Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenForstwirtschaftliche Revierarbeiten im sächsischen Staatswald, Forstbezirk Taura, aufgeteilt in zwei Lose (Revier Schmannewitz und Revier Jagdhaus).
Was zu tun ist: Pflanzung, Kulturpflege, Jungwuchs- und Jungbestandspflege, Freischneiden von Wegen und Hochsitzen sowie Zaunreparatur, Zaunaufbau und Zaunabbau.
Zeitraum: Vertragsbeginn 2026 mit Option auf Verlängerung bis Ende 2029.
Wichtig: Für beide Lose wird PEFC-Zertifizierung verlangt; Bieter dürfen je Verfahren nur maximal 1 Los erhalten. Wertung allein nach Preis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis / Wertungssumme des Angebotes (nachgerechnete Angebotssummen)100%
Bewertung des Angebotspreises; nachgerechnete Angebotssumme für Revierarbeiten Jagdhaus inkl. optionaler Positionen
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Leistungsbeschreibung
Es handelt sich um forstliche Revierarbeiten im Forstbezirk Taura, durchgeführt auf Grundlage von Einzel- und Arbeitsaufträgen. Der Auftragnehmer stellt geeignete Geräte, Werkzeuge, Maschinen und Betriebsstoffe selbst. Die Leistungen sind nach Flächen-, Stück- oder Laufmetermaßstab abzurechnen.
Organisation und Personal
Der Auftragnehmer arbeitet mit Arbeitsgruppen von maximal 5 Personen inkl. Einsatzleiter. Ein qualifizierter, deutschsprachiger Einsatzleiter muss ständig vor Ort sein. Bei fremdsprachigen Arbeitskräften ist dauerhaft mindestens ein deutschsprachiger, übersetzungsbefähigter Vorarbeiter vor Ort erforderlich. Alle eingesetzten Personen müssen einen Ausweis mitführen. Die Arbeitskräfte für Kulturpflege, Jungwuchs- und Jungbestandspflege müssen eine forstliche Ausbildung oder mindestens 10 Jahre Berufserfahrung nachweisen.
Gemeinsame Pflichten für beide Lose
Pflanzung: Anwendung geeigneter Pflanzverfahren wie Blattspaten, Rhodener Pflanzverfahren oder Göttinger Fahrradlenker; Pflanzung gemäß vorgegebenem Pflanzverband; 20% Über-/Unterschreitung der Stückzahl zulässig; Übrig gebliebene Pflanzen können auf zusätzlichen Flächen verwendet werden; Arbeit am nächsten Waldort erst nach Abnahme.
Kulturpflege, Jungwuchs- und Jungbestandspflege: Pflege von Flächen in den Wuchshöhen 2–5 m (Jungwuchs) und 5–10 m (Jungbestand); nur mit qualifiziertem Personal; entkoppeltes Zweimann-Pflanzverfahren nicht zulässig.
Freischneidearbeiten: Wege beidseitig auf 2–3 m Breite freischneiden; Hochsitze freischneiden.
Zaunarbeiten: Reparatur bestehender Zäune, Aufbau neuer Zäune mit definierten Pfahlabständen, Abbau nicht mehr benötigter Zäune; ggf. Leihe einer Zaunwickelmaschine für 50 €/Kalendertag netto nach Kontaktaufnahme mit dem Forstbezirk.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung
Der Bieter muss die Qualifikation und Fachkunde des Einsatzleiters nachweisen (Berufsabschluss oder mindestens 2 Jahre Berufserfahrung). Arbeitskräfte für Kulturpflege, Jungwuchs- und Jungbestandspflege müssen eine abgeschlossene forstliche Ausbildung oder mindestens 10 Jahre Berufserfahrung mitbringen. Es ist ein Geräte- und Arbeitskräfteverzeichnis vorzulegen. In das Verzeichnis PQ-VOL eingetragene Unternehmen erfüllen die Eignungskriterien automatisch.
Referenzen
Mindestens 2 Referenzen über Pflanzungsarbeiten aus den letzten 3 Jahren vor Angebotsfrist. Je Referenz sind Einsatzzeitraum, Pflanzenmenge, Auftraggeber sowie Ansprechpartner mit Name und Telefonnummer anzugeben. Die Pflicht entfällt, wenn der Bieter bereits für den Forstbezirk oder die Schutzgebietsverwaltung tätig war.
Zertifizierung und Registerauskunft
Nachweis einer PEFC-anerkannten Zertifizierung für den Bieter sowie für jeden eingesetzten Nachunternehmer. Vorlage eines Auszugs aus dem Wettbewerbsregister (nicht älter als 3 Monate) oder des entsprechenden Auskunftsformulars.
Persönliche Eignung (Ausschlussgründe)
Keine schweren Verfehlungen, keine relevanten Strafen oder Bußgelder (z.B. wegen Betrug, Bestechung, Geldwäsche, Insolvenzstraftaten, Wettbewerbsbeschränkungen, Verstößen gegen Mindestlohn- oder Arbeitsrecht). Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten. Kein Insolvenzverfahren, keine Liquidation, keine Zahlungsunfähigkeit. Erfüllung der gewerberechtlichen Voraussetzungen. Keine Verstöße gegen Russland-Sanktionen. Keine Ausschlussgründe nach § 19 Abs. 1 MiLoG.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis einer Betriebshaftpflichtversicherung mit ausreichender Deckung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden (konkrete Mindestbeträge sind beim Auftraggeber zu erfragen). Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Bei ausländischen Unternehmen: Anmeldung bei der Zollbehörde wegen Mindestlohn vor Leistungsbeginn, Angabe der USt-IdNr.
Sprache, Datenschutz und Nachunternehmer
Angebot in deutscher Sprache. Der bevollmächtigte Vertreter des Auftragnehmers beherrscht Deutsch in Wort und Schrift; ein deutschsprachiger Einsatzleiter ist Pflicht. Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich. Nachunternehmer dürfen maximal 50% des Auftragswertes ausführen und müssen dieselben Eignungsanforderungen erfüllen (PEFC, Referenzen, Verpflichtungserklärung).
Pflanzungsarbeiten (mind. 2 Referenzen)
Einsatzzeitraum, Pflanzenmenge/Stückzahl, Auftraggeber, Ansprechpartner mit Name und Telefonnummer. Pflicht entfällt, wenn Bieter bereits für Forstbezirk/Schutzgebietsverwaltung tätig war.
Pflanzungsarbeiten Nachunternehmer (bei Eignungsleihe)
Gleiche Anforderungen wie für Bieter; Einsatzzeitraum, Pflanzenmenge, Auftraggeber, Ansprechpartner mit Name und Telefonnummer