Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Donauwörth saniert ein denkmalgeschütztes Gebäude (Baudenkmal von 1715/16) und sucht ein Ingenieurbüro für die Fachplanung der Elektrotechnik (ELT).
Gesucht wird ein Planer, der die komplette Elektro-, Beleuchtungs- und Blitzschutzplanung für den Umbau zum Wohnhaus mit rund 22 Wohneinheiten übernimmt. Die Leistung umfasst die HOAI-Leistungsphasen 1–9 (zunächst Stufe 1: LPH 1+2). Wichtig: Das Gebäude steht unter Denkmalschutz – die neue Technik muss behutsam in die historische Bausubstanz eingefügt werden. Auch Fördermittel sind ein Thema.
Es handelt sich um ein zweistufiges Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Bis zu 4 Büros werden zur Angebotsabgabe zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Bürovorstellung15%
Qualifikation und Erfahrung der Projektleitung und Stellvertretung
- Fachkunde und Qualifikation30%
Herangehensweise und fachliche Leistung für die Bauaufgabe, Besonderheiten und Lösungsansätze
- Projektabwicklung / Organisation / Qualitätssicherung / Dokumentation20%
Herangehensweise, Aktivitäten, Hilfsmittel, Zusammenarbeit, Bauüberwachung, Qualitätskontrolle
- Methoden der Kosten- und Terminsteuerung20%
Kostenermittlung, -überwachung, Terminplanung, Reaktion auf Abweichungen
- Verfügbarkeit / Kapazitäten / Präsenz15%
Kurzfristige Verfügbarkeit, Vertretungsregelungen, Reaktionszeiten
- Gesamteindruck der Präsentation / Eindruck der verantwortlichen Personen25%
Qualitativer Gesamteindruck der Präsentation und persönlicher Eindruck der anwesenden Personen
- Honorar25%
Honorarangebot
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenArt und Umfang der Fachplanungsleistung
Fachplanung Technische Ausrüstung gemäß HOAI 2021, Teil 4, Abschnitt 2, §§ 53 ff. für die Anlagengruppen 4 (Starkstromanlagen), 5 (Fernmelde-/Informationstechnik) und 6 (Förderanlagen/Aufzüge).
Erbracht werden die Grundleistungen der Leistungsphasen 1 bis 9 nach § 55 HOAI bzw. Anlage 15.
Die Beauftragung erfolgt stufenweise nach dem Vertragsmuster HAV-KOM Ingenieurvertrag –Technische Ausrüstung– (Boorberg-Verlag) inkl. AVB und ZVB. Zunächst wird nur Stufe 1 (LPH 1+2) beauftragt, weitere Stufen folgen.
Vom Auftraggeber wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Leistungsphase 4 (Genehmigungsplanung) in den Anlagengruppen 4, 5 und 6 voraussichtlich nicht erforderlich sein wird.
Zu berücksichtigende Rahmenbedingungen
Denkmalgeschütztes Gebäude (Einzeldenkmal, Aktennummer D-7-79-131-51), langgestreckter, zweigeschossiger Satteldachbau von 1715/16 – Integration der neuen Technik in die historische Bausubstanz ist zentrale Aufgabe.
Geplant sind ca. 22 Wohneinheiten in unterschiedlichen Größen (Familienwohnungen 75–80 m², barrierefreie Wohnungen 50–60 m², Kleinwohnungen 35–50 m²), 2 Stellplätze je Wohneinheit, Lager- und Abstellbereiche sowie Neuordnung der Außenanlagen (Grünflächen, Spielbereiche, Hofflächen, Parkplätze, Zufahrten, ggf. Balkone).
Anrechenbare Kosten KG 400: 1.220.000 € brutto (KG 410–460). Honorarzone II wird empfohlen.
Zeitlicher Rahmen: Projektstart Oktober 2026, Baubeginn Januar 2028, Gesamtfertigstellung Dezember 2029. Die Landesgartenschau Donauwörth im Mai 2028 kann zusätzliche Anpassungen bei Bau- und Logistikprozessen erforderlich machen.
Besondere Leistungen und Mitwirkungspflichten
Eingehende Auseinandersetzung mit denkmalpflegerischen Anforderungen sowie Einarbeitung, fachliche Bewertung und Berücksichtigung des noch laufenden denkmalschutzrechtlichen Vorprojekts.
Prüfung und Erarbeitung möglicher Förderprogramme; Beraten und Mitwirken des Auftraggebers bei Förderverfahren (Stufe 1+2) sowie beim Verwendungsnachweis (Ausführung, Stufe 3+4).
Detaillierte Schlitz- und Durchbruchsplanung sowie Demontageplanung der bestehenden ELT-Technik inklusive Zuarbeit für den Architekten.
