Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des St. Franziskus-Hospitals Ahlen für die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme einer zentralen Raumlufttechnik-Anlage (RLT) im Rahmen des Projekts REKiZ (Zusammenführung von Neonatologie und Geburtshilfe).
Die Bieter müssen u.a. eine zentrale RLT-Anlage (Volumenstrom ca. 13.000 m³/h) auf dem Flachdach des Neubaus errichten, das dazugehörige Luftkanalsystem aus verzinktem Stahlblech inkl. Wärmedämmung herstellen, alle Komponenten (Luftdurchlässe, Schalldämpfer, Brandschutzklappen, Volumenstromregler, Revisionsöffnungen etc.) betriebsfertig montieren sowie Inbetriebnahme, Einregulierung, Hygieneinspektion, Sachverständigenabnahme und Wartung über 5 Jahre erbringen.
Es gelten erhöhte Hygieneanforderungen (DIN 1946-4, VDI 6022), Brandschutz (DIN EN 15650), Schallschutz (VDI 2081) und die Auflage, den laufenden Klinikbetrieb aufrechtzuerhalten.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis (Wertungssumme)100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt, basierend auf nachgerechneten Angebotssummen unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbeträgen aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15% auf die Wertungssumme.
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenZentrale RLT-Anlage und Aufstellung
Errichtung einer zentralen RLT-Anlage als kombiniertes Zu-/Abluftgerät mit einem Volumenstrom von 13.000 m³/h auf dem Flachdach des Ersatzneubaus. Planungsfabrikat: TROX X-CUBE (oder gleichwertig). Die Aufstellung erfolgt auf einer Stahlunterkonstruktion (IPE 160, verzinkt, ca. 12.000 x 1.600 mm) inklusive Kraneinsatz mit Genehmigungen und Verkehrssicherung. Unter dem Gerät sind ca. 18.000 Dachmontagefüße (HDPE, bis 200 kg/Fuß) und ca. 3.000 m² Antivibrationsmatten (Gummigranulat, 10 mm) vorzusehen. Dachdurchführungen für Kabel, Rohre und Leitungen (Aluminium) sind mit einzubeziehen.
Wärme-/Kälte- und Befeuchtungstechnik
Hydraulikstation (DN 50, 2 Kreiselpumpen, 3/N/PE 400V/50Hz) für die Wärme-/Kältemedien, Zuluftkühlung und -heizung über Wärmepumpen (Single-Split-Außengeräte) sowie Wärmerückgewinnung über ein Kreislaufverbundsystem (KVS). Die Zuluftbefeuchtung erfolgt über einen elektrischen Dampfbefeuchter.
Luftfiltration und Hygiene
Auslegung der Luftfilterung in zwei Zuluftstufen (ePM1 65% + ePM1 85%) und einer Abluftstufe (ePM1 65%). Die Anlage ist gemäß den erhöhten Hygieneanforderungen nach DIN 1946-4 sowie VDI 6022 und VDI 3803-1 zu planen, zu errichten und zu betreiben. Vor der Abnahme sind eine Hygieneinspektion (DIN EN 15780 / VDI 6022-1) inkl. Fotodokumentation sowie die Sachverständigenabnahme nach PrüfVO NRW durchzuführen.
Luftkanalsystem und Schallschutz
Herstellung und Montage des Luftkanalsystems aus verzinktem Stahlblech (gefalzt) in Luftdichtheitsklasse C nach DIN EN 15727 / EN 13180. Kantenlängen bis 1.500 mm sind vorgesehen. Ergänzend Wickelfalzrohre (DN 100–200), Aluflexrohre (DN 100–200, nicht brennbar Klasse A1) sowie Formteile (Bögen, Übergangs-, Abzweig- und Reduzierstücke). Wärmedämmung 30 mm/60 mm Steinwolle, alukaschiert, teilweise mit Blechmantel. Schallschutz nach VDI 2081; Schallleistungspegel nach EN ISO 5135 (Luftdurchlässe) und EN ISO 7235 (Schalldämpfer).
Komponenten Lieferung und Montage
Lieferung und Montage (bis 3,5 m Höhe über Gelände/Fußboden, betriebsfertig, inkl. Klein-, Dicht- und Befestigungsmaterialien) von:
Inbetriebnahme, Prüfung und Dokumentation
Inbetriebnahme der installierten RLT-Anlage, Dichtheits- und Leckluftmessung (Klasse C nach DIN EN 12237), Einregulierung (DIN EN 12599, VDI 6022) und Sachverständigenabnahme. Erstellung von Werk- und Montageplänen (mind. 2 Wochen vor Montagebeginn), Revisionszeichnungen, Wartungs- und Bedienungsanleitungen, Ersatzteillisten, Grundrisszeichnung 1:50 sowie digitale Zeichnungsunterlagen (DWG + PDF auf CD/USB). Reinigung der Lüftungskanäle, Bezeichnungsschilder, farbige Klebeschilder nach DIN EN 12792 / 16798-3, Einweisung des technischen Personals (inkl. Protokoll). Arbeitsgerüste/Arbeitsbühnen bis 14 m Höhe sind mit einzukalkulieren.
