Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenIm Auftrag der TU Dresden werden geotechnische Untersuchungen an bis zu vier neuen Bohrkernen (Tiefe je ca. 200–300 m) aus der Lausitz vergeben. Hintergrund ist die Standortuntersuchung für den Gravitationswellendetektor Einstein Telescope.
Gefordert werden:
Der Auftrag wird als Rahmenvereinbarung mit Einzelabrufen über 18 Monate vergeben (Bohrarbeiten 2026 bis Q1/2027).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Kriterienhauptgruppe A (Ausschlusskriterien / Basisleistungspunkte)300%
KO-Kriterien: Erfüllung aller Mindestanforderungen der Leistungsbeschreibung (technische und funktionale Parameter). Nichterfüllung führt zum Ausschluss. Bei Erfüllung werden 300 GP als Basisleistungspunkte vergeben (entspricht 3.000 von 10.000 LP).
- Kriterienhauptgruppe B (Bewertungskriterien)700%
Bewertungskriterien zur Bestimmung des wirtschaftlichsten Angebotes. Bewertet mit Bewertungspunkten (BP): 10=vollständig, 7=großteilig, 3=bedingt, 0=nicht erfüllt. Ermittlung durch Jury.
Einfache Richtwertmethode nach UfAB 2018: Kennzahl Z = (Leistungspunkte / Preis) × 100000. Das Angebot mit dem höchsten Ergebnis erhält den Zuschlag; bei gleichem Ergebnis erhält das preisgünstigste den Zuschlag.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektkoordination und Berichterstattung
Projekt- und ET-Koordination (Pos. 1): Vorsitz der Arbeitsgruppe Geologie/Geotechnik, Organisation von 3–5 Workshops/Meetings, Standortbesichtigungen, virtuelle/persönliche Treffen – ca. 600 Stunden.
Berichterstattung:
Geotechnische Kartierung der Bohrkerne (Pos. 2)
Aufnahme der Bohrkerne gemäß ASTM D5878, vorläufig sowohl vor Ort als auch in den Kernlagern.
Ultraschallmessungen (Pos. 3)
Bestimmung der Kompressions- und Scherwellengeschwindigkeit (Vp/Vs) je Meter Bohrkern, inklusive Auswertung und Korrelation mit der geotechnischen Kernaufnahme. Mengeneinheit: 800 Stück.
Gesteinsmechanische Laborversuche (Pos. 4.1–4.4)
Für alle Prüfkörper ist eine fotografische Dokumentation vor und nach Bruch/Versagen anzufertigen.
Petrophysikalische Laborversuche (Pos. 5.1–5.3)
Integrierte Berichterstattung (Pos. 6)
Zusammenführung und Integration der Daten je Bohrkern: statistische Auswertungen, konsolidierte Parametersätze, Abschlussbericht. Mengeneinheit: 320 Stunden.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlusskriterien (KO-Kriterien)
A 1 – Vollständige Erfüllung der Leistungsbeschreibung: Die Anforderungen aus den Positionen und Vorbemerkungen müssen vollständig erfüllt sein. Wird A 1 nicht mit „Ja" beantwortet, erfolgt ein Ausschluss vom Verfahren.
Bei Erfüllung von A 1 wird das Kriterium B 2 (Basisleistungspunkte) automatisch mit „Ja" (10 Bewertungspunkte / 300 GP = 3.000 LP von max. 10.000 LP) bewertet.
Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach § 123 Abs. 1–4 GWB und § 124 GWB vorliegen. Vorlage mit dem Angebot.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Leistungsbezogene Zuschlags- und Bewertungskriterien
B 3 – Vertragsanalyse, Messmethodik, Datenmanagement (300 GP):
B 4 – Schlüsselpersonal (200 GP):
B 5 – Referenzprojekte (200 GP):
Bewertungsskala: vollständig erfüllt = 10 BP | großteilig erfüllt = 7 BP | nur bedingt erfüllt = 3 BP | nicht erfüllt = 0 BP.
Sonstige Erklärungen
Vergleichbare geotechnische/geologische Untersuchungen im kristallinen Festgestein im Rahmen interdisziplinärer, internationaler, wissenschaftlicher Projekte (Positionen 2–5 des Leistungsverzeichnisses). Aktuelles Personal des Bieters oder seiner Nachunternehmer muss diese Erfahrung haben.
Referenzen müssen fachlich vergleichbar sein und Erfahrung im kristallinen Festgestein belegen; Mehrfachverwendung über Positionen hinweg möglich, wenn fachlich abgedeckt