Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (VOB/A) der Gemeinde Rastede für sämtliche Erdarbeiten im Rahmen des Neubaus eines Feuerwehrgerätehauses in Hahn-Lehmden (Ortsteil Hahn, 26180 Rastede).
Was zu tun ist: Aushub, Bodenbewegung, Verfüll- und Verdichtungsarbeiten sowie vorbereitende Maßnahmen entlang der Landesstraße (Verkehrssicherung, Baumfällung, Wallabtrag), Grabenverrohrung (Betonrohr DN 500), Ringdrainage um das Gebäude, Wasserhaltung und Herstellung der Baustellenzufahrt.
Wichtige Termine: Angebote müssen bis 14.09.2026 um 08:30 Uhr elektronisch über www.bi-medien.de eingereicht werden. Geplanter Ausführungsbeginn: 19.10.2026; Fertigstellung bis 09.11.2026.
Zuschlag: Ausschließlich Preis (Wertungssumme).
Hinweis: Es findet keine losweise Vergabe statt – alle Erdarbeiten werden als ein Auftrag vergeben.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Bewertung anhand der Wertungssumme des Angebots. Niedrigste Wertungssumme erhält 10 Punkte, zweifache oder höhere Wertungssumme erhält 0 Punkte, dazwischen lineare Interpolation.
Punkteskala 0-10: 10 Punkte für niedrigste Wertungssumme, 0 Punkte für zweifache oder höhere Wertungssumme, lineare Interpolation mit 3 Stellen nach dem Komma dazwischen. Gesamtpunktezahl = v.H.-Satz × Punkte je Kriterium.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenArt und Umfang der Erdarbeiten
Sämtliche Erd- und Tiefbauarbeiten für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses Hahn-Lehmden (Wilhelmshavener Straße 234, Rastede), einschließlich Aushub, Bodenbewegung, Verfüll- und Verdichtungsarbeiten. Ausführung nach VOB/C und Vorgaben des Bodengutachtens (Flachgründung auf durchgehender, biegesteif bewehrter Sohlplatte mit Frostschürze).
Baustelleneinrichtung: Einrichten und Räumen der Baustelle, vier Baustellen-WCs über vier Wochen, Abstecken der Hauptachsen.
Vorbereitende Arbeiten entlang der Landesstraße: Verkehrssicherung nach StVO (eigener Verkehrszeichenplan), Fällung von 4 Bäumen (Ø 31–50 cm) inkl. Wurzelrodung, Abtrag eines Walls aus Oberboden (ca. 78 m³).
Grabenverrohrung: Wasserhaltung, Grabenaushub (ca. 9 m³), Geotextil (49 m²), Auflager (8 m³), Betonrohr DN 500 SLW 60 (24 m) mit Gelenk- und Böschungsstücken, Sohlbefestigung, Grabenverfüllung, Schottertragschicht (40 m²). Holzbohlen 30 × 200 mm als Einbauhilfe unter der Rohrsohle.
Erdarbeiten Gebäuderückseite: Oberboden abtragen, laden, abfahren und entsorgen (ca. 221 m³, D 30 cm).
Erdarbeiten Gebäude: 5 Querschläge für Versorgungsleitungen, Oberboden abtragen und entsorgen (ca. 800 m³), Wiedereinbau Oberboden, Bodenaushub und -verfüllung (74 m³), Gründungssohle verdichten (1.150 m²), Verfüllsand einbauen (127 m³), Bodenentsorgung BK 3+4 (100 m³), Ringdrainageleitung DN 100 (153 m) inkl. Filterkies, Vlies und Spülstutzen (12 Stück), Wasserhaltung.
Baustellenzufahrt und spätere Verkehrsflächen: Oberbodenentsorgung (556 m³), Bodenaushub (200 m³), Untergrund verdichten (800 m²), Geotextil (800 m²), Frostschutzmaterial (318 m³), Verfüllsand (100 m³).
Sonstiges: Regiearbeiten/Stundenlohnarbeiten (Eventualpositionen) für Baufacharbeiter, Vibrationsplatte, Minibagger und Radlader je 16 h.
Technische Anforderungen und Bodenspezifikationen
Verfüllmaterial: Frostsicherheitsklasse F1, Einbauklasse 0 nach LAGA (Eignungsnachweis erforderlich).
Verdichtung: DPR ≥ 1,0 / 100 %, lagenweise ≤ 30 cm.
Lastausbreitungswinkel: 45° (in den Massen berücksichtigt).
Drainagebereich: Durchlässigkeitsbeiwert kf ≥ 10⁻⁴.
Schottertragschicht: Ev2 ≥ 150 MPa, Körnung 0/32; Gütezeugnis vor Einbau.
Gründungsempfehlung (Bodengutachten): Auskofferung der organischen Deckschicht (0,5–0,9 m), Einbau verdichtungsfähigen, frostunempfindlichen Austauschbodens (SE/SW/GE/GW), Verformungsmodul Ev2 = 60 MPa, Evd = 35 MPa. Zulässige Sohlwiderstände 250 kN/m² (Sohlplatte) bzw. 260 kN/m² (Einzel-/Streifenfundamente), Bettungsmodul 20 MN/m³ (Randbereich 40 MN/m³). Bemessungswasserstand ca. 1,0 m unter Geländeoberkante; Beton-Expositionsklasse XA1.
Baugrubensicherung: Maßnahmen nach DIN 4124, EA-B und DIN 4123; frostsichere Tiefe ca. 0,60 m; Abnahme der Baugrubensohle durch Baugrundgutachter.
Abfallvermeidung, -verwertung und -beseitigung
Der Auftragnehmer wird Abfallerzeuger und -besitzer der anfallenden Bau- und Abbruchabfälle. Pflicht zur getrennten Erfassung und ordnungsgemäßen Entsorgung gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Nachweisverordnung. Bei Andienungspflicht für gefährliche Abfälle: Bestätigung der Abfallwirtschaftsbehörde. Kosten der Abfallverwertung sind in die Einheitspreise einzurechnen; Kosten der Abfallbeseitigung werden vom Auftraggeber getragen. Auf Verlangen sind Nachweise über Berechtigung und Eignung der Verwertungs-/Beseitigungsanlagen, Anzeige nach § 53 KrWG und Erlaubnis nach § 54 KrWG vorzulegen.
Ausführungszeitraum und Organisation
Geplanter Ausführungsbeginn: 19.10.2026 (12 Werktage nach Zugang der Aufforderung durch den Auftraggeber oder gemäß Bauzeitenplan). Fertigstellung (abnahmereif) bis 09.11.2026. Gesamte Gesamtbaumaßnahme läuft von Oktober 2026 bis November 2027; die Ausführungsfrist dieses Gewerks wird gemäß VOB/B § 16 (3) 1. um 60 Kalendertage verlängert.
Regelmäßige Teilnahme an Baubesprechungen und Beachtung der Baustellenordnung des Bauherrn sind Pflicht. Einhaltung aller Unfallschutz-, Arbeitsschutz- und Verkehrsvorschriften.
Nicht im Auftrag enthalten (Hinweis)
Nicht Teil dieses Auftrags und werden separat ausgeschrieben: Kanalarbeiten einschließlich Regenrückhaltung sowie Herstellung der eigentlichen Verkehrsflächen (Straßenaufbau, Gewerk Außenanlage).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage – Zuverlässigkeit
Eigenerklärung, dass keine schwere Verfehlung vorliegt, die die Zuverlässigkeit in Frage stellt (keine Verurteilung wegen Verstößen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren; keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A). Kein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet, kein Ablehnungsbescheid mangels Masse, nicht in Liquidation. Eintragung im Berufs- oder Handelsregister beziehungsweise Handwerksrolle oder IHK (oder keine Eintragungspflicht). Nachweis: Eigenerklärung; auf Verlangen Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung, Handwerkskarte/IHK-Eintragung.
Steuern, Abgaben und Sozialversicherung
Eigenerklärung zur ordnungsgemäßen Erfüllung der Zahlungspflichten gegenüber Finanzamt, Sozialversicherungsträgern und Berufsgenossenschaft. Nachweis auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigung Finanzamt / Bescheinigung in Steuersachen, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG, qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen, Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (soweit beitragsverpflichtet). Bei Auftragssumme ≥ 30.000 € erfolgt Abfrage beim Wettbewerbsregister des Bundeskartellamts.
Wirtschaftliche und technische Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung zum Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mit vergleichbaren Bauleistungen (inklusive ARGE-Anteile). Nachweis der durchschnittlich eingesetzten Arbeitskräfte in den letzten 3 Jahren, gegliedert nach Lohngruppen und mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal. Nachweis vergleichbarer Leistungsausführung in den letzten 5 Kalenderjahren (bei engerer Wahl: drei Referenznachweise mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Mengen, eingesetzten Arbeitnehmern, besonderen technischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertraglicher Bindung und Bestätigung des Auftraggebers).
Präqualifizierte Unternehmen können die Eignung durch den Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nachweisen.
Tariftreue und Mindestlohn (§ 4 NTVergG)
Verpflichtung, bei der Auftragsausführung in Deutschland mindestens den gesetzlichen Mindestlohn (12,82 €/h ab 01.01.2025, 13,90 €/h ab 01.01.2026) sowie ggf. Mindestentgelt nach AEntG/AÜG zu zahlen. Die Pflicht ist auch an Nach- und Verleihunternehmen weiterzugeben; für jedes eingesetzte Nachunternehmen und Verleihunternehmen ist eine identische Erklärung beizufügen.
Ausführung vergleichbarer Leistungen (Erdarbeiten) in den letzten 5 Kalenderjahren; bei engerer Wahl drei Referenznachweise mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, eingesetzten Arbeitnehmern, Besonderheiten, Art der Baumaßnahme, vertraglicher Bindung und Bestätigung des Auftraggebers
vergleichbare Bauleistungen (Erdarbeiten); Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung