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IKIG_01_Baugrund

Zweckverband "Interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet (IKIK) an der A9/B91" | 1. Vergabekammer beim Landesverwaltungsamt Sachsen-AnhaltWeißenfels, Sachsen-AnhaltVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

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Worum geht's?

Der Zweckverband „Interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet (IKIK) an der A9/B91" lässt für ein ca. 300 Hektar großes Gewerbe- und Industriegebiet in Weißenfels, Hohenmölsen und Lützen (Sachsen-Anhalt) Baugrund-, Hydrologie- und Bodenverwertungsleistungen untersuchen.

Was ist zu tun?

Den Baugrund erkunden (Bohrungen, Sondierungen, Grundwassermessstellen, Labor).Ein Baugrundgutachten nach DIN 4020 erstellen.Drei hydrologische Fachbeiträge liefern: Niederschlagswassermanagement, Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), Trinkwasserschutzzone.Ein Konzept zur Bodenverwertung erstellen.

Wie läuft das Verfahren?

Es ist ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Erst bewerben, dann – bei Auswahl – ein Angebot abgeben. Angebote werden nicht nur nach Preis bewertet, sondern schwerpunktmäßig nach Konzept, Terminen und Personal.

Ausschreibung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Aktive Ausschreibung
HEUTE
Termin / FristJUN2026 SEP DEZ MÄR JUN SEP DEZ
Veröffentlichungca. 25. Juni 2026
Bieterfragen-Fristca. 17. Juli 2026
Vergaberüge-Fristca. 17. Juli – 27. Juli 2026
Teilnahmefrist27. Juli 2026
Einladungsfrist12. Aug. 2026
Bieterfragen-Fristca. 28. Aug. 2026
Angebotsfrist7. Sep. 2026
Bietergesprächeca. 7. Sep. – 13. Sep. 2026
Zuschlagca. 5. Okt. – 11. Okt. 2026
Bindefristca. 5. Okt. – 15. Okt. 2026
Nachprüfungsfristca. 5. Okt. – 20. Okt. 2026
Vertragsbeginn1. Nov. 2026
Vertragslaufzeit1. Nov. 2026 – 29. Feb. 2028
Vertragslaufzeit1. Nov. 2026 – 31. Jan. 2028
Prüfungsfrist Abschlagsrechnungca. 1. Nov. 2026 – 31. Dez. 2030bis 2030
Zeitplan Vorlageca. 15. Nov. 2026
Gewährleistungca. 1. Feb. 2028 – 31. Jan. 2033bis 2033
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität4 Kriterien
Preis 20%Qualität 80%
  • Darstellung Termine und zeitliche Abläufe20%

    Konkrete Darstellung der zeitlichen Abläufe für die einzelnen Leistungsbausteine mit Terminierung von Meilensteinen ausgehend von einer Beauftragung ab 01.11.2026

  • Darstellung der personellen Organisation der Leistungserbringung20%

    Konkrete Darstellung der vorhabenbezogenen Personal- und Kapazitätsplanung sowie der Auslastungsgrade, Sicherstellung der personellen Kontinuität ab 01.11.2026, einschließlich Darstellung spezifischer Qualifikationen wie öffentlich bestellte Sachverständige

  • Projektbezogene Bearbeitung des erwarteten Gutachtens40%

    Darstellung der projektbezogenen Bearbeitung des Gutachtens unter Berücksichtigung sämtlicher Fachsparten (Geotechnik/Baugrund, Wasser, Bodenschutz, Technische Erkundungen) einschl. Maßnahmen zur Qualitätssicherung und zum Projektmanagement hinsichtlich organisatorischer und inhaltlicher Koordinierung

  • Honorar20%

    Preis/Kosten des Angebots. Günstigstes Angebot erhält 20 Punkte; 1 Punkt bei 50% über dem günstigsten Angebot; lineare Interpolation dazwischen.

