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Chemiepark Genthin Zweckverband

Nach dem Weggang von Henkel wurde der Chemiepark aufgeteilt, Infrastruktur wird derzeit auf Grundlage privater Verträge gemeinsam genutzt, und es besteht Handlungsbedarf. Der Kreistag soll der Gründung des Zweckverbandes Chemiepark Genthin und dem Beitritt des Landkreises zustimmen, die Entscheidung steht noch aus.

Nächster Schritt

Beratung im Kreistag am 09.12.2026 vorgesehen

Was ausgeschrieben werden soll

Leistungen laut Mitteilung

Infrastruktur und Standortentwicklung
Der Zweckverband soll eine bedarfsgerechte, leistungsfähige Infrastruktur schaffen und erhalten, den Standort fortentwickeln und bislang ungenutzte Potenziale nutzbar machen. Notwendige Infrastruktur soll von den Verbandsmitgliedern, auch privaten Mitgliedern, langfristig per Erbbaupacht auf den Zweckverband übertragen werden.
Standortbetreuung
Die Finanzierung soll ausschließlich durch Unternehmen am Standort über Verbandsumlagen und Entgelte für die Standortbetreuung erfolgen. Chemieunternehmen sollen zum Start Mittel für Liquidität und Rücklagen einbringen.
Straßen, Bahnanbindung und Glasfaser
Priorität haben die Sanierung der Straßen und die Wiederherstellung der Bahnanbindung. Auch die Glasfaseranbindung ist ein aktuelles Thema. Umfang und Zeitplan sind noch nicht bezifferbar und hängen auch von Förderbedingungen ab.
Standortdienstleistungen
Nach Übernahme der Standortbetreibung von der QSG sollen bisherige Dienstleistungsverträge enden. Die Firmen sollen Dienstleistungen koordiniert durch den Zweckverband von einem noch am Markt zu suchenden Anbieter erhalten.

Zeitplan

Schritte und Termine laut Mitteilung

  1. Vorlage datiert (erledigt)24.08.2026
  2. Schreiben mit Antworten auf Fragen datiert (erledigt)27. Oktober 2026
  3. Beratung im Kreisausschuss (erledigt)16.09.2026
  4. Beratung im Kreistag vorgesehenals Nächstes09.12.2026
Stand der Auswertung:

Vergabeverfahren

Gründung auf Grundlage einer abgestimmten Verbandssatzung, das LVWA hat deren Genehmigungsfähigkeit bejaht. Für Standortdienstleistungen sollen nach Übernahme der Standortbetreibung Leistungspakete ausgeschrieben und ein Anbieter am Markt gesucht werden.

Hintergrund

Anlass und Ausgangslage

Nach dem Weggang von Henkel wurde der Chemiepark aufgeteilt. Teile der Infrastruktur liegen bei verschiedenen Eigentümern, die gemeinsame Nutzung beruht auf privaten Verträgen.

In den vergangenen Jahren wurde wenig investiert. Die Vorlage sieht deshalb Handlungsbedarf und eine zentrale Rolle des Zweckverbands bei der Infrastruktur und Weiterentwicklung des Standorts vor.

Derzeit bestehen bilaterale Dienstleistungsverträge zwischen der QSG als Standortbetreiber und den sieben Unternehmen. Diese sollen enden, sobald der arbeitsfähige Zweckverband die Standortbetreibung übernimmt.

Stand der Entscheidung

Beschluss und offene Punkte

Der Kreistag soll der Gründung des Zweckverbandes Chemiepark Genthin zustimmen, den Beitritt beschließen und die Verbandssatzung beschließen.

Noch offen

  • Die vorgesehenen Beschlüsse des Kreistags zur Gründung, zum Beitritt und zur Verbandssatzung stehen noch aus.
  • Sanierungsumfang und Zeitplan sind noch nicht bezifferbar und hängen auch von den Förderbedingungen ab.
  • Die genaue Ausgestaltung ist noch nicht abschätzbar, Assets und Aufgaben sollen schrittweise auf den Zweckverband übergehen.
  • Eine Geschäftsführung muss zunächst gefunden und vertraglich gebunden werden. Erst danach können erste Leistungspakete der Standortbetreibung ausgeschrieben und vergeben werden.

Kosten und Finanzierung

Alle Beträge laut Mitteilung

Finanzierung
Die Kosten der Standortbetreibung und der Sanierung der gemeinsam genutzten Infrastruktur tragen ausschließlich die sieben Unternehmen im Chemiepark, eine laufende finanzielle Belastung der kommunalen Mitglieder ist nicht vorgesehen. Für Investitionen sollen insbesondere GRW-Mittel des Landes eingeworben werden, die Eigenmittel sollen durch Umlagen der Unternehmen aufgebracht werden.

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