Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenLieferung, Montage und Inbetriebnahme der kompletten Heizungs- und Kältetechnik für den Neubau eines Labor- und Bürogebäudes (BattLab3) auf dem Campus der Technologieförderung Münster an der Mendelstraße.
Umfasst eine reversible Luft-Wasser-Wärmepumpe, Wärmepumpen-Kaskade mit Pufferspeicher und Hochtemperatur-Booster, ein zentrales Kaltwasser-Netz mit zwei Kältemaschinen, statische Heizflächen sowie Fußbodenheizung, sämtliche Rohrleitungen, Pumpen, Armaturen, Dämmung, Begleitheizung und Brandschutz. Hinzu kommen Fancoils (Deckenkassetten), Regelungstechnik (BACnet/DDC), Inbetriebnahme durch den Hersteller, Einweisung des Personals sowie eine 48-monatige Wartung während der Gewährleistungszeit.
Abgabe des Angebots elektronisch über das DTVP-Portal bis 27.07.2026, 10:00 Uhr.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden aus den nachgerechneten Angebotssummen ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenWärmeerzeugung und -verteilung (KG 420 / 422)
Lieferung, Montage und Inbetriebnahme einer reversiblen Luft-Wasser-Wärmepumpe (LUWA-KWS-Kaskade, 4-Leiter-Technik) in Dachaufstellung. Die Kaskade umfasst einen Pufferspeicher und einen wassergekühlten Hochtemperatur-Booster (Wärmepumpe R134a) zur Anhebung auf 60 °C. Die Wärmeverteilung erfolgt über Heizkreise mit Vor-/Rücklauf 60/50 °C, 55/45 °C (Labore), 50/40 °C (RLT) und 45/35 °C (Fußbodenheizung Büros). Rohrleitungen in Edelstahl 1.4520/1.4301 (V2A) mit Pressfittingen, in der Technikzentrale auch geschweißte Stahlrohre. Hydraulischer Abgleich und Dämmung nach GEG zu 100 %. Brandschutzdurchführungen F30/F90 nach MLAR.
Raumheizflächen (KG 423)
Statische Heizflächen (Stahlblech-Kompaktheizkörper Typ 10/12/22/33 sowie vertikale Flachheizkörper als Heizwände, Bauhöhen 1200–2400 mm) für Labor- und Technikbereiche, Normleistungen 532–5143 W bei Systemtemperatur 55/45 °C. In den Bürobereichen PE-Xa-Fußbodenheizung 17×2 mm (Nasssystem), max. Vorlauftemperatur 70 °C, Heizkreislängen max. 90 m, ca. 5.900 m FBH-Rohr, 11 Heizkreisverteiler mit 6–12 Kreisen. Ausstattung mit Thermostatventilen (Behördenmodell und Standard) sowie automatischen Durchflussreglern.
Kälteerzeugung und -verteilung (KG 434)
Zentrale Kaltwassererzeugung mit zwei LUWA-Kaltwassererzeugern à 486 kW in Freiaufstellung auf dem Dach, redundant mit 30 % Redundanzreserve. Vor-/Rücklauf 6/12 °C, max. Gesamtkältebedarf 516 kW. Edelstahl-Rohrleitungen 1.4520/1.4301 mit Pressfittingen und diffusionsdichter Tauwasserdämmung. Kältekreise für Labore (6/12 °C), Besprechungsräume, RLT und Bodentemperierung (19/23 °C). Umluftkühler in allen Bereichen, 25 % ausgelegt mit Nachrüstoption auf 50 %, Master-Slave-Regelung und Einbindung in die Gebäudeautomation.
Fancoils und dezentrale Kälte
Lieferung und Montage von Fancoil-Deckenkassetten (2-Leiter-System) in unterschiedlichen Kühlleistungen (3 kW, 4,5 kW, 6,5 kW, 7,5 kW, 10 kW). Pro Gerät 2-Wege-Ventile ON/OFF, Raumcontroller mit Einknopf-Bedienung, KNX-Karten, Panzerschläuche und Strangregulierventile. Für Server- und EDV-Räume zusätzlich Single-Split- und VRF-Anlagen (Kältemittel R32/R410), 6 kW und 12 kW. Komplette Elektroinstallation (Anklemmen, Verkabelung) inklusive Inbetriebnahme MSR/DDC und BACnet-Integration.
