Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Kulturstiftung Sachsen-Anhalt sucht ein Ingenieurbüro für die Fachplanung der elektrischen Anlagen am Kunstmuseum Moritzburg in Halle (Saale). Ziel ist die grundlegende Erneuerung der Gefahrenmeldeanlagen gemäß DIN 14675.
Das Verfahren ist ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb in zwei Stufen. Zunächst wird die Eignung geprüft; die 5 besten Bewerber dürfen ein Erstangebot abgeben.
Wichtig zu wissen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Planungsqualität30%
Darstellung der Herangehensweise an die Planungsaufgabe zur Erreichung der Ziele
- Ausführungsfristen, Planungs- und Kostenkontrolle zur Einhaltung von Kosten, Terminen, Qualitäten40%
Methoden zur Planungssteuerung, Termin- und Kostenkontrolle
- Honorar30%
Preiswertung des Honorarangebots. Günstigstes Angebot erhält volle Punktzahl (100 Punkte), weitere Angebote werden nach Formel (günstigster Preis × 100 / eigener Preis) bewertet. Kopplungsnachlass bei Loskombinationen wird berücksichtigt.
Honorarbewertung: Günstigstes Honorarangebot erhält volle Punktzahl. Weitere Angebote: Punkte = (Bruttopreis günstigstes Angebot × max. Punktzahl) / Bruttopreis des jeweiligen Angebots.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen
Maßnahme: Erneuerung der Gefahrenmeldeanlagen (GMA) am Kunstmuseum Moritzburg in Halle (Saale), Friedemann-Bach-Platz 5.
Objekt: Denkmalgeschützte Moritzburg (Baudenkmal und Flächendenkmal), Bruttogrundfläche ca. 21.279 m². Sämtliche Eingriffe sind genehmigungspflichtig.
Baukostenobergrenze: 4.256.000 EUR netto / 5.065.000 EUR brutto (Kostengruppen 200–600 nach DIN 276).
Anrechenbare Kosten Anlagengruppe 4: ca. 654.500 EUR netto.
Projektzeitraum: Bauausführung 07/2030 – 03/2032 (Museum während dieser Zeit geschlossen).
Ziel der Planung
Anlagengruppe 4 – Starkstromanlagen
Vorraussichtliche anrechenbare Kosten (netto):
Leistungsstufen nach HOAI
Stufenweise Beauftragung gemäß § 53 HOAI:
Stufe 1 (LPH 1–2, max. 11 % Honorar): Grundlagenermittlung, Vorplanung, Bedarfsplanung, technisches Raumbuch
Stufe 2 (LPH 3–4, max. 19 % Honorar): Entwurfs- und Genehmigungsplanung, Systemfestlegung, Berechnung/Bemessung, Kostenberechnung, Erstellung ZBau-Unterlagen nach RZBau, Baugenehmigungsantrag
Stufe 3 (LPH 5, max. 22 % Honorar): Ausführungsplanung, Schlitz- und Durchbruchspläne, Prüfung der Montagepläne
Stufe 4 (LPH 6–7, max. 12 % Honorar): Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe (Mengenermittlung, Vergabeunterlagen, Angebotswertung, Vergabevorschläge)
Stufe 5 (LPH 8, max. 35 % Honorar): Objektüberwachung und Dokumentation (Bauüberwachung, Koordination, Terminplanung, Rechnungsprüfung, Abnahme, Mängelverfolgung)
Stufe 6 (LPH 9, max. 1 % Honorar): Objektbetreuung, Mängelfeststellung, Objektbegehung
Hinweis: Mit Vertragsschluss beauftragt werden die Stufen 1 und 2. Die Stufen 3–6 stehen unter aufschiebender Bedingung (Abruf durch den Auftraggeber). Kein Rechtsanspruch auf Beauftragung weiterer Stufen.
Besondere Leistungen (Zusatzvergütung)
Wichtige Termine und Fristen
Leistungsstufe 1 (ab Auftragserteilung):
Leistungsstufe 2 (ab Auftragserteilung):
Leistungsstufe 3 (ab Auftragserteilung):
Bauausführung: ab 01.04.2030, Fertigstellung 30.12.2031
Schnittstellen zu anderen Planungen
Folgende Leistungen werden gesondert vergeben und sind nicht Bestandteil dieser Ausschreibung:
Der Fachplaner Elektro hat mit den Beteiligten dieser Fachplanungen eng zusammenzuarbeiten und sich mit ihnen abzustimmen. Zudem Abstimmung mit Behörden (Feuerwehr, LKA, Polizei, Denkmalschutzbehörde).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende Teilnahmevoraussetzungen
Formale Voraussetzungen (jeder Bieter):
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Berufliche und fachliche Eignung
Referenzprojekte (3 Referenzen erforderlich)
Gemeinsame Anforderungen an alle 3 Referenzen:
Mindestens 2 der 3 Referenzen: Maßnahme in denkmalgeschützter baulicher Anlage
Mindestens 1 Referenz: Leistungsphase 8 gemäß § 55 HOAI abgeschlossen
Mindestens 1 Referenz: Leistungsphasen 2–8 gemäß § 55 HOAI beauftragt
Mindestens 1 Referenz: Bauvorhaben mit Fördermitteln und Verpflichtung zur Ausschreibung der Baugewerke nach öffentlichem Vergaberecht
Mindestens 1 Referenz: Baukosten Kostengruppe 440 mind. 650.000 EUR netto
Mindestens 1 Referenz: Honorarzone II gemäß § 55 HOAI
Wertung Stufe 1 (max. 115 Punkte):
→ Die 5 Bewerber mit der höchsten Punktzahl werden zur Angebotsabgabe aufgefordert.
Zuschlagskriterien (Stufe 2)
1. Planqualität (gewichtiges Kriterium): 100/70/35/0 Punkte
2. Ausführungsfristen, Planungs- und Kostenkontrolle: 100/70/35/0 Punkte
3. Honorar: Formelbasierte Wertung – günstigstes Angebot erhält volle Punktzahl
Zuschlag: Der Zuschlag kann auf das Erstangebot erteilt werden; Verhandlungen sind möglich. Bonus von 15 % für Werkstätten für Behinderte möglich.
Tariftreue und Vergabebedingungen Sachsen-Anhalt
Tariftreue und Mindeststundenentgelt (§ 11 TVergG LSA):
Nachunternehmer (§ 14 TVergG LSA):
Kontrollen: Auf Verlangen sind Entgeltabrechnungen sowie Steuer- und Sozialversicherungsunterlagen vorzulegen.
Verfahrensart und Modalitäten
Vergleichbare Fachplanung Elektrische Anlagen (AG 4) gem. § 53 HOAI, vorzugsweise mit Gefahrenmeldeanlagen und denkmalgeschützten Objekten
Mindestens 2 von 3 Referenzen in denkmalgeschützter baulicher Anlage; mind. 1 Referenz mit abgeschlossener LP 8 (§ 55 HOAI); mind. 1 Referenz mit beauftragten LP 2–8 (§ 55 HOAI); mind. 1 Referenz mit Fördermitteln und öffentlicher Vergabe der Baugewerke; Honorarzone II gem. § 55 HOAI