031.3 Außen-Tore – Hauptfeuerwache mit Rettungswache und Integrierter Leitstelle
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas offene EU-Verfahren umfasst die Planung, Lieferung, Montage, Anschluss, Prüfung und Dokumentation von 14 Toranlagen sowie einer Wechselspur-Schrankenanlage für den Neubau der Hauptfeuerwache mit Rettungswache und Integrierter Leitstelle in Trier. Vorgesehen sind elektrisch betriebene Sektionaltore, ein Brandschutzschiebetor, Steuerungs- und Sicherheitstechnik, Anschlüsse an KNX und andere Gebäudetechnik sowie Muster, Funktionsprüfung und Einweisung. Zusätzlich ist ein belastbares Angebot für Inspektion, Wartung und Instandsetzung einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Wertung anhand des Angebotspreises für die Ausführung der Leistung zuzüglich des Angebots für den Wartungsvertrag über die vertraglich vorgesehene Laufzeit; bei gleichwertigen Angeboten erhält das Angebot einer Werkstätte für Behinderte den Zuschlag.
Der Wertungspreis ergibt sich aus dem Angebotspreis für die Ausführung der Leistung zuzüglich des Angebots für den Wartungsvertrag über die vertraglich vorgesehene Laufzeit. Bei einer Laufzeit bis zu 5 Jahren erfolgt die Bewertung statisch als Instandhaltungskosten pro Jahr multipliziert mit der Laufzeit; bei mehr als 5 Jahren werden die angebotenen Preise mit dem Barwertfaktor nach Anlage 1 zu § 20 ImmoWertV kapitalisiert. Preisgleitklauseln bleiben unberücksichtigt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenToranlagen
Die Vergabe umfasst laut Bekanntmachung 14 Toranlagen. Die Einzelaufzählung ergibt rechnerisch 15 Positionen: 10 baugleiche elektrisch betriebene Aluminium-Sektionaltore an der Alarmausfahrt beziehungsweise Nordfassade, 2 baugleiche Sektionaltore an der Durchfahrtshalle, 1 Brandschutzschiebetor als T90-Teleskoptor in der Tiefgarage, 1 Sektionaltor an der Tiefgarage sowie 1 Wechselspur-Hauptschrankenanlage mit Hauptschranke, Nebenschranke, Aluminium-Rundbaum, Unterfahrschutz, 2 Laserscanner und Synchronisationsmodul.
Ausführung der Tore
Die Toranlagen sind als funktionsfähige Komplettleistungen zu liefern, zu montieren, anzuschließen und zu probefahren. Die Sektionaltore sind thermisch getrennt, schwellenlos und mit Sicherheitseinrichtungen auszustatten. Lieferantenvorgaben und Nachweise für Echtglas- oder Kunststoffverglasung sind zu beachten. Antrieb, Steuerung, Bedienelemente, Verriegelungen, Schließkantensicherung, Statusmeldung und KNX-Schnittstelle gehören zur Leistung. Typ 02 und 03 sind nach den beschriebenen technischen Anforderungen auszuführen; Typ 04 ist ein gedämmtes Aluminium-Sektionaltor mit durchwurfshemmendem Aufbau und integrierter Schlupftür. Für das Brandschutzschiebetor ist die Feuerbeständigkeit EI2 90 C2 Sa (T90), eine gültige DiBt-Zulassung, eine elektrische Öffnungshilfe und der Anschluss an die Brandmeldeanlage gefordert.
Planung, Koordination und statische Nachweise
Je Toranlage sind Werk- und Montageplanung sowie ein Kabelplan zu erstellen. Die Maße sind auf der Baustelle zu prüfen und Abweichungen sind der Bauleitung zu melden. Statische Berechnungen und Abstimmungen mit Architekt und Tragwerksplaner sowie Nachweise für Befestigungen und Windlastbeanspruchung sind zu erstellen. Art, Anzahl, Lage und Durchmesser der Bohrungen und Aussparungen sind mit den Gewerken Elektro und HLS abzustimmen. Die Koordination mit Elektro, Lüftung und Abgasabsaugung gehört zur Leistung. Vor Ausführungsbeginn ist ein Baustelleneinrichtungsplan mit der Bauüberwachung abzustimmen. Baufristen- und Montageablaufplanung einschließlich späterer Montage der Schrankenanlage in einem zweiten Bauabschnitt sind zu erstellen.
