Was ausgeschrieben werden soll
Leistungen laut Beschlussvorlage
- Annahme- und Umschlagplatz für Grünschnitt
- Befestigung einer ca. 5.000 m² großen Fläche auf dem städtischen Flurstück 5995/12 neben dem Recyclinghof in der Max-Born-Straße. Die Fläche wird mit Asphalt befestigt und entwässert, dazu kommen Infrastruktur und Anbindung des Grundstücks.
- Betriebskonzept
- Annahme und Zwischenlagerung in Schüttgutboxen, Verladung mit einem Radlader und eine Abstellfläche für bis zu 12 Abrollcontainer. Transport und Verwertung zu Kompost vergibt die ABG extern.
- Self-Service-Annahme
- Personalfreie Einrichtung für kleine Abfallmengen in Kofferraumgröße. Der Zutritt läuft über ein Online-Buchungsmodul mit Terminauswahl und Zugangscode, überwacht wird mit Kameras. Angenommen werden unter anderem Sperrmüll, Papier, Altglas, Metalle, Kunststoffe, Altholz und Grünabfälle.
- Pilotbetrieb
- Zunächst Montag bis Samstag ab Schließung des Recyclinghofs bis 20.00 Uhr, im ersten Monat mit Security-Personal. Nach der Auswertung kann der Pilot in den Regelbetrieb übergehen.
Zeitplan
Schritte und Termine laut Beschlussvorlage
- Betriebsausschuss Technische Betriebe beschließt die Vorlage einstimmig (erledigt)06.10.2026
- Baugenehmigungals Nächstes4. Quartal 2026
- Ausschreibung1. Quartal 2027
- Baumaßnahme, Bauzeit etwa 4 bis 6 Wochen2. Quartal 2027
Vergabeverfahren
Die ABG führt die Maßnahmen durch. Die Vorlage nennt keine Verfahrensart. Im Zeitplan steht die Ausschreibung für das 1. Quartal 2027. Transport und Verwertung des Grünschnitts vergibt die ABG extern.
Hintergrund
Anlass und Ausgangslage
Der Eigenbetrieb Stadtraumservice ist für die getrennte Sammlung von Abfällen aus privaten Haushalten zuständig. Die Grünschnittannahme des Recyclinghofs der Abfallbeseitigungsgesellschaft (ABG) läuft bisher über deren Kompostplatz in der Ölhafenstraße. Der Platz soll künftig verpachtet werden, dann sind dort Annahme und Umschlag von Grünschnitt nicht mehr möglich.
Zusätzlich soll eine Self-Service-Annahme als Pilotversuch für zunächst höchstens zwei Jahre entstehen. Bürger könnten Wertstoffe dann auch außerhalb der Öffnungszeiten abgeben. Wartezeiten an den Recyclinghöfen, vor allem samstags, sollen sinken.
Der Betriebsausschuss Technische Betriebe hat die Vorlage am 06.10.2026 einstimmig beschlossen. Beide Maßnahmen führt die ABG durch. Sie trägt die Investitionskosten, der Eigenbetrieb erstattet sie über das jährliche Betriebsführungsentgelt.
Stand der Entscheidung
Beschluss und offene Punkte
Der Eigenbetrieb Stadtraumservice soll über die ABG am Recyclinghof auf der Friesenheimer Insel einen separaten Platz für Annahme und Umschlag von Grünschnitt und eine gesonderte Self-Service-Annahme als Pilotversuch errichten. Ergebnis: einstimmig beschlossen.
Noch offen
- Die Baugenehmigung ist laut Zeitplan für das 4. Quartal 2026 vorgesehen.
- Die Nutzung des Flurstücks regeln Eigenbetrieb und ABG über eine noch festzusetzende Pacht.
- Die Vorlage nennt keine Verfahrensart für die Ausschreibung.
Ort der Leistung
Mannheim, Baden-Württemberg
Markiert ist Mannheim, nicht der genaue Standort.
Kosten und Finanzierung
Alle Beträge laut Beschlussvorlage
| Grünschnittplatz, Gesamtkostenca., zzgl. Mehrwertsteuer, Investitionskosten ca. 1,2 Mio. € plus Zinsaufwand ca. 200.000 € über 20 Jahre | 1.400.000 € |
|---|---|
| Oberflächenbefestigungca., zzgl. Mehrwertsteuer | 800.000 € |
| Baunebenkostenca., zzgl. Mehrwertsteuer | 220.000 € |
| Umsetzung Betriebskonzeptca., zzgl. Mehrwertsteuer | 170.000 € |
| Pilotversuch Self-Service-Annahme, höchstensca., zzgl. Mehrwertsteuer, mit Mehrwertsteuer ca. 68.500 € | 57.500 € |
- Finanzierung
- Die ABG finanziert die Investition größtenteils über einen Kredit vor. Das Betriebsführungsentgelt steigt dafür 20 Jahre lang im Mittel um ca. 70.000 € im Jahr, mit Mehrwertsteuer um ca. 84.000 €. Die Abfallgebühren tragen die Kosten, der Pilotversuch wird durch Einsparungen bei den Personalkosten von ca. 35.000 € im Jahr gedeckt.
Diese und weitere geplante Ausschreibungen in TendiGo analysieren
In einer Demo zeigen wir Ihnen, wie Sie von Ausschreibungen schon vor der Veröffentlichung erfahren. TendiGo wertet dafür Ratsdokumente aus und zeigt geplante Vergaben, bevor sie ausgeschrieben werden.
Frühsignal, keine Ausschreibung. Die Angaben stammen aus einer Sitzungsunterlage, nicht aus einer Bekanntmachung. Ob, wann und in welchem Umfang ausgeschrieben wird, entscheidet der Auftraggeber. TendiGo fasst das Dokument zusammen, maßgeblich ist das Original.