Bundesstadt Bonn, Rahmenvereinbarung für IT Umzugsleistungen und Materiallieferungen
Zusammenfassung
Die Bundesstadt Bonn schreibt eine Rahmenvereinbarung für IT-Umzugsleistungen und Materiallieferungen öffentlich aus. Der Auftragnehmer soll IT- und Telefonarbeitsplätze in städtischen Gebäuden deinstallieren, reinstallieren oder neu ausstatten – inklusive Verkabelung, Kabelmanagement, Funktionsprüfung und Dokumentation. Hinzu kommt die Lieferung von Kabeln, Steckdosenleisten, Kabelzubehör und Verbrauchsmaterial.
Die Ausschreibung läuft als offenes Verfahren über den Vergabemarktplatz Rheinland. Der geschätzte Auftragswert liegt bei rund 202.500 € netto. Die Laufzeit beträgt 33 Monate ab 01.08.2026 bis 30.04.2029. Angebote müssen bis zum 09.07.2026 um 10:00 Uhr elektronisch eingereicht werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
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Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Zuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen
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Zuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen
- Qualität35%
Zusammenfassung der qualitativen Zuschlagskriterien. Bewertet wird der Zielerreichungsgrad mit 0-5 Punkten (0=keine, 1=deutliche, 2=hinnehmbare, 3=unwesentliche Einschränkungen, 4=vollständige Erfüllung, 5=Übererfüllung).
- Preis65%
Bewertet wird der Angebotspreis. Niedrigster wertbarer Preis erhält 5 Punkte, ab dem 2,0-fachen des niedrigsten Preises 0 Punkte, dazwischen lineare Interpolation. Bedingte Preisnachlässe (Skonto) werden nicht berücksichtigt, unbedingte Nachlässe schon.
Punktzahlen X Gewichtung = gewichtete Punktzahlen. Beim Preis: (2 x (Bestwert - Wert des zu bewertenden Angebots) / Bestwert) X 5 = Punktzahl X Gewichtung = gewichtete Punktzahl. Lineare Interpolation, 5 Punkte für niedrigsten Preis, 0 Punkte ab dem 2,0-fachen des niedrigsten Preises. Gewichtete Punktzahlen werden auf 2 Nachkommastellen gerundet und addiert. Bei Punktgleichstand entscheidet die höhere Punktzahl im Kriterium Preis, danach Losentscheid.
Leistungsumfang
Aus den Vergabeunterlagen
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Leistungsumfang
Aus den Vergabeunterlagen
IT-Umzugsleistungen (Deinstallation, Reinstallation, Neuausstattung)
Der Auftragnehmer übernimmt für die Bundesstadt Bonn folgende Arbeiten an IT- und Telekommunikationsarbeitsplätzen:
- Deinstallation an Quell-Arbeitsplätzen: fachgerechtes Abklemmen, Entfernen der Strom- und Datenverkabelung, Dokumentation über EDV-Begleitschein, Bereitstellung der demontierten Hardware auf Bürotischen oder Umzugswannen für die Spedition.
- Reinstallation von Musterarbeitsplätzen (Typen 01, 04, 05): Aufbau, Verkabelung, Kabelmanagement, Monitorzuordnung, Funktionsprüfung und Dokumentation.
- Neuausstattung von Musterarbeitsplätzen (Typen 01 und 02): Auspacken, Zusammenbau, Aufstellung, Verkabelung, Inventarisierung auf der Inventarliste, Entsorgung der Verpackungen, Funktionsprüfung.
- Projektleitung nach Stunden sowie PKW-An- und Abfahrten als gesonderte Positionen.
Vorgesehene Mindestmengen laut Leistungsverzeichnis: 700 Deinstallationen, 150 Reinstallationen Typ 01, 130 Reinstallationen Typ 04, 130 Reinstallationen Typ 05, 550 Neuausstattungen Typ 01, 350 Neuausstattungen Typ 02, 10 Stunden Projektleitung, 15 PKW-Fahrten.
Kabelmanagement, Funktionsprüfung und Betriebsbereitschaft
- Kabelmanagement ('Kabelkosmetik'): strukturierte, gebündelte und einheitliche Verkabelung – z.B. mit Gewebeschläuchen, Klettbändern, Kabelbindern und Kabelbrücken; höchstmögliche Tischhöhe ist zu berücksichtigen.
- Funktionsprüfung und Qualitätssicherung: konkrete Prüfung je Arbeitsplatz, betriebsbereite Übergabe an den Nutzer, systematische Fehlererkennung und -behebung.
- Betriebsbereitschaft: Herstellung innerhalb eines Arbeitstages (08:00–17:00 Uhr an Werktagen).
- Wochenendarbeit: nur nach schriftlicher Anordnung durch den Auftraggeber; prozentualer Zuschlag gemäß Anlage.
- Mängelbeseitigung Kategorie A: am selben Arbeitstag, spätestens am nächsten Werktag nach Mitteilung. Kategorie B: innerhalb von 3 Werktagen.
