Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Staatlichen Baumanagements Niedersachsen für die Verlegung von drei Seekabeln auf dem NATO Marinestützpunkt Heppenser Groden in Wilhelmshaven. Die Seekabel werden in geschlossener Bauweise mittels Horizontalspülbohrverfahren (HDD) in PE-Schutzrohre eingezogen (je ca. 1.200 m, drei Stränge). Die Maßnahme umfasst Kampfmittelräumung, Erdarbeiten, Wasserhaltung, Kabeltiefbau und Landschaftsbauarbeiten. Baubeginn voraussichtlich Q1/2027, Fertigstellung bis 01.06.2027.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis; ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsarbeiten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Arbeiten und Baustelleneinrichtung
Aufstellen und Vorhalten eines Bauzauns (ca. 1.500 m, Instandhaltung 4 Monate) mit Drehflügeltoren. Baustelleneinrichtung auf Schottertragschicht (ca. 7.500 m³) mit Geotextil und Abbruch/Recycling. Verkehrssicherung mit Umleitungsbeschilderung und Absperrschrankgittern (RA2) mit Warnleuchten. Erstellung einer Gesamtdokumentation (Vorprüfung 4 Wochen vor VOB-Abnahme, Endabgabe 2 Wochen vor VOB-Abnahme).
Kampfmittelräumarbeiten
Ausstattung der Erdmaschinen gem. DGUV Information 201-027 (Splitterschutz). Baubegleitende Kampfmittelräumung: Aushub in Lagen von max. 30 cm mit Freigabe durch Fachkraft. Erschwerniszulagen für Bodenaushub und Schichteneinbau unter Kampfmittelbegleitung. Zusätzliche Sondierung nördlich Baufeld Ost parallel zur Maßnahme (Q1 2027).
Erdarbeiten, Wasserhaltung und Landschaftsbau
Aushub der Start- und Zielbaugruben für die drei HDD-Bohrungen, Suchschachtungen, Beseitigung von Hindernissen (Beton, Einzelsteine, Mauerwerk). Offene Wasserhaltung mit Ableitung von Stau- und Schichtenwasser (Bemessungswasserstand 2,8 m NHN). Landschaftsbau: Oberboden abtragen/lagern (ca. 60 m³), Auflockerung (ca. 30.000 m²), Entsorgung nicht gefährlicher Abfälle.
Kabeltiefbauarbeiten
Lieferung und Einbau von PE-Schutzrohren ISO 24033 DN/OD 450 SDR 7,4 (ca. 1.700 m je Strang, 3 Stränge). Verfüllung der Leerrohre mit Wasser. Herstellung eines druckwasserdichten Abdichtungssystems (2 Stück). Muffenbauwerk mit Sauberkeitsschicht, Rohrbettung, Leitungszone und Hauptverfüllung.
Horizontalspülbohrarbeiten (HDD) und Kabelzug
Baustelleneinrichtung HDD inkl. Schutz-/Casingrohr aus Stahl DN 700 (ca. 150 m). Drei Pilotbohrungen à ca. 1.200 m (steuerbar, Kreiselkompass-Verfahren), Aufweitbohrung auf Ø 200/300/500 mm, Cleaning Run. Rohrziehen der drei PE-Schutzrohre. Kabelzug von drei Seekabeln (je ca. 1.225 m, Außendurchmesser ca. 115 mm) vom Molenkopf in südliche Richtung. Verdämmung des Ringraums sowie Entsorgung des Bohrschlamms (AVV 010504, 010508).
Kabelabholung, Logistik und Entsorgung
Abholung von drei Kabeltrommeln (je ca. 1.225 m, ca. 30 t, Ø 4,20 m, Breite 2,80 m) bei Rhenus Port Services GmbH & Co. KG, Flagbalger Str. 7, 26954 Nordenham, spätestens 10 Wochen nach Auftragserteilung. Transportgenehmigungen durch den Auftragnehmer. Entsorgung von Boden, Bauschutt, Metallen (AVV 170504, 170101, 170102, 170405) sowie nicht gefährlicher Abfälle (AVV 200201).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine rechtliche Voraussetzungen
Kein Insolvenzverfahren oder Liquidation. Keine schweren Verfehlungen gem. § 6e EU VOB/A. Keine Verurteilung wegen einschlägiger Verstöße in den letzten zwei Jahren. Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Eintragung im Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK, soweit erforderlich.
Eignungsnachweis (Präqualifikation / Eigenerklärung)
Präqualifizierte Unternehmen geben ihre PQ-Nummer an. Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) ein. Auf Verlangen sind Bescheinigungen zuständiger Stellen vorzulegen.
Personelle und fachliche Anforderungen
Sach- und Fachkunde des Personals (BGR 128/DGUV 01-004, TRGS 519, Schaltberechtigung Niederspannung). Qualifizierter Obermonteur für elektrotechnische Arbeiten während der gesamten Bauzeit vor Ort. Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen des eingesetzten Personals. Behördliche Zulassung zum Umgang mit schwachgebundenen Asbestprodukten nach GefStoffV (falls relevant). Anzeige beim zuständigen Gewerbeaufsichtsamt. Ausreichende Deutschkenntnisse der Mitarbeiter oder Dolmetscher.
Technische Eignung und HDD-Qualifikation
Nachweis der Qualifikation gemäß DVGW-Arbeitsblatt GW 302 (vor Auftragserteilung). Referenzen über die erfolgreiche Ausführung vergleichbarer HDD-Maßnahmen (in der Angebotsphase). Nachweis der Eignung der vorgesehenen Bohranlage unter Berücksichtigung der Baugrundverhältnisse und geplanten Bohrlängen (spätestens 4 Wochen vor Baubeginn). Prüfzeugnisse der eingesetzten Geräte und Maschinen.
Kampfmittel, Sicherheit und Geheimschutz
Einsatz einer fachkundigen Kampfmittelräumfirma für die baubegleitende Räumung gem. DGUV Information 201-027. Keine Firmen oder Mitarbeiter aus Ländern mit besonderem Sicherheitsrisiko gemäß ZDv 2/30. Berücksichtigung von Geheimschutz- und Sabotageschutz-Anforderungen (Formblatt 247, VS-NfD möglich).
Sanktionen und Nachhaltigkeit
Eigenerklärung zu Artikel 5k der Verordnung (EU) 2022/576 (Russland-Sanktionen) ist Pflicht; ohne diese Erklärung erfolgt Ausschluss vom Verfahren. HBCD-freie Materialien. Verwendung von FSC/PEFC-zertifizierten Holzprodukten (Formblatt 248).
Referenzen über erfolgreiche Ausführung vergleichbarer Maßnahmen (HDD-Projekte), zusätzlich DVGW-Arbeitsblatt GW 302
Vergleichbare HDD-Maßnahmen; bei engerer Wahl mit Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang, Arbeitnehmerzahl, technischen Anforderungen, Bestätigung des Auftraggebers
Eignungsnachweis der Bohranlage (technische Eignung für Baugrundverhältnisse und geplante Bohrlängen)
Geräte-/Maschinendatenblätter, Prüfzeugnisse, Nachweis DVGW GW 302