Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWas wird gesucht? Ein Fachplanungsbüro für Technische Ausrüstung (TGA) – also für Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro und Gebäudeautomation.
Worum geht's? Die Käthe-Kollwitz-Grundschule in Berlin-Lichtenrade wird umfassend umgebaut, saniert und erweitert. Das Projekt umfasst vier Bauteile (Sanierung Altbau, Neubau Erweiterungsbau, Schulersatzgebäude und Interimsmensa) und ist Teil der Berliner Schulbauoffensive.
Was ist zu tun? Planung der technischen Gebäudeausrüstung nach HOAI 2021 für alle Anlagengruppen 1–8 (Abwasser/Wasser/Gas, Wärme, Lüftung, Starkstrom, Fernmelde, Förderanlagen, nutzungsspezifische Anlagen, Gebäudeautomation). Zunächst verbindlich beauftragt wird die Genehmigungsplanung (Leistungsphase 4); die weiteren Phasen 5–9 sind optional.
Wie läuft das Verfahren? Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb in zwei Stufen: Zuerst Bewerbung, dann Auswahl von 3–5 Bewerbern für die Angebotsphase mit Präsentation.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Projektorganisation15%
Bewertet werden Detaillierungstiefe/Nachvollziehbarkeit sowie Realisierbarkeit und Angemessenheit der Projektorganisation (u.a. Kommunikation, Schnittstellenmanagement, Kosten-/Termin-/Qualitätsmanagement), mit besonderem Projektbezug. Bewertet im Rahmen der Angebotspräsentation, 0–5 Punkte.
- Persönliche Kompetenz des vorgesehenen Personals25%
Bewertet werden die persönlichen Kompetenzen der vorgesehenen Projektleitung und Objektüberwachung je Anlagen-Cluster (HLS/ELT) anhand persönlicher Referenzen: Detaillierungstiefe, Vergleichbarkeit der Referenzen mit den Anforderungen, Passgenauigkeit der Kompetenzen für die vorgesehene Position. Bewertet im Rahmen der Angebotspräsentation, 0–5 Punkte.
- Ad-Hoc-Aufgabe20%
Bewertet werden die im Verhandlungsgespräch erarbeiteten Lösungen zu Ad-Hoc-Aufgaben anhand: Problemverständnis (technisch, organisatorisch, finanziell), Arbeitsweise/Lösungswege (Strukturierung, Kreativität, Realisierbarkeit) sowie Präsentation/Kommunikation. 0–5 Punkte.
- Standardisierte Fragen10%
Bewertet werden die Antworten auf standardisierte Fragen im Verhandlungsgespräch nach Umfänglichkeit, Präzision und Korrektheit sowie Kommunikation. 0–5 Punkte.
- Preis30%
Summe der Honorare für alle Leistungen und optionalen Leistungen sowie eines fiktiven Stundenkontingentes (Preisblatt Anlage 2). Maximal 5 Punkte, niedrigster Preis erhält 5 Punkte; 0 Punkte ab dem Zweifachen des niedrigsten Preises.
Preisbewertung: 5 Punkte erhält das Angebot mit dem niedrigsten Preis, 0 Punkte erhalten Angebote mit dem Zweifachen oder mehr als dem Zweifachen des niedrigsten Preises. Formel: 5 – ((5 / niedrigster Preis) * (Preis – niedrigster Preis)), gerundet auf zwei Nachkommastellen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAuftraggeber und Projektrahmen
Auftraggeber: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin, SE FM, Fachbereich Baumanagement Hochbau.
Projekt: I-Maßnahme Käthe-Kollwitz-Grundschule, Mellener Str. 38–42 / Rehagener Str. 42, 12307 Berlin. Teil der Berliner Schulbauoffensive (BSO). Ziel: Erweiterung auf 4,0 Züge und barrierefreier Umbau.
Geschätzter Auftragswert: rund 1.166.198,50 € netto.
Vertragslaufzeit: ca. 132–134 Monate ab Zuschlag (ca. 11 Jahre, inkl. Leistungsphase 9).
Geplanter Ablauf: Beginn Leistungszeitraum November 2026, Baubeginn 2027, Fertigstellung Baumaßnahme voraussichtlich 2033.