Teilnahme am wöchentlichen Bauherrn-Jour-fixe vor Ort in Donauwörth über die gesamte Projektlaufzeit (Oktober 2026 bis Dezember 2029).
ELT-spezifische Schwerpunkte: Einbringen aktueller Gebäudetechnik in historische Bausubstanz, denkmalgerechte Leitungsführung, ELT-Brandschutz, ggf. Aufzugsanlage im Bestand.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Eignung / Berufszulassung
Nachweis der Berufszulassung gemäß § 44 VgV i.V.m. § 75 VgV (z.B. Beratender Ingenieur).
Erklärung, dass keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen.
Erklärung zum Interessenkonflikt gemäß § 6 VgV.
Eigenerklärung Russland-Bezug (Formblatt 127).
Nachweis der Unterschriftsberechtigung (Handelsregisterauszug oder Vollmacht).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Berufshaftpflichtversicherung mit Deckungssummen von mindestens 1.500.000 € brutto für Personenschäden und 1.500.000 € brutto für Sach- und Vermögensschäden, jeweils mit 2-facher Maximierung. Eigenerklärung zur Erhöhung im Schadenfall ist ausreichend.
Jahresumsatz im Bereich ELT-Dienstleistungen (Mittel der letzten 3 Jahre). Volle Punktzahl ab 400.000 € Jahresmittelwert.
Fachliche Eignung – Personal
Qualifikation der Projektleitung: abgeschlossenes Studium Dipl.-Ing. (FH) / Bachelor im Bereich Elektrotechnik, Beratender Ingenieur oder vergleichbar (DQR-Niveau 6). Zusätzlich Nachweis besonderer Erfahrung in der Denkmalpflege.
Qualifikation der Bauleitung / Stellvertretung: Nachweis einer einschlägigen Qualifikation.
Persönliche Anwesenheit: Wöchentliche Teilnahme am Jour-fixe vor Ort in Donauwörth über die gesamte Projektlaufzeit (Oktober 2026 bis Dezember 2029).
Fachliche Eignung – Referenzen
Mindestens 2 vergleichbare Referenzprojekte als Projektleitung (hinsichtlich Schwierigkeit, Größe und Umfang). Mindestens 1 dieser Referenzen muss ein eingetragenes Bayerisches Baudenkmal sein und das Einbringen aktueller Gebäudetechnik in historische Bausubstanz belegen. Inbetriebnahme nach dem 01.01.2010. Selbst erbrachte Leistungen: LPH 2–3 + 5–8.
Mindestens 2 vergleichbare Referenzprojekte für Bauleitung / Stellvertretung.
Optional: 3. Referenz (Wohnungsbau mit ähnlich hoher Wohneinheitszahl), besondere Referenzen zu Aufzugsanlagen im Bestand, Förderverfahren und Erfahrung mit öffentlichen Auftraggebern.
Vergleichbarkeit ist vom Bewerber in Text und Bild nachzuweisen (bloße Projektbezeichnung reicht nicht).
Technische Ausstattung
Hard- und Software für CAD, AVA, Datenaustausch, E-Mail sowie Kosten- und Terminplanung.
Mindestens 5 Arbeitsplätze mit dieser Ausstattung (je fehlender Arbeitsplatz Abzug von 1 Punkt).
Mindestens 2 vergleichbare Referenzen als Projektleitung: Einbringen aktueller Gebäudetechnik in historische Bausubstanz / Baudenkmal; mindestens 1 Referenz muss eingetragenes Bayerisches Baudenkmal sein (BayDSchG); Inbetriebnahme nach 01.01.2010; Vergleichbarkeit in Schwierigkeit, Größe und Umfang ist vom Bewerber zu belegen; selbst erbrachte Leistungen LPH 2-3 + 5-8.
Textbeschreibung und Bilder; bloße Projektbezeichnung reicht nicht. Angabe von Projektname, Auftragnehmer, Ansprechpartner Auftraggeber, Baujahr, Denkmaleigenschaft, Honorierung (HOAI oder EUR), Projekttermine, Fläche/Volumen, Herstellungskosten ELT (KGR 440, 450, 460).
Mindestens 2 vergleichbare Referenzen für Bauleitung/Stellvertretung – vergleichbare Projekte hinsichtlich Schwierigkeit, Größe und Umfang
Vergleichbarkeit ist vom Bewerber zu belegen.
Optionale 3. Referenz: Wohnungsbau mit ähnlich hoher Wohneinheitszahl (ca. 22 WE) – Aufgabenstellung Technische Gebäudeausrüstung im Wohnungsbau
Gewichtung ALG 4: 70 % + ALG 5: 30 %.
Besondere Referenzen (optional): Erfahrung mit Modernisierung/Integration von Aufzugsanlagen im Bestand; Kenntnisse in Förderverfahren und Verwaltungsvorschriften; Erfahrung mit öffentlichen Auftraggebern