Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenBewachung und Sicherheitsdienstleistungen für die Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt am Standort Schmidtmannstraße 86 in Aschersleben.
Es handelt sich um ein offenes Verfahren mit einem Los. Der Auftrag umfasst stationären und mobilen Sicherheitsdienst, Empfangs- und Pfortendienst, Kontrollgänge, Alarmverfolgung, Veranstaltungssicherung und Bedarfsleistungen.
Die Vertragslaufzeit beträgt 4 Jahre (01.11.2026 – 31.10.2030) mit zweimaliger Verlängerungsoption um je 12 Monate (bis max. 31.10.2032).
Angebote müssen elektronisch über die Vergabeplattform evergabe-online.de eingereicht werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenArt der Leistung
Es handelt sich um eine Generalunternehmerleistung: Der Auftragnehmer trägt die volle Verantwortung für die gesamte Sicherheitsdienstleistung, auch beim Einsatz von Nachunternehmern. Die Leistung umfasst stationären Sicherheitsdienst, mobilen Sicherheitsdienst, Alarmverfolgung mit Intervention vor Ort, Führung eines Wachbuchs sowie ggf. Veranstaltungssicherungsdienst und kurzfristig abrufbare Bedarfsleistungen (z.B. Überwachung sensibler Bereiche außerhalb der Dienstzeiten bei Umbaumaßnahmen).
Die Beauftragung von Bedarfsleistungen erfolgt gesondert in Textform; ein Rechtsanspruch darauf besteht nicht. Vorlaufzeit für kurzfristig erhöhten Personalbedarf: mindestens 3 Werktage.
Zu beachtende Vorschriften/Standards: § 34a Gewerbeordnung (GewO), Bewachungsverordnung (BewachV), DGUV V23, ggf. SÜG-LSA, ggf. WaffG, DIN 77200-1, DIN 77200-3, DIN EN 15602, Tariftreue nach Mantel- und Entgelttarifvertrag für Sicherheitsdienstleistungen Sachsen-Anhalt (mindestens Entgeltgruppe 2 – geringerer Stundenlohn führt zum Angebotsausschluss).
Standort und Rahmenbedingungen
Einsatzort: Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt, Schmidtmannstraße 86, 06449 Aschersleben.
Vertragslaufzeit: 4 Jahre vom 01.11.2026 bis 31.10.2030. Verlängerungsoption: zweimalige Verlängerung um jeweils 12 Monate bis maximal 31.10.2032.
Bei Bedarf ist Mobilität zwischen Objekten durch ein Kraftfahrzeug des Auftragnehmers sicherzustellen; Fahrtkosten trägt der Auftragnehmer. Personalveränderungen sind mindestens 3 Werktage im Voraus schriftlich zu melden (bei Ü1-pflichtigem Personal 2 Monate im Voraus). Ersatz bei Personalausfall muss innerhalb von 2 Stunden erfolgen.
Schichtmodell und Personaleinsatz
Montag–Freitag 06:00–12:00 Uhr: 2 Wachpersonen (zuschlagsfreier Tagesdienst).
Montag–Freitag 12:00–18:00 Uhr: 1 Wachperson (zuschlagsfreier Tagesdienst).
Montag–Freitag 18:00–06:00 Uhr (Nacht): 2 Wachpersonen (mit Nachtzuschlag).
Samstag 06:00–22:00 Uhr und 22:00–06:00 Uhr: 2 Wachpersonen (Samstags- und Nachtzuschlag).
Sonntag 06:00–22:00 Uhr und 22:00–06:00 Uhr: 2 Wachpersonen (Sonntags- und Nachtzuschlag).
Feiertage 06:00–22:00 Uhr und 22:00–06:00 Uhr: 2 Wachpersonen (Feiertags- und Nachtzuschlag).
Die jährlichen Soll-Stunden belaufen sich auf ca. 16.000–18.000 Stunden je nach Schichtmix; abgerechnet wird nach tatsächlich erbrachten Leistungen.
