Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) schreibt die regelmäßige Prüfung von rund 18.000 ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmitteln (z. B. PCs, Monitore, Kaffeemaschinen, Werkzeug) sowie die jährliche Prüfung der betrieblichen PKW-Ladeinfrastruktur (E-Mobility) gemäß DGUV Vorschrift 4 und einschlägigen VDE-Normen aus.
Die Leistung umfasst Prüfung, Dokumentation, Kennzeichnung (Prüfplaketten) sowie auf Abruf zusätzliche Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten. Die Vertragslaufzeit beträgt 6 Jahre, der Auftragswert liegt bei rund 222.000 €.
Zugelassen sind Einzelbieter und Bietergemeinschaften. Der Zuschlag erfolgt nach dem niedrigsten Preis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Angebotspreis (Wertungspreis) als alleiniges Zuschlagskriterium
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenPrüfumfang und Prüfgrundlagen
Geprüft werden ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel und die betriebliche PKW-Ladeinfrastruktur (E-Mobility) gemäß DGUV Vorschrift 4 (Elektrische Anlagen und Betriebsmittel) in Verbindung mit TRBS 1201, TRBS 1203 sowie den einschlägigen VDE-Normen (insbesondere DIN VDE 0701, DIN VDE 0702, DIN EN 50678, DIN EN 50699).
Zusätzlich zu berücksichtigen sind DGUV Informationen 203-070 und 203-071. Die Prüfungen sind nach dem aktuellen Stand der Technik durchzuführen.
Erfüllungsort und Servicezeiten
Erfüllungsort ist Berlin (PLZ 10713). Konkret: Bürogebäude Berliner Straße 112-115 und Blissestraße 5 sowie die Rechenzentren des ITDZ Berlin innerhalb des Autobahnrings A10. Regelleistungszeit: Montag bis Freitag, 06:00–17:00 Uhr. Leistungen sind mindestens 10 Arbeitstage vor Erbringung anzukündigen. Der Auftragnehmer muss Eignung für Arbeiten in Räumen mit Sauerstoffreduzierungsanlagen mitbringen; pro Einsatz max. 4 Stunden Aufenthalt; jährliche Unterweisung.
Dokumentation und Kennzeichnung
Für jedes geprüfte Gerät bzw. jede Ladesäule ist ein Prüfprotokoll zu erstellen und mit Geräte-ID elektronisch (PDF/XLSX) zu übergeben. Die Protokolle sind innerhalb von 14 Kalendertagen nach der Prüfung vorzulegen. Geräte sind mit Prüfplaketten inkl. nächstem Prüftermin zu kennzeichnen. Festgestellte Mängel sind zu melden, unsichere Betriebsmittel deutlich zu kennzeichnen. Ein Prüf- und Instandhaltungsplan ist 1 Monat vor Ende des Kalenderjahres für das Folgejahr zu übergeben.
Personal und Geräte
Einsatz qualifizierter Fachkräfte gemäß TRBS 1203 und einschlägigen Normen. Vorgesehen ist eine Mindestbesetzung: mind. 10 Personen im Bereich ortsveränderliche Geräte (3 Prüftechniker + bis zu 7 EuP), mind. 2 Prüftechniker für PKW-Ladestationen, mind. 2 Verantwortliche Elektrofachkräfte. Eine Krankheits-/Urlaubsvertretung (Springer) ist zu benennen. Alle eingesetzten Mitarbeitenden benötigen gültigen Sozialversicherungsausweis, ggf. Arbeitserlaubnis, Fremdfirmenausweise und Dienstkleidung. Alle Messgeräte müssen kalibriert sein; Kalibrierzertifikate sind am Arbeitsort vorzuhalten und auf Verlangen vorzulegen. Der Auftragnehmer stellt Prüf- und Arbeitsgeräte selbst.
Wiederkehrende Leistungen und Leistungen auf Abruf
Wiederkehrende Leistungen werden mengengenau nach Stückpreisen im Preisblatt abgerechnet (z. B. pro geprüftes Gerät, pro Ladesäule). Leistungen auf Abruf (zusätzliche Prüfungen, Wartungen, Instandsetzungen, Störungsdienst) werden nach Stundensätzen abgerechnet. An- und Abfahrtskosten sind je Einzelauftrag nur einmal als Pauschale berechenbar. Kleinere Installationsarbeiten, Anpassungen an Elektroanlagen und Unterstützung bei IT-/BSI-Anforderungen können ergänzend beauftragt werden.