Pumpen, Armaturen, Speicher
Pufferspeicher 3.000 l (Heizung) und 3.000 l (Kälte), Membran-Druckausdehnungsgefäße (35 l und 400 l), Sicherheitsventile, Steuereinheit Druckhaltung, Nachspeisesystem mit Systemtrenner nach DIN 1988 Teil 4, Enthärtungsarmatur nach VDI 2035 (Kapazität 6.000 l·°dH). Pumpen (z.B. WILO Stratos MAXO, YONOS MAXO Plus), Kugelhähne, Absperrventile, Regulierventile, Schmutzfänger, Luftableiter, Differenzdruck-unabhängige Thermostatventile (DN15, DN20), Strangregulier- und Absperrventile.
Rohrleitungen, Dämmung und Oberflächenschutz
Edelstahlrohre 1.4520 (DN12–DN100) und 1.4301 (DN125) sowie Stahlrohre DIN 2440 (Gewinderohr) und DIN 2448 (nahtlos, DN65–125). Formstücke, Flansche, Kompensatoren, Strömungswächter, Rohrbefestigungen und Befestigungsschienen. Wärmedämmung aus Mineralwolle WLG 035 mit Alu-Folie, 100 % für Rohrleitungen und Formteile nach GEG. Kältedämmung aus Elastomerschaumstoff auf Kautschukbasis (Medium 6/12 °C, Umgebung 25 °C / 70 % rel. Feuchte). Oberflächenschutz/Alu-Blechummantelung inkl. Armaturenkappen nach DIN 4140; Zuschlag für wetterfeste Außenummantelung.
Begleitheizung und Frostschutz
Selbstregelndes Frostschutzband 16 W/m (Halte 15 °C, Umgebung -10 °C, Start -10 °C, max. Heizkreislänge 110 m bei 16 A), Anschlussgarnituren für 1–3 Heizbänder, Thermostat -5 bis +15 °C (IP 65, 16 A) und elektronische Steuerung 0–30 °C (IP 65, max. 25 A). Elektrischer Anschluss pauschal, Kabelmarker Phoenix KMK 3, deutschsprachige Kennzeichnung alle 5 m. Befüllung RLT-Kreis mit 500 l Glykol-Gemisch Antifrogen N (34 %, Frostschutz bis -15 °C).
Brandschutz
Brandschutztechnische Ertüchtigung von Wand- und Deckendurchführungen für Heizungs- und Kälteleitungen nach DIN 4102 Teil 1–11 und MLAR. Rohrschotte R 90 aus Mineralwolle (DN12–DN125) und Mörtelfugen R90 (DN15–DN150). Ausführung nur durch eine in die Handwerksrolle eingetragene Fachfirma oder ein BS-zertifiziertes Fachunternehmen der IHK/HWK. Amtliche Nachweise (allgemeine bauaufsichtliche Zulassung, Prüfzeugnis, gutachtliche Stellungnahme) sind vorzulegen, nichtbrennbare Isolierung mit Schmelzpunkt > 1.000 °C, dauerhafte Kennzeichnung aller Brandschutzdurchführungen.
Errichtung, Prüfung und Inbetriebnahme
Hydraulische Spülung, Druckprobe 6 bar, Dichtheitsprüfung. Auffüllung Heizungsnetz mit 11.700 l nach VDI 2035 inkl. Beprobung des Heizungswassers innerhalb 6 Monaten nach Inbetriebnahme. Estrich-Aufheizprotokoll für die Fußbodenheizung. Inbetriebnahme durch den Hersteller-Werkskundendienst, Einregulierung, Messprotokolle, Einweisung Betreiber, Übergabeprotokoll. Dokumentation der eingestellten Armaturenwerte, Druckverluste und Förderströme (hydraulischer Abgleich) elektronisch. Schallschutz nach DIN 4109.