Preiswertung: Das günstigste Kostenangebot erhält 20 Punkte. 1 Punkt erhält ein Angebot, wenn die Kostensumme 50% über dem günstigsten Angebot liegt. Punktewertung für dazwischenliegende Angebotssummen erfolgt über lineare Interpolation. Qualitätskriterien: Bewertung mit bis zu 5 Punkten pro Kriterium.

KI-Hinweis: Alle vier Zuschlagskriterien mit Gewichtungen (20%, 20%, 40%, 20%) und Bewertungsformel für das Preiskriterium sind vollständig angegeben.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Gemeinsame vorbereitende Leistungen

Für alle Teilbereiche gelten folgende vorbereitende Tätigkeiten:

Grundlagenermittlung und Recherche (Baugrund, Hydrogeologie, Bodenverwertung)Sichtung bergbaulicher Unterlagen, Altlasten- und AltbergbaudatenErstellung eines abgestimmten ErkundungskonzeptesEinholung von Schachtscheinen, Aufgrabungs- und BetretungsgenehmigungenAnzeige der Erkundungsarbeiten beim LAGB (Landesamt für Geologie und Bergwesen)Behördenabstimmungen, insbesondere mit der zuständigen Trinkwasserschutzzonen-Behörde (Schutzzone III WSG 0097 Langendorfer Stollen)Koordination und Überwachung aller Feld- und LaborarbeitenWiederherstellung der Bohrplätze und Zufahrtswege in den Originalzustand (nicht gesondert vergütet)

Feld- und Laborarbeiten (zahlenmäßig festgelegt)

Die folgenden Erkundungs- und Untersuchungsleistungen sind in den Gesamtauftrag integriert:

Feldarbeiten:

50 Kleinrammbohrungen (je 10 m)8 Trockenkernbohrungen (je 15 m)25 Rammsondierungen/DPH (je 10 m)20 Kleinbohrungen für Bodenansprache (je 1,5 m)16 SPT-Eindringversuche4 Grundwassermessstellen (je 10–15 m)4 In-situ-Durchlässigkeitsversuche

Laborarbeiten:

30 Bodenklassifikationen10 zusätzliche Bodenanalysen für das Bodenschutzkonzept15 Mischproben Analytik Ausbauboden nach EBV / LAGA PN 9815 Mischproben Analytik nach Vorsorgewerten BBodSchV10 Ödometerversuche

Untersuchungsgebiet und technische Grundlagen

Lage: Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt (Gemarkungen Weißenfels, Hohenmölsen, Lützen)Gesamtfläche: ca. 300 ha (überwiegend landwirtschaftlich genutzt)Regionalgeologie: südöstliches Harzvorland, Merseburger ScholleBodenaufbau: Oberboden → pleistozäne Lockergesteine (Löss, Sande, Geschiebemergel) → Festgestein (Buntsandstein)Grundwasser: mittleres Niveau 165–170 m NHN, Flurabstand ≥ 10 m (lokal < 10 m im Osten)Anzuwendende Normen/Regelwerke u. a.: DIN EN 1997-2, DIN 4020, DIN EN ISO 22475-1, DIN EN ISO/IEC 17025, LAGA PN 98, BBodSchV, EBV, einschlägige DGGT-Regelwerke

Abschlussdokumentation (Pflicht)

Folgende Berichte und Unterlagen sind am Ende zu liefern:

Geotechnischer Bericht / Baugrundgutachten nach DIN 4020Drei hydrologische Konzeptberichte (Niederschlagswasser, WRRL, Trinkwasserschutzzone)Bodenverwertungskonzept-Bericht inkl. GIS-gestützter BodenmanagementplanAlle zugehörigen Karten, Lagepläne, Hydraulikschemata und Tabellen

Optionale Leistung

Kampfmittelvoruntersuchung und ggf. -räumung.

Hinweis: Wird je nach Bedarf gesondert ausgeschrieben. Erfordert eine vorherige Abstimmung mit einem Kampfmittelprüfer und eine Freigabe der Aufschlussarbeiten.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Persönliche Zuverlässigkeit und rechtliche Ausschlussgründe

Folgende Punkte müssen über die Bewerbererklärung nachgewiesen werden – gelten für Hauptunternehmer, Bietergemeinschaftsmitglieder und Nachunternehmer gleichermaßen:

Erfüllung der steuerlichen Pflichten und SozialversicherungsbeiträgeKeine Verurteilung wegen illegaler Beschäftigung in den letzten 2 Jahren (Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 €)Erfüllung der gewerberechtlichen VoraussetzungenVersicherung gegen Unfall bei der zuständigen BerufsgenossenschaftAngabe der zuständigen Arbeitsagentur (bei mehreren Betriebsstätten: die mit den meisten Beschäftigten)Keine Verurteilung wegen Beteiligung an krimineller Organisation, Geldwäsche, Subventionsbetrug, Bestechung oder VorteilsgewährungKein Verstoß gegen die EU-Sanktionsverordnung (Russland) – auch nicht durch Nachunternehmer/Lieferanten/Eignungsleiher mit > 10 % Auftragswert

Finanzielle und versicherungstechnische Eignung

Berufshaftpflichtversicherung mit mind. 5.000.000 € Deckungssumme für Sach-, Vermögens- und Personenschäden, inkl. Umweltschadenshaftpflicht und Leistungs-/Bearbeitungsschäden; Gesamtleistung mind. 2-fach der Deckungssumme pro VersicherungsjahrDurchschnittlicher Jahres-Netto-Umsatz von mind. 1.000.000 € in den letzten 3 Geschäftsjahren (ab 2023)Unbedenklichkeitserklärung des Finanzamts (nicht älter als 6 Monate)

Fachliche und technische Eignung des Unternehmens

Nachweis Befähigung/Erlaubnis durch Eintragung in Berufs- oder Handelsregister (nicht älter als 12 Monate)Akkreditierung des Labors nach DIN EN ISO/IEC 17025Zulassung als Prüf- und Kalibrierlabor (z. B. LAGA PN 98 oder vergleichbar)Befähigung zur Durchführung geotechnischer Erkundungsleistungen nach DIN EN ISO 22475-1 mit qualifiziertem FachpersonalEigene Leistungserbringung mit eigenem Personal; Übertragung an Dritte nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Auftraggebers

Schlüsselpersonal und personenbezogene Anforderungen

Es müssen 8 Rollen mit qualifizierten Personen besetzt und nachgewiesen werden. Hauptrollen benötigen 10 Jahre Berufserfahrung, Stellvertretungen 7 Jahre.

Hauptrollen:

Gesamtprojektleitung (mind. 1 persönliche Referenz: Leitung eines integralen Projekts Bodenerkundung)Fachprojektleitung Geotechnik (Referenzliste Geotechnik)Fachprojektleitung Hydrologie (Referenzlisten: hydrologische Fachgutachten, Niederschlagswassermanagementkonzepte für GE/GI, Konzepte mit TWZ-Betroffenheit, Fachbeitrag WRRL)Fachprojektleitung Bodenschutz (Referenzliste Bodenfunktionsbewertung und Bodenschutz/-verwertung)

Stellvertretungen:

Stellv. GesamtprojektleitungStellv. Fachprojektleitung GeotechnikStellv. Fachprojektleitung HydrologieStellv. Fachprojektleitung Bodenschutz

Die persönlichen Referenzen der Schlüsselpersonen müssen nachweisen, dass die jeweilige Person an einem passenden Referenzprojekt der Kompetenzkategorien A–E mitgewirkt hat.

