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Ausschreibungen Holzernte

Langholzbereitstellung mit Kurzholz am Forstamt Kaiserslautern im Geschäftsjahr 2026

Forstamt Kaiserslautern | Zentralstelle der Forstverwaltung | Vergabekammer Rheinland-Pfalz beim Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und WeinbauKaiserslautern, Rheinland-PfalzVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 17 Tage

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Das Forstamt Kaiserslautern (Landesforsten Rheinland-Pfalz) schreibt forstwirtschaftliche Dienstleistungen für vier Waldreviere als Rahmenvereinbarung aus. Die Auftragnehmer übernehmen Holzernte (motormanuell und/oder maschinell), Aufarbeitung und Holzrücken von Langholz, Kurzholz und Brennholz sowie bei Bedarf Verkehrssicherungsarbeiten entlang öffentlicher Straßen.

Bieter geben prozentuale Gebote auf vorgegebene Basiswerte ab; Zuschlag erhält das preisgünstigste Angebot pro Los (Ranking-System). Vertragslaufzeit: 01.10.2026–30.09.2027, mit Option auf bis zu drei jährliche Verlängerungen.

Abgabefrist für Angebote: 12.08.2026 um 10:00 Uhr, elektronisch über den Vergabemarktplatz Rheinland-Pfalz.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 17 Tage bis zur Angebotsfrist — 12. August 2026
HEUTE
Termin / FristJUL2026 JAN2027 JUL JAN2028 JUL JAN2029 JUL
Angebotsabgabe12. Aug. 2026
Bindefrist12. Aug. – 3. Sep. 2026
Angebotsöffnungca. 12. Aug. 2026
Erstlaufzeit Rahmenvertrag1. Okt. 2026 – 30. Sep. 2027
Max. Gesamtlaufzeit Rahmenvertrag1. Okt. 2026 – 30. Sep. 2030bis 2030
Verlängerung 1ca. 1. Okt. 2027 – 30. Sep. 2028
Verlängerung 2ca. 1. Okt. 2028 – 30. Sep. 2029
Verlängerung 3ca. 1. Okt. 2029 – 30. Sep. 2030bis 2030
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Niedrigster Preis10 Kriterien
  • Preisgünstigstes Angebot (Gesamtkosten)100%

    Das wirtschaftlichste Angebot wird über die Herleitung des preisgünstigsten Bieters ermittelt. Es fließen alle preislichen Angebotsbestandteile ein: Rücken (Langholz, ISFKN, Kranlängen, Kranverwogenes Brennholz), Aufarbeitung (Langholz, Kurzholz inkl. MS/WZE für Fi/Dou/Ta, Ki/Wey/Lä, Laub), Aufschlag Hang, Aufschlag Sorte, Zeitlohn (Maschine, Arbeiter, MS+WZE), Verkehrspauschale sowie Umrechnungsfaktor für Raummetervermessung. Der Zuschlag erfolgt auf das Angebot mit der niedrigsten gewichteten Gesamtsumme.

Herleitung des preisgünstigsten Angebots: Summe aller gewichteten Kostenpositionen (Rücken Sortimente, Aufarbeitung Langholz, Aufarbeitung Kurzholz, Zeitlohn, Verkehrspauschale, Sortenzuschlag, Umrechnungsfaktor Raummeter). Die Angebote werden über eine Ranking-Formel aufsteigend sortiert; das preisgünstigste Angebot erhält Rang 1.

KI-Hinweis: Es handelt sich um eine reine Preisvergabe; die Wertung erfolgt über ein Excel-Berechnungsschema (Herleitung des preisgünstigsten Bieters), in dem alle preislichen Angebotsbestandteile zu einer Gesamtsumme zusammengefasst werden. Keine qualitativen Zuschlagskriterien.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Kernleistung: Holzernte und Aufarbeitung

Fällen, Entasten und Einschneiden der Bäume in verkaufsfähige Sortimente. Gearbeitet wird motormanuell mit der Motorsäge und/oder maschinell mit Forstspezialmaschine (Harvester). Folgende Sortimente sind herzustellen:

Langholz ab 7,0 m (Festmaß)Sortimentslänge 3,0 m bis 6,9 m (Festmaß)Sortimentslänge 2,5 m bis 3,0 m (Raummeter)KurzholzKranverwogenes Brennholz

Bäume werden nach Baumartengruppen sortiert: Fichte/Douglasie/Tanne, Kiefer/Weymouthskiefer/Lärche und Laubholz. Aufarbeitung inklusive motormanueller Holzernte, Motorsägenentgelt und Werkzeugentschädigung; Qualitätsanforderungen gemäß AGB-Forst RLP (z. B. Stumpfhöhe, Astentfernung rindeneben, fachgerechte Fälltechnik je nach Brusthöhendurchmesser).

