Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht's?
Das Regierungspräsidium Stuttgart sucht ein Ingenieurbüro, das die Hochwassergefahrenkarten (HWGK) im Einzugsgebiet des Oberen Neckars (ohne Schlichem und Glatt) aktualisiert.
Was ist zu tun?
Verfahren: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb – es werden 3 bis 5 Bewerber zur Angebotsabgabe zugelassen. Zuschlag nach Qualität.
Vertragslaufzeit: ca. 52 Monate (01.11.2026 bis 28.02.2031), geschätzter Auftragswert: 752.000 EUR.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Referenzen100%
Bewertung der Referenzen in verschiedenen Leistungsbereichen (hydraulische Berechnungen, hydrologische Berechnungen, GIS-Bearbeitung, kombinierte Simulationen) basierend auf spezifischen Kennzahlen und Erfahrungen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGebiet und Datengrundlage
Einzugsgebiet: Oberer Neckar bis zur Eyach-Mündung bei Horb (ohne Schlichem und Glatt), ca. 804 km², verteilt auf mehrere Landkreise (Rottweil, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar, Freudenstadt, Zollernalbkreis) und zahlreiche Kommunen.
Zu bearbeitende Gewässerstrecke: ca. 178,2 km vollständige hydraulische Berechnung, weitere 28,1 km in reduzierter Tiefe, ca. 1 km ohne Bruchkanten – insgesamt ca. 207,3 km.
Datengrundlage:
Hydraulische 2D-Modellierung
Methode: 2D-instationäre hydrodynamische Berechnung (Standardfall) im Finite-Volumen-Ansatz, tiefengemittelt. 1D-Berechnung nur bei einfachen Gewässersystemen nach Abstimmung; stationäre Berechnung nur in Ausnahmefällen.
Berechnungsszenarien: HQ2, HQ10, HQ50, HQ100, HQ100_oHRB (ohne Wirkung von Hochwasserrückhaltebecken), HQ100_verklaust (mit Verklausungsansätzen), HQ1000 sowie HWEXTREM (Extremhochwasser). Ggf. Dammbreschensimulationen an ca. 106 Dammbreschenstellen.
Zugelassene Software: HydroAS (ab Version 7.x), HydroAS Mesh (ab Version 3.x), HydroAS MapWork, SMS (ab Version 13.0).
Leistungen:
Hydrologische Modellierung (BFGM)
Aufgabe: Aufbau und Pflege einer hydrologischen Basismodellierung (BFGM) als Input für die hydraulische 2D-Berechnung.
Arbeitsschritte:
Modell-Varianten:
Jährlichkeiten: Pflicht T = 2, 10, 50, 100, 1000 a; zusätzlich T = 3, 5, 20 a. Dauerstufen von 0,25 h bis 168 h.
Qualitätsprüfpunkte (HQP1–HQP4): schrittweise Übergabe von Modell, Geodaten, Berichten und grafischen Auswertungen an Auftraggeber und QS3.
Pegelmodellerstellung
Software: HydroAS (ab V 5.5, ggf. vom AG gestellt), LASER_AS-2D (ab V 2.0.3), SMS (ab V 12.2).
Datenabgabe, Dokumentation & Modellvorhaltung
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVerfahrensrahmen
Finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Fachkräfte
Für die folgenden vier Rollen ist jeweils mindestens eine Fachkraft mit mindestens 5 Jahren Berufserfahrung zu benennen:
Software-Kenntnisnahme (kein Nachweis, nur zur Kenntnis): ArcGIS 10.4 ff / ArcGIS Pro 2.9, Spatial Analyst, 3D-Analyst, SMS 11.x, HydroAS 5.5, LaserAS 2.x, MS-Access 2019.
Referenzprojekte und Mindestpunktzahl
Referenzzeitraum: letzte 5 Jahre (bei laufenden Projekten: mindestens 80 % der Leistung erbracht).
Maximal 3 Referenzen je Kategorie. Ein Projekt darf in mehreren Kategorien genannt werden. Keine schriftliche Auftraggeberbestätigung erforderlich, der Auftraggeber behält sich jedoch eine Überprüfung vor.
Kategorien mit Gewichtung:
Mindestpunktzahl: 30 von 100 Punkten müssen erreicht werden, um in die engere Auswahl zu kommen.
Ausschlussgründe
Keine der folgenden Ausschlussgründe darf vorliegen:
Hydraulische 2D-HN-Modellierungen an Fließgewässern
Instationäre Berechnung, tiefengemittelt im Finite-Volumen-Ansatz, mind. 3 Szenarien; Gewichtung 30%
Hydrologische Berechnungen – Kalibrieren/Anpassen N-A-Modell
Flächendifferenzierter teileinzugsgebietsbezogener Ansatz, ggf. Stadthydrologie; Gewichtung 20%
Hydrologische Berechnungen – Aufstellung/Verfeinerung N-A-Modell
Flächendifferenzierter Ansatz, ggf. Stadthydrologie; Gewichtung 10%
GIS – Vektorbasierte Geländeoberflächen (Bruchkanten, Flächen, Punkte)
ESRI-Terrain-Format, Umsetzung für hydraulische Berechnungen; Gewichtung 20%
GIS – Rasterdaten
Weiterverarbeitung im Zusammenhang mit hydraulischen Ergebnissen; Gewichtung 10%
Kombinierte instationäre hydrologisch/2D-HN-Simulation
Rückkopplung an Kontrollquerschnitten mit HQT-Wert-Vergleich; Gewichtung 10%