Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Verwaltungsgemeinschaft Neusalza-Spremberg (mit den Gemeinden Schönbach und Dürrhennersdorf, ca. 5.000 Einwohner) sucht einen Dienstleister für die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans nach dem Bundes-Wärmeplanungsgesetz (WPG) und der Sächsischen Wärmeplanungsverordnung (SächsWPVO).
Im Rahmen des vereinfachten Verfahrens (Konvoi) sind eine Bestands- und Potenzialanalyse, die Entwicklung von Zielszenarien sowie eine Umsetzungsstrategie für eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung bis 2045 zu erarbeiten. Die Beauftragung erfolgt als Gesamtpaket an einen einzigen Bieter.
Der Projektstart ist für September 2026 geplant, die Endabnahme muss bis spätestens 31.12.2027 erfolgen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis (Netto-Gesamtsumme laut Preisblatt)40%
Bewertung des Netto-Gesamtpreises. Das günstigste Angebot erhält die vollen 40 Punkte; übrige Angebote erhalten lineare Punkte nach Formel 40*(1-(PBieter-Pmin)/Pmin).
- Lebenszykluskosten & Folgekosten20%
Bewertung der laufenden Kosten nach Projektabschluss (z.B. Software-Lizenzen, Support, zukünftige Datenpflege). Das günstigste Angebot erhält volle Punktzahl nach Formel 20*(1-(KBieter-Kmin)/Kmin).
- Umsetzungs- & Personaleinsatzkonzept30%
Bewertung des Konzepts zur methodischen Datenerhebung (Bestands-/Potenzialanalyse) und Akteursbeteiligung (BFÖ) anhand einer 6-Stufen-Matrix (0/6/12/18/24/30 Punkte). 0 Punkte führt zum Ausschluss.
- Liefer- und Ausführungsfristen10%
Bewertung des eingereichten Zeitplans mit definierten Meilensteinen anhand einer 6-Stufen-Matrix (0/2/4/6/8/10 Punkte). 0 Punkte (kein Plan oder Fristüberschreitung) führt zum Ausschluss.
Preis: Punkte = 40 * (1 - (PBieter - Pmin) / Pmin); Folgekosten: Punkte = 20 * (1 - (KBieter - Kmin) / Kmin)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektmanagement (Phase 0)
Übergeordnete Projektorganisation, Prozesssteuerung und Koordination aller Beteiligten über die gesamte Laufzeit bis Ende 2027.
Bestandsanalyse (Phase B)
Erfassung und Auswertung der heutigen Wärmeversorgung als Grundlage für die weitere Planung.
Potenzialanalyse (Phase C)
Ermittlung der künftig nutzbaren Potenziale für eine klimafreundliche Wärmeversorgung.
Eignungsprüfung (Phase A)
Identifikation von Teilgebieten, die für eine Wärme- oder Wasserstoffnetz-Infrastruktur nicht geeignet sind. In diesen Gebieten kann eine verkürzte Wärmeplanung angewendet werden.
Zielszenarien & Einteilung in Versorgungsgebiete (Phase D)
Entwicklung realistischer Szenarien und eines maßgeblichen Zielszenarios für die treibhausgasneutrale Wärmeversorgung bis 2045.
Umsetzungsstrategie (Phase E)
Darstellung konkreter Maßnahmen, einer Verstetigungsstrategie sowie eines Controlling-Konzepts, um den Wärmeplan langfristig umzusetzen und weiterzuentwickeln.
Akteurs- und Öffentlichkeitsbeteiligung (BFÖ)
Strukturierte Beteiligung der relevanten Akteure sowie der Öffentlichkeit über die Beteiligungsformate BFÖ 2.1 bis BFÖ 2.3.
Dokumentation & Datenübergabe (Phase F)
Übergabe aller Ergebnisse in nutzbarer Form an die Kommunalverwaltung.
Rechts- und Verfahrensrahmen
Die Leistung wird im vereinfachten Verfahren nach § 2 SächsWPVO durchgeführt, da die Verwaltungsgemeinschaft weniger als 10.000 Einwohner hat. Maßgeblich sind das Bundes-Wärmeplanungsgesetz (WPG, seit 01.01.2024 in Kraft) und die Sächsische Wärmeplanungsverordnung (SächsWPVO, seit 17.06.2025 in Kraft). Zieljahr ist 2045 (Treibhausgasneutralität).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Qualifikation
Nachweis der fachlichen Eignung zur Erstellung einer Kommunalen Wärmeplanung (KWP).
Personelle Eignung
Qualifikation und Erfahrung des für das Projekt vorgesehenen Personals.
Wirtschaftliche Eignung (Hinweis)
In den vorliegenden Unterlagen sind keine expliziten Mindestanforderungen zum Umsatz oder zur Unternehmensgröße hinterlegt. Wirtschaftliche Eignung wird im Verfahren voraussichtlich über Preisvergleiche und Bietergespräche beurteilt.
Eignungsbeurteilung im Verfahren
Die Eignung wird im Vergabeverfahren unter anderem über Bietergespräche und Preisvergleiche beurteilt. Eine aktive Teilnahme an möglichen Bietergesprächen wird empfohlen.
Bereits durchgeführte Kommunale Wärmeplanungen (KWP) – ersatzweise Nachweis einer gleichwertigen Qualifikation, falls keine KWP-Referenzen vorhanden sind.
Referenzen aus dem Energieportal Sachsen (von Kommunen bewertet) oder direkter Austausch mit bereits betreuten Kommunen können ergänzend herangezogen werden. Projekte sollen die methodische Kompetenz zur Erstellung einer KWP nach WPG/SächsWPVO belegen.