Aufgaben des Wachpersonals
Kontrolle von Personen und Fahrzeugen hinsichtlich Betretens- und Befahrensberechtigung; Verhinderung unberechtigten Betretens und Aufenthalts; Öffnen und Schließen von Haupt- und Nebentoren; Besucherverwaltung (An-/Abmeldung, Führen des Besuchernachweises); Schlüsselausgabe und Führen des Schlüsselbuchs; Weiterleitung von Informationen und Gesprächen; Handeln bei Überfall- und Einbruchsmeldungen (nach Weisung); Ein-/Ausschalten der Außenbeleuchtung und Beflaggung; Einleitung von Notfallmaßnahmen bei Brand und Havarie; Beobachtung der Liegenschaft über die vom Auftraggeber gestellte Videoüberwachungsanlage; Kontrolle der äußeren Verschlusssicherheit von Gebäuden, Anlagen, Räumen, Außentoren, Zäunen; mindestens 6 Kontrollgänge pro Nachtbesetzung nach Streifenvarianten mit Scans am vorgegebenen Kontrollpunkten.
Während eines Kontrollgangs verschließt der verbleibende Mitarbeiter den Wachenzugang von innen; beide Mitarbeiter stehen über Funk in Verbindung.
Technische Ausstattung durch den Auftragnehmer
Servergestütztes Wächterkontrollsystem (Server in Deutschland oder EU) mit digitalem Wachbuch, Kontrollpunktscans, digitaler Ereigniserfassung und Weiterleitung an den Auftraggeber, digitaler Dienstplanung und Arbeitszeiterfassung. Mobile Datenleser für Kontrollstellen werden vom Auftragnehmer installiert. Monatliche Ausdrucke aller Kontrolldaten sind mit der Rechnung einzureichen.
Kommunikationstechnik (z.B. Funkgeräte) für das Personal – je Objekt mindestens ein Reservegerät; CB-/PMR-Funkgeräte sind nicht zugelassen. Erste-Hilfe-Ausstattung (persönliches Verbandspäckchen je Person).
Organisation, Dienstanweisung und Beschwerdemanagement
Der Auftragnehmer erstellt vor Leistungsbeginn in Abstimmung mit dem Nutzer eine Dienstanweisung und führt diese fort. Er richtet ein Beschwerdemanagementsystem mit einer zentralen E-Mail-Adresse als Beschwerdeeingangsstelle ein. Eine Gefährdungsbeurteilung gemäß § 8 ArbSchG und DGUV V1 ist zu erstellen und auf Verlangen vorzulegen. Für Einzelarbeitsplätze ist Alleinarbeiterschutz gemäß DGUV V23 mit Notruffunktion über eine Alarm-/Notrufzentrale einzurichten. Bedarfsleistungen werden über Arbeitsscheine beauftragt, die vom Auftraggeber gegengezeichnet werden.
Personalqualifikation – Anforderungen
Mindestalter 18 Jahre, EU-Staatsbürgerschaft (Nicht-EU nur mit Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis plus gesonderter Genehmigung des Auftraggebers). Persönliche Zuverlässigkeit, körperliche und geistige Eignung. Deutsche Sprachkenntnisse mindestens Niveau B1 (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen). Mindestens Sachkundeprüfung nach § 34a GewO oder vergleichbare Qualifikation. Identifikationsnummer im Bewacherregister. Erste-Hilfe-Ausbildung mit Wiederholungslehrgang alle 2 Jahre. Schriftliche Erklärung über allgemeine Sicherheitsbelehrung und zur sofortigen Meldung sicherheitsrelevanter Vorkommnisse vor erstem Dienstantritt. Polizeiliche Überprüfung (mit Einwilligung) oder einfache Sicherheitsüberprüfung Ü1 (gemäß SÜG-LSA) vor erstem Einsatz – Verpflichtung gemäß § 1 Abs. 1 Verpflichtungsgesetz durch den Auftraggeber.
Objektleitung zusätzlich: Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft (GSSK, IHK) mit mindestens 1 Jahr Berufserfahrung ODER mindestens 2 Jahre Tätigkeit als Objektleitung mit Führungserfahrung; Deutsch mindestens Niveau B2; werktägliche Erreichbarkeit 06:00–18:00 Uhr.
