Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Ev.-Luth. Kirchengemeinde Maria Magdalena schreibt im Rahmen des Umbaus und der Sanierung des KL!CK Kindermuseums in Hamburg-Osdorf (Vergabe-Nr. 34-MM-2026) die Erneuerung der Heizungsanlage als offenes Verfahren (VOB/A EU) aus. Gefordert sind Lieferung, Montage und Inbetriebnahme neuer Wärmeverteilnetze, Heizkreissets, Raumheizflächen, Dämmung und Brandschottungen – sowohl im Kindermuseum als auch im angrenzenden Kirchenbereich. Außerdem sind Demontage der Bestandsanlage, Wartung/Inspektion über die Gewährleistungszeit sowie eine umfangreiche Dokumentation Teil der Leistung. Der Preis ist alleiniges Zuschlagskriterium. Angebote müssen bis 09.07.2026, 12:00 Uhr digital über das eVergabe-Portal eingehen. Bieter müssen u.a. Eigenerklärungen zur Eignung abgeben, 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 5 Jahren nachweisen und die Hamburger Tariftreue- und Mindestlohnregelungen beachten.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Preis (in EUR, netto) ermittelt aus der Wertungssumme des Angebots unter Berücksichtigung von Nachlässen, Bonus-/Malus-Regelungen, Gleitklauseln.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich & Vorbemerkungen
Die Leistung umfasst die Erneuerung der Wärmeversorgungsanlage im Rahmen des Umbaus und der Sanierung des KL!CK Kindermuseums in Hamburg-Osdorf (Vergabe-Nr. 34-MM-2026) und gilt für beide Gebäudeteile: Kindermuseum (KG422, KG423, KG429) und Kirche. Die Arbeiten umfassen sowohl Herstellungsleistungen als auch Instandhaltungsleistungen (Inspektion, Wartung, Instandsetzung nach DIN 31051). Ist der Angebotsteil Instandhaltung nicht wertbar, wird das Angebot insgesamt ausgeschlossen.
Verbindlich sind die VOB (in gültiger Fassung), das GEG (Gebäudeenergiegesetz), DIN 18 380, die anerkannten Regeln der Technik sowie die Vorgaben des Denkmalschutzes (Baujahr 1972). Der Bieter muss selbst einen Teil der Leistung im eigenen Betrieb ausführen; eine Weitervergabe an Nach-Nachunternehmer ist nur "unumgänglich" und mit gesondertem Antrag zulässig. Das Gebäude wird für die Bauarbeiten geräumt; die Kirchenräume bleiben im Betrieb, daher sind Nacht-, Feiertags- und Sonntagsarbeit grundsätzlich nicht erwünscht und nur in Ausnahmefällen mit Genehmigung zulässig. Die Baustelleneinrichtung, fahrbare Gerüste sowie die fachgerechte Trennung/Entsorgung von Schadstoffen (z.B. Dichtungen) sind Sache des Auftragnehmers.
Wärmeverteilnetz (Rohrleitungen, Heizkreissets, Regelung)
Einbau neuer Unterstationen an den Hauseinführungspunkten HE01 und HE02 mit außentemperaturgeführter Regelung. Lieferung und Montage von vormontierten Heizkreissets DN32 und DN50 mit Mischer, Regler (z.B. MM100) und Pumpe. Edelstahl-Systemrohrleitungen d15–d54 (insgesamt ca. 962 m im Museum) einschließlich Formstücken (Muffen, Reduktionen, Bögen 90°, T-Stücke, Übergänge), Rohraufhängungen sowie druckunabhängigen Thermostatventilkörpern DN15 (z.B. 300 l/h und 160 l/h) mit Behördenmodell-Köpfen. Strangabsperrventile, Kugelhähne DN25–DN50, Schwimmerentlüfter und Füll-/Entleerungshähne ergänzen das Netz. Nach der Montage: Druckprobe, Spülung und Befüllung mit entsalztem Wasser (Leitfähigkeit ≤30 µS/cm nach VDI 2035 Blatt 2). pH-Wert-Nachweis 8,2–9,5 nach 8–12 Wochen gemäß VDI 2035 Blatt 1. Hydraulischer Abgleich inkl. voreinstellbarer Heizkörperventile.
