Rahmenvereinbarung über die Bereitstellung einer Software sowie begleitender Unterstützungsleistungen zur Umsetzung des Konzepts „Law as Code“ (RV Law as Code)
Zusammenfassung
Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) schließt eine Rahmenvereinbarung mit bis zu 3 Partnern über die Bereitstellung einer Software, mit der Gesetze und Verordnungen als maschinenlesbarer Code (sogenanntes "Law as Code") modelliert werden können – ohne dass dafür tiefe Programmierkenntnisse nötig sind.
Kernleistungen: Bis zu 300 Software-Nutzerlizenzen mit Funktionen für kollaboratives Arbeiten, Versionierung, Import/Export in offenen Formaten sowie mehrstufiger Service und Support.
Optionale Zusatzleistungen: Schulungen (bis 100 Personentage) und Legal-Engineering-Leistungen (bis 500 Personentage).
Verfahren: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb; max. 6 Bewerber werden zur Angebotsabgabe zugelassen. Vertragslaufzeit 4 Jahre, 2× optionale Verlängerung um je 6 Monate.
Frist: Teilnahmeanträge bis 10.07.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
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Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Zuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen
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Zuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen
- Angebotspreis40%
Bewertet wird die Höhe des Wertungspreises gemäß Preisblatt mittels linearer Interpolation.
- Qualität der Lösungsbeschreibung60%
Bewertung mittels Potenzwertmethode anhand der Anforderungen an Software, Service und Support, Schulungsprogramm, Legal Engineering sowie Schlüsselpersonen.
Angebotspreis: Lineare Interpolation (niedrigster Preis = beste Bewertung). Qualität der Lösungsbeschreibung: Potenzwertmethode (Bewertung der Anforderungen anhand der Lösungsbeschreibung).
Leistungsumfang
Aus den Vergabeunterlagen
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Leistungsumfang
Aus den Vergabeunterlagen
Vertragsrahmen und Abruf
- Art: Rahmenvereinbarung mit bis zu 3 Wirtschaftsteilnehmern, Abruf im Kaskadenprinzip (Rangfolge: bestplatzierter Auftragnehmer wird vorrangig beauftragt).
- Laufzeit: 4 Jahre ab Vertragsbeginn, optional 2× um je 6 Monate verlängerbar (max. 5 Jahre gesamt).
- Abrufberechtigt: Ausschließlich Bundesbehörden.
- Kein erneuter Wettbewerb zwischen Rahmenvertragspartnern beim Einzelabruf.
- Nebenangebote: nicht zugelassen.
- Keine Losvergabe – einheitlicher Leistungsumfang für alle Vertragspartner.
- Geschätztes Auftragsvolumen: ca. 2.858.750 EUR netto (4 Jahre); Höchstwert 4.000.000 EUR netto (5 Jahre).
Software – Kernfunktionen
- Nutzungsart: Ohne vertiefte Programmierkenntnisse bedienbar (No-Code/Low-Code).
- Kollaboration: Gemeinsames Bearbeiten und Freigabeprozesse für Regelmodelle.
- Versionierung & Nachvollziehbarkeit: Änderungen an Regelmodellen sind dokumentiert und rückverfolgbar.
- Modellierung: Digitale Modellierung und Visualisierung von Regelwerken.
- Import/Export: In offenen und standardisierten Formaten; Export als Visualisierung und Text.
- Lizenzumfang: Bis zu 300 Nutzerlizenzen mit Kernfunktionen.
Service und Support (Kernleistung)
- Mehrstufiger Support mit definierten Servicezeiten.
- Verbindliche Reaktions- und Lösungszeiten.
- Betrieb in der Infrastruktur des Bundes muss möglich sein.
Optionale Zusatzleistungen
- Schulungen: Bis zu 100 Personentage insgesamt abrufbar.
- Legal Engineering: Bis zu 500 Personentage insgesamt abrufbar.
- Abruf nur bei Bedarf durch die abrufberechtigten Bundesbehörden.
Optionale Software-Zusatzfunktionen
- KI-Unterstützung zur teilautomatisierten Überführung von Text in Modell und umgekehrt.
- Erweiterte Analyse- und Auswertungsfunktionen.
- Simulations- und Qualitätssicherungsfunktionen für Regelmodelle.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen
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Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen
Zwingende Voraussetzungen (Mindestanforderungen)
Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (§§ 123, 124 GWB sowie Art. 5k VO (EU) 833/2014 zu Russland-Sanktionen):
- Keine einschlägigen Verurteilungen oder Geldbußen in den letzten 5 Jahren.
- Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten.
- Keine Insolvenz, keine schweren Verfehlungen, keine Wettbewerbsverzerrung.
- Keine Verstöße gegen MiLoG, AEntG, AufenthG, SchwarzArbG, LkSG, BTTG.
