Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung
Die DEGES sucht für den vierstreifigen Ausbau der Bundesstraße 31 bei Friedrichshafen ein qualifiziertes Ingenieurbüro für Umweltplanungsleistungen. Zu erbringen sind ein Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP), ein Artenschutzbeitrag (ASB), eine FFH-Verträglichkeitsprüfung (FFH-VP) sowie Besondere Leistungen.
Was passiert hier gerade?
Es läuft ein Teilnahmewettbewerb. Es werden maximal 3 Bewerber zur Angebotsabgabe zugelassen. Der Auftrag umfasst die Entwurfs- und Genehmigungsplanung (Leistungsphasen 3 und 4) mit Schwerpunkt auf den umweltfachlichen Beiträgen.
Was ist zu tun?
Bewerber müssen ihre Eignung nachweisen (z. B. Berufshaftpflicht, Umsatz, Personalbestand, Referenzen) und die vorgegebenen Formulare einreichen. Die Vergabe erfolgt nach VgV, Sprache ist Deutsch, Abgabe elektronisch über das Bietercockpit.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Honorar/Preis40%
Der Preis (in €, netto) wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Normierung auf 0-5 Punkte: 5 Punkte = niedrigster Preis, 0 Punkte = ab 2,0-fachem des niedrigsten Preises, dazwischen lineare Interpolation.
- Konzept der Projektbearbeitung60%
Bewertung des Konzepts der Projektbearbeitung inkl. Organigramm zum Personaleinsatz, termingerechter Erarbeitung der umweltfachlichen Beiträge, Darstellung besonderer umweltfachlicher Herausforderungen und projektbezogener Qualitätssicherung. Schriftliche Beantwortung des Fragenkatalogs (70%) und mündliche Darlegungen im Auftragsgespräch (30%).
Preis (0-5 Punkte, lineare Interpolation: 5 Punkte = niedrigster Preis, 0 Punkte = ab 2,0-fachem des niedrigsten Preises). Qualitätskriterien werden mit 0-5 Punkten bewertet (nur volle Punktwerte). Gesamtpunktzahl durch gewichtete Addition.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen
Gegenstand
Umweltplanungsleistungen für den vierstreifigen Ausbau der Bundesstraße 31 zwischen Friedrichshafen/Waggershausen und Friedrichshafen (B 30 alt), Abschnitt VKE E151, auf einer Länge von ca. 3,3 km (Bau-km 0+000 bis 3+300).
Wichtige bauliche Eckpunkte:
Bearbeitungszeitraum: 2027 bis 2030, Abschluss mit Planfeststellungsverfahren voraussichtlich 2031. Die Leistungen sind nach Zuschlag unverzüglich aufzunehmen.
Leistungsbestandteile im Überblick
Der Auftrag umfasst vier Bausteine, die parallel und abgestimmt zu erbringen sind:
Die Leistungen sind als Pauschalpositionen je Baustein kalkuliert. Die Bearbeitung erfolgt nach BIM-Methodik gemäß DEGES-Leitfäden.
Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP)
Grundleistungen gemäß § 31 HOAI (100 % des Leistungsbildes).
Wesentliche Inhalte:
Planungsgebiet: 204 ha. Honorarzone: II (20 Punkte).
Artenschutzbeitrag (ASB)
Phase 1 – Aufgabenklärung:
Auswerten vorhandener faunistischer und floristischer Daten (Planungsraumanalyse, Kartierungen, Gutachten, Behördendaten).
Phase 2 – Relevanzprüfung:
Ermitteln der projektbedingten Wirkprozesse, Bestimmen der relevanten geschützten Arten, Konkretisieren des Datenbedarfs, Abstimmung mit Behörde und Auftraggeber.
Phase 3 – Konfliktanalyse (Art-für-Art):
Prüfung der artenschutzrechtlichen Zugriffsverbote, Erarbeitung von Vermeidungs- und CEF-Maßnahmen, Darlegung verbleibender Risiken, Festlegen von Monitoring (optional).
Phase 4 – Ausnahmevoraussetzungen (optional):
Ermittlung Erhaltungszustand, Alternativenprüfung, Darlegung zwingender Gründe überwiegenden öffentlichen Interesses, FCS-Maßnahmen, Nachweis der Nicht-Verschlechterung.
Phase 5 – Abgestimmte End-Fassung:
Mit Auftraggeber und zuständiger Behörde abgestimmter ASB in Text und Karte.