Raumheizflächen (Heizkörper) & Demontage
Lieferung und Montage neuer Stahlröhrenradiatoren (3- bis 6-säulig, diverse Bauhöhen/Längen), Plattenheizkörper (Typ 21, 22, 33, teils vertikal) mit Standkonsolenfüßen, Hub-, Schnellmontage- und Haltekonsolen. Befestigungen müssen Anforderungsklasse 3 gemäß VDI 6036 erfüllen. Aus- und Wiedereinbau vorhandener Heizkörper (10 St.) sowie fachgerechte Demontage der Bestandsanlage: Freischalten der Anbindeleitungen, Demontage Rohrleitungen DN15–DN50 (ca. 415 m), Demontage von ca. 23 Stahlradiatoren und 5 Plattenheizkörpern, innerbetrieblicher Transport, ggf. Zerlegung schwerer Gussradiatoren, Restentleerung und Entsorgung des Restwassers, getrennte Erfassung Metallschrott / nicht verwertbare Bestandteile, Schadstofftrennung (Dichtungen/Packungen über zugelassene Entsorgungsfachbetriebe).
Wärmedämmung, Brandschottungen, Bohrungen/Durchbrüche
Wärmedämmung der Rohrleitungen DN12–DN50 mit Mineralwolle (Baustoffklasse A2, 20–30 mm stark, im Kirchenheizkreis 100% Dämmung inkl. Blechummantelung). R90-Brandschutzmanschetten für Rohre DN12–DN40, expandierender Brandschutzschaum/-kitt F90 sowie Kennzeichnungsschilder R90. Kernlochbohrungen 50–90 mm in Mauerwerk/Decke/Stahlbeton (bis 300 mm Wandstärke, im Museum 58 St., Kirche 16 St.) sowie Trockenbaubohrungen – Arbeitshöhe bis 3 m.
Inbetriebnahme, Dokumentation & Instandhaltung
Fachbauleitererklärung, Angabe aller verwendeten Materialien, Wartungs- und Pflegehinweise, Zulassungen, Übereinstimmungs- und Prüfprotokolle. Anlagendokumentation als Revisionszeichnungen (CD-ROM: DWG/DXF/PLT/PDF) plus 3 Ordner mit Installationsplänen, Messprotokollen, Brandschott-Zertifikaten, Gerätebeschreibungen, Einweisungsbestätigung, Druck-/Spülprotokollen, Probebetriebs- und Inbetriebnahmeprotokollen, Werkszeugnissen, Bedienungsanleitungen, Fachunternehmererklärung sowie Dokumentation des hydraulischen Abgleichs (3-fach). Einweisung/Schulung (ca. 2 h im Museum, ca. 1 h Kirche). Jährliche Wartung, Inspektion und Funktionsprüfung über den gesamten Gewährleistungszeitraum ab förmlicher Abnahme. Abrechnung von Stundenlohnarbeiten nach festen Sätzen (Obermonteur, Monteur, Helfer, Auszubildender). Auf Verlangen: Entsorgungs-/Verwertungsnachweise, Begleitscheine für Schadstoffe, Wartungsprotokolle (digital und Papier).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVerfahrensart & Nachweisführung
Durchgeführt wird ein offenes Verfahren nach VOB/A EU (oberschwellig). Bieter müssen ihre Eignung über die Eigenerklärung im Vordruck Anlage 6-030 nachweisen. Statt einzelner Nachweise kann die PQ-Eintragungsnummer (Verein für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.) oder eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) eingereicht werden. Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle sind weitere Nachweise, Urkalkulation, Qualifikationsnachweise (z.B. MVAS) sowie Unterlagen zu Nachunternehmern binnen kurzer Frist vorzulegen. Es werden keine Unterlagen oder Preisangaben nachgefordert (§ 16a EU Abs. 3 VOB/A). Eignungsleihe ist gemäß § 6d EU VOB/A zulässig; der Bieter muss jedoch einen Teil der Leistung selbst ausführen, und der Eignungsleiher muss ein Mindestmaß an Fachkunde und Leistungsfähigkeit mitbringen.
