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Ausschreibungen Personenbeförderung

Busverkehrsleistungen in den Linienbündeln 2 (Südost/Ostrach), 3 (Südwest/Meßkirch) und 4 (Ost/Hohentengen) im Landkreis Sigmaringen in drei Losen

Landkreis Sigmaringen | Vergabekammer Baden- Württemberg beim Regierungspräsidium KarlsruheSigmaringen, Baden-WürttembergVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 2 Tage

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Der Landkreis Sigmaringen vergibt in einem offenen Verfahren die Erbringung von Busverkehrsleistungen in drei Losen (Linienbündel 2 Südost/Ostrach, Linienbündel 3 Südwest/Meßkirch und Linienbündel 4 Ost/Hohentengen).

Die Bieter können für ein oder zwei Lose abgeben (maximal zwei Lose je Bieter). Die Betriebsaufnahme erfolgt einheitlich am 1. August 2027. Die Vertragslaufzeit beträgt je nach Los 8, 9 oder 10 Jahre.

Zu erbringen sind neben dem festen Linienverkehr (Omnibuslinien nach Personenbeförderungsgesetz) auch Bedarfsverkehre (Anruf-/On-Demand-Verkehre). Bei den Bussen sind moderne Standards einzuhalten (u. a. Niederflur, USB-/WLAN-Ausstattung bei Regiobusfahrzeugen).

Bewertet wird der Preis mit 60 % und qualitative Konzepte (Personal, Beschwerdemanagement, Betriebsstörungs- und Pünktlichkeitsmanagement) mit 40 %.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 2 Tage bis zur Angebotsfrist — 28. Juli 2026
HEUTE
Termin / FristJUL2026 SEP NOV JAN2027 MÄR MAI JUL SEP NOV
Bieterfragen-Frist14. Juli 2026
Angebotsfrist28. Juli 2026
Angebotsöffnung28. Juli 2026
Bindefrist28. Juli – 28. Nov. 2026
Erste Preisfortschreibung1. Jan. 2027
Ausführungsbeginn Los 11. Aug. 2027
Ausführungsbeginn Los 21. Aug. 2027
Ausführungsbeginn Los 31. Aug. 2027
Ziehung Option 2 Los 21. Aug. 2027
Vertragslaufzeit Los 11. Aug. 2027 – 31. Juli 2035bis 2035
Vertragslaufzeit Los 21. Aug. 2027 – 31. Juli 2036bis 2036
Vertragslaufzeit Los 31. Aug. 2027 – 31. Juli 2037bis 2037
Ausführungsbeginn Linien 800/756713. Dez. 2027
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabe

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität5 Kriterien
Preis 60%Qualität 40%
  • Wertungspreis (WP)60%

    Berechnung aus Vollkostenpreis und Wertungsaufschlägen; lineare Interpolation zwischen niedrigstem Wertungspreis und 1,5-Fachem desselben

  • Umsetzungskonzept Personal (KP)15%

    Gewinnung, Aufrechterhaltung und Qualität des Fahrpersonals

  • Umsetzungskonzept Beschwerdemanagement (KBM)5%

    Ausgestaltung des Beschwerdemanagements

  • Umsetzungskonzept Betriebsstörungsmanagement (KBS)10%

    Ausgestaltung des Betriebsstörungsmanagements

  • Umsetzungskonzept Pünktlichkeit (KPK)10%

    Präventive Maßnahmen zur Sicherung der Pünktlichkeit

WPKges = 0,6 x WPKWP + 0,15 x WPKKP + 0,05 x WPKKBM + 0,1 x WPKKBS + 0,1 x WPKKPK

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien inkl. Gewichtungen und Bewertungsmethode sind vollständig dokumentiert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Verkehrsart und Bedienungsform

In allen drei Losen ist eine Mischung aus festem Linienverkehr und Bedarfsverkehr zu betreiben:

Fester Verkehr: Fahrplanmäßige Linienverkehre nach § 42 PBefG (kein Anmeldeerfordernis), inklusive einzelner Anruffahrten.Bedarfsverkehr: Anruf-/On-Demand-Verkehre (KB-Linien), insbesondere in den Abend- und Nachtstunden an Wochenenden und Feiertagen; digitale Buchung über eine vom Auftraggeber bereitgestellte oder vom Bieter zu integrierende Plattform.

Alle Fahrten müssen den Anforderungen der Anschlusssicherung an Bahnhöfen (z. B. Mengen, Bad Saulgau, Sigmaringen) genügen.

Die Vorgaben sind in der Leistungsbeschreibung (Anlage 1 zum Verkehrsvertrag), den Fahrplänen (Anhang 1) und den Umlaufplänen (Anhang 2) verbindlich definiert.

