Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stiftung Rehabilitationszentrum Thüringer Wald (RZTW) in Schleusingen vergibt die Planung der Technischen Gebäudeausrüstung (Anlagengruppen 1–6 und 8) für die grundhafte Sanierung und teilweise Umstrukturierung des Bauteils 0.
Geplant ist unter anderem ein zweiter Rettungsweg sowie ein rollstuhlgerechter Aufzug über alle Ebenen. Die Baukosten (netto, Stand 11/2024) liegen bei rund 2,48 Mio. €, finanziert mit Fördermitteln des Freistaats Thüringen.
Das Verfahren ist ein zweistufiger Wettbewerb: Zunächst reichen Interessenten einen Teilnahmeantrag mit Eignungsnachweisen und Referenzen ein. Die besten 3–4 Bewerber werden dann zur Angebotsabgabe (inkl. Honorarangebot) und zu Bietergesprächen aufgefordert.
Hinweis: Die Ausschreibung ist nach den Unterlagen intern in zwei Fachlose (ALG 1–3 und ALG 4–6) gegliedert; in der öffentlichen Bekanntmachung wird jedoch nur ein Los (LOT-0001) für die Gesamtplanung ALG 1–6; 8 ausgewiesen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Präsentation Projektteam5%
Gesamteindruck und Qualität der Präsentation und Diskussion, Einhaltung des vorgegebenen Zeitrahmens, Kommunikation im Team
- Projektleiter15%
Glaubhafte Vermittlung von Fachwissen, Erfahrung, Teamfähigkeit, sachlich angemessenes Auftreten, Überzeugungsfähigkeit
- Projektteam und Zusammenarbeit15%
Vorstellung Projektteam mit Personalorganigramm, Zusammenarbeit mit AG und Projektbeteiligten, Darstellung der Schnittstellen und Koordination zu anderen Fachplanern, Erläuterung der Abstimmungsprozesse, projektbezogene Termin- und Kapazitätsplanung, Stellvertreter-Regelung, Präsenz in Planungs- und Ausführungsphase
- Projektorganisation25%
Darstellung der bürotypischen Arbeitsweise und Projektorganisation in Planung und Ausführung anhand eines erfolgreich abgeschlossenen, vergleichbaren Objekts
- Planungsansätze (projektbezogen)15%
Erläuterung erforderlicher Planungsgrundlagen sowie möglicher Lösungsansätze; Vorstellung anlagentechnischer Grundsätze und beispielhafter Lösungsansätze
- Rahmenterminplan5%
Rahmenterminplan
- Gesamthonorarangebot20%
Nettosumme aus Grundhonorar, Besonderen Leistungen und Nebenkosten; niedrigstes Angebot erhält 4 Punkte, alle darüber 0 Punkte, dazwischen lineare Interpolation
Preis-Bewertung: Niedrigstes Honorar (Grundhonorar + Besondere Leistungen + Nebenkosten) erhält 4 Punkte x Wichtung 20%. Alle Angebote darüber erhalten 0 Punkte. Dazwischen liegende Angebote werden mittels linearer Interpolation bewertet. Qualitätskriterien werden mit 0-4 Punkten bewertet und mit der jeweiligen Wichtung multipliziert. Den Zuschlag erhält der Bieter mit der höchsten Gesamtpunktzahl.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenArt und Umfang der Planungsleistung
Es werden Fachplanungsleistungen Technische Ausrüstung nach HOAI Teil 3 Abschnitt 2 (Anlagengruppen 1–6 sowie 8) vergeben.
Anlagengruppen (gemäß § 53 HOAI):
Leistungsphasen: Grundleistungen der Leistungsphasen 4 bis 8 in stufenweiser Beauftragung. Zunächst wird nur Stufe 1 = Leistungsphase 4 (Genehmigungsplanung) beauftragt. Ein Rechtsanspruch auf Weiterbeauftragung der weiteren Stufen besteht nicht.
Baumaßnahme und Projektrahmen
Die Baumaßnahme umfasst die grundhafte Sanierung und teilweise bauliche Umstrukturierung des Bauteils 0 (UG bis 2. OG).
