Dampfverdichtungssystem in Containerbauweise
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenLieferung eines zweistufigen Dampfverdichtungssystems mit Wasserdampf als Arbeitsmedium für zwei Turboradialverdichter. Das System wird als Bestandteil einer Hochtemperatur-Wärmepumpe in einem EU-geförderten Projekt in einer Papierfabrik eingesetzt. Die vollständige Lieferung umfasst unter anderem Containerherrichtung, Rohrleitungsbau, Montage, EMSR-Außenschaltschrank, Kalt-Inbetriebnahme, Dokumentation und Lieferung an den Aufstellort in Osnabrück.
Das Verfahren läuft in zwei Stufen. Zunächst sind die Eignung und der Teilnahmeantrag einzureichen; im ersten Verfahrensabschnitt wird noch kein Angebot abgegeben.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis
50 Prozent
- Qualität
50 Prozent
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtauftrag
Die Lieferung erfolgt als ein zusammenhängendes Leistungsspektrum ohne Losaufteilung. Der Generalauftragnehmer erbringt die gesamte Dienst- und Lieferleistung für einen transportfähigen 20-Fuß-High-Cube-ISO-Container mit zweistufigem Dampfverdichtungssystem, zwei elektrisch angetriebenen Turboradialverdichtern, Rohrleitungen sowie Elektro-, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik.
Containerherrichtung
Beschaffung und Herrichtung eines 20-Fuß-ISO-High-Cube-Containers nach ISO 668 als Prüfstandscontainer. Fertigung und Montage der Stahlbau-Unterkonstruktion sowie Auslegung und Montage von Heizung, Klimatisierung und Lüftung. Integration von Schall-, Personen-, Anlagen- und Brandschutz, Beleuchtung und Ölwanne.
Rohrleitungsbau
Beschaffung beziehungsweise Fertigung und Montage der Rohrleitungen nach Schweißbaugruppen, 3D-Darstellungen und Zeichnungen. Anschlussflansche, vier Anschlussflanschadapter am Verdichter, Messtechnikanschlüsse, Isolierung, Rohrlager und Verbindungselemente einbauen. Druckproben und Schweißnahtprüfungen durchführen. Der Werkstoff ist Edelstahl 1.4301 oder vergleichbar; Flansche sind nach DIN EN 1092 und die Auslegung nach PED 2014/68/EU zu erbringen.
Montage und Integration
Die Gesamtanlage einschließlich der zu beschaffenden und beigestellten Komponenten montieren, die Verdichter und Komponenten integrieren und die elektrotechnischen Bauteile beschaffen, fertigen, montieren und anschließen. Beigestellte Sekundärsysteme wie Ölversorgung, Entlüftung und Druckluft anschließen. Das System für den Transport vorbereiten, vor Ort montieren und aufbauen.
Inbetriebnahme
Kalt-Inbetriebnahme mit Luft durchführen; hierfür ist ein elektrischer Anschluss von etwa 200 kW erforderlich. Die Verdichter werden mit einer angegebenen elektrischen Leistung von etwa 90 kW getestet. Eine Warm-Inbetriebnahme beim Anlagenbetreiber ist ebenfalls vorgesehen.
EMSR-Außenschaltschrank
Elektro- und MSR-Planung, Schaltschrankdesign und Aufbau durchführen. Die beigestellten SSPS, Frequenzumrichter, Sensorik und Aktorik installieren, verdrahten und verkabeln. Steuerungssoftware in Siemens TIA-Portal/Visu einschließlich Lizenzen erstellen, die Visualisierung nach R&I-Fließbild und die Datenlog gemäß Netzwerkstruktur umsetzen. Die Schaltschrankmaße betragen 2.000 mm Breite, 1.050 mm Höhe und 500 mm Tiefe; das Gehäuse muss IP55 entsprechen. Ein eigenes HMI ist nicht vorgesehen; die Anbindung erfolgt an das HMI des Projektpartners.
Technische Eckdaten
Das maximale Gesamtgewicht beträgt 36 t. Der maximale Betriebsdruck liegt bei 10,25 bar(a), die maximale Betriebstemperatur bei 300 °C. Der Dampf-Massendurchsatz am Einlass beträgt 0,368 kg/s. Die Druckstufen sind 2,00 bar(a) vor dem ersten Verdichter, 3,65 bar(a) nach dem ersten und 6,10 bar(a) nach dem zweiten Verdichter. Die Temperaturstufen betragen 125 °C, 150 °C und 225 °C. Die Containerumgebung ist von 10 °C bis +45 °C und 5 % bis 95 % relativer, nicht kondensierender Luftfeuchte specified. Die Energieversorgung beträgt 400 V/3-ph/50 Hz sowie 230 V/1-ph. Die Schallleistung bei Volllast beträgt 70 dB(A); Bauteile müssen RoHS-konform und bleifrei sein.
Dokumentation und Leistungsnachweise
PowerPoint-basierte Dokumentation als PDF, Sicherheitshinweise für Montage und Bedienung, Übersichts- und Montagezeichnungen, Werkstoffzeugnisse sowie soweit möglich Prüfberichte, Auslegungs- und Konstruktionsnachweise, Wartungs- und Bedienungsanleitung und das finale 3D-Modell des Konstruktionsdesigns bereitstellen. Für den Rohrleitungsbau zusätzlich Abnahmeprotokolle und Nachweise über Druckprobe und Schweißnahtprüfung. Für den EMSR-Schaltschrank zusätzlich Schaltpläne, Klemmenplan und Bauteillisten.
Beistellungen und Abgrenzung
Vom Auftraggeber werden unter anderem Verfahrenskonzept, Konstruktionsdesign einschließlich 3D-STP-Modell, Rohrleitungs-Engineering, EMSR-Konzept, Sicherheitskonzept, R&I-Fließbild, Betriebsmittelliste, Spezifikationen beigestellter Komponenten sowie Teile der Verdichter und deren Peripherie beigestellt. Nicht umfasst sind die Auslegung und Konstruktion des Verfahrenskonzepts, das Konstruktionsdesign einschließlich Containerauswahl und Komponentenpositionierung, die Beschaffung der beiden Dampfverichter einschließlich Getriebe, Elektromotoren, Frequenzumrichtern und Hydraulikaggregaten, die Beschaffung der Betriebsmittel, das EMSR-System ohne Schaltschrank sowie die Sprinkleranlage.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFormale Anforderungen
Der Teilnahmeantrag muss fristgerecht, formal richtig und vollständig sein, alle erforderlichen Unterschriften enthalten, alle geforderten Eignungsunterlagen umfassen und den formalen Anforderungen des Auftraggebers entsprechen.
Registereintragung und wirtschaftliche Angaben
Die Eintragung im Berufs- oder Handelsregister ist durch einen aktuellen Registerauszug oder eine Kopie nachzuweisen; der Auszug darf zum Fristenende nicht älter als drei Monate sein. Die Gesamtumsätze der Geschäftsjahre 2023, 2024 und 2025 sowie die durchschnittliche Beschäftigtenzahl für diese Jahre sind anzugeben. Ein Mindestumsatz ist nicht genannt.
Ausschlussgründe und Erklärungen
Spezifische Eigenerklärungen zu den Ausschlussgründen nach §§ 123 und 124 GWB sowie gegebenenfalls Nachweise zur Selbstreinigung nach § 125 GWB sind vorzulegen. Außerdem sind Erklärungen zu ILO-Kernarbeitsnormen, zur MiLoG, zu Russland und Belarus sowie zur Nichtexistenz wettbewerbsbeschränkender Absprachen abzugeben.
Sprache und Unternehmensdarstellung
Der Teilnahmeantrag und die Kommunikation müssen in deutscher Sprache verfasst beziehungsweise erfolgen. Deutsch muss während der gesamten Vertragslaufzeit die Arbeitssprache sein. Das Firmenprofil enthält unter anderem Gründungsdatum, Standorte, Rechtsform, Registergericht und Registernummer, USt-ID, Leitweg-ID, KMU- und Start-up-Einstufung, Börsennotierung, Staatsangehörigkeit des wirtschaftlichen Eigentümers und die Beschreibung des Kerngeschäfts.
Technische und berufliche Qualifikation
Der Generalauftragnehmer oder die eingesetzten Subunternehmer müssen für Schweißverbindungen im Stahl- und Edelstahlbereich qualifiziert und zertifiziert sein. Schweißanweisungen sind vor der Ausführung zur Abstimmung und Freigabe vorzulegen; Schweißerprüfungen müssen parallel vorliegen und die Schweißnahtdokumentation parallel zur Fertigung erstellt werden. Im Edelstahlbereich sind Beizen und Passivieren anzuwenden. Unterauftragnehmer müssen die für ihre konkrete Leistung erforderliche berufliche Qualifikation nachweisen.
Bietergemeinschaften und Eignungsleihe
Bei Bietergemeinschaften müssen sämtliche Mitglieder benannt und die Eignungsnachweise für jedes Mitglied vorgelegt werden. Ein bevollmächtigter Vertreter und die Erklärung der gesamtschuldnerischen Haftung sind anzugeben. Bei Eignungsleihe müssen die leihenden Unternehmen, ihre verfügbaren Kapazitäten, ihre Kontaktdaten und ihre Eignungsnachweise benannt und nachgewiesen werden; soweit finanzielle oder wirtschaftliche Eignung geliehen wird, ist die Haftungsregelung nachzuweisen.
Unterauftragnehmer
Vorgesehene Unterauftragnehmer und die an sie vergebenen Leistungsbereiche sind im Teilnahmeantrag zu benennen und mit einer Verpflichtungserklärung zu versehen. Ihre Eignung und das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen können auf Anforderung vor Zuschlag nachgewiesen werden. Unterauftragnehmer müssen für die übertragene Leistung die erforderliche berufliche Qualifikation nachweisen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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