Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht's?
Der Staatsbetrieb Sachsenforst schreibt für den Forstbezirk Oberlausitz Holzernte- und Rückungsarbeiten für die Saison 2026/27 aus. Die Leistung ist in zwei Lose aufgeteilt:
Was ist zu tun?
Einschlag, Aufarbeitung und Rückung mit Harvester/Forwarder, motormanuelles Zufällen in Kranreichweite, Poltern an vorgegebenen Plätzen sowie Sonderleistungen wie Wegeinstandsetzung, Wildschutzzaun-Auf-/-Abbau und Verkehrssicherung. Der Auftrag wird als Rahmenvertrag mit Verlängerungsoption vergeben (maximal 4 Jahre).
Was wird erwartet?
PEFC-Zertifizierung, Qualifikation nach MVAS 1999, Eintragungsfreiheit im Wettbewerbsregister, Holzernte-Referenzen der letzten 3 Jahre (entfällt, wenn bereits für den Forstbezirk tätig) sowie verpflichtende Vor-Ort-Besichtigung der Flächen vor Angebotsabgabe.
Wie und bis wann bieten?
Elektronisch über die Vergabeplattform evergabe.sachsen.de bis 05.08.2026, 24:00 Uhr. Öffnung der Angebote am 06.08.2026 um 08:00 Uhr.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis / Wertungssumme des Angebotes100%
Nachgerechnete Angebotssummen für die Holzernte und Rückung im Revier Lohsa inkl. Preise für besondere Leistungen gemäß Leistungsbeschreibung
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Leistungsbeschreibung
Auftraggeber ist der Staatsbetrieb Sachsenforst, Forstbezirk Oberlausitz (Paul-Neck-Str. 127, 02625 Bautzen). Es handelt sich um eine Rahmenvereinbarung mit Verlängerungsoption (max. 3 Verlängerungen um je 1 Jahr, Höchstlaufzeit 4 Jahre). Der Einsatz erfolgt auf Grundlage von Einzelaufträgen mit einer Vorlaufzeit von 1 Woche; die Auftragsannahme ist innerhalb von 10 Kalendertagen nach Aufforderung verpflichtend.
Vertragsgrundlagen für die Leistungserbringung:
Verfahrensgrundsatz: Einsatz von Harvester/Forwarder; motormanuelles Zufällen außerhalb der Kranreichweite. Universalbänder sind vorzuhalten. PEFC-Zertifizierung ist Voraussetzung.
Mengengerüst und Ausführungszeiträume
Gesamtumfang über beide Lose: ca. 156 ha, ca. 9.000 fm Holz.
Stillstandstage witterungsbedingt: erfahrungsgemäß 3 Tage für Harvester, 1 Tag für Forwarder.
Haupt-, Neben- und Besondere Leistungen
Hauptleistungen (Holzernte):
Nebenleistungen (in Einheitspreise einzurechnen):
Besondere Leistungen (über separate Zuschlagspositionen):
Optionale Leistungen (separate Preise):
Schutzgebiete und besondere Rahmenbedingungen
Teile der Hiebsflächen liegen in FFH- und SPA-Schutzgebieten. Bei Verfahrensänderungen ist Rücksprache mit dem jeweiligen Revierleiter verpflichtend. Auf den Flächen finden sich ausgeprägte Strauchschicht, Gräben und behindernde Steine; die Hangneigung beträgt teilweise >40 m. In Block 2 von Los 2 ist mit grobeastigem, krummem und kurzem Holz zu rechnen; 10–20 % der Flächen weisen Naturverjüngung in 1–3 m Höhe auf. Wildschutzzäune (Knotengeflecht 1,6 m und 2,0 m) sind abzubauen, vorzuhalten und ggf. wiederaufzubauen.
Ansprechpartner je Los
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage und Zuverlässigkeit
Keine schweren Verfehlungen, die einen Ausschluss nach § 123 Abs. 1 und § 124 Abs. 1 GWB begründen (u.a. keine Verurteilungen wegen Betrug, Bestechung, Geldwäsche, Insolvenzstraftaten, Menschenhandel, Umweltdelikte). Keine Freiheitsstrafe >3 Monate, keine Geldstrafe >90 Tagessätze und keine Geldbuße >2.500 EUR wegen Verstößen gegen das Schwarzarbeitsgesetz, Arbeitnehmerentsendegesetz oder Mindestlohngesetz. Keine Eröffnung oder Beantragung eines Insolvenzverfahrens. Keine Gewerbeuntersagung wegen Unzuverlässigkeit. Kein Eintrag im Wettbewerbsregister.
Steuern, Abgaben und gewerbliche Voraussetzungen
Erfüllung der Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie Beiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung. Erfüllung der gewerberechtlichen Voraussetzungen zur Ausführung der Leistung.
Haftpflichtversicherung
Nachweis einer Betriebshaftpflichtversicherung mit Deckungssummen für Personen-, Sach- und Vermögensschäden.
Arbeits- und Sozialrecht
Keine Verstöße gegen Umwelt-, Sozial- oder Arbeitsrecht. Zahlung mindestens der gesetzlichen Mindestlöhne (MiLoG / Arbeitnehmerentsendegesetz). Sorgfältige Auswahl und Überprüfung eingesetzter Nachunternehmer bezüglich der Mindestlohneinhaltung.
Fachliche Qualifikation
Nachweis einer PEFC-anerkannten Zertifizierung (gilt auch für eingesetzte Nachunternehmer). Qualifikationsnachweis nach Merkblatt MVAS 1999 (Verkehrssicherung von Arbeitsstellen an Straßen). Vorlage eines Geräte- und Arbeitskräfteverzeichnisses.
Referenzen
Erklärung und Benennung von Holzernte-Referenzen aus den letzten 3 Jahren vor Angebotsfrist (05.08.2026), sofern das Unternehmen nicht bereits für den Forstbezirk Oberlausitz/die Schutzgebietsverwaltung tätig war. Pro Referenz sind Einsatzzeitraum, Aufarbeitungsmenge, Auftraggeber und Ansprechpartner (Name + Telefonnummer) anzugeben. Für Nachunternehmer bei Eignungsleihe gelten dieselben Anforderungen.
Preisliche Auskömmlichkeit
Vorlage einer Urkalkulation in verschlossenem, beschriftetem Umschlag; auf Verlangen Aufgliederung wichtiger Einheitspreise.
Bietergemeinschaften und Eignungsleihe
Bietergemeinschaften: Verzeichnis der Mitglieder mit bevollmächtigtem Vertreter; von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung mit gesamtschuldnerischer Haftung.
Eignungsleihe: Verpflichtungserklärung des anderen Unternehmens; bei finanzieller/wirtschaftlicher Eignungsleihe gemeinsame Haftung; Nachunternehmer muss ebenfalls PEFC-zertifiziert sein und Referenzen vorlegen. Kapazitäten anderer Unternehmen dürfen nur in Anspruch genommen werden, wenn diese auch die Leistung erbringen, für die die Kapazitäten benötigt werden.
Holzernteleistungen – Erklärung und Benennung von Referenzen aus den letzten 3 Jahren vor Angebotsfrist (05.08.2026)
entfällt, wenn Bieter bereits für Forstbezirk Oberlausitz/Schutzgebietsverwaltung tätig war; je Referenz: Einsatzzeitraum, Aufarbeitungsmenge, Auftraggeber, Ansprechpartner (Name + Telefonnummer)
Bei Eignungsleihe: gleiche Referenzanforderungen für Nachunternehmer
Nachunternehmer muss ebenfalls Referenzen aus Holzernte vorlegen können, sofern nicht bereits für Forstbezirk tätig.