Wartung und Stundenlohnarbeiten
Wartung und Instandhaltung der Lüftungsinstallation über 5 Jahre nach AMEV "Wartung 2006" und "Instandhaltung 2006". Zusätzlich Stundenlohnarbeiten (je 40 Std.) für Obermonteur, Monteur, Helfer und Auszubildende (3. Lehrjahr); Stundenlohnzettel sind arbeitstäglich zur Gegenzeichnung vorzulegen. Kalibrierzertifikate der Messgeräte sind auf Anforderung bereitzustellen.
Baustellenorganisation und Klinikbetrieb
Aufrechterhaltung des laufenden Klinikbetriebs während der gesamten Bauzeit. Arbeitszeit Mo–Fr 7:15–16:45 Uhr, keine lärmintensiven Arbeiten 12:00–13:00 Uhr. Lean Site Management (LSM) ist auf der Baustelle anzuwenden. Wöchentliche Baubesprechungen und wöchentliche Übergabe von Bautagesberichten (für vergleichbare Lose).
Abfallverwertung und -beseitigung
Der Auftragnehmer wird Abfallerzeuger und -besitzer der anfallenden Bau- und Abbruchabfälle sowie Baustellenabfälle. Es gelten das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und die Nachweisverordnung (NachwV). Abfälle sind nach geltenden Vorschriften getrennt zu erfassen und zu sortieren. Entsorgungsnachweise (Erklärungen, Bestätigungen, Belege) sind dem Auftraggeber laufend vorzulegen. Die Kosten der Abfallverwertung sind in die Einheitspreise einzurechnen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche und persönliche Eignung
Eigenerklärung über die Ausführung vergleichbarer Leistungen in den letzten 5 Jahren. Erklärung, dass die für die Leistung erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Nachweis über die durchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Kalenderjahre (gegliedert nach Lohngruppen, inkl. extra ausgewiesenem Leitungspersonal) auf Verlangen.
Registereintragungen und Gewerbezulassung
Eintragung im Handelsregister und/oder Handwerksrolle und/oder IHK – bzw. Erklärung, dass keine Eintragungspflicht besteht. Auf Verlangen: Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerkskarte bzw. IHK-Eintragung.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Kein eröffnetes oder beantragtes Insolvenzverfahren; kein mangels Masse abgelehnter Antrag; keine Liquidation – andernfalls rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan. Umsatzangaben der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (vergleichbare Leistungen) sind auf Verlangen vorzulegen.
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A. Keine Verurteilung wegen Vorschriftenverstoß mit Freiheitsstrafe >3 Monate, Geldstrafe >90 Tagessätze oder Geldbuße >2.500 € in den letzten 2 Jahren. Kein Eintrag im Gewerbezentralregister (wird ab Auftragssumme ≥30.000 € vom Auftraggeber direkt angefordert).
Steuern, Sozialversicherung und Berufsgenossenschaft
Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten. Auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigung Finanzamt, Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse, qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen), Freistellungsbescheinigung § 48b EStG (Änderungen sind unverzüglich zu melden).
Versicherungen und Nachweise
Nachweis einer ausreichenden Betriebshaftpflichtversicherung ist bereits mit Abgabe des Angebotes zu erbringen. Alle Bescheinigungen sind in deutscher Sprache oder mit deutscher Übersetzung einzureichen.
Sanktionsrechtliche Eignung (EU-Sanktionspaket)
Eigenerklärung zum Sanktionspaket VO (EU) 833/2014 i.V.m. VO (EU) 2022/833: Bieter und Mitglieder von Bietergemeinschaften dürfen nicht als russisches Unternehmen oder sanktionierte Person eingestuft sein, keine russische Staatsangehörigkeit oder Niederlassung in Russland haben, keine Beteiligung >50% durch Personen/Unternehmen mit Russlandbezug und nicht im Namen oder auf Anweisung sanktionierter Personen handeln. Gleiches gilt für Unterauftragnehmer/Lieferanten/kapazitätsbereitstellende Unternehmen >10% des Auftragswerts. Die Zusicherung gilt für die gesamte Vertragslaufzeit.
Eignungsleihe und Bietergemeinschaften
Bei Inanspruchnahme von Kapazitäten anderer Unternehmen: Benennung der Unternehmen, Verpflichtungserklärung, ggf. Nachweis der Präqualifikation oder Erfüllung der Präqualifizierungsvoraussetzungen, gemeinsame Haftung. Unternehmen mit Ausschlussgründen sind auf Aufforderung der Vergabestelle innerhalb der gesetzten Frist zu ersetzen. Für Bietergemeinschaften: Erklärung gemäß Formblatt 234.
Präqualifikation
Präqualifizierte Unternehmen können sich durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. eignen. Nicht präqualifizierte Unternehmen müssen eine ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) einreichen.
Nachunternehmer
Werden Teilleistungen durch Nachunternehmer erbracht, sind deren Namen, die OZ bzw. der Leistungsbereich, die Beschreibung der Teilleistungen und ggf. die überlassene Eignung (wirtschaftliche/finanzielle Leistungsfähigkeit) im Formblatt 235 zu dokumentieren.
Vergleichbare Raumlufttechnik-Leistungen (HVAC) für Kliniken/Gesundheitseinrichtungen
Je Referenz: Ansprechpartner beim Auftraggeber, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, stichwortartiger Leistungsumfang inkl. Mengen, durchschnittl. MA-Zahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (HAU/ARGE/NU), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung