Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sucht ein wissenschaftliches Gutachten zum Berechtigungsmanagement in der elektronischen Patientenakte (ePA).
Ziel ist es zu prüfen, ob das aktuelle Berechtigungsmanagement das Recht auf informationelle Selbstbestimmung sowie die Vorgaben aus Grundgesetz, DSG-VO und dem Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) erfüllt. Außerdem sollen Konflikte aufgezeigt und Vorschläge für ein nutzerfreundliches Berechtigungsmanagement erarbeitet werden, das den unterschiedlichen Bedürfnissen und digitalen Kompetenzen der Versicherten gerecht wird.
Das Gutachten ist als barrierefreies Word-Dokument zu erstellen und bis zum 13.11.2026 fertigzustellen. Optional kann die Ergebnisvorstellung auf einer Veranstaltung in Berlin angeboten werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Konzept zur wissenschaftlichen Herangehensweise40%
Bewertet wird das Konzept zur wissenschaftlichen Herangehensweise: Aufbereitung der relevanten Rechtsgrundlagen, Beschreibung des Status quo des Berechtigungsmanagements in der ePA und Abgleich mit den relevanten Rechtsgrundlagen, Benennung nötiger Maßnahmen zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben, Benennung weiterer sinnvoller Maßnahmen zur Steigerung der informationellen Selbstbestimmung. Skala 0-5 Punkte.
- Qualifikation und Erfahrung25%
Bewertet werden Qualifikation und Erfahrung des mit dem Gutachtenauftrag betrauten Personals: Erfahrung mit der Erstellung von Gutachten, Fachkenntnisse und Referenzen in den Themenbereichen Digitalisierung des Gesundheitswesens und Datenschutzrecht mit besonderem Augenmerk auf die ePA. Skala 0-5 Punkte.
- Preis35%
Bewertet wird der Angebotspreis. Maximal stehen 25.000 € (brutto) zur Verfügung. Skala 0-5 Punkte.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenKernaufgabe: Erstellung des Gutachtens
Aufbereitung der relevanten Rechtsgrundlagen (mindestens Grundgesetz, DSG-VO und EHDS), Beschreibung des Status quo des Berechtigungsmanagements in der ePA und Abgleich mit den rechtlichen Anforderungen. Identifikation von Konflikten und Benennung der nötigen Maßnahmen, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Darüber hinaus Vorschläge für Maßnahmen, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen und die informationelle Selbstbestimmung der Versicherten stärken – unter Berücksichtigung unterschiedlicher Bedürfnisse und digitaler Kompetenzen.
Konzept: wissenschaftliche Herangehensweise
Im Angebot ist ein Konzept zur wissenschaftlichen Herangehensweise vorzulegen (max. 3 DIN A4 Seiten, Schriftgröße 11). Das Konzept beschreibt, wie der Auftragnehmer methodisch vorgehen will, um die offenen Rechts- und Gestaltungsfragen zu beantworten. Es fließt mit 40 % in die Wertung ein.
Personalqualifikation
Im Angebot sind Qualifikation und Erfahrung des mit dem Gutachten betrauten Personals darzustellen, inklusive persönlicher Referenzen vergleichbarer Tätigkeiten. Fließt mit 25 % in die Wertung ein.
Barrierefreie Lieferung
Das Gutachten ist als barrierefreies Word-Dokument auf Basis der bereitgestellten Word-Vorlage (Anlage 7) und unter Beachtung des vzbv-Leitfadens für barrierefreie Dokumente (Anlage 8) zu erstellen. Es soll für den Export in barrierefreie PDF/UA-Dokumente geeignet sein.
Termine und Lieferung
Nach Zuschlag: Auftaktgespräch zeitnah. Vorläufiges Gutachten spätestens 30.10.2026 (frühere Zusendung nach Absprache möglich). Prüfung durch den Auftraggeber in KW 45/46 2026, ggf. Einarbeitung von Änderungswünschen. Finale Lieferung des Gutachtens bis 13.11.2026. Abnahme in KW 47/48 2026. Optional: Vorstellung der Ergebnisse in Q1 2027 bei einer Fachveranstaltung oder einem parlamentarischen Frühstück in Berlin (bis 2 h, inkl. Folien und Diskussion).
Optionale Ergebnisvorstellung
Optional kann eine Vorstellung der Ergebnisse im Rahmen einer Veranstaltung in Berlin angeboten werden (Folien, Diskussion/Fragerunde, bis 2 h). Die Anreise ist in der optionalen Pauschale inkludiert. Es besteht kein Anspruch auf Abruf; die Entscheidung liegt allein beim Auftraggeber.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFörmliche Erklärungen (keine Ausschlussgründe)
Mit dem Angebot ist eine förmliche Erklärung gemäß § 35 UVgO über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen abzugeben (Anlage 5). Zudem ist die Einhaltung des Mindestlohngesetzes und des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes zu erklären (keine Verurteilungen gem. §§ 19, 21 MiLoG von mehr als 2.500 € Geldbuße oder Freiheitsstrafe über 3 Monate).
KMU-Status (statistische Angabe)
Erklärung, ob das Unternehmen ein Kleinstunternehmen oder KMU gemäß EU-Empfehlung 2003/361/EG ist (Anlage 2). Dies ist kein Ausschlusskriterium, sondern dient der statistischen Erfassung.
Hinweis zu Wertungs- vs. Eignungskriterien
Die Anforderungen 'wissenschaftliche Herangehensweise' und 'Qualifikation/Erfahrung des Personals' sind keine Eignungskriterien im engeren Sinne, sondern Zuschlagskriterien (Gewichtung 40 % Konzept, 25 % Qualifikation, 35 % Preis). Eignungskriterien im klassischen Sinn (Umsatz, Unternehmensgröße, Zertifikate) sind in den vorliegenden Unterlagen nicht definiert.
Darstellung der Qualifikation und Erfahrung des mit dem Gutachtenauftrag betrauten Personals inkl. persönlicher Referenzen vergleichbarer Tätigkeiten (z. B. ähnliche rechtliche/gesundheitsdatenschutzbezogene Gutachten). Keine Projektlisten im klassischen Sinn.
Persönliche Referenzen vergleichbarer Tätigkeiten; bei Wertung ≥ 7 Jahre Erfahrung = Höchstpunktzahl (5 Punkte).