Metallkonstruktionen, Befestigungen und Kabelanschlüsse
Stahlträger im Sturzbereich, durchlaufende Stahlwinkelprofile, seitliche Stahlhohlprofile, Rahmenblenden, Edelstahlprofile und Sandwichpaneele mit Aluminiumblechbekleidung sind zu liefern und zu befestigen. Bohrungen und Aussparungen im Edelstahlblech sowie deren Schutz sind zu berücksichtigen. Anschlüsse, Befestigungen und Verbindungen einschließlich Nebenleistungen sind mitzupreisen. Kabelpläne, halogenfreie Kabel, Leerrohrführung, Kabelzug und Anschluss sind zu erbringen; dabei sind auch KNX, Gebäudeleittechnik, Leitstand, Lichtgitter, Signalleuchten und Schrankenanlage zu berücksichtigen.
Prüfung, Dokumentation und Einweisung
Nach vollständiger Übermittlung der Unterlagen ist eine gemeinsame Funktionsprüfung mit dem Elektrogewerk durchzuführen. Der Inbetriebnahmeablaufplan ist mindestens vier Wochen vor der Funktionsprüfung vorzulegen. Zu liefern sind Wartungs- und Bedienunterlagen, Prüfbücher, Brandschutzdokumentation, Revisionsunterlagen und die vollständige Projektdokumentation. Das Betriebs- und Bedienpersonal ist einzweisen. Sichtbare Oberflächen sind während der Bauzeit zu schützen und die Anlagenteile nach Fertigstellung zu reinigen.
Baustelleneinrichtung, Schutz und Gerüst
Die Baustelleneinrichtung einschließlich Gerüsten, Arbeitsplätzen, Beleuchtung, Sicherheitseinrichtungen und Hebewerken ist einzurichten und vorzuhalten. Auf der Baustelle stehen nur begrenzte Parkplätze zur Verfügung; ein Anspruch auf kostenlose Stellplätze besteht nicht, und Mitarbeiter- oder Nachunternehmerfahrzeuge dürfen dort nicht parken. Lagerflächen sind begrenzt; nicht eingebaute Teile sind gegen Beschädigung zu sichern, und die Sicherungskosten sind in den Einheitspreisen zu berücksichtigen. Die Toranlagen sind bis zur endgültigen Abnahme zu schützen. Nach Erstmontage und Abnahme der Tore sind die erforderlichen Demontage- und Remontagearbeiten für spätere Bodenbeschichtungsarbeiten einzuplanen.
Muster und Stundenlohnarbeiten
Muster und Handmuster einschließlich Glas-, Polycarbonat-, Aluminium- und Beschichtungsmustern sind herzustellen und nach Beauftragung kurzfristig vorzulegen. Für weitere Musterläufe sind die Zeiträume gegenüber dem ersten Musterlauf um 50 Prozent zu verkürzen. Stundenlohnarbeiten für Planer, Konstrukteur oder Techniker, Vorarbeiter sowie Facharbeiter oder Monteur sind mit Mengen und Einheitspreisen zu kalkulieren und dürfen erst nach schriftlicher Anordnung ausgeführt werden.
Inspektion, Wartung und Instandsetzung
Zusätzlich zur Ausführungsleistung ist ein belastbares Angebot für regelmäßige Inspektionen, Wartung und kleine Instandsetzungsarbeiten einzureichen. Vorgesehen sind getrennte Arbeitskarten mit regelmäßigen Leistungen, Wartungsintervallen und Zeitabständen je Anlagenteil und Gerät. Die Anlagen sollen betriebsbereit gehalten, Störungen beseitigt und Wartungsleistungen sowie der Anlagenzustand dokumentiert werden. Jährliche Vergütung je Anlage sowie Stundenverrechnungssätze und Fahrtkostenangaben sind anzugeben. Der Vertrag beginnt am Tag nach der Abnahme, läuft vier Jahre und verlängert sich jährlich, sofern er nicht fristgerecht gekündigt wird.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenEignungsnachweis und Präqualifikation
Als Eignungsnachweis wird grundsätzlich die Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. oder alternativ Formblatt 124 beziehungsweise die einheitliche europäische Eigenerklärung akzeptiert. Nicht präqualifizierte Unternehmen müssen ausfüllte Eigenerklärungen einreichen und über vergleichbare Leistungen verfügen.
Wirtschaftliche und personelle Leistungsfähigkeit
Der Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre ist anzugeben; ein Mindestumsatz ist nicht festgelegt. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten drei Geschäftsjahre ist nach Lohngruppen und mit gesondertem Leitungspersonal anzugeben. Die für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte müssen verfügbar sein.
Register, Steuern und Sozialversicherung
Soweit zutreffend sind Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in der Handwerksrolle oder Handwerkskarte beziehungsweise bei der Industrie- und Handelskammer nachzuweisen. Die ordnungsgemäße Erfüllung der Pflichten für Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge sowie die verlangten Unbedenklichkeits- und Freistellungsbescheinigungen sind zu belegen. Bei beitragspflichtigen Unternehmen wird die Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse benötigt.
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Es dürfen keine Insolvenz, Liquidation oder vergleichbaren Verfahren bestehen; ein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan ist gegebenenfalls vorzulegen. Zudem bestehen Ausschlussgründe nach den einschlägigen Vergabevorschriften sowie bei einer schweren Verfehlung, die die Zuverlässigkeit infrage stellt. Personen oder Unternehmen mit Bezug zu Russland dürfen nicht beteiligt werden. Die Tariftreue- und Mindestentgelterklärungen nach den Mustern 1 und 3 sind abzugeben.
Technische und personelle Anforderungen
Es ist ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator mit Stellvertreter und nachgewiesener Qualifikation zu benennen. Die eigene Fachbauleitung muss nach LBauO befähigt sein und dem Auftraggeber vor Ausführungs- oder Montagebeginn mitgeteilt werden. Soweit gefordert, sind Schweißnachweise für Aluminium- und Stahlbauteile nach DIN EN 1090 zu erbringen. Erforderlich sind statische Berechnungen, Prüfungen, Zulassungen, Produktnachweise, Prüfzeugnisse und CE- beziehungsweise Ü-Zeichen.
Versicherung
Die berufliche Risikohaftpflichtversicherung muss mindestens 3.000.000 Euro Deckung für Personenschäden und 5.000.000 Euro für Sach- und Vermögensschäden abdecken. Die Deckung muss jeweils dreifach je Versicherungsjahr bestehen. Der Nachweis ist durch eine Bescheinigung des Versicherers zu erbringen.
Bietergemeinschaften und Eignungsleihe
Bei Bietergemeinschaften sind sämtliche Mitglieder und der bevollmächtigte Vertreter zu benennen sowie die Bildung einer ARGE und die gesamtschuldnerische Haftung zu erklären. Bei Eignungsleihe sind Art und Umfang der übernommenen Leistungen sowie das andere Unternehmen anzugeben. Wird eine Haftungsübernahme für wirtschaftliche oder finanzielle Kapazitäten benötigt, ist dies zu erklären. Verpflichtungserklärungen eingesetzter Unternehmen sind auf Anforderung vorzulegen.
Mindestens drei vergleichbare Referenzen nach Art und Umfang der ausgeschriebenen Leistung, ausgeführt mit eigenem Personal.
Je Referenz sind Ansprechpartner, Bezeichnung der Baumaßnahme, Auftraggeber, Art und Umfang der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, stichwortartige Beschreibung des eigenen Leistungsumfangs einschließlich Mengen, durchschnittlich eingesetzte Arbeitnehmerzahl und besondere technische Anforderungen anzugeben. Bei Komplettleistungen sind zusätzlich Baumaßnahmenart, vertragliche Bindung, koordinierte Gewerke und gegebenenfalls die Bestätigung des Auftraggebers vorzulegen. Bestätigungen der Referenzauftraggeber können angefordert werden.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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