26-0390 Personalbedarfsplanung für das Klinikum Wolfsburg - Beratungsleistungen
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Wolfsburg sucht ein externes Beratungsunternehmen, das am Klinikum Wolfsburg eine umfassende Personalbedarfsplanung durchführt. Das Klinikum ist ein Haus der Schwerpunktversorgung mit 20 Kliniken/Instituten, 547 Planbetten und rund 2.300 Mitarbeitenden.
Im Auftrag sollen für alle Dienstarten, Berufsgruppen und Bereiche der benötigte Personalbedarf methodisch sauber ermittelt werden. Dazu gehören eine leistungsorientierte und eine anhaltszahlenbasierte Berechnung, eine refinanzierungsorientierte Betrachtung (InEK), Produktivitäts- und Kostenbenchmarking sowie eine Aufbau- und Prozessanalyse. Ergebnis sind mindestens ein Basisszenario, priorisierte Handlungsempfehlungen und ein Abschlussbericht.
Das Verfahren ist ein Teilnahmewettbewerb nach UVgO (Verhandlungsverfahren mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb). Erst nach einer Vorauswahl werden ausgewählte Unternehmen zur Angebotsabgabe aufgefordert. Zuschlagskriterien sind 30 % Preis und 70 % Qualität (Konzept und Projekterfahrung).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis30%
Gesamtangebotspreis (Netto-Gesamthonorar lt. Preisblatt). 5 Punkte = niedrigster Angebotspreis, 0 Punkte = Angebote mit gleichem oder über dem 1,5-fachen der niedrigsten Wertungssumme liegendem Preis. Lineare Interpolation mit bis zu zwei Stellen nach dem Komma.
- Qualität70%
Gesamtgewichtung der Qualität, unterteilt in Qualität des eingereichten Konzeptes (60% von 70%) und Erfahrung der durchführenden Projektmitglieder (40% von 70%).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAuftraggeber und Ausgangslage
Auftraggeber ist die Stadt Wolfsburg. Das Klinikum Wolfsburg ist ein Haus der Schwerpunktversorgung in Niedersachsen mit 20 Kliniken/Instituten, 547 Planbetten und rund 2.300 Mitarbeitenden. Ziel der Beratung ist eine belastbare, methodisch nachvollziehbare Personalbedarfsermittlung als Grundlage für Personal-, Organisations- und Konsolidierungssteuerung.
Methodische Bausteine der Ermittlung
Die Leistung umfasst eine leistungsorientierte und eine anhaltszahlenbasierte Personalbedarfsermittlung, eine refinanzierungsorientierte Betrachtung (u.a. InEK), ein Produktivitäts- und Kostenbenchmarking sowie eine ergänzende Aufbau- und Ablauforganisationsanalyse (Schnittstellen, Schichtmodelle, Führungsspannen). Es ist mindestens ein Basisszenario zu erstellen, ggf. weitere Szenarien.
Zu betrachtende Dienstarten
Zu analysieren sind u.a.: Ärztlicher Dienst, pflegerische/pflegenahe Bereiche, Medizin-Technischer Dienst, Funktionsdienst, klinisches Hauspersonal, Wirtschafts- und Versorgungsdienst, Technischer Dienst sowie Verwaltungs- und Unterstützungsbereiche.
Bewertung Stellenbesetzung und Optimierungspotenzial
Die aktuelle Stellenbesetzung wird mit Leistungsentwicklung, Aufgabenumfang, Prozessorganisation und strukturellen Rahmenbedingungen abgeglichen. Es sollen organisatorische Optimierungsansätze identifiziert werden, z.B. Skill-Mix-Optimierung, Aufgabenverlagerung, Zentralisierung und Standardisierung.
Vorgehensmodell und Einbindung
Gefordert ist ein mehrstufiger, nachvollziehbarer Prozess mit Einbindung relevanter Stakeholder (Geschäftsführung, ärztliche Leitung, Pflegedirektion, Bereichsleitungen). Daten- und Informationslücken sind zu schließen, Ergebnisse sind plausibilitätsgeprüft darzustellen; spezifische organisatorische Besonderheiten des Hauses sind zu berücksichtigen. Hohe Akzeptanz und Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse sind sicherzustellen.
Liefergegenstände und Berichtswesen
Zu liefern sind u.a.: abgestimmter Projektstruktur- und Terminplan, Betrachtungs- und Datenmatrix, dokumentierte Erhebungs- und Berechnungsmodelle, regelmäßige Statusberichte, bereichsbezogene Zwischenergebnisse, konsolidierte Ergebnisdarstellung, priorisierte Handlungsempfehlungen mit Umsetzungsplanung, Abschlussbericht sowie mindestens ein Wissenstransfer-Termin. Sämtliche Dateien sind in marktüblichen, bearbeitbaren Formaten ohne proprietäre Zugangsbeschränkung zu übergeben.
Projektteam und Verantwortlichkeiten
Gefordert ist ein interdisziplinäres Projektteam mit Kompetenzen in Personalbedarfsermittlung, Krankenhausorganisation, Medizin- und Pflegecontrolling, Finanz- und Leistungsdatenanalyse sowie Organisations- und Prozessanalyse. Verantwortliche Projektleitung und Stellvertretung müssen während der gesamten Projektlaufzeit zur Verfügung stehen.
Zeitrahmen
Projektbeginn maximal 2–3 Wochen nach Zuschlagserteilung; Projektabschluss 6–7 Monate nach Zuschlagserteilung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche Leistungsfähigkeit (Muss-Kriterium)
Durchschnittliche Umsatzerlöse von mindestens 514.000 EUR pro Jahr in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (2023, 2024, 2025). Nachweis durch geeignete Unterlagen.
Berufshaftpflichtversicherung (Muss-Kriterium)
Mindestens 2,0 Mio. EUR für Personenschäden und 1,0 Mio. EUR für Sachschäden pro Schadensfall, dreifach maximiert im Versicherungsjahr; Nachweis bei Auftragserteilung; Aufrechterhaltung über die gesamte Vertragsdauer.
Personelle Leistungsfähigkeit (Muss-Kriterium)
Mindestens 25 festangestellte Mitarbeitende (Vollzeitäquivalent) zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe, überwiegend tätig in Krankenhausprüfung und Krankenhausberatung. Angabe in Tabellenform für 2023–2025, aufgeteilt nach Berufserfahrung ≥10 Jahre / <10 Jahre.
Referenzen / Projekterfahrung (Wertung)
Nachweis durch 5 Referenzprojekte (max. 200 Punkte). Pro Referenz bis zu 40 Punkte nach Krankenhausart, Versorgungsstufe, Bettenzahl und Anzahl betrachteter Organisationseinheiten/Dienstarten. Mindestens 3 Referenzen mit öffentlichem Auftraggeber (i.S.d. § 99 GWB), mindestens 3 kontaktierbare Referenzen.
Mindestanforderungen an die Projektrollen (Muss-Kriterien)
Projektleitung: 15 Jahre Erfahrung in der Beratung von Krankenhäusern; mindestens 10 Personalbedarfsermittlungen in Krankenhäusern innerhalb der letzten 10 Jahre.
Stellv. Projektleitung: 10 Jahre Erfahrung in der Beratung von Krankenhäusern; mindestens 5 Personalbedarfsermittlungen in persönlicher Verantwortung als Projektleiter oder stellv. Projektleiter.
Projektmitarbeitende (2 Personen): Mitwirkung in Personalbedarfsermittlungen in Krankenhäusern; insbesondere nicht-leistungsbezogene Bereiche (Verwaltung, Personalwesen, IT, Einkauf, Technik etc.).
Methodische Mindestanforderungen an die Leistung
Methodische Kompetenzen in leistungsorientierter und anhaltszahlenbasierter Personalbedarfsermittlung, in refinanzierungsorientierten Betrachtungen (InEK) sowie in Produktivitäts- und Kostenbenchmarking. Verantwortliche Projektleitung und Stellvertretung sind während der gesamten Projektlaufzeit zu stellen.
Zwingende Ausschlussgründe
Neben den Eignungsanforderungen führen u.a. zum Ausschluss: unzulässige Änderungen an den Vergabeunterlagen, nicht eindeutige Eintragungen, fehlende Preise, verspätete oder nicht zugelassene Angebotsform (z.B. per E-Mail/Fax/schriftlich), unzulässige Nebenangebote und nicht fristgerecht nachgereichte Unterlagen. Ebenfalls auszuschließen sind Bewerber/Bieter (sowie beteiligte Mitglieder, Unterauftragnehmer und Lieferanten), die unter die Russland-Sanktionen gem. EU-VO 833/2014 i.d.F. 2022/576 fallen.
Zuschlagskriterien (Wertung)
30 % Preis, 70 % Qualität. Innerhalb Qualität: 60 % Konzeptqualität und 40 % Projekterfahrung. Qualitative Mindestpunktzahl: 3 Punkte pro Unterkriterium. Max. 35 Punkte (Qualität gesamt) und 20 Punkte (Personalerfahrung). Max. eine Bieterpräsentation (ca. 1 Stunde, voraussichtlich online), maximal zwei Verhandlungsrunden.
5 Referenzprojekte zu Personalbedarfsermittlungen in Krankenhäusern (oder vergleichbaren komplexen Organisations-/Wirtschaftlichkeits-/Personalbedarfsanalysen im Krankenhausbereich)
je Referenz: Bezeichnung, Ort, Auftraggeber + Ansprechpartner mit Kontaktdaten, Gegenstand, eigene Verantwortlichkeiten, Vergabedatum, Projektlaufzeit, Krankenhausart, Versorgungsstufe, Bettenzahl, Anzahl betrachteter OE/Dienstarten. Mindestens 3 mit öffentlichem Auftraggeber i.S.d. § 99 GWB, mindestens 3 kontaktierbar.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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