Gerätearten (Beispiele)
Zu den ortsveränderlichen Betriebsmitteln gehören u. a. PCs, Monitore, Netzteile, Mehrfachsteckdosen, Verlängerungsleitungen, Kabeltrommeln, höhenverstellbare Schreibtische, Kaffeemaschinen, Wasserkocher, Drucker, Smartboards, Handbohrmaschinen, Winkelschleifer, Handkreissägen, Beleuchtung, Lüfter, Heizlüfter, Pumpen, Nothandlampen und Ladegeräte.
Zur E-Mobility-Infrastruktur gehören AC-Ladesäulen (Mennekes AMTRON Compact), E-Ladekabel Typ 2 (3-phasig), EV-Notladegeräte (IC-CPD) sowie die Kommunikation zwischen Station und E-Fahrzeug.
Ausgenommen sind PRCD-S, mobile Stromerzeuger und Schweißgeräte (gesonderte Anforderungen).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Eignung
Gefordert ist ein durchschnittlicher Nettoumsatz von mindestens 400.000 € pro Jahr im Tätigkeitsbereich Prüfung ortsveränderlicher Geräte in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren. Zusätzlich ist eine Betriebshaftpflichtversicherung nachzuweisen mit Mindestdeckungen von 1.000.000 € Sachschaden, 2.000.000 € Personenschaden und 1.000.000 € Vermögensschaden je Schadensereignis (zweifache Maximierung pro Jahr).
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Management-Systeme
Nachweis eines etablierten Qualitätsmanagements (z. B. ISO 9000 ff. oder gleichwertige Darstellung), eines Umweltmanagements (z. B. EMAS, ISO 14001 oder gleichwertige Darstellung) sowie eines Informationssicherheitsmanagements (z. B. ISO 27001, BSI IT-Grundschutz oder gleichwertige Darstellung).
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Personal
Mindestbesetzung:
Qualifikationsanforderungen je Rolle:
Für jede Rolle ist mindestens 1 geeignetes persönliches Profil auf den Formularen E III bis E VI einzureichen, bei der EuP-Rolle mindestens 4; insgesamt Prüftechniker + EuP mind. 5. Maximal ein Profil je Rolle mehr als gefordert ist zulässig.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Referenzen
Mindestens 3 Unternehmensreferenzen aus den letzten 3 Jahren über DGUV-V3/V4-Prüfungen, die in folgenden Punkten vergleichbar sind: Prüfungen in Büro-/Verwaltungsgebäuden und Rechenzentren mit mehr als 10.000 Prüflingen, Prüfungen im Bereich E-Mobility sowie Einsatz eines etablierten Dokumentationssystems für DGUV-Prüfungen mit Prüfprotokoll-Bezug. Einzureichen auf Formular E II mit Auftragsgegenstand, Volumen, Leistungszeitraum, Aufgabenbeschreibung, technischem/organisatorischem Umfeld und Kontaktperson.
Zuverlässigkeit und Bewerberform
Keine Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB. Zugelassen sind Einzelbieter und Bietergemeinschaften (ARGE). Bietergemeinschaften müssen auf Formular Wirt-238 die ARGE-Bildung erklären, alle Mitglieder benennen und einen bevollmächtigten Vertreter bestimmen; sie haften gesamtschuldnerisch. Die Eignungsleihe ist zulässig: bei Inanspruchnahme fremder Kapazitäten sind Eignungsnachweis und Verpflichtungserklärung des anderen Unternehmens (Wirt-235/Wirt-236) beizubringen. Ausländische Bieter müssen – soweit gesetzlich vorgeschrieben – ihre Anmeldung bei der zuständigen deutschen Berufsgenossenschaft nachweisen oder eine Befreiungsbescheinigung vorlegen. Angebote und Erklärungen sind in deutscher Sprache abzugeben; fremdsprachige Schriftstücke sind mit Übersetzung beizufügen (Datenblätter und Zertifikate dürfen auf Englisch sein). Eigene AGB des Bieters dürfen nicht beigefügt werden.
Mindestens 3 Unternehmensreferenzen über gleichwertige DGUV V3/V4-Prüfungen ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel
Referenzen müssen zusätzlich E-Mobility-Prüfungen und den Einsatz eines etablierten DGUV-Prüfdokumentations-Tools mit Prüfprotokoll-Bezug nachweisen; einzureichen auf Formular E II mit Auftragsgegenstand, Volumen, Leistungszeitraum, Aufgabenbeschreibung, technischem/organisatorischem Umfeld und Kontaktperson