- Abnahme: gilt als stillschweigend unter Vorbehalt abgenommen, wenn innerhalb von 2 Arbeitstagen keine Rückmeldung erfolgt.
Einsatzplanung, Koordination und Nachhaltigkeit
- Einsatzplanung und Koordination der Montageteams; Kommunikations- und Eskalationswege sind im Leistungskonzept darzustellen.
- Auftragskoordination mit der Spedition sowie Berücksichtigung kurzfristiger Änderungen und zeitkritischer Umzüge.
- Vorlaufzeiten je Maßnahme: 2–9 Arbeitsplätze kurzfristig, 10–20 Arbeitsplätze mindestens 2 Wochen Vorlauf, ab 20 Arbeitsplätzen mindestens 3 Wochen Vorlauf.
- Nachhaltigkeit/ökologische Maßnahmen: Reduzierung von Verpackungsmüll, Einsatz wiederverwendbarer Materialien, Vermeidung von Leerfahrten und effizienter Personaleinsatz.
Materiallieferungen (Kabel, Steckdosenleisten, Kabelzubehör)
Lieferung von Kabeln und Zubehör für die Arbeitsplatzverkabelung, u.a.:
- Patchkabel für Dockingstation in Längen 3 m bis 20 m (Mengen 200–900 Stück je Länge).
- Patchkabel für IP-Telefone in Längen 3 m bis 20 m (Mengen 25–450 Stück je Länge).
- Telefonanschlusskabel 6 m (400 Stück).
- Modul-Adapter ISDN (50 Stück).
- Gewebeschläuche mit Reißverschluss, 1 m (1.000 Stück).
- Schuko-Steckdosenleisten mit GST-18-Durchleitung (2.600 Stück).
- Anschlussleitungen Schutzkontakt (3 m, 5 m, 10 m; 800–1.500 Stück je Länge).
- Verbindungsleitungen Buchse–Stecker (2 m, 3 m, 5 m; 400–800 Stück je Länge).
- Kabelsockel, Kabelbinder, Kabelbrücken, Klettband auf Rolle.
Abgrenzung – nicht im Auftragsumfang
Die folgenden Leistungen sind nicht Bestandteil der Rahmenvereinbarung:
- Errichtung, Erweiterung oder Änderung der passiven oder aktiven Netzwerkinfrastruktur (Patchfelder, Switches, Verkabelung in Technikräumen).
- Konfigurationsleistungen an Netzwerkkomponenten sowie Anpassungen an VLANs oder Portprofilen.
- Konfiguration, Fehleranalyse oder Inbetriebnahme von Betriebssystemen, Fachanwendungen oder Benutzerprofilen.
- Transport von Möbeln oder sperrigen Einrichtungsgegenständen.
- Musterarbeitsplatz 03.
Erfüllungsort, Laufzeit und Eckdaten
- Erfüllungsort: Bundesstadt Bonn, IT-Stadthaus (Berliner Platz 2, 53111 Bonn) und weitere städtische Liegenschaften innerhalb des Stadtgebiets.
- Rahmenvereinbarung Laufzeit: 01.08.2026 bis 30.04.2029 (33 Monate).
- Erste Maßnahme: 25.08.2026 bis 31.08.2026 mit ca. 130 Arbeitsplätzen.
- Geschätzter Gesamtwert (ohne USt): ca. 202.500 €.
- Keine Aufteilung in Lose – die Vergabe ist ein einheitlicher Auftrag.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen
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Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen
Fachliche Eignung und Erfahrung
Der Bieter muss nachweisen, dass er über Erfahrung im Bereich IT-Verkabelung oder Hardware-Rollout verfügt (Eigenerklärung). Erwartet werden Hersteller- oder Technologiezertifizierungen, z.B. von Microsoft, Cisco oder gleichwertig.
Personelle Qualifikation
Für das eingesetzte Fachpersonal sind Qualifikationsnachweise vorzulegen – z.B. Technikerprofile und einschlägige Berufserfahrung.
Referenzen
Es sind mindestens zwei Referenzen über Projekte vergleichbarer Größe und Komplexität aus den letzten drei Jahren vor Angebotsabgabe einzureichen (Eigenerklärung). Die Referenzen müssen die Vergleichbarkeit hinsichtlich Größe, Komplexität und Art der Leistung (IT-Arbeitsplatzinstallation/Verkabelung/Hardware-Rollout) erkennen lassen.
Leistungskonzept als Wertungsbestandteil
Mit dem Angebot ist ein schriftliches Leistungskonzept einzureichen, das das methodische Vorgehen verbindlich beschreibt. Es ist Bestandteil des Vertrags und fließt in die Qualitätsbewertung ein. Es muss mindestens enthalten: Ablauf der Leistungserbringung, Organisation und Koordination, Funktionsprüfung und Qualitätssicherung, Kabelmanagement ('Kabelkosmetik'), Zeitmanagement sowie Nachhaltigkeit und ökologische Maßnahmen.