Leistungsgegenstand nach HOAI
Fachplanung Technische Ausrüstung gemäß HOAI 2021 Teil 4, Abschnitt 2 (§ 53 HOAI) für alle Anlagengruppen 1–8:
Honorarzonen (überwiegend): Zone II; für ALG 8 Zone III, für ALG 6 Zone I.
Freianlagen: Technische Ausrüstung HLS in den Freianlagen ist Bestandteil der Leistung.
Leistungsphasen und Beauftragung
Die Beauftragung erfolgt stufenweise ohne Rechtsanspruch auf alle Phasen:
Voraussetzung für Folgeleistungen ist die Einhaltung von Termin- und Kostenrahmen. Kein Anspruch auf Honorarerhöhung bei stufenweiser Beauftragung.
Besondere Leistungen (optional)
Diese Leistungen können optional angeboten werden:
1. Einarbeitung in bisherige Planungsunterlagen (Stand Erweiterte Vorplanungsunterlage EVU) der Bauteile A, B, C und D.
2. Technisches Monitoring inkl. Zielwert-/Grenzwertoptimierung.
3. Erarbeiten der Wartungsplanung und -organisation je Anlagengruppe.
4. Vernetzung/Anbindung aller Bauteile (z. B. Alarmierung, Amok-Alarm).
5. Dokumentation der Baukosten für PLAKODA-Gebäudedatenblätter.
Pflichten bei Ausführung
Vier Bauteile des Schulprojekts
BT A – Sanierung/Umbau Bestandsgebäude (Mellener Str. 38–42): Untergeschoss, Erdgeschoss, 3 Obergeschosse, Dachgeschoss und 2 Turnhallen. Komplette Neuinstallation der gesamten TGA: 17 WCs, 37 Waschtische, Wärmezentrale 350 kW mit 198 Heizkörpern, RLT-Anlagen 14.720 m³/h + 950 + 1.500 m³/h, 15 Elektroverteiler, Beleuchtung, Blitzschutz, Aufzug mit 6 Haltestellen, Gebäudeautomation.
BT B – Neubau Erweiterungsbau (Rehagener Str. 42–44) nach Abbruch MUR: Untergeschoss, Erdgeschoss, 1. OG. 4 × 30 kW Wärmepumpen, RLT 15.800 + 6.000 + 1.280 m³/h, PV-Anlage mit 120 Modulen / 48 kWp, Elektro, Küchentechnik für 636 Essensteilnehmer, Aufzug mit 5 Haltestellen.
BT C – Temporäres Schulersatzgebäude (Briesingstr. 23) als Modulbau: EG + 2 OG. 13 WCs, 2 × 40 kW Wärmepumpen, Elektroversorgung aus angrenzender Sporthalle inkl. PV-Nutzung, Automation, Funkverbindung zu BT A.
BT D – Interimsmensa im UvH-Gebäude (Rehagener Str. 35–37): Sanierung Küche und Mensa im EG. Neue Medienanschlüsse, Küchenlüftung, Elektro, Küchentechnik für 312 Essensteilnehmer, Automation.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung zur Berufsausübung
Eintragung in einem einschlägigen Berufsregister (z. B. Architektenkammer) des Niederlassungsmitgliedstaates oder Berechtigung, in Deutschland die Berufsbezeichnung „Ingenieur" zu führen bzw. entsprechend tätig zu werden. Bei juristischen Personen ist ein verantwortlicher Berufsangehöriger zu benennen. Angabe von Name, Berufsregister, Eintragungsort und Eintragungsnummer.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Ausschlussgründe und Compliance
Verfahrensrahmen
Mind. 3 Referenzen gesamt (bis zu 11 möglich); je Cluster HLS und ELT ist mind. 1 Referenz mit LP 4–8 erforderlich; Abschluss LP 8 max. 10 Jahre zurück; Honorarzone mind. I–III; Nachhaltigkeit mind. BNB Silber oder gleichwertig
Eigenverantwortliche Bearbeitung im eigenen Unternehmen/Rechtsvorgänger; bei den 4 Pflichtkriterien (Umbau/Sanierung, Neubau, ≥ 3.000 m² BGF, öffentlicher AG) mind. je 1 Referenz je Cluster HLS und ELT (auf bis zu 8 Referenzen verteilbar)