Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenAuf der Kläranlage Hamm-West des Lippeverbandes soll eine 4. Reinigungsstufe zur Entfernung von Spurenstoffen errichtet werden. Die Arbeiten umfassen den Umbau und die Sanierung der bestehenden Nachklärbecken 1–4, den Neubau eines weiteren Nachklärbeckens (Nr. 5) sowie die Lieferung und Montage der gesamten Maschinen- und Verfahrenstechnik (Pumpen, Gebläse, Ozonanlage, Sandfiltration, Rohrleitungen, Armaturen, Krananlagen).
Was Sie als Bieter wissen müssen:
Die Ausschreibung richtet sich an leistungsfähige Bau- und Montagefirmen mit Erfahrung im Kläranlagenbau. Eine Teilnahme als kleines/mittleres Unternehmen (KMU) wird vom Auftraggeber ausdrücklich als nicht geeignet eingestuft.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenErfüllungsort & Projektrahmen
Alle Arbeiten erfolgen auf dem Betriebsgelände der Kläranlage Hamm-West in 59075 Hamm (NUTS-Code DEA54). Es handelt sich um eine einheitliche Bauleistung ohne Losaufteilung. Die Ausführung erfolgt zwischen dem 16.11.2026 und 01.10.2029 (ca. 3 Jahre Bauzeit). Einzelne Meilensteine laut Bauzeitenplan (z. B. Übergabe WMP bis 10.05.2027) sind verbindlich.
Regelarbeitszeiten:
Umbau und Sanierung der Nachklärbecken 1–4
Die vier bestehenden rechteckigen Nachklärbecken (je ca. 25 m breit und 50 m lang) werden umgebaut und saniert. Dazu gehört die Lieferung und Montage folgender maschinentechnischer Komponenten:
Ziel ist eine verbesserte Abscheideleistung und ein stabiler Betrieb der 4. Reinigungsstufe.
Neubau Nachklärbecken 5
Errichtung eines zusätzlichen Nachklärbeckens (NKB 5) inklusive aller erforderlichen Nebenbauwerke. Das neue Becken wird verfahrenstechnisch in den Bestand eingebunden. Ziel: Erhöhung der Abscheideleistung zur Vermeidung von Schlammspiegelproblemen und Schlammabtrieb.
Verfahrenstechnik 4. Reinigungsstufe
Die 4. Reinigungsstufe ist als Teilstrombehandlung bis 1.000 l/s ausgelegt und besteht aus folgenden Hauptkomponenten:
1. Zwischenpumpwerk – Heben des Abwassers auf Ozonungsniveau
2. Ozonung – Zweistraßiger Schlaufenreaktor in Betonbauweise mit Ozonerzeugung aus Reinsauerstoff (Flüssiggastank), Eintragssystem über Keramikdiffusoren und Restozonvernichtung
3. Mischreaktor – Mit Rührwerken zur optionalen Fällmittelzugabe
4. Mehrschicht-Sandfiltration – Zweiflüglig, je 4 Filterkammern, bestückt mit Hydroanthrazit und Filtersand; Rückspülung mit Wasser und Luft
5. Spülwasserspeicher – Speicherung des Rückspülwassers für Rückspülung und Ozonerzeugerkühlung
6. Zweistöckiges Maschinenhaus – Aufnahme aller Aggregate
Pumpen und Rührwerke
Gebläse
Ozonerzeugung und Sicherheit
Fällmitteldosierung
Absperreinrichtungen (Filterkammern)
Rohrleitungen und Zubehör
Rohrleitungsarmaturen
Kran- und Hebezeuge
Dokumentation & Probebetrieb
Im Rahmen der Leistungserbringung sind vom Auftragnehmer zu erstellen bzw. vorzulegen:
Nach der Inbetriebnahme ist ein 14-tägiger Probebetrieb durchzuführen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Mit Angebotsabgabe sind Nachweise zur wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit einzureichen (z. B. Jahresabschlüsse, Versicherungsnachweise). Konkrete Mindestumsätze sind in den vorliegenden Unterlagen nicht beziffert, werden jedoch erwartet und sind gemäß § 6a EU Nr. 2 VOB/A nachzuweisen.
Zusätzlich gefordert:
Technische Fachkunde und Leistungsfähigkeit
Der Bieter muss seine Eignung für Bau- und Montageleistungen im Kläranlagenbau nachweisen (§ 6a EU Nr. 2 a–c VOB/A). Konkrete Referenzprojekte werden in den vorliegenden Auszügen nicht im Detail gefordert, sind jedoch zur Bewertung der Fachkunde und Leistungsfähigkeit üblich und sollten mit vergleichbaren Projekten im Abwasserbereich eingereicht werden.
Hinweis: Eine Teilnahme ist nach Angabe des Auftraggebers nicht für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) geeignet – die Leistung erfordert eine entsprechende Unternehmensgröße und -kapazität.
Ausschlussgründe (§ 6e EU VOB/A)
Es dürfen keine Ausschlussgründe vorliegen, insbesondere:
Der Bieter hat das Nichtvorliegen dieser Ausschlussgründe durch Eigenerklärung gemäß Ziffer 3.2 des Runderlasses des Innenministeriums zu bestätigen. Auf Verlangen der Vergabestelle sind zusätzlich Bescheinigungen gemäß § 6b EU VOB/A nachzureichen.