Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) suchen einen Generalplaner für den Ersatzneubau eines Verwaltungsgebäudes mit Kantine auf dem Betriebshof Cicerostraße in Berlin. Der Auftrag umfasst alle Planungsleistungen nach HOAI (Leistungsphasen 1–9) für Gebäude/Innenräume, Tragwerk und Technische Gebäudeausrüstung inklusive BIM, BNB-/KfW-40-Zertifizierung sowie Wirtschaftlichkeitsbewertung. Die Beauftragung erfolgt stufenweise: Stufe 1 (LPH 1–4 plus Leitdetails aus LPH 5), Stufe 2 (FLB-Erstellung und Mitwirkung GU-Vergabe) und Stufe 3 (Bauüberwachung und Objektbetreuung). Die Ausführungsplanung (Rest-LPH 5) wird vertraglich auf einen Generalunternehmer übertragen. Zieltermin der betriebsbereiten Übergabe ist Dezember 2030.
Verfahren: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Angebote werden ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform Berlin (vergabekooperation.berlin / AI-Bietercockpit) eingereicht. Schriftform, E-Mail und Fax sind unzulässig.
Wertungskriterien (aus Preisblatt): Preis 60 % / Qualität 40 %.
Eignungsanforderungen: u. a. Mindestumsatz 1,5 Mio. € (Durchschnitt letzte 3 Jahre), mindestens 2 vergleichbare Referenzprojekte der letzten 5 Jahre, qualifiziertes Projektteam (je Rolle mit 5–10 Jahren Berufserfahrung), Berufshaftpflicht 3 Mio. € Personenschäden / 3 Mio. € Sach- und Vermögensschäden, Frauenförderung gemäß FFV, Eigenerklärung Art. 5k EU-VO 2022/576 (Russland-Sanktionen).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut VergabeunterlagenLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und Projektrahmen
Was geplant wird: Ersatzneubau eines Verwaltungsgebäudes mit Kantine (und Einsatzleitung) auf dem BVG-Betriebshof Cicerostraße, Westfälische Straße 73–75, 10709 Berlin. Die Bestandsgebäude B, A, C, G und H werden abgerissen; alle Funktionen werden in einem kompakten Neubau zusammengeführt. Das Vorhaben ist Teil der Gesamtstrategie zur Elektrifizierung der BVG-Busflotte bis 2035.
Gebäudekennzahlen:
Kostenrahmen (netto, DIN 276):
Stufenweise Beauftragung und Übergang an GU
Die Beauftragung erfolgt in drei Stufen gemäß HOAI:
Wichtig: Die restliche Ausführungsplanung (Rest-LPH 5) wird vertraglich auf den Generalunternehmer übertragen. Das Honorar für den Generalplaner ist entsprechend auf die vorgezogenen Leitdetails und die Mitwirkung bei der GU-Vergabe reduziert.
Leistungsbilder im Detail
1. Gebäude und Innenräume (Objektplanung)
Anrechenbare Kosten: 8.601.875 € netto (davon KG 300: 5.495.000 €, KG 400: 4.840.000 €), Honorarzone III.
2. Technische Gebäudeausrüstung (TGA) – je Fachdisziplin
3. Tragwerksplanung
Anrechenbare Kosten: 5.697.750 € netto, Honorarzone III.
4. Bauphysik (Wärmeschutz, Bauakustik, Raumakustik) – HZ I
5. Freianlagenplanung – HZ I
6. Betoninstandsetzung (Planungsschritte 1–5)
Honorarzonen und Honorarsätze sind in der Excel-Vorlage (Anlage 03) je Tabellenblatt einzutragen. Für die anrechenbaren Kosten außerhalb der HOAI-Tafelwerte gilt die Flemming-Tabelle.
Besondere Leistungen (gesondert zu bepreisen)
Neben den HOAI-Grundleistungen sind u. a. folgende besondere Leistungen zu erbringen und im Angebot als Pauschalen oder Stundensätze zu kalkulieren:
Termine und Projektablauf
Verbindlicher Zieltermin: betriebsbereite Übergabe Verwaltung am 02.07.2030, Projektabschluss gesamt 2034.