Vorbereitung, Baustellenkoordination, Wartung
Baustelleneinrichtung, Koordination, Werkpläne, Schnittstelle zur GLT, Bautagebuch, wöchentliche Baubesprechungen, Reinigung der Baustelle innerhalb 48 Stunden nach Aufforderung. Schulungsplan und Einweisung des Bedienpersonals des Auftraggebers. Wartung Heizung/Kälte über 48 Monate (4 Jahre) ab Abnahme, 1× jährlich, inklusive 24-Stunden-Notdiensteinsatz während der Gewährleistungszeit. Stundenlohnarbeiten, Stemm-/Bohrarbeiten, Gerüste und Schutzmaßnahmen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche und rechtliche Eignung (Ausschlussgründe)
Es dürfen keine Ausschlussgründe gemäß §§ 123–124 GWB vorliegen: keine rechtskräftige Verurteilung oder Geldbuße wegen Straftaten (z.B. Korruption, Betrug, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Menschenhandel), keine Verstöße gegen das AEntG, AufenthG, MiLoG, SchwarzArbG oder LkSG. Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten. Keine Insolvenz, Liquidation oder Zahlungsunfähigkeit. Keine schwere Verfehlung im Rahmen der beruflichen Tätigkeit. Keine Russland-Bezüge gemäß EU-Verordnung 2022/576 (Formblatt 127) und keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit (Formblatt 2491). Nachweis über Formblatt 521 EU.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angabe des Umsatzes der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mit vergleichbaren Leistungen (im Formblatt 124). Auf Verlangen: Aufgliederung der Einheitspreise (Formblatt 223), Urkalkulation, Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Sozialkasse, Finanzamt und Berufsgenossenschaft, Freistellungsbescheinigung § 48b EStG. Einsatz anderer Unternehmen ist über die Formblätter 235/236 nachzuweisen; die Vertragserfüllungsbürgschaft (Formblatt 421) und Mängelansprüchebürgschaft (Formblatt 422) sind nach Auftragserteilung zu stellen.
Fachliche und technische Eignung
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der IHK (auf Verlangen nachzuweisen). Brandschutzarbeiten dürfen nur von einer in die Handwerksrolle eingetragenen Fachfirma oder einem BS-zertifizierten Fachunternehmen der IHK/HWK ausgeführt werden. Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator muss über die geforderte Qualifikation gemäß RAB 30 verfügen. Einhaltung der VOB Teil C (gültige Version zum Vertragsabschluss), der VOB/B 2016, der anerkannten Regeln der Technik (DIN-Normen wie 4102, 4140, 18421, EN 14304 etc., VDMA-Richtlinien, Herstellerangaben) sowie EU-Richtlinien (EMV 2014/30/EU, Druckgeräterichtlinie 97/23/EG).
Referenzen und Personalausstattung
Mindestens 3 vergleichbare Referenznachweise aus den letzten 5 Kalenderjahren über Wärmeversorgungs- und Kälteanlagen (Vorlage nur bei enger Wertung auf gesondertes Verlangen). Erklärung, dass die für die Auftragsausführung erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen; auf Verlangen Angabe der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre nach Lohngruppen sowie des Leitungspersonals. Fachkundiges Personal für Baubesprechungen und die Erstellung der gewerkespezifischen Objektdokumentation ist Voraussetzung.
Tariftreue und Mindestarbeitsbedingungen
Verpflichtung zur Einhaltung des Tariftreue- und Vergabegesetzes NRW (TVgG NRW) sowie der einschlägigen Mindestarbeitsbedingungen und tariflichen Entgeltregelungen. Der Auftraggeber behält Kontrollrechte; Verstöße können mit Vertragsstrafen geahndet werden (Formblatt 513 EU).
Mindestens 3 vergleichbare Referenznachweise aus den letzten 5 Kalenderjahren über Wärmeversorgungs- und Kälteanlagen (TGA, Heizung/Kälte)
Mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang inkl. Mengen, durchschnittlicher Arbeitnehmerzahl, technischen Anforderungen, Baumaßnahmentyp (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung, koordinierten Gewerken; Auftraggeberbestätigung. Vorlage nur bei enger Wahl auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle.