Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Mannheim (Nationaltheater Mannheim) sucht ein Ingenieurbüro für baubetriebliche Sachverständigenleistungen im Rahmen der Generalsanierung des denkmalgeschützten Spielhauses am Goetheplatz (ca. 120 Mio. €, gefördert von Bund und Land).
Kern der Leistung: Aufbau einer Anti-Claim-Management-Strategie, Prüfung und Bewertung von Sach- und Bauzeitnachträgen, Terminplanfortschreibung, Bearbeitung von Behinderungsanzeigen, Unterstützung bei Nachtragsverhandlungen sowie Regressmanagement gegenüber den Baufirmen. Die Vergütung erfolgt auf Stundensatzbasis (geschätzt ca. 3.070 Stunden).
Verfahren: Offenes Verfahren nach VgV, Zuschlag nach Qualität (70 %) und Preis (30 %). Angebote werden ausschließlich elektronisch über das Deutsche Vergabeportal (DTVP) eingereicht.
Wichtigster Termin: Angebotsfrist 20.07.2026, 12:00 Uhr (MESZ), Bieterfragen bis spätestens 14.07.2026, Leistungsbeginn am 31.08.2026.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Qualität70%
Qualifikation und Erfahrung des namentlich, verbindlich angebotenen Projektleiters (0-10 Punkte, Faktor 70, entspricht 700 von 1.000 Wertungspunkten)
- Preis - Gesamtpreis30%
Gesamtpreis (0-10 Punkte, Faktor 30, entspricht 300 von 1.000 Wertungspunkten). Lineare Interpolation: Bestpreis = 10 Punkte, doppelter Bestpreis = 0 Punkte. Formel: ((2x günstigster Preis - zu wertender Preis) / günstigster Preis) x 10.
Preisformel: ((2 x günstigster Preis - zu wertender Preis) / günstigster Preis) x maximale Punktzahl (10). Bestpreis = 10 Punkte, doppelter Bestpreis oder höher = 0 Punkte, lineare Interpolation dazwischen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAufgabe und Stellung im Projekt
Der Auftragnehmer übernimmt die Rolle des baubetrieblichen Sachverständigen für die Generalsanierung des denkmalgeschützten Spielhauses des Nationaltheaters Mannheim. Er arbeitet eng mit dem Bauherrn, der Projektsteuerung und der juristischen Beratung zusammen und liefert baubetriebliche Bewertungen, die als belastbare Entscheidungsgrundlage für Nachtragsverhandlungen und Terminanpassungen dienen.
Ziel ist es, technische, organisatorische und wirtschaftliche Risiken frühzeitig zu erkennen, eine termingerechte Inbetriebnahme sicherzustellen und eine sichere Bau- und Betriebsorganisation zu gewährleisten.
Anti-Claim-Management (ACM) und Vertragsanalyse
Sachnachträge und Nachtragsmanagement
Bauzeitliche Nachträge und Terminplanung
Behinderungsmanagement, Regress und Schlussrechnung
Vergütung und Aufwandsschätzung
Die Vergütung erfolgt nach nachgewiesenem Aufwand auf Basis vertraglich vereinbarter Stundensätze. Der Auftraggeber gibt folgende Aufwandsschätzung zur Orientierung:
Diese Mengen dienen nur der Information; abgerechnet wird nach tatsächlichem Zeitaufwand zu den angebotenen Stundensätzen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und personelle Leistungsfähigkeit
Betriebshaftpflichtversicherung
Nachweis einer Betriebshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungssummen je Versicherungsfall (mindestens zweifache Maximierung pro Versicherungsjahr; Versicherungsschutz für die gesamte Vertragsdauer):
Für die Angebotsabgabe genügt eine Eigenerklärung; Police oder Versichererbestätigung sind erst bei Zuschlag vorzulegen.
Formale Eignungsnachweise
Inhaltliche Qualifizierung über Referenzprojekte
Nachweis von mindestens 3 Referenzprojekten mit baubetrieblicher Beratung (gestörte Bauabläufe und Prüfung technischer Nachträge für den Bauherrn). Jede Referenz muss kumulativ folgende Kriterien erfüllen:
Baubetriebliche Beratung zu gestörten Bauabläufen und Prüfung technischer Nachträge für den Bauherrn an einer Versammlungsstätte/Theater o.ä. (Konzertsaal, Opernhaus, Kino vergleichbarer Größe, Eventlocation, Kulturzentrum)
Eigene Aufstellung des Bieters auf Formular 'Bieterangaben Referenzbescheinigungen'; pro Referenz: Auftraggeber (muss öffentlicher Auftraggeber i.S.d. EU-Vergaberechts sein), Kontaktdaten, Vertragszeitraum, Objektart, Leistungsinhalt, Bestätigung 'Ja/Nein' je Kriterium; Referenzbescheinigungen des Auftraggebers beifügen
Wissenschaftliche/wissenschaftsnahe Qualifikation des projektleitenden Ingenieurs (Zuschlagskriterium, nicht Eignung)
Im Angebot erkennbar ausweisen (z.B. Lebenslauf, Lehrauftrag, Dissertationsnachweis, Schulungsbestätigung)