Bietergemeinschaften, Unteraufträge und Eignungsleihe
- Bietergemeinschaften: Alle Mitglieder müssen in der Summe die Eignungskriterien erfüllen; ein bevollmächtigter Vertreter (federführendes Mitglied) ist zu benennen (gesamtschuldnerische Haftung).
- Unteraufträge: Geplante Nachunternehmer sind über Formular 533a zu benennen (Firmenname, Sitz, Kontaktdaten, übernommene Leistungsteile).
- Eignungsleihe: Fehlende wirtschaftliche, finanzielle oder technische Leistungsfähigkeit kann durch Kapazitäten anderer Unternehmen nachgewiesen werden (Formulare 534a/534b). Der Eignungsleiher darf keine Ausschlussgründe aufweisen und muss eine Haftungserklärung abgeben.
Ausschlussgründe und Zuverlässigkeit
Es ist eine Eigenerklärung zu Ausschlussgründen (Formular 521) abzugeben. Werkstätten für behinderte Menschen und Inklusionsbetriebe können als bevorzugte Bieter berücksichtigt werden (möglicher Preisabschlag von 15 %).
Mindestens zwei Referenzen über Projekte vergleichbarer Größe und Komplexität im Bereich IT-Arbeitsplatzinstallation/Verkabelung/Hardware-Rollout
Eigenerklärung; vergleichbare Größe, Komplexität und Art der Leistung darstellen
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
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Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
Median rund 6 Angebote.
Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben
Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)
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Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben
Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)
- 1Udo Schmitz GmbH1 ähnliche Ausschreibung gewonnen
- 2PLISCHKA Umzuege GmbH1 ähnliche Ausschreibung gewonnen
- 3SSM Rhein-Ruhr GmbH1 ähnliche Ausschreibung gewonnen
- 4VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken GmbH & Co. KG1 ähnliche Ausschreibung gewonnen
- 5Gottschalk Logistic Systems GmbH1 ähnliche Ausschreibung gewonnen
Checkliste zur Angebotsabgabe
Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen
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Checkliste zur Angebotsabgabe
Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen
- Angebotsschreiben (Formular 324) ausfüllen und einreichenPflichtElektronisch über den Vergabemarktplatz signieren.
- Eigenerklärung zu Ausschlussgründen (Formular 521)Pflicht
- Bewerber-/Bietergemeinschaftserklärung (Formular 531) – nur falls BietergemeinschaftoptionalFederführendes Mitglied und alle Mitglieder benennen.
- Informationen zu Unteraufträgen (Formular 533a) – nur falls Unteraufträge geplantoptionalFirmenname, Sitz und Kontaktdaten des Nachunternehmers angeben.
- Erklärung Eignungsleihe (Formular 534a) und/oder Haftungserklärung (Formular 534b) – nur falls EignungsleiheoptionalVom Eignungsleiher unterschriebene Haftungserklärung beilegen.
- Kartellerklärung (zu §§ 2, 3 GWB) – nur falls Kartellzugehörigkeit bestehtoptional
- KMU-Erklärung (Einordnung als kleines/mittleres Unternehmen)optional
- Nachweis 'bevorzugter Bieter' (Werkstatt für behinderte Menschen / Inklusionsbetrieb) – falls zutreffendoptionalKann zu 15 % Preisabschlag führen.
- Nachweis der Erfahrung im Bereich IT-Verkabelung oder Hardware-Rollout (Eigenerklärung)Pflicht
- Qualifikationsnachweise des eingesetzten Fachpersonals (z.B. Technikerprofile, Berufserfahrung)Pflicht
- Mindestens zwei Referenzen über vergleichbare Projekte aus den letzten drei JahrenPflichtEigenerklärung; vergleichbare Größe und Komplexität darstellen.
- Hersteller- oder Technologiezertifizierungen (z.B. Microsoft, Cisco oder gleichwertig)PflichtNachweis der IT-Verkabelungs- und Rollout-Kompetenz.
- Leistungskonzept (schriftlich) mit methodischem VorgehenPflichtPflichtbestandteile: Ablauf, Organisation/Koordination, Funktionsprüfung/QS, Kabelmanagement ('Kabelkosmetik'), Zeitmanagement, Nachhaltigkeit. Wird Teil des Vertrags und fließt in die Wertung ein.
- Preisblatt / Leistungsverzeichnis vollständig ausfüllenPflichtAlle Positionen 1.1.1–1.2.28 mit Einheitspreisen (netto) und Gesamtpreisen versehen.
- Zuschlag Wochenendarbeit (Aufschlag in %) – falls Anlage gefordertoptionalProzentualen Aufschlag für Wochenendarbeit eintragen.
- Frist für Rückfragen beachtenPflichtAufklärungsfragen bis 06.07.2026 einreichen.
- Bindefrist im Angebot berücksichtigenPflichtBindefrist endet am 31.07.2026.
- Elektronische Signatur/Unterschrift sicherstellenPflicht
Weitere Ausschreibungen IT-Dienstleistungen
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