- Nachweis je Bieter, jedes Bietergemeinschaftsmitglied und feststehender Unterauftragnehmer.
Wirtschaftliche/finanzielle Eignung:
- Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung mit marktüblichen Deckungssummen – Nachweis Police oder Erklärung zum Abschluss, gültig für die gesamte Vertragslaufzeit.
- Eigenerklärung Gesamtumsatz der letzten 3 Geschäftsjahre (2023/2024/2025).
- Eigenerklärung Jahresumsatz im Tätigkeitsbereich (Software, Schulung, Legal Engineering) für 2023/2024/2025.
Technische und berufliche Eignung:
- Gültiges ISMS-Zertifikat nach DIN EN ISO/IEC 27001 (oder gleichwertig) einer akkreditierten Stelle.
- Alle kommunizierenden Mitarbeitenden beherrschen Deutsch mindestens auf Niveau C1 (GER).
- Eigenerklärung: Software kann in der Infrastruktur des Bundes betrieben werden.
Fachliche Eignung über Referenzen
- 3 bis 5 wertbare Referenzen erforderlich (bei weniger als 3 erfolgt Ausschluss).
- Funktionaler Bezug zur softwaregestützten Abbildung rechtlicher/regulatorischer Vorgaben, mindestens einer der Bereiche: LegalTech-Anwendungen, regelbasierte Systeme, Legal Engineering, softwaregestützte Normstrukturierung/-modellierung.
- Gesamtheit der Referenzen muss mindestens 2 der 4 Bereiche abdecken.
- Mindestens 1 Referenz mit Auftraggeber aus dem öffentlichen Sektor und Bezug zu Law-as-Code, Legal Engineering oder softwaregestützter Normstrukturierung.
- Mindestens 1 Referenz darf nicht älter als 3 Jahre vor Ablauf der Bewerbungsfrist (10.07.2026) sein, mit öffentlichem Auftraggeber und Law-as-Code-Bezug.
- Pflichtangaben je Referenz: Auftraggeber (Name, Anschrift, Art), Auftragswert (EUR netto, ggf. Spannen), Leistungszeitraum, Leistungsinhalt, Umfang in Software/Schulung/Legal Engineering, Vergleichbarkeitsdarstellung.
- Zusätzliche Projektbeschreibung je Referenz: max. 2 DIN-A4-Seiten, inkl. bildlicher Darstellungen.
Auswahlverfahren (zweistufig)
Stufe 1 – Ausschlussprüfung:
- Prüfung der Mindestanforderungen (Ausschlussgründe, Versicherung, ISMS, Sprache, Bundesinfrastruktur, Referenzen).
Stufe 2 – Bewertung (nur bei >6 geeigneten Bewerbern):
- Punktevergabe nach Eignungsbewertungsmatrix (Anlage 10):
- Inhaltliche Vergleichbarkeit: bis 5 Bewertungspunkte (BP)
- Auftraggeber und Kontext: bis 3 BP
- Aktualität: bis 1 BP
- Auftragswert ≥ 50.000 EUR netto: bis 1 BP
- Maximal 10 BP je Referenz
- Auswahl der besten 6 Bewerber; bei Punktgleichheit ggf. weniger (mind. 5).
- Nur die ausgewählten Bewerber werden zur Angebotsabgabe aufgefordert.
Bewerbergemeinschaften und Unterauftragnehmer
- Bewerbergemeinschaften zugelassen; jedes Mitglied muss alle Eignungsnachweise separat erbringen.
- Angabe eines bevollmächtigten Vertreters, der Rechtsform und der Aufgabenverteilung erforderlich.
- Eignungsleihe über Unterauftragnehmer möglich; Nachunternehmerverpflichtungserklärung (Anlage 07) erforderlich.
- Auch Unterauftragnehmer müssen Eigenerklärung zu Ausschlussgründen und ggf. Art. 5k VO (EU) 833/2014 abgeben.
Softwaregestützte Abbildung rechtlicher/regulatorischer Vorgaben (Law-as-Code, LegalTech, Legal Engineering, regelbasierte Systeme oder softwaregestützte Normstrukturierung/-modellierung). Gesamtheit der Referenzen muss mind. 2 der 4 Bereiche abdecken. Mind. 1 Referenz mit öffentlichem Auftraggeber und Law-as-Code-Bezug, mind. 1 Referenz nicht älter als 3 Jahre vor Bewerbungsfrist.
Anlage 03 Vordruck Unternehmensreferenzen + max. 2 DIN-A4-Seiten Projektbeschreibung je Referenz; Pflichtangaben: Auftraggeber (Name, Anschrift, Art), Auftragswert, Leistungszeitraum, Leistungsinhalt mit Law-as-Code-Bezug, Umfang in Software/Schulung/Legal Engineering, Vergleichbarkeitsdarstellung
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
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