Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Bundesagentur für Arbeit (Regionales Einkaufszentrum Südwest) schreibt im offenen Verfahren zwei Lose für eine individuelle Maßnahme nach § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 Abs. 1 S. 1 SGB III aus. Zielgruppe sind langzeitarbeitslose, arbeitsmarktferne Personen, die an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt herangeführt und möglichst in geförderte Beschäftigung nach § 16i SGB II vermittelt werden sollen.
Los 1 (Heidelberg): ca. 10 Plätze, Vertrag 05.10.2026 – 04.10.2027 (zzgl. 2 Optionsjahre).
Los 2 (Schwetzingen): ca. 8 Plätze, Vertrag 15.11.2026 – 14.11.2027 (zzgl. 2 Optionsjahre).
Bieter müssen u.a. Trägerzulassung nach AZAV, qualifiziertes Personal (päd. Fachkräfte und Stellenakquisiteure), Konzepte zur Maßnahmedurchführung sowie Referenzen aus den letzten 3 Jahren nachweisen. Angebote sind bis spätestens 16.07.2026, 10:00 Uhr (MESZ) elektronisch über die e-Vergabe-Plattform einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Auftragsbezogene Zusammenarbeit auf dem regionalen Arbeitsmarkt5%
Benennung der für die Maßnahmedurchführung relevanten regionalen Akteure (Bezeichnung und Ort) sowie Beschreibung von Art und Umfang der Zusammenarbeit ab Maßnahmebeginn unter Berücksichtigung der Zielsetzung und Zielgruppe.
- Teilnahmebezogene Vorgehensweise25%
Wertungsbereich bestehend aus der strategischen Eingliederungsstrategie (II.1) und dem methodischen Vorgehen (II.2).
- Inhaltliche Ausgestaltung und Durchführungsqualität25%
Detaillierte Beschreibung der inhaltlichen Ausgestaltung der in B.2 enthaltenen Inhalte, Erläuterung der Umsetzung und Organisation der Coachinggespräche (Einzel und Gruppe) sowie Integration der Berufsgruppenfindung in Phase 1.
- Personal15%
Beschreibung des Zusammenwirkens des eingesetzten Personals (gem. Leistungsverzeichnis/Losblatt) anhand eines Beispiels vor dem Hintergrund der individuellen Unterstützungsbedarfe.
- Bisherige Erfolge und Qualität30%
Beurteilung der Vertragsausführung vergleichbarer 45ind-Maßnahmen des Bieters anhand von Fragebögen der Maßnahmebetreuung (Abschnitte Maßnahmequalität und Durchführung); Bewertung 0-3 Punkte je Unterkriterium, Mittelwertbildung.
Erweiterte Richtwertmethode (UfAB 2018.04): Kennzahl = (Gesamtsumme der Leistungspunkte / Wertungspreis) x 100. Im Schritt 2 wird ein Korridor aus der Kennzahl des führenden Angebotes minus 10 % gebildet. Im Schritt 3 erfolgt die Auswahl innerhalb des Korridors über die Gesamtpunktzahl der Kriterien II.1, II.2, III.1 und V.1 (Produkt aus Wertungspunkten x Gewichtungspunkten). Bei Punktgleichheit entscheidet der niedrigere Preis, danach Auslosung.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenRahmen und Zielsetzung
Durchgeführt wird die Maßnahme „MitArbeit" nach § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 SGB III. Zielgruppe sind erwerbsfähige Leistungsberechtigte (SGB II), die individuell beim (Wieder-)Einstieg in Arbeit unterstützt werden. Bedarfsträger sind die Agenturen für Arbeit und Jobcenter (gemeinsame Einrichtungen sowie zugelassene kommunale Träger).
Die individuelle Teilnahmedauer beträgt im Regelfall 6 Monate. Die Teilnehmenden sollen in eine versicherungspflichtige Beschäftigung im Rahmen des Förderprogramms „Teilhabe am Arbeitsmarkt nach § 16i SGB II" vermittelt werden. Feiertage sowie der 24.12. und 31.12. sind maßnahmefreie Tage.
Phase 1: Aktivierung (3 Monate)
Inhalte der dreimonatigen Aktivierungsphase:
Rhythmus: 2 Einzelgespräche pro Woche (je 1 Std.) und 1 Gruppengespräch pro Woche (2 Std.).
Phase 2: Betriebliche Erprobung, Vermittlung, Anbahnung (bis zu 3 Monate)
Drei Bausteine je nach Bedarf:
Je Teilnehmendem ist eine Einzelvereinbarung mit Arbeitgeber und Teilnehmenden abzuschließen.