Verfahrensspezifische Hinweise

Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb: Erst Teilnahmeantrag, bei Auswahl dann AngebotsabgabeEs werden mind. 3, max. 5 Bewerber zur Angebotsabgabe zugelassenAuswahl über eine Bewertungsmatrix (max. 100 Punkte), u. a.: Umsatz (5 P.), Kompetenzkategorien A–E (insgesamt 75 P.) und personenbezogene Mitwirkungsnachweise (20 P.)Nachforderung fehlender Unterlagen ist möglich, erfolgt aber nur, wenn weniger als 3 formal und inhaltlich wertbare Anträge vorliegen. Andernfalls werden unvollständige Anträge ohne Nachforderung ausgeschlossen.Zuschlagsentscheidung im Angebot: Bearbeitungskonzept/Qualitätssicherung 40 %, Termine 20 %, Personal 20 %, Preis 20 %KMU-Eignung ist nicht zwingend erforderlich (wird aber optional abgefragt)Sprache sämtlicher Unterlagen: Deutsch
Referenzprojekte
1 ReferenzenZeitraum: ab 2016 abgeschlossenVolumen: ab 150 ha Fläche

Baugrundgutachten für ein integrales Projekt im Bereich Bodenerkundung (Geotechnik, Hydrologie, Bodenschutz)

Formblatt E.1 – Kompetenzkategorie A

1 ReferenzenZeitraum: ab 2016 abgeschlossenVolumen: ab 100 ha Fläche

Fachbeitrag zur Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) zu einem B-Plan

Formblatt E.2 – Kompetenzkategorie B

1 ReferenzenZeitraum: ab 2016 abgeschlossenVolumen: ab 100 ha Fläche

Fachbeitrag Regenwasser zu einem B-Plan (Niederschlagswassermanagement)

Formblatt E.3 – Kompetenzkategorie C

1 ReferenzenZeitraum: ab 2016 abgeschlossenVolumen: ab 100 ha Fläche

Fachbeitrag zur Beeinflussung der Trinkwasserschutzzone zu einem B-Plan

Formblatt E.4 – Kompetenzkategorie D

1 ReferenzenZeitraum: ab 2016 abgeschlossenVolumen: ab 100 ha Fläche

Fachbeitrag Bodenschutz zu einem B-Plan mit Mengenbilanz, Materialflussplanung, Verwertbarkeitsbewertung und Empfehlungen zur Bodenwirtschaft

Formblatt E.5 – Kompetenzkategorie E

1 ReferenzenZeitraum: nicht beziffert

Persönliche Referenz Gesamtprojektleitung: Leitung eines integralen Projekts im Bereich Bodenerkundung

Personenbezogene Referenzliste gemäß Anlage 2a

1 ReferenzenZeitraum: nicht beziffert

Persönliche Referenz stellv. Gesamtprojektleitung: Leitung eines integralen Projekts im Bereich Bodenerkundung

Personenbezogene Referenzliste gemäß Anlage 2a

1 ReferenzenZeitraum: ab 2016Volumen: ab 150 ha

Persönliche Referenz Fachprojektleitung Geotechnik: Mitwirkung in einem Referenzprojekt Kompetenzkategorie A

Mitwirkungsnachweis im Referenzprojekt A

1 ReferenzenZeitraum: ab 2016Volumen: ab 100 ha

Persönliche Referenz Fachprojektleitung Hydrologie: Mitwirkung in einem Referenzprojekt Kompetenzkategorie B, C oder D

Mitwirkungsnachweis im Referenzprojekt B, C oder D

1 ReferenzenZeitraum: ab 2016Volumen: ab 100 ha

Persönliche Referenz Fachprojektleitung Bodenschutz: Mitwirkung in einem Referenzprojekt Kompetenzkategorie E

Mitwirkungsnachweis im Referenzprojekt E

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 41%4–10 · 39%11+ · 20%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 20 erledigt
Teilnahmeantrag – Anmeldung & Formalien
Teilnahmeantrag – Unternehmensnachweise (Eignung)
Teilnahmeantrag – Referenzen & Personal
Angebot – nach Aufforderung zur Angebotsabgabe
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Zweckverband "Interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet (IKIK) an der A9/B91" | 1. Vergabekammer beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt
Anschrift
06667 Weißenfels
Ort
06667 Weißenfels
Kategorie
Ingenieurleistungen
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
06667 Weißenfels
Sachsen-Anhalt

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