Wesentliche bauliche Anforderungen:
Baukosten (netto, Stand 11/2024):
Termine:
Technische Schwerpunkte der TGA-Planung
Aus dem Erläuterungsbericht HU-Bau ergeben sich u. a. folgende technische Schwerpunkte, die in der Planung zu bearbeiten sind:
Besondere Leistungen und Mitwirkungspflichten
Neben den Grundleistungen sind im Bedarfsfall Besondere Leistungen zu erbringen, u. a.:
Der genaue Umfang der Besonderen Leistungen ist dem Musteringenieurvertrag (Anlage 03.1) zu entnehmen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende Ausschlussgründe
Der Bewerber darf keine zwingenden Ausschlussgründe nach § 123 GWB und keine fakultativen Ausschlussgründe nach § 124 GWB aufweisen. Zudem muss die Eignung zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen gegeben sein (Fachkunde und Leistungsfähigkeit nach § 122 GWB). Bei Vorliegen von Ausschlussgründen erfolgt ein Ausschluss vom Verfahren.
Berufliche Qualifikation (Gewichtung 80 %)
Natürliche Personen: Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Ingenieur" gemäß § 75 Abs. 1 und 2 VgV (Nachweis durch Kammerurkunde, Studiennachweise und Berufserfahrung).
Juristische Personen: Der satzungsmäßige Geschäftszweck muss auf die ausgeschriebenen Planungsleistungen ausgerichtet sein.
Arbeitsgemeinschaften: Jedes Mitglied muss die Anforderungen erfüllen.
Technische Leistungsfähigkeit – Referenzen (Gewichtung 80 %)
Es sind zwei Mindestreferenzen (je eine für ALG 1–3 und eine für ALG 4–6) sowie optional eine dritte Referenz für Sanierung bei laufendem Betrieb vorzulegen. Die genauen Anforderungen siehe Abschnitt „reference_projects".
Zusätzlich: Nachweis der Berufserfahrung des Projektteams – Projektleiter mind. 5 Jahre, stellv. Projektleiter mind. 3 Jahre, Objektüberwacher mind. 3 Jahre.
Wirtschaftliche und finanzielle Anforderungen (Gewichtung 20 %)
Berufshaftpflichtversicherung:
Umsatz Technische Ausrüstung (Mittel der letzten 3 Geschäftsjahre, netto):
Mitarbeiter Technische Ausrüstung (Ingenieure/Führungskräfte):
Weitere Pflichtangaben: Gesamtumsatz der letzten 3 Jahre, durchschnittliche Beschäftigtenzahl insgesamt sowie im TGA-Bereich.
Auswahlverfahren und Bewertung
Die Eignung wird anhand des Bewerbungsbogens und der eingereichten Anlagen beurteilt (Prüfung gemäß §§ 56 ff. VgV).
Auswahl: Die ersten 4 Bewerber mit der höchsten Punktzahl werden zur Angebotsabgabe (2. Runde) aufgefordert.
Mindestzahl: 3 Bewerber müssen die Eignung erfüllen, damit die 2. Stufe durchgeführt werden kann.
Losentscheid: Bei Punktegleichheit und zu hoher Bewerberzahl entscheidet das Los (§ 75 Abs. 6 VgV).
Eignungsleihe, Nachunternehmer und sonstige Erklärungen
Planung Technische Ausrüstung, Sanierung eines abgeschlossenen, übergebenen und in Betrieb befindlichen Bauvorhabens, ALG 1–3, Honorarzone mind. II, vollständige Leistungsphasen 4–8
Referenzblatt (Anlage 7.1) + Bilddokumentation max. 2 Seiten (Anlage 7.1.1); Gewichtung 20 %
Planung Technische Ausrüstung, Sanierung eines abgeschlossenen, übergebenen und in Betrieb befindlichen Bauvorhabens, ALG 4–6, Honorarzone mind. II, vollständige Leistungsphasen 4–8
Referenzblatt (Anlage 7.2) + Bilddokumentation max. 2 Seiten (Anlage 7.2.1); Gewichtung 20 %
Planung Technische Ausrüstung für Sanierung bei laufendem Betrieb, vollständige Leistungsphasen 4–8
Referenzblatt (Anlage 7.3); Gewichtung 20 %; Nachweis kann auch über ein Objekt mit einer der Mindestreferenzen erfolgen, sofern zutreffend