Fahrzeuge

Eingesetzt werden Busse der Kategorien SL-A+/GL-A+ (Standard- bzw. Gelenkbus im Regiobusstandard) sowie SL-A/GL-A (Standard- bzw. Gelenkbus ohne Regiobusstandard) und ggf. SL-B (Verstärker). Für den Anrufverkehr sind PKW (KB) zu stellen.

Anforderungen an die Fahrzeuge:

Niederflur oder Low-Entry mit Klapprampe und ausreichender MehrzweckflächeUSB-Ladeanschlüsse je Sitzreihe (bei Regiobusfahrzeugen)WLAN im Fahrgastbereich (bei Regiobusfahrzeugen)Höchstalter 11 Jahre ab ErstzulassungSitzplatzgarantie außerhalb des Schülerverkehrs; im Schülerverkehr max. 75 % Auslastung bzw. max. 15 Minuten StehzeitEchtzeitdatenfähigkeit (RBL/ITCS-Anbindung)Automatische Fahrgastzählsysteme (AFZS) – Mietsystem über separate Gestattungsverträgebwegt-Logo und Förderhinweis bei Regiobusfahrzeugen

Mindestens 50 % der Fahrplankilometer sind vom Bieter selbst (ohne Subunternehmer) zu erbringen.

Personal und Betriebsleitung

Fahrpersonal: Deutschkenntnisse mindestens B1, Ortskenntnis im Bediengebiet, abgeschlossene Qualifizierung nach den einschlägigen Vorschriften, einheitliche Dienstkleidung.Verkehrsleiter/in nach VO (EG) Nr. 1071/2009 ist namentlich zu benennen.Betriebsleitstelle: Mo–Fr 6–20 Uhr und Sa 8–14 Uhr personell besetzt mit namentlich benannten Disponenten.Kunden-Hotline: mindestens 80 % der Anrufe innerhalb von 2 Minuten angenommen.Fahrausweiskontrollen: mindestens 150 Kontrollen je Monat und Los.

Auf das Personal sind die Tarifverträge des privaten Omnibusgewerbes Baden-Württemberg anzuwenden (Manteltarifvertrag, Lohntarifvertrag, ggf. Bezirkstarifvertrag). Das Landestariftreue- und Mindestlohngesetz (LTMG) sowie das Mindestlohngesetz sind einzuhalten – auch bei Subunternehmern.

Tarif, Verbünde und Vertrieb

Anzuwenden sind der naldo-Gemeinschaftstarif, der BW-Tarif und das Deutschlandticket.Beitritt zum Verkehrsverbund naldo ist verpflichtend.Assoziierte Partnerschaften je nach Los mit bodo (Los 1), VHB (Los 3) und move (Los 3).Verkauf über mobile Fahrscheindrucker im Fahrzeug und, soweit erforderlich, über stationäre Fahrscheinautomaten.Erhebung erhöhtes Beförderungsentgelt bei Schwarzfahrern.Monatliche Einnahmenmeldung und jährliche Einnahmenaufteilung gemäß Verbundvorgaben.

Qualitäts- und Berichtspflichten

Pünktlichkeit: max. 5 Minuten Abweichung als Schwelle; bei Verstößen Pönalen.Beschwerdemanagement: dokumentierte Bearbeitung mit Antwortzeiten und Eskalationspfad.Betriebsstörungsmanagement: tägliche Störungsmeldungen über das RBL-System.Berichtspflichten: Qualitätsbericht monatlich (10. Kalendertag), Quartalsberichte, jährlicher Beschwerdebericht.Haltestellenpflege: Zuständigkeit für Sauberkeit, Aushänge und Schadensfreiheit vertraglich geregelt (Anlage 3 zum Verkehrsvertrag).Fuhrpark-Erhebungen: unangekündigte Kontrollen mit Schwellenwerten (Sauberkeit ≥ 85 %, Schadensfreiheit ≥ 90 %); bei Mängeln Nachbesserung innerhalb festgelegter Fristen.Pönalen bei Vertragsverstößen, gestaffelt nach Schwere und Häufigkeit.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Der Bieter muss erklären, dass er über ausreichende wirtschaftliche Mittel verfügt, um seine laufenden finanziellen Verpflichtungen – einschließlich dieses Auftrags – zu erfüllen. Auf Verlangen des Auftraggebers sind entsprechende Nachweise gemäß § 45 Abs. 4–5 VgV vorzulegen (z. B. Bilanzen, Umsätze, Bankauskunft). Alternativ kann die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) nach § 50 VgV abgegeben werden.