Datenschutz und Verschwiegenheit
Die Daten der Angebote und Bewerbungen werden 10 Jahre gespeichert. Bieter haben Auskunftsanspruch über die Merkmale des erfolgreichen Angebots innerhalb von 15 Tagen nach Antrag. Die Auftraggeber informieren nicht berücksichtigte Bieter 10 Kalendertage vor Vertragsschluss über die Merkmale des Zuschlags. Personalveränderungen, Personalangelegenheiten und sicherheitsrelevante Vorkommnisse unterliegen der Verschwiegenheit (schriftliche Verpflichtungserklärung aller eingesetzten Arbeitskräfte erforderlich).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche und rechtliche Eignung (Ausschlussgründe)
Erklärung, dass keine Ausschlussgründe gemäß §§ 123 und 124 GWB vorliegen (insbesondere keine Verurteilungen wegen illegaler Beschäftigung, krimineller Organisation, Geldwäsche, Subventionsbetrug oder Bestechung). Erklärung gemäß Art. 5k Abs. 3 der EU-Verordnung 2022/576, dass weder der Bieter noch beteiligte Unterauftragnehmer, Eignungsleihgeber oder Lieferanten (soweit >10 % des Auftragswertes betroffen) russische sanktionierte Personen oder Unternehmen sind. Nachunternehmer müssen gewerbe- und handwerksrechtliche Voraussetzungen erfüllen.
Fachliche Eignung und Zertifizierung
Zertifikat DIN 77200-1 und DIN 77200-3 von einem national akkreditierten Zertifizierungsunternehmen oder gleichwertige Qualifikation. Alternativ: Präqualifizierung in einer anerkannten Datenbank (ULV Sachsen-Anhalt oder DIHK AVPQ) mit Angabe der geprüften Eignungskriterien. Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) gemäß § 50 VgV wird akzeptiert. Bewerbererklärung nach Abschnitt 2 (RdErl. des MW vom 21.11.2008).
Wirtschaftliche und finanzielle Eignung
Gültiger Nachweis über die Zahlung der Beiträge der Berufsgenossenschaft oder vergleichbare Nachweise. Betriebshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen pro Schadensfall: 2.500.000 € Personenschäden, 2.000.000 € Sach- und Umweltschäden, 250.000 € Vermögensschäden und Schäden nach BDSG, 250.000 € Abhandenkommen bewachter Sachen, 100.000 € Abhandenkommen überlassener Schlüssel. Liegt die Versicherung in dieser Höhe noch nicht vor, genügt eine Bereitschaftserklärung des Versicherers, die Summen im Zuschlagsfall bereitzustellen.
Leistungsfähigkeit und Referenzen
Mindestens 3 nach Art und Umfang vergleichbare Referenzen aus den letzten 3 Jahren (seit 04/2023) über erbrachte Sicherheitsdienstleistungen mit gleich hohem oder höherem technischem/organisatorischem Schwierigkeitsgrad. Laufende Referenzen sind anrechenbar, wenn sie mindestens 12 Monate andauern. Die Referenzen sind als Referenzliste (Anlage 6) mit Angabe von Auftragsart, Ausführungsort, jährlichem Leistungsumfang in EUR, Leistungszeitraum, Auftraggeber/Ansprechpartner und Vergleichbarkeitsbegründung einzureichen. DSGVO-Einwilligungen der Ansprechpartner sind einzuholen.
Tariftreue und Personal
Vergütung ausschließlich nach Manteltarifvertrag und Entgelttarifvertrag für Sicherheitsdienstleistungen Sachsen-Anhalt – mindestens Stundenlohn der Entgeltgruppe 2 (Sicherheitsmitarbeiter Landespolizei). Ein niedrigerer Stundenlohn führt zum Angebotsausschluss. Personal muss die unter 'Leistungsumfang' beschriebenen Qualifikationen (Sachkundeprüfung § 34a GewO, Bewacherregister-ID, Erste-Hilfe-Ausbildung, Deutsch B1/B2) erfüllen und polizeilich überprüft sein.
Vergleichbare Sicherheitsdienstleistungen (stationäre und/oder mobile Bewachung) nach Art und Umfang, mit mindestens gleich hohem oder höherem technischem/organisatorischem Schwierigkeitsgrad
Einreichung als Referenzliste (Anlage 6) mit Angabe von Art des Auftrags, Ausführungsort, jährlichem Leistungsumfang in EUR, Leistungszeitraum, Auftraggeber/Ansprechpartner/Kontaktdaten und Vergleichbarkeitsbegründung. Laufende Referenzen anrechenbar bei mind. 12 Monaten Laufzeit. DSGVO-Einwilligungen der Ansprechpartner erforderlich.