Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung
Das Pfalzklinikum in Klingenmünster erweitert seine Einrichtung für den Jugendmaßregelvollzug. Dafür wird ein 2-geschossiger Neubau (Gebäude 49N) als Bettenhaus mit Turnhalle sowie eine separate Werkhalle für Arbeitstherapie gebaut.
In dieser Ausschreibung (Los VWR43-400-07.1) geht es um die kompletten Starkstrom-/Elektroinstallationsarbeiten für beide Neubauten:
Verfahren: Offenes Verfahren, Vergabe nach VOB/A. Zuschlag nach Preis. Angebote ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform subreport.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis ist das einzige Zuschlagskriterium.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtbild und Geltungsbereich
Die Ausschreibung umfasst die Starkstromanlagen für beide Gebäude – das neue Bettenhaus 49N (zweigeschosig, teilunterkellert) mit angeschlossener Sporthalle und die separate Werkhalle für Arbeitstherapie. Beide Gebäude sind funktional an Bestandsbauten (insb. Gebäude 50) angebunden.
In weiten Teilen sind vandalensichere und anti-ligatur-fähige Komponenten erforderlich (Patientenzimmer, Krisenzimmer). Die Ausführung erfolgt in Massivbauweise; besondere Sicherheits- und Hygieneanforderungen gelten. Die Maßnahme läuft von Oktober 2026 bis voraussichtlich Juni 2028, mit Montagebeginn ca. März 2027 und Fertigstellung in KW 24/2028.
Schnittstellen:
Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und Dokumentation
Lieferung und Montage aller Starkstromkomponenten nach VOB/B, VDE, DIN und AMEV-Richtlinien.
Inbetriebnahme inkl. Funktionsprüfung, Parametrierung der KNX-Anlage, Probebetrieb und Einweisung des Bedienpersonals.
Dokumentation:
Wartung und Instandhaltung (für beide Lose)
Mit dem Bauangebot ist zwingend ein separates Wartungsangebot über 4 Jahre abzugeben (Festpreiszeitraum 24 Monate, danach Verlängerungsoptionen um jeweils 1 Jahr, Kündigungsfrist 3 Monate).
Zu wartende Anlagen:
Intervalle nach AMEV/VDE/VdS/DIN/DGUV:
Im Angebot anzugeben: Jahrespauschale (netto), separate Stundenverrechnungssätze für Obermonteur, Monteur, Helfer, Zuschläge für Nacht-/Sonntags-/Feiertagsarbeit sowie Fahrtkosten. Der Auftragnehmer führt ein Instandhaltungsbuch.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende Ausschlussgründe – was nicht vorliegen darf
Der Bieter darf keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A aufweisen. Konkret darf in den letzten 2 Jahren kein Verstoß mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 € im Gewerbezentralregister eingetragen sein.
Es darf kein Insolvenzverfahren eröffnet oder beantragt sein, kein Antrag mangels Masse abgelehnt worden sein, das Unternehmen darf sich nicht in Liquidation befinden. Ggf. ist ein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan vorzulegen.
Steuern, Abgaben und Sozialversicherung müssen ordnungsgemäß erfüllt sein (Unbedenklichkeitsbescheinigungen auf Verlangen).
Russland-Sanktionen: Es darf keine Zugehörigkeit zu den von Art. 5k VO (EU) Nr. 833/2014 betroffenen Personen/Unternehmen bestehen.
Fachliche Eignung – Registereintrag, Haftpflicht, Arbeitskräfte
Registereintrag: Eintragung in das Handelsregister und/oder in die Handwerksrolle bzw. bei der IHK (oder Nachweis, dass keine Eintragungspflicht besteht).
Haftpflichtversicherung: Mindest-Deckungssummen 2.000.000 € für Personenschäden und 5.000.000 € für sonstige Schäden.
Arbeitskräfte: Eigenerklärung, dass die für die Leistung erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Auf Verlangen: durchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.
Tariftreue: Verpflichtungserklärung zur Einhaltung des Landes-Tariftreuegesetzes Rheinland-Pfalz (LTTG) – mindestens Tariflohn bzw. gesetzlicher Mindestlohn, auch durch Nachunternehmer.
Kinderarbeit: Erklärung zur Vermeidung des Erwerbs von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit (IAO-Übereinkommen Nr. 182).
Wirtschaftliche/finanzielle Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung zum Umsatz in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren mit vergleichbaren Bauleistungen (inkl. Anteile bei gemeinsam ausgeführten Leistungen). Eine konkrete Mindesthöhe ist nicht beziffert – Vergleichbarkeit entscheidet.
Technische Leistungsfähigkeit – Referenzen
Nachweis über vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren. Bei engerer Wahl sind 3 Referenznachweise vorzulegen – siehe Referenzprojekte. Die Referenzen müssen die Eignung für Starkstrom-/Elektroinstallationsarbeiten (Niederspannungsanlagen, Beleuchtung, Sicherheitsbeleuchtung, Blitzschutz, PV) belegen.
Form der Eignungsnachweise und Nachunternehmer
Präqualifizierte Unternehmen: Nachweis durch PQ-Eintrag + ggf. ergänzende Nachweise (PQ-Nummer im Angebotsschreiben oder auf Formblatt 124).
Nicht präqualifizierte Unternehmen: Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder Einheitliche Europäische Eignungserklärung (EEE).
Nachunternehmer sind für die Hauptleistung NICHT zugelassen (Leistung muss im eigenen Betrieb erbracht werden). Für Eignungsleihe (z. B. Kapazitäten anderer Unternehmen) sind Verpflichtungserklärungen (Formblatt 236) erforderlich; bei wirtschaftlicher/finanzieller Eignungsleihe haften Bieter und Dritter gemeinsam.
Bietergemeinschaften: Erklärung aller Mitglieder in Textform (Formblatt 234); auf Verlangen unterzeichnete/fortgeschritten oder qualifiziert signierte Version.
Mit der zu vergebenden Leistung vergleichbare Starkstrom-/Elektroinstallationsarbeiten (Niederspannungsanlagen, Beleuchtung, Sicherheitsbeleuchtung, Blitzschutz, PV-Anlagen oder vergleichbar)
Ansprechpartner des Auftraggebers, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengenangaben, eingesetzte Arbeitnehmer (Durchschnitt), technische/gerätespezifische Anforderungen bzw. Kurzbeschreibung der Baumaßnahme, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Auf Verlangen bei engerer Wahl vorzulegen.