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

Der Bieter muss nachweisen, dass er:

über die speziellen Sachkenntnisse und Erfahrungen zur Durchführung von Busverkehrsleistungen (insbesondere Schüler- und Linienverkehr) verfügt,ein Busunternehmen unter Beachtung der für die Personenbeförderung geltenden Vorschriften führen kann,die Allgemeinheit beim Betrieb der Buslinien vor Schäden und Gefahren bewahrt unddie einschlägigen Rechtsvorschriften beachtet.

Nachweise: Vordrucke 4 und 5, Referenzen über Nahverkehrsleistungen der letzten 3 Jahre. Auf Verlangen weitere Nachweise. Alternativ: EEE gemäß § 50 VgV.

Ausschlussgründe

Ausschlussgründe nach § 123 GWB (zwingend) und § 124 GWB (fakultativ) müssen abgeprüft und über die Vordrucke 5/6 erklärt werden, u. a.:

keine Verurteilungen wegen in § 123 Abs. 1 GWB genannter Straftaten (5 Jahre),ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen (5 Jahre),keine schweren, die Integrität infrage stellenden Verfehlungen (3 Jahre),keine wettbewerbsbeschränkenden Vereinbarungen (3 Jahre),kein Verstoß gegen MiLoG, AEntG, SchwarzArbG oder LkSG (Geldbußen ≥ 2.500 € bzw. relevante Strafen),keine Zahlungsunfähigkeit/Insolvenz,keine wesentlichen Mängel bei früheren öffentlichen Aufträgen,keine Interessenkonflikte.

Zusätzlich Erklärung zur Einhaltung der Russland-Sanktionen (EU-VO 833/2014 Art. 5k). Überprüfung über das Wettbewerbsregister und weitere Stellen für den Bestbieter.

Berufliche Zulassung

Der Bieter muss als Verkehrsunternehmen die Voraussetzungen des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) erfüllen. Nach Zuschlag sind die Genehmigungen nach §§ 2 Abs. 1 Nr. 3, 42 PBefG (ggf. einstweilige Erlaubnisse nach § 20 PBefG) unverzüglich zu beantragen.

Bietergemeinschaften

Bei Bietergemeinschaften sind Eignungsunterlagen (außer Referenzen) für jedes Mitglied vorzulegen. Referenzen nach Vordruck 4 muss mindestens ein Mitglied erbringen. Bei Berufung auf Dritte: Nachweis, dass deren Kapazitäten dem Bieter während der gesamten Vertragslaufzeit tatsächlich und unwiderruflich zur Verfügung stehen (§ 47 Abs. 1 VgV).

Tariftreue und Mindestlohn

Anwendung der einschlägigen Tarifverträge des privaten Omnibusgewerbes Baden-Württemberg (Manteltarifvertrag, Lohntarifvertrag, Bezirkstarifvertrag) und Einhaltung des Landestariftreue- und Mindestlohngesetzes (LTMG) sowie des Mindestlohngesetzes. Gleiche Bedingungen sind auch für Subunternehmer-Mitarbeiter sicherzustellen.

Zuschlagslimitierung

Referenzprojekte
Nicht exakt beziffert (mindestens eine Referenz je referenzführendem Mitglied) ReferenzenZeitraum: Innerhalb der letzten 3 Jahre vor AngebotsabgabeVolumen: Nicht exakt beziffert; Angabe der jährlichen Nutzkm-Leistung erforderlich

Referenzen über in den letzten 3 Jahren erbrachte Nahverkehrsleistungen

Linienverkehre nach § 42 PBefG (als Genehmigungsinhaber oder Betriebsführer), Auftragnehmer im Linienverkehr oder artverwandte Geschäftsfelder (z. B. Schülerbeförderung). Pro Referenz: Raum, Zeitraum (seit–bis), jährliche Nutzkm-Leistung. Bei Bietergemeinschaften reicht ein Mitglied als Referenzgeber. Bieter kann sich auf Kapazitäten Dritter berufen.

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
11+Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 15 Angebote
Hohe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 28%4–10 · 30%11+ · 42%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 19 erledigt
Angebotsformular und Preisblätter
Eignung und Ausschlussgründe
Referenzen und berufliche Eignung
Qualitative Konzepte (Zuschlagskriterien)
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Landkreis Sigmaringen | Vergabekammer Baden- Württemberg beim Regierungspräsidium Karlsruhe
Anschrift
72488 Sigmaringen
Ort
72488 Sigmaringen
Kategorie
ÖPNV & Busverkehr
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
72488 Sigmaringen
Baden-Württemberg

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