumaßnahmen-Beschreibung (Neubau/Umbau/Denkmal) und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Einzureichen auf Verlangen der Vergabestelle über Formblatt 444.