Wichtige Eckpunkte (Rahmenterminplan):
Der Detailterminplan ist 2 Wochen nach Stufenabruf vorzulegen. Die Ergebnisse der separaten Kampfmittel-, Baugrund- und Vermessungsuntersuchungen sowie der vertieften Bedarfsplanung DIN 18205 werden voraussichtlich Q4/2026 erwartet.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung zur Berufsausübung
Eintragung in die Architekten- bzw. Ingenieurkammer des Niederlassungsmitgliedstaates (Pflichtangabe Ja/Nein).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Durchschnittlicher Jahresgesamtumsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre ≥ 1.500.000 €. Bei Bewerbergemeinschaften können die Umsätze der Mitglieder addiert werden.
Nach Auftrag: Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit mindestens 3 Mio. € für Personenschäden und 3 Mio. € für Sach- und Vermögensschäden, 2-fache Maximierung pro Versicherungsjahr, Mitversicherung von Bearbeitungsschäden (100.000 €) und Umweltschadensgesetz (100.000 €). Vorlage unaufgefordert innerhalb von 3 Wochen nach Zuschlag.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Referenzen
Mindestens 2 Referenzprojekte der letzten 5 Jahre mit folgenden Anforderungen:
Nichterfüllung der Mindestanforderungen führt zum Ausschluss.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Projektteam
Folgende Schlüsselrollen sind namentlich mit Qualifikationsnachweis zu benennen:
Personelle Überschneidungen sind zulässig (z. B. kann Gesamtprojektleitung mit max. einer Teilprojektleitung in einer Person vereint sein), sofern alle Qualifikationen nachgewiesen werden und Redundanz zur Terminsicherung gewährleistet ist.
Rechtsform und Bieterstruktur
Bewerbergemeinschaften müssen gesamtschuldnerisch haftend auftreten. Nachträgliche Veränderungen der Bieterstruktur sind grundsätzlich unzulässig und nur im Ausnahmefall mit Zustimmung der BVG möglich. Das Vergabeverfahren ist auch für mittelständische Unternehmen (KMU) geeignet.
Ausschlussgründe
Keine Ausschlüsse nach §§ 123 oder 124 GWB (zwingende/fakultative Ausschlussgründe). Insbesondere:
Besondere Ausführungsanforderungen
Nachprüfung und Rechtsschutz
Nachprüfungsverfahren gemäß § 160 GWB; zuständige Stelle ist die Vergabekammer des Landes Berlin. Bei Nachprüfungsverfahren verlängert sich die Bindefrist bis zum rechtskräftigen Abschluss zzgl. 2 Wochen.
Mindestens 2 Referenzprojekte für Generalplaner-/Architekten- und Ingenieurleistungen mit vergleichbarem Hochbau und vergleichbarer TGA
Planungsleistungen bis LPH 8 abnahmereif; Objektplanung mind. 30 % LP 1–9; TGA mind. 30 % LP 1–9 für Heizung/Sanitär/Lüftung/Elektro; Objektplanung mind. Honorarzone II; Referenz muss dem Bewerber direkt zuzuordnen sein (keine NU-Leistungen); Mindestens 1 Referenz mit Generalunternehmer-Vergabe über Funktionale Leistungsbeschreibung; Mindestens 1 Referenz mit BIM; Mindestens 1 Referenz mit BNB-Silber-Zertifizierung
Fachkenntnis Wirtschaftlichkeitsbewertung VALERI (DIN EN 17463)
Nachweis wahlweise über Schulungszertifikate oder durch erfolgreich abgeschlossene Referenzprojekte, in denen das VALERI-Verfahren angewendet wurde
Fachkenntnis BIM
Nachweis über Fachkenntnis (z. B. Referenzen, Zertifikate); BIM ist verbindlich einzusetzen