Flankierendes Modul: Digitale Kompetenzen
Dieses Modul läuft durchgängig über Phase 2, mindestens 1x wöchentlich. Drei Teile:
1. Online-Stellensuche, Bewerbungstraining, digitale Profile, Soziale Medien
2. Jobsuche der BA und Bewerbungsmanagement
3. eServices der BA und Jobcenter-App
Personal, Räume und Erreichbarkeit
Personal:
Räumlichkeiten/Ausstattung:
Erreichbarkeit des Trägers:
Administrative Vorlagen und Fristen rund um den Maßnahmestart
Umwelt- und Klimaschutzanforderungen
Verbindlich während der gesamten Vertragslaufzeit:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende Ausschlussgründe
Keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB (z.B. Korruption, Insolvenz, schwere Verfehlungen, mangelhafte frühere Auftragsausführung). Nachweise/Eigenerklärungen in D.2. Selbstreinigungsmaßnahmen nach § 125 GWB sind möglich.
Zusätzlich abzugeben: D.2.2 (Ethikklausel) und D.5 (kein Vorliegen von Russland-Sanktionen nach Art. 5k EU-VO 833/2014). Bei Bietergemeinschaften sind die Erklärungen D.2.1, D.2.2 und D.5 von JEDEM Mitglied separat einzureichen.
Fachliche Eignung – Träger und Personal
Träger: gültige Trägerzulassung nach §§ 176 Abs. 1, 178 SGB III (AZAV). Nachweis auf Anforderung, im Original spätestens 5 Arbeitstage vor Maßnahmebeginn. Fehlende oder ungültige Zulassung ist Kündigungsgrund.
Mindestentgelt/Arbeitsbedingungen:
Personal:
Räumlichkeiten/Ausstattung: gute ÖPNV-Erreichbarkeit, PC-Arbeitsplätze je Teilnehmendem mit 24-Zoll-Monitor, Unterrichts-/Sozial-/Besprechungsräume, Einhaltung Arbeitsstättenverordnung, Brandschutz und DSGVO.
Berufliche Leistungsfähigkeit – Referenzen
Referenzen vergleichbarer Leistungen aus den letzten 3 Jahren, einzureichen in Datei D.3. Anerkannt werden insbesondere:
Pro Referenz: Auftragnehmer, Leistung mit §§-Angabe, ggf. Vergabe-/Los-Nr., Zeitraum, Ort, Plätze/Stunden, Auftraggeber inkl. Kontaktperson + Telefon (freiwillig, aber ohne Kontakt keine Berücksichtigung). Bis zu 6 Referenzen sind ausreichend. Eignungsleihe nach § 47 VgV ist möglich (Unternehmen muss die Leistung erbringen, für die Erfahrung benötigt wird). Bei Bietergemeinschaften genügt die Leistungsfähigkeit eines Mitglieds; alle Referenzen in einer D.3 zusammenfassen.
Finanzielle und datenschutzrechtliche Eignung
Auf Anforderung der Vergabestelle sind Nachweise zur finanziellen Leistungsfähigkeit vorzulegen (z.B. Bankbestätigung, Jahresabschlüsse, Umsatz). Fehlende/unvollständige Unterlagen können nach § 56 VgV nachgereicht werden.
Der Bieter muss die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen nach DSGVO und SGB X erfüllen, mit der Einsichtnahme in Arbeitsverträge, Qualifikationsnachweise und Zeugnisse einverstanden sein und der Aufnahme von Ergebnissen in das VerBIS-Bewerberprofil zustimmen.
Bevorzugte Bieter und Eignungsleihe
Vergleichbare 45ind-Maßnahmen (Aktivierung/berufliche Eingliederung gem. § 16 I SGB II i.V.m. § 45 I SGB III) des Bieters, ggf. auch als Bestandteil kombinierter Lose oder mit Hinweis 45ind-Maßnahme SGB II / SGB II und SGB III.
Nachweis mittels Datei D.3 (eine Datei je Bieter/BG) inkl. Auftraggeber + Kontaktperson; ohne Kontaktangabe keine Berücksichtigung. Eignungsleihe nach § 47 VgV möglich.
Vergleichbare 45ind-Maßnahmen (Aktivierung/berufliche Eingliederung gem. § 16 I SGB II i.V.m. § 45 I SGB III) des Bieters.
Nachweis mittels Datei D.3; Eignungsleihe nach § 47 VgV möglich.
Allgemein anerkannt sind außerdem: Aktivierungshilfen nach § 45 Abs. 1 Nr. 1 SGB III, berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen nach § 51 SGB III, außerbetriebliche Ausbildung nach § 76 SGB III sowie Maßnahmen/Maßnahmekombinationen nach § 45 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 oder 2 SGB III.
Datei D.3; bei Bietergemeinschaft Zusammenfassung in einer D.3.