Berufsrechtliche Voraussetzungen
Erforderlich sind eine gültige Gewerbeanmeldung, ein Handelsregisterauszug (bzw. Nachweis der Nicht-Verpflichtung) sowie die Eintragung in das Berufsregister, die Handwerksrolle oder die IHK. Bei Bietergemeinschaften ist die Anlage 6-110 (inkl. Vollmachten, gesamtschuldnerischer Haftung und Begründung der Zusammenarbeit) zwingend einzureichen.
Wirtschaftliche & finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachgewiesen werden muss eine ausreichende wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit durch Vorlage der Umsätze der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mit vergleichbaren Leistungen. Pflichtnachweis ist zudem eine bestehende Berufs- bzw. Betriebshaftpflichtversicherung (Mindestdeckung gemäß Teil A der Aufforderung).
Technische Leistungsfähigkeit
Gefordert sind 3 vergleichbare Referenznachweise aus den letzten 5 abgeschlossenen Kalenderjahren über Wärmeversorgungsanlagen – jeweils mit schriftlicher Bescheinigung der Auftraggeberin über die auftragsgemäße Erbringung (Ausführung und Ergebnis). Zusätzlich sind Angaben zu den jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräften der letzten 3 Jahre zu machen, gegliedert nach Lohngruppen, einschließlich des technischen Leitungspersonals.
Zuverlässigkeit & Ausschlussgründe
Es dürfen keine Ausschlussgründe gemäß § 6a EU VOB/A i.V.m. §§ 129 ff. StGB, § 48b EStG, § 21 SchwarzArbG, § 21 AEntG vorliegen (insb. keine Freiheitsstrafen >3 Monate, Geldstrafen >90 Tagessätze, Geldbußen ≥2.500 € in den letzten 2 Jahren). Vorzulegen sind eine aktuelle Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG, eine Berufsgenossenschaftsbescheinigung (max. 12 Monate alt) und – für beitragspflichtige Betriebe – eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der SOKA-Bau (max. 12 Monate alt). Ggf. wird zusätzlich eine Bescheinigung in Steuersachen des Finanzamts verlangt. Auf Verlangen sind Daten für die Wettbewerbsregister-Abfrage (§ 6 WRegG) zu übermitteln.
Ausführungsbedingungen nach HmbVgG
Verbindlich sind die Vorgaben des Hamburgischen Vergabegesetzes (HmbVgG): Tariftreue und Mindestlohn nach AEntG/MiLoG, ILO-Kernarbeitsnormen bei Verwendung von Natursteinen, Holzzertifizierung (FSC/PEFC oder gleichwertig). Die eingesetzten Nachunternehmer müssen die gleiche Eignung aufweisen; prüffähige Entgeltabrechnungen sind bereitzuhalten. Verstöße können mit Vertragsstrafen geahndet werden.
Wertung & Zuschlag
Alleiniges Zuschlagskriterium ist der Preis (§ 9.1). Nebenangebote sind zugelassen, sofern sie die Mindestanforderungen erfüllen und zu Kostenersparnissen führen – mit Positionsnummern der ersetzten Positionen. Änderungen an den Verdingungsunterlagen führen zum Ausschluss aus der Wertung. Die Bindefrist endet am 07.09.2026. Eine Bietergemeinschaft ist zugelassen, wenn kein Mitglied allein leistungsfähig genug wäre und kein Mitglied in Wettbewerbsverhältnis auf den relevanten Märkten steht.
Vergleichbare Leistungen im Bereich Wärmeversorgungsanlagen (Heizungsbau/Erneuerung von Heizkörpern und Rohrnetz)
Je Referenz schriftliche Bescheinigung der jeweiligen Auftraggeberin über auftragsgemäße Erbringung (Ausführung und Ergebnis); PQ-Eintragungsnummer oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) können teilweise ersetzen