Kernleistung: Holzrücken (Skidding/Extraktion)

Bringen des aufgearbeiteten Holzes vom Hiebsort zum LKW-befahrbaren Weg. Zum Einsatz kommen Forstspezialmaschinen mit Kran, Tragschlepper oder Schlepper mit Rückeanhänger, optional UVV-Schlepper oder Rückeraupe. Aufschläge möglich für Seilauszug bergauf/bergab, Bänder/TWIN-TYRE, größere Rückeentfernung, Technik (Traktionshilfswinde, Breitreifen), Tragschlepper ab 8 Rädern sowie Erschwernisse (z. B. Windwurf, Schneebruch).

Bei Hangneigung über 50 % oder Seilauszug über 50 m (bergab/eben) bzw. 25 m (bergauf) erfolgt die Abrechnung im Zeitlohn.

Schadholzaufarbeitung

Aufarbeitung von Käfer-, Schneebruch- und Windwurfholz ist Bestandteil der Auftragsmenge und wird nicht gesondert vergütet. Während der Ruhezeit 01.05.–31.07. eines jeden Vertragsjahres liegt der Schwerpunkt auf der Käferholzaufarbeitung; regulärer Einschlag ruht.

Verkehrssicherungsarbeiten

Entlang öffentlicher Straßen und an Bebauungen sind Bäume gefahrlos zu machen. Dazu zählen Aufstellen und Betreiben einer Ampelanlage, Beschilderung sowie Sicherungsposten. Planung, Beantragung der verkehrsrechtlichen Anordnung (VRAO) und Durchführung obliegen dem Auftragnehmer; die VRAO-Gebühren trägt das Forstamt. Vergütung erfolgt über eine Pauschale pro Tag und/oder Zeitlohn nach Aufwand.

Personal und Ausrüstung

Jedes Arbeitsteam besteht aus einem Maschinenführer und mindestens zwei weiteren Mitarbeitern mit Fach- und Sachkunde für motormanuelle Holzernte. Mindestens ein Mitarbeiter muss den Qualifikationsnachweis für Verkehrssicherung gemäß MVAS, RSA und ZTV-SA besitzen. Für jeden Einsatz sind Forstspezialmaschine mit Kran, Tragschlepper/Rückeanhänger sowie Motorsägen mit EMS-Einsatz bereitzustellen; UVV-Schlepper/Rückeraupe und Geräte wie Hubsteiger, SKT (Seilklettertechnik) oder Seilwinde sind je nach Bedarf vorzuhalten. Vor jeder Maßnahme ist Rücksprache mit der Revierleitung zu halten.

Qualitätsanforderungen Holzbringung und Vermessung

Holz ist sortenrein, vollständig und vermessungsgerecht zu poltern: Kurzholz mind. 1 m, Langholz mind. 0,5 m vom Fahrbahnrand; Polterhöhe Sägeabschnitte max. 2,50 m; Abstand zu Spielplätzen/Walderlebniszentren mind. 100 m; LKW-Wege täglich freiräumen. Die Holzvermessung am Polter erfolgt über Kranwaage nach Standard Kranwaage (Polter 5 oder 10 fm, max. 15 t, Toleranz ±0,5 fm). Stichprobenmessungen werden im Zeitlohn der eingesetzten Rückemaschine vergütet.

Vertragsrahmen und Abruf

Die ausgeschriebenen Holzmengen sind Schätzmengen mit einer möglichen Abweichung von ±20 %. Die Beauftragung erfolgt im Ranking-Verfahren: das preisgünstigste Angebot erhält den ersten Abruf, danach in Reihenfolge der Platzierung. Bei zweimaliger Ablehnung hintereinander entfällt die Berücksichtigung für künftige Abrufe. Einzelaufträge sind binnen eines Werktags nach Anfrage zu bestätigen.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Persönliche Eignung und Ausschlussgründe

Das Unternehmen muss geeignet, zuverlässig und fachkundig sein. Ausschluss erfolgt u. a. bei:

Fehlenden Erklärungen oder NachweisenNicht unterschriebenen bzw. nicht elektronisch signierten AngebotenForm- oder fristwidrig eingegangenen AngebotenUnzulässigen wettbewerbsbeschränkenden AbsprachenAngeboten, die nicht in deutscher Sprache oder nicht in Euro/Cent eingereicht werdenAnwendbarkeit von Art. 5k EU-VO 2022/576 (Russland-Sanktionen, inkl. Nachunternehmer/Lieferanten mit >10 % Auftragswertanteil)Ab einem Auftragswert von 30.000 € erfolgt eine Wettbewerbsregister-Anfrage

Fachliche Eignung: Sach- und Fachkunde motormanuelle Holzernte

Jeder eingesetzte Mitarbeiter (auch Subunternehmer) muss seine Qualifikation nachweisen. Anerkannt werden u. a.:

Berufsausbildung als Forstwirt*in oder vergleichbare ausländische QualifikationPrüfung nach ECC-Level 1–3 (ab 01.01.2017 Pflicht)Zweiwöchige Motorsägenkurse von Waldarbeitsschulen mit Prüfung (bis 31.12.2016 erworben)KWF-zertifizierte Motorsägenkurse 1–3 bzw. KWF-Motorsägenzertifikate Modul A und B (bis 31.12.2016)DEULA-Kurse AS Baum I (01.01.2004 bis 31.12.2016)Ausländische Motorsägen-Kursbescheinigungen, geprüft durch ZdF/KWF

Für Maschinenführer zusätzlich: gültiger Führerschein sowie ggf. qualitätsgesicherter Harvestermaß-Nachweis. Jede Person muss zudem ausreichende Deutsch- oder Englischkenntnisse zum Absetzen eines Notrufs besitzen.

Qualifikation Verkehrssicherung

Mindestens ein Mitarbeiter muss einen Qualifikationsnachweis gemäß MVAS (Merkblatt für die Verkehrssicherung von Arbeitsstellen), RSA (Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen) und ZTV-SA (Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Sicherungsarbeiten an Arbeitsstellen an Straßen) vorlegen.

Sprachkenntnisse

Vor Ort muss eine fachliche Verständigung in deutscher Sprache gewährleistet sein (Vorgabe gemäß AGB-Forst RLP). Während der Maßnahme ist ein deutschsprachiger Ansprechpartner erforderlich, auch wenn ein Maschinenführer alleine arbeitet.

Versicherungen und Zertifikate

Erforderlich sind:

Betriebshaftpflichtversicherung inkl. Umwelthaftpflicht (mind. 3 Mio. € für Personen- und Sachschäden)Umweltschadensversicherung (mind. 500.000 € bei Großmaschinen/Wegebau; mind. 150.000 € bei motormanuellen Arbeiten ohne umweltgefährdende Stoffe)Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft (Unfallversicherung)Gewerbeanmeldung bzw. HandelsregistereintragUnternehmerzertifikat nach RAL, DFSZ oder vergleichbar (für Holzernte zwingend, PEFC-/FSC-konform)

Subunternehmer und Bietergemeinschaften

Beim Einsatz von Subunternehmern sind alle geforderten Erklärungen und Nachweise auch für diese vorzulegen. Bietergemeinschaften müssen eine GbR mit Gesamtschuldnerhaftung gründen und gemeinschaftlich haften. Vertragsvermittler benötigen eine eigene Erklärung gemäß Anlage 2.3.

Arbeitsorganisation

Bei Mobilfunkempfang müssen mindestens zwei Mitarbeiter für die Rettungskette Forst RLP vor Ort sein. Gefährdungsbeurteilungen sind vom Auftragnehmer zu erstellen und auf Verlangen vorzulegen. Änderungen im Personalbestand sowie beim Unternehmerzertifikat sind dem Auftraggeber unverzüglich schriftlich mitzuteilen. Das Arbeitsverzeichnis/Verzeichnis ist im Vordruck 'Klärung Beschäftigungsverhältnis' für jede eingesetzte Person (auch Subunternehmer) zu führen.

Referenzprojekte

Keine konkreten Referenzprojekte gefordert – Eignung wird über Qualifikationsnachweise (Sach-/Fachkunde, Zertifikate) nachgewiesen

Der Auftraggeber kann Referenzen, Auskünfte oder Probearbeit verlangen (AGB-Forst RLP)

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
11+Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 15 Angebote
Hohe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 11%4–10 · 25%11+ · 64%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 25 erledigt
Pflicht-Erklärungen und Nachweise (mit dem Angebot)
Angebotsformblätter und Preisangaben (pro Los)
Formale Anforderungen
Auf Verlangen nachzureichen
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Forstamt Kaiserslautern | Zentralstelle der Forstverwaltung | Vergabekammer Rheinland-Pfalz beim Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Anschrift
67657 Kaiserslautern
Ort
67657 Kaiserslautern
Kategorie
Forstwirtschaftliche Dienstleistungen
Auftragsvolumen
166.000 €
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
67657 Kaiserslautern
Rheinland-Pfalz

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