FFH-Verträglichkeitsprüfung (FFH-VP)
Betroffene Schutzgebiete:
Phasen:
1. Klären der Aufgabenstellung, Auswerten planungsrelevanter Unterlagen, Ortsbesichtigungen, Erstellen der FFH-Vorprüfungen, Abgrenzen Untersuchungsraum, Arbeitsplan
2. Bestandsaufnahme im Natura-2000-Gebiet: Erhaltungsziele/Schutzzweck, Erfassung Lebensräume (Anhang I FFH-RL), Arten (Anhang II FFH-RL, Vogelschutzrichtlinie), Bewertung Erhaltungszustand
3. Vorläufige FFH-VP: Ermitteln bau-/anlage-/betriebsbedingter Wirkprozesse, kumulative Beeinträchtigungen, Bewertung der Erheblichkeit, ggf. Schadensbegrenzungsmaßnahmen
4. Abgestimmte End-Fassung in Text, Übersichtskarte und Fachkarten
5./6. (Optional) FFH-Ausnahmeprüfung: Alternativenprüfung, zwingende Gründe öffentlichen Interesses, Kohärenzsicherungsmaßnahmen
Besondere Leistungen und Schnittstellen
Besondere Leistungen umfassen u. a.:
Schnittstellen und Abstimmungen:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Berufshaftpflichtversicherung (Mindeststandard, sonst Ausschluss):
Mindestjahresumsatz (Mindeststandard, sonst Ausschluss):
Hinweise: Fremdsprachige Bescheinigungen benötigen eine deutsche Übersetzung. Unterauftragnehmer müssen die gleichen Anforderungen erfüllen.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Personal
Personalbestand (Mindeststandard):
3 technische Fachkräfte mit Schwerpunkten (Mindeststandard, je 1 wertbare Referenz für Bundesfernstraße, Neubau/Ausbau, mind. 2 km, letzte 7 Jahre):
Projektleiter/technische Leitung (Mindeststandard):
Referenzen des Bewerbers (Mindeststandard)
Mindestens 1 wertbares Referenzprojekt aus den letzten 3 Jahren (ab 2023):
Die drei Teile können über ein oder mehrere Referenzprojekte erbracht werden. Maximal 3 Referenzen einreichbar. Pro Referenz: Projektbezeichnung, Auftraggeber/Ansprechpartner, Leistungszeitraum, Kurzbeschreibung, Auftragsvolumen. Bei Zuschlag: Bestätigung durch Auftraggeber (Kopie).
Zuschlagskriterien (Wertung, 100 %)
Die Auswahl der max. 3 zugelassenen Bieter erfolgt anhand dieser gewichteten Kriterien:
Hinweis: Das spätere Angebot wird zusätzlich nach Honorar (40 %) und Konzept der Projektbearbeitung (60 %) gewertet.
Rechtliche Eignung (Ausschlussgründe)
Eigenerklärung zur Eignung verlangt u. a.:
Eignungsleihe: Bei wirtschaftlicher/finanzieller Eignungsleihe ist eine gemeinsame Haftungserklärung erforderlich. Unterauftragnehmer müssen dieselben Eignungskriterien erfüllen. Vor Zuschlagserteilung sind Verpflichtungserklärungen vorzulegen.
Mitarbeiter 1 (Schwerpunkt LBP) – Bearbeitung eines Landschaftspflegerischen Begleitplans für eine Bundesfernstraße (Neubau oder Ausbau), Mindestlänge 2 km
Referenzblatt mit Projektbezeichnung, Auftraggeber, Leistungszeitraum, Kurzbeschreibung, Auftragsvolumen; auf gesonderter Anlage
Mitarbeiter 2 (Schwerpunkt ASB) – Bearbeitung eines Artenschutzbeitrags für eine Bundesfernstraße (Neubau oder Ausbau), Mindestlänge 2 km
Referenzblatt mit Projektbezeichnung, Auftraggeber, Leistungszeitraum, Kurzbeschreibung, Auftragsvolumen
Mitarbeiter 3 (Schwerpunkt FFH-VP) – Bearbeitung einer FFH-Verträglichkeitsprüfung für eine Bundesfernstraße (Neubau oder Ausbau), Mindestlänge 2 km
Referenzblatt mit Projektbezeichnung, Auftraggeber, Leistungszeitraum, Kurzbeschreibung, Auftragsvolumen
Projektleiter/technische Leitung – Projektleitung LBP, ASB und FFH-VP für eine Bundesfernstraße (Neubau oder Ausbau)
Referenzblatt mit Bestätigung Projektleitungsfunktion; Lebenslauf mit Studiennachweis und mind. 5 Jahren Berufserfahrung
Unternehmen/Bewerbergemeinschaft – Bearbeitung LBP, ASB und FFH-VP für eine Bundesfernstraße (kann durch ein oder mehrere Referenzprojekte erbracht werden)
Referenzblatt mit Auftraggeber, Ansprechpartner, Leistungszeitraum, Kurzbeschreibung, Auftragsvolumen; bei Zuschlag Bestätigung